Rund und gesund

Sieben einfache Alltagsrezepte mit Trauben, Zwetschgen und den letzten Beeren.

Der Markt ist derzeit voller Trauben, Zwetschgen und Beeren. Nutzen wir das reiche Angebot für einfache Köstlichkeiten, die man mit den gesunden Früchten zubereiten kann. (Bild: MKN)

1 — Flammkuchen mit Trauben 

Eines meiner schnellen und einfachen Alltagsrezepte geht mit dem Flammkuchenteig, den ich fertig im Supermarkt kaufe. (Bild: MKN)
Und so gehts:
Ich bestreiche den ausgewallten Flammkuchenteig mit Ziegenfrischkäse. Dann belege ich ihn mit Traubenbeeren, Birnenschnitzen und einem würzigen Käse wie zum Beispiel Roquefort. Darauf kommt schwarzer Pfeffer aus der Mühle. Auch Schnittlauchringli schmecken gut. Das Ganze kommt in den 220 Grad heissen Backofen und braucht etwa 15-20 Minuten, bis der Teig knusprig ist. Dazu serviere ich grünen Salat mit französischer Sauce. Diese mache ich mit Dijonsenf, Honig, Mayonnaise, Estragonessig und Olivenöl. 

2 — Nudeln mit Trauben

Ich liebe es, Traubenbeeren in ganz unterschiedliche Gerichte unterzumischen. Zum Beispiel zu Pouletstücken an einer Sauce oder zu einer Pasta. (Bild über: Cooking on the weekends)
Und so gehts:
Butter in eine tiefe Bratpfanne geben. Eine zerdrückte Knoblauchzehe, einen halben Peperoncino sowie einen EL feingehackten Rosmarin und Salbei beigeben. Sanft andünsten. Wenn alles fein duftet, grosse fleischige Traubenbeeren dazugeben und dünsten. Mit etwas süssem Wein wie Marsala oder Portwein ablöschen. Ein wenig Gemüsebouillon dazugeben und etwas einköcheln lassen. Würzen und zur Seite stellen, wobei Knoblauch und Peperoncino nun wieder herausgenommen werden können. Nudeln al dente kochen. Die heissen Nudeln mit der Sauce und Ziegenfrischkäse wie Chevroux gut vermischen und anrichten. Fein ist dieses Gericht auch mit einigen Steinpilzen. Dafür getrocknete Steinpilze einlegen. Die aufgeweichten und ausgepressten Steinpilze nach den Kräutern beigeben und das Einweichwasser zum Wasser geben, in welchem Sie die Nudeln kochen.  

3 — Chicorée-Trauben-Salat

Natürlich geben Trauben auch einen herrlichen Salat ab. (Bild: MKN)
Und so gehts: 
Chicorée rüsten, schneiden und mit Traubenbeeren mischen. Das Dressing mit 1 EL Quittensenf (oder anderem süssen Senf nach Geschmack), 2 EL Balsamicoessig, 1 EL Honig, Salz und 3 EL Olivenöl mischen. Chicorée und Trauben mit dem Dressing vermischen und eine Nussmischung darübergeben. 

4 — Poulet mit Zwetschgenkonfitüre

Süsses und Poulet vertragen sich bestens. Eine frisch gemachte Zwetschgenkonfitüre wird bei diesem Rezept als Marinade verwendet und sorgt so für ein unkompliziertes, festliches Herbstgericht. (Bild über: From Calculus to Cupcakes)
Und so gehts:
Vermischen Sie 4 EL Zwetschgenkonfitüre mit 1 EL Balasamicoessig, 2 EL Dijonsenf, Salz und Pfeffer. Bestreichen Sie Pouletstücke wie Brüstchen mit Haut oder Schenkel damit. Legen Sie die Pouletstücke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und decken dieses mit Folie zu. Im 180 Grad heissen Backofen 30 Minuten backen. Die Folie entfernen und nochmals etwa 15-20 Minuten backen. Aufpassen, dass es nicht anbrennt. 

 

5 — Zwetschgenkuchen

Ein herbstlicher Kuchen, der immer gelingt. (Bild über: Local Milk)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Zwetschgen, halbiert und in Stücke geschnitten

1 dl dunkler Rum

4 dl Rahm

200 g Zucker

1 Päckli Vanillezucker

die abgeriebene Schale von einer Zitrone

5 Eier

375 g Mehl

2 KL  Backpulver

1 Prise Salz

Die Zwetschgen halbieren und entsteinen. In eine Schüssel geben und den Rum darübergiessen. 2 Stunden ruhen lassen. Vor dem Einsetzen der Zwetschgen diese aus dem Rum nehmen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Den Rum zur Seite stellen.  

Den Rahm mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem Zucker und Vanillezucker halb steif schlagen, die Eier einzeln unterrühren, Mehl, Backpulver und die Prise Salz sieben und unterrühren. Den Teig in eine grosse, flache, mit Backpapier ausgelegte Backform oder in ein tiefes Blech geben. Die Zwetschgen auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Im heissen Backofen bei 200 Grad auf der zweiten Schiene von unten 15 Minuten backen.

Zutaten für den Guss:

Fertigstellung:

100 g Butter

100 g Zucker

4 EL  Milch 

In der Zwischenzeit für den Guss Butter, Zucker, den Rum und die Milch aufkochen. Den Kuchen herausnehmen und den Guss darüber verteilen. Anschliessend den Kuchen weitere 15 Minuten fertig backen, diesmal auf der zweiten Schiene von oben. Mit Puderzucker bestreuen. 

6 — Frenchtoast mit Brombeerkonfitüre

Mein Lieblingsfrühstück sind Frenchtoasts. Ich liebe aber auch Konfibrötchen über alles. Mit diesem Rezept kommt beides zusammen. (Bild über: Farmhouse Touches)
Und so gehts:
Für etwa 8 Frenchtoasts 4 Eier verquirlen, 1 dl Rahm beigeben und etwa 1 dl Milch, 1 EL brauner Zucker und 1 EL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt. 8 Toastbrotscheiben oder Zopfscheiben darin einweichen und mit der Eimasse umhüllen. In Butter beidseitig golden backen. Im warmen Backofen warm stellen. Mit Butter und frisch gemachter Brombeerkonfitüre servieren. 

7 — Himbeerkuchen

Dieser einfache Beerenkuchen funktioniert auch mit anderen Beeren oder Zwetschgenstückchen. (Bild über: Fork Knifes Woon)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Mehl

2 KL Backpulver

250 g Rohzucker

1 Päckli Vanillezucker

1 Prise Salz

130 g weiche Butter

3 Eier

1 dl Buttermilch

400 g Himbeeren

 

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver und Salz mischen, sieben. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker verrühren. Eier dazugeben und gut vermengen. Danach die Mehlmischung beigeben und gut verrühren, bis der Teig weich ist. Buttermilch darunterrühren und nochmals gut vermischen. Drei Viertel der Himbeeren untermischen und den Teig in eine Backform geben. 5 Minuten backen, danach die Hitze auf 180 Grad reduzieren und etwa 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn er bei leichter Berührung zurück in die Form geht und wenn beim Einstechen eines Spiesses dieser ohne Teigspuren rauskommt. Den Kuchen abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und den Rest der frischen Himbeeren darauf verteilen. Mit Crème fraîche servieren. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs: Fork Knifes WoonFarmhouse Touches, Local MilkFrom Calculus to CupcakesCooking on the weekends

11 Kommentare zu «Rund und gesund»

  • Katharina I sagt:

    Mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmhhhhhhhh!!!!

    • adam gretener sagt:

      Liebe Frau Katharina. Wegen Dir musste ich gerade so lachen. Während meiner Recherche bei Frau Kohler für neue Rezepte bin ich über einen Beitrag gestolpert, der Valentinstag/Süssigkeiten zum Thema hatte. Habe auch gleich ein paar alte Kommentare gelesen. Du schriebst darin, dass Du die Rezepte direkt an deine erwachsenen Kinder und ihre Schätzlis weiterleiten würdest eben wegen Valentinstag.

      Nun meine Frage: Wieviele Enkel hat dir Frau Kohler und der Beitrag beschert?

      • Katharina I sagt:

        Uiuiuiui. Moi? Kinder? Also, nein, ähm, das tut mir leid, das war wohl eine andere Katharina. Ich finde Kinder süss, aber das Familienleben ist nicht so ganz meins.

  • Christina sagt:

    Also die hiesigen Beeren zu einigermassen vernünftigen Preisen, die auf dem Bild zu sehen sind, sind jetzt alle vorbei, die Johannisbeeren schon lange. Bleiben nur die Zwetschgen.

  • adam gretener sagt:

    Und wie behält man die ganzen Trauben auf der Gabel? Früchte in meinem herzhaften Essen mag ich eigentlich nicht oder nur ganz selten. Aber den Flammkuchen würde ich mir schon gefallen lassen. Nur müsste da noch eine salzige Komponente rein, Speck oder Parmaschinken könnte ich mir sehr gut vorstellen.

    • Heidi Arn sagt:

      Mir gefällt auch der Flammkuchen am besten. Etwas wie Speck geht sicher, doch der vorgeschlagene würzige Käse könnte mir salzig genug sein. Wegen der Beeren fällt mir nur ein: Essen Sie mit jemandem, der Sinn für Situationskomik hat (andere kommen eh nicht ins Haus, oder?).

      • adam gretener sagt:

        Liebe Frau Heidi, es ist ja anhand der Bilder immer sehr schwierig zu sagen, wie das textlich beschriebene Rezept nun wirklich herauskommt. Aber ein paar Rohschinkenstreifen nach dem Backen würde ich bestimmt nicht verachten.

        Ich plane Mitte Oktober ein grosses Familienessen mit Teilnehmer von rund 1 Jahr alt bis 78. Mal gucken was ich da von Frau Kohler alles stibitzen kann.

        • Luisa Haltner sagt:

          Die guten alten Fozzelschnitten liebe ich z.B. auch mit Chnoblibutter, Tomatenscheibe und Basilikum oder mit gedünsteten Zwiebeln, Bratspeck und Geisschäs oder Olivenpaste (die schwarze schmeckt traumhaft) und Birnenschnitzli… möglichst noch warm.
          Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

          • adam gretener sagt:

            Ich habe ja ein Patenkind in den Niederlanden. Da muss ich immer für die ganze Familie Fotzelschnitten machen mit älterem Gruyère, den ich auf gar keinen Fall vergessen darf mitzunehmen und Zwetschgengumfi.

            Da muss ich immer Schweisserhandschuhe anziehen bevor ich die Servierplatte auf den Tisch stellen, könnte gut sein dass ich plötzlich eine Gabel in der Hand stecken habe.

          • adam gretener sagt:

            Sagen Sie übrigens Bruno, Marcel und all den anderen liebe Grüsse. So viele Emails haben mich einfach überfordert.

  • Barbara sagt:

    Herrlich! Vielen Dank, liebe Frau Kohler, für diese gluschtigen Tipps!

Kommentar

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