Viel mehr als nur Beigemüse

Diese frischen Kreationen stehlen jedem Steak die Show. Am besten alle zusammen geniessen!

Mit Gemüse lässt sich ganz schön feiern. Dekorieren Sie Ihren Tisch bei der nächsten Einladung auf die marokkanische Art. Dafür brauchen Sie ein bunt gemustertes Tischtuch, viele farbige Schalen und Keramikteller, marokkanische Teegläser und Blumen. Sie können aber auch gleich ein grosses Tablett auf den Boden auf einen Teppich legen und rundum auf Poufs und Kissen sitzen und so gleich ein wenig Feriengefühl schaffen. (Bild: Half baked harvest)

Blumenkohl mit Datteln und Pinienkernen

Blumenkohl schmeckt, wenn er im Backofen geröstet wird, nussig und köstlich. Er wird zu einer ganz andern Art von Gemüse, als wenn er im Wasser gekocht wird oder als Gratin auf den Tisch kommt. Mit dieser einfachen Kochtechnik lassen sich herrlich-knackig-würzige Gerichte zubereiten wie dieses hier, das ein wenig exotisch anmutet. (Bild: Downshiftology)

Und so gehts:
Schneiden Sie einen Blumenkohl in Röschen und verteilen Sie diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Geben Sie Olivenöl und Salz darüber und einen Hauch von Zimt. Rösten Sie den Blumenkohl etwa 7 Minuten im 200 Grad heissen Backofen. Geben Sie dann eine Handvoll Pinienkerne dazu, rösten Sie alles nochmals 5 Minuten und verteilen für die letzte 3 Minuten einige Datteln dazwischen. Servieren Sie alles zusammen, zum Beispiel mit einer Joghurtsauce, mit Feta oder Ziegenfrischkäse. Sie können das Gericht auch auf die leichte und vegane Art herrichten: einfach ein wenig Zitronensaft darüber geniessen. 

Und so geht eine Joghurtsauce: 
Mischen Sie 250 g griechisches Joghurt mit einer Prise Salz und einer Prise Garam Masala. Dann raffeln Sie eine halbe Gurke und drücken diese in einem Küchentuch aus. Raffeln Sie eine halbe Knoblauchzehe und mischen Sie beides unter das Joghurt. Nun hacken Sie eine gute Handvoll Koriander- und Pfefferminzblätter fein und mischen diese auch unter das Joghurt. 

Auberginen mit Safran

Es muss nicht immer Fleisch auf den Grill. Auch Gemüse schmeckt herrlich, wenn es auf dem Grill geröstet wird. (Bild: The Happy Foodie)

Und so gehts: Schneiden Sie Auberginen längs in Scheiben. Salzen Sie sie und legen Sie sie in einer Schale zur Seite. Lassen Sie sie etwa 1 Stunde ruhen. In der Zwischenzeit weichen Sie einige zerriebene Safranfäden in ganz wenig warmem Wasser auf. Mischen Sie ein wenig Zitronensaft, Oliven und den Safran zusammen. Waschen Sie die Auberginen. Das Prozedere mit dem Salz nimmt ihnen die Bitterkeit. Nun bepinseln Sie die Auberginenscheiben beidseitig mit der Mischung und grillieren sie beidseitig etwa 4–5 Minuten auf dem Rost. Servieren Sie dazu eine Kräuter-Knoblauch-Sauce. 

Und so geht die Kräuter-Knoblauch-Sauce: 
Hacken Sie 1 roten Peperoncino, 2 Knoblauchzehen, 1 Bund Korianderblätter und 1/2 Bund Petersilie fein. Mischen Sie alles mit ein wenig Salz, 1 dl Olivenöl und dem Saft von 2 Limonen. 

Cannellinibohnen mit Fenchel

Ein herrliches Sommergericht entsteht mit weissen Bohnen und Thunfisch. Man kann es auch mit Fenchel und einem nordischen Touch zubereiten. (Bild: Nutmeg Nanny)
Und so gehts:
Weichen Sie weisse Bohnen über Nacht ein und kochen Sie sie. Oder machen Sie es wie ich, auf die einfache Art, mit Bohnen aus der Dose. Diese tropfe ich jeweils gut ab und wasche sie unter kaltem Wasser. Die Hälfte der Bohnen mit einer Gabel zermanschen, die andere Hälfte ganz lassen. Als Dressing mische ich den Saft von 1 Zitrone mit Olivenöl und ein wenig Mayonnaise. Die Bohnen mit dem Dressing mischen. Dazu schneide ich einen Fenchel in ganz feine Stückchen und mische ihn dazu und gebe gehackte Petersilie, gehacktes Fenchelkraut und ein wenig Salz und Pfeffer bei. Man kann auch eine gehackte Zwiebel oder Schalotte beigeben, auf die Mayonnaise verzichten oder Dill und Schnittlauch dazugeben. Auf gutem Schwarzbrot serviert, oder noch nordischer auf Pumpernickel, gibt dieses unkomplizierte Gericht eine herrliche Mahlzeit ab.

Fenchelkuchen

Ich mag Fenchel auf alle möglichen Arten. Auch in einem Kuchen. Diese Art Kuchen kann man warm, aber auch kalt geniessen. (Bild: Adventures in cooking)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Kuchenteig

3 Fenchel 

1 Zweiglein Thymian

2 Schalotten, gehackt

Butter

3 Eier

1 Becher Crème fraîche

100 g Gruyère, geraffelt

50 g Sbrinz, geraffelt

50 g Tilsiter, geraffelt

Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Den Fenchel rüsten und halbieren oder vierteln. Knackig dämpfen. Die Schalotten anbraten und die Blättchen von Thymian beigeben. Mischen Sie die Eier mit der Crème fraîche, dem geraffelten Käse, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Belegen Sie eine Wähenform mit dem ausgewallten Kuchenteig und stechen diesen mit der Gabel ein. Vermischen Sie die Schalotten mit der Füllung und geben Sie alles auf den Teig. Nun legen Sie die Fenchelstücke in die Füllung. Träufeln Sie ein wenig Olivenöl darüber. Backen Sie den Kuchen im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen circa 35 bis 40 Minuten.

 

Grüne Bohnen mit Mandeln

Mandeln sind gesund und schmecken fantastisch zu Gemüse. (Bild: Whisk Affair)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g grüne Bohnen

3 EL Butter

150 g Mandeln oder Mandelsplitter

2 Knoblauchzehen

1/2 Peperoncino

Salz und Pfeffer

1 Glas Weisswein 

1 EL Majoranblättchen oder Bohnenkraut

Geben Sie 2 EL Butter in die Bratpfanne und rösten Sie die Mandeln, bis sie golden sind. Herausnehmen und zur Seite stellen. Ein wenig Salz, den Knoblauch, den Peperoncino, die Kräuter und die Bohnen beigeben. Alles einige Minuten andünsten. Den Wein dazugiessen und etwas Salz beigeben. Alles sanft köcheln, bis die Bohnen gar, aber noch knackig sind und die Flüssigkeit eingekocht ist. Die Mandeln, die restliche Butter und ein wenig Pfeffer beigeben. Mit Zitronenschnitzen servieren.  

Grillierte Artischocken

Als ich einmal in Catania auf dem für mich allerschönsten Markt der Welt war, grillierten sie Artischocken auf alten, rauchenden, kleinen Grillwagen und verkauften sie als Streetfood. (Bild: With salt and pepper)
Und so gehts: 
Artischocken rüsten und waschen und in leicht gesalzenem Wasser mit ein wenig Zitronensaft gar kochen. 2 Knoblauchzehen mit Salz im Mörser zerstampfen und dann mit Olivenöl mischen. Die Artischocken damit bepinseln und auf dem heissen Grillrost beidseitig grillieren. Mit geriebenem Parmesan und Zitronenschnitzen servieren.

Feine Artischocken, gross und klein, gibt es zum Beispiel auf dem Markt. Diese hier habe ich bei Manor Food fotografiert. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: Half baked harvestDownshiftologyWith salt and pepperNutmeg Nanny, Styles and StoriesAdventures in cookingWhisk Affair

15 Kommentare zu «Viel mehr als nur Beigemüse»

  • Filsosf sagt:

    Wenn schon marokkanisch, sollte man mit Ras el Hanout würzen. Dieses wunderbare Gewürz passt zu vielem, sowohl an Fleisch als auch Gemüse. Ras el Hanout gibt es in verschiedenen Mischungen, ähnlich wie Curry. Einfach ausprobieren.

  • Heidi Arn sagt:

    Herrlich anregend!

  • christina sagt:

    Fragen über Fragen:Warum braicht es immer Backpapier? Ich backe Gemüse in feuerfestem Geschirr und kann direkt auf den Tisch kommen.
    Warum braucht es fast immer Knoblauch mit Peperoncino?
    Heutige Aiberginen sind nicht mehr bitter. Vorgängiges Einsalzen führt nur dazu, dass sie dann noch saugfähiger für das verwendete Oel und damit unnötig kalorienreicher. Und schliesslich das leckere Rezept mit den unnötig vermantschten weissen Bohnen: Das sieht dann aus wie „essen Sie das oder haben Sie das schon gegessen?

  • Niklas Meier sagt:

    „Diese frischen Kreationen stehlen jedem Steak die Show“
    da hat wohl jemand die Überschrift zum falschen Text verwendet.

    Dieses Gemüse schaut ganz gut aus, aber ein Steak ist dann doch etwas (sehr viel) Besseres!

    • ri kauf sagt:

      Neeeeiiiiiiiin, Niklas Meier! Sicher nicht! DIESE Gemüse sind super schmackhaft und können den langweiligen Steaks durchaus die Show stehlen……….

      • Niklas Meier sagt:

        Ein Steak ist etwas Besonderes. Es geht nicht einfach darum, ein Stück Fleisch zu verbrennen.
        Ein gutes Steak wird entsprechend der Struktur geschnitten. Die Temperatur richtig gewählt. Je nach Vorliebe die Grill- und Garzeit gewählt. Gekonnt gewürzt. Richtig geschnitten.
        Ein gutes Steak sollte man auch nicht medium braten, dann verliert man zu viel Geschmack.

        Gemüse ist Gemüse.

        • Marcus Ballmer sagt:

          Vergebene Liebesmühe, Niklas Meier, einem Grünzeugler die Faszination wahren Genusses vermitteln zu wollen. Was Sie beschreiben hat mit Essen und geniessen zu tun. Bei Ri Kauf ist es Nahrungsaufnehme.

        • Nicole sagt:

          „Gemüse ist Gemüse“. Das hätte ich vor 5 Jahren auch gesagt. Ich koche heute hauptsächlich vegetarisch (esse aber gerne noch ab und zu Fleisch). Wenn man Gemüse richtig zubereitet, ist es jedoch weit mehr als eine fahle Beilage. Sie haben also leider noch nicht das Vergnügen gehabt, absolut umwerfende Gerichte zu Essen, welche ohne Fleisch darkommen. Einfach mal probieren, meist sind die ausländischen Küchen wie japansich, indisch und middle Eastern uns um längen voraus!

  • ariane sagt:

    Ich liebe diese Kombinationen.
    Die Rezepte sind immer eine grosse Inspiration für mich und ich habe durch Sie auf ganz neue Art kochen gelernt.

  • B.M. sagt:

    Ja auch von mir ein grosses Danke!

  • Christian sagt:

    Wunderbarer Beitrag aber sind dies auf dem 2. Bild nicht Süsskartoffeln…? (und keine Auberginen..?)

Kommentar

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