Raffiniert einfach

Raffinierte Gerichte müssen nicht zwingend kompliziert sein!

Fisch in Acqua Pazza

Fischgerichte bringen immer auch ein kleines Stück Ferien auf den Teller. Aus Napoli kommt dieses schnelle und klassische Rezept, genauer gesagt von neapolitanischen Fischern. Denn diese kochen ihre frisch gefangenen Fische auf einfachste Art gleich auf dem Boot. (Bild: Bites out of life)
Und so gehts:
Würzen Sie Fischfilets wie Seeteufel, Dorsch oder auch einen ganzen ausgenommenen Fisch wie eine Dorade Royale mit Salz und Pfeffer. Halbieren Sie 500 g kleine Tomaten. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne oder eine passend tiefe Form und erhitzen Sie es. Dann geben Sie 1–2 zerdrückte Knoblauchzehen dazu und dünsten diese langsam an, bis sie duften. Geben Sie die Tomaten und ein wenig Basilikum dazu. Köcheln Sie alles einige Minuten. 1/2 Glas Wasser und ein 1/2 Glas Weisswein dazugiessen, anschliessend eine Hand voll gehackte Petersilie und eine Hand voll Oliven beigeben. Alles aufkochen und dann den Fisch dazugeben. Zudecken, die Temperatur ein wenig runterstellen und den Fisch etwa 5–10 Minuten gar kochen.  

Pastasauce aus dem Backofen

Ich liebe Pasta. Sie ist einfach, köstlich und passt immer. Doch manchmal ist einfach nicht einfach genug. So mache ich die Sauce ab und zu – statt in der Pfanne – im Backofen. Dort wird sie nämlich ganz von alleine fertig und schmeckt erst noch raffiniert anders und superfein. 

Und so gehts: 
Schneiden Sie Tomaten und Gemüse wie Sellerie, Rüebli, Schalotten, Peperoncini und Peperoni in Stücke. Verteilen Sie einige Sardellenfilets, Koblauchzehen und Kräuter Ihrer Wahl darauf. Ich mag in dieser Kombination auch Rosmarin und Lorbeer.

Dann geben Sie reichlich Olivenöl darüber und ein wenig Salz. Es braucht allerdings nicht zwingend Salz, da die Sardellen bereits für einen würzigen, salzigen Geschmack sorgen. Vermischen Sie alles gut und rösten es ca. 30–40 Minuten im 180 Grad heissen Backofen. Kochen Sie Linguine gemäss Packungsangaben al dente. Nehmen Sie das Backblech heraus und entfernen Sie die Rosmarinzweige und Lorbeerblätter. Geben Sie alles in eine Küchenmaschine und pürieren Sie es. Die Linguine abgiessen und dabei ein wenig Pastawasser zurückbehalten. Die Pasta mit der Sauce und ein wenig Pastawasser vermischen. Mit reichlich geriebenem Parmesan und Olivenöl servieren. 

Jakobsnüsse mit Speck

Würzig, bettreif, zitronig – diese Jakobsnüsse sind ein kleines Fest! (Bild: Julias Album)

Zutaten für 2 Personen:

Zubereitung:

400 g Jakobsnüsse

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 Peperoncino, fein gehackt

1 EL Olivenöl

3 EL Butter

150 g Speckwürfeli

1,5 dl Weisswein 

der Saft und die abgeriebene Schale von 1 Zitrone

Salz und Pfeffer

1 Hand voll Petersilie, gehackt

Geben Sie Olivenöl in die Pfanne und braten Sie die Speckwürfeli knusprig. Herausnehmen und zur Seite legen. 1 EL Butter beigeben und die Jakobsnüsse portionenweise beidseitig etwa 2–3 Minuten golden anbraten, herausnehmen und zu den Speckwürfeli legen. Den Knoblauch und Peperoncino beigeben und so lange anbraten, bis sie duften. Anschliessend den Wein und den Zitronensaft dazugiessen, die abgeriebene Zitronenschale dazugeben und einige Minute köcheln lassen. Dann die restliche Butter untermischen und den Speck und die Jakobsnüsse zurück in die Pfanne geben. Wenn diese warm sind, die Petersilie untermischen und alles zusammen mit einem feinen Baguette servieren.  

Poulet mit Kapern

Ein einfaches Verwöhnrezept schaffen Sie ganz unkompliziert mit Pouletbrüstchen, Kapern und Zitronen. (Bild: The recipe critic)

Zutaten für 2 Personen:

Zubereitung:

2 Pouletbrüstchen 

Olivenöl

Mehl

Salz und Pfeffer

der Saft von 2 Zitronen

die abgeriebene Schale von 1 Zitrone

1, 5 dl Hühnerbouillon

1 dl Weisswein

3 EL Butter

1 Hand voll Petersilie, gehackt

1 Handvoll Kapern

Schneiden Sie die Pouletbrüstchen schmetterlingsförmig auf – in je zwei Schnitzel. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Mehl wenden. Dann braten Sie die Schnitzel beidseitig in Olivenöl an und legen sie zur Seite. Giessen Sie den Wein, den Zitronensaft und die Bouillon in die Pfanne. Schaben Sie dabei alle Bratreste zusammen und geben Sie die Zitronenschale bei. Geben Sie die Kapern hinzu und köcheln Sie alles zwei, drei Minuten. Nun kommen die Pouletschnitzel zurück in die Pfanne. Erhitzen und anschliessend die Butter und Petersilie beigeben. Wenn alles warm und cremig ist, servieren – zum Beispiel über Nudeln.

Mias Joghurtkuchen

Bei unserem Besuch in Mia und Sebastiaan Vadasz’ heller und freundlicher Wohnung hat uns Mia einen fantastischen Joghurtkuchen gebacken. Zum Kuchenrezept meinte Mia: «Der Kuchen heisst Joghurtkuchen, nicht nur weil Joghurt drin ist, sondern weil auch alle Massangaben in Joghurtbechern sind, das macht das Rezept supereinfach.» (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Becher Naturjoghurt

1 ½ Becher Zucker

3 Becher Mehl

3 Eier

½ EL Backpulver

1 Prise Salz

60 g geschmolzene Butter

Abgeriebene Schale von 1 Zitrone

Samen von 1 Vanilleschote

Für die Garnitur: 

Puderzucker und Erdbeerpulver

Alle Zutaten vermischen und in einer Form im 180 Grad heissen Backofen etwa 35 Minuten backen. Das Erdbeerpulver mit dem Puderzucker vermischen und den Kuchen damit bestreuen. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs: The recipe critic,Julias AlbumBites out of life
Fotografie: Palanikumar für Sweet Home

16 Kommentare zu «Raffiniert einfach»

  • Peter sagt:

    Das Poulet war sehr gut, jedoch hat uns die Sauce schon mit einer Zitrone recht sauer gedünkt. Die Sauce könnte ev. eine Prise Zucker vertragen. Aber vielleicht war unsere Zitrone noch nicht ganz reif….

  • Ursula sagt:

    Diesen traumhaften Joghturtkuchen habe ich meiner Enkelin gestern zum 17. Geburtstag gebacken, ein Gedicht :-))! Herzlichen Dank

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Leichen zu essen ist in allerhöchstem Masse tierfeindlich, empathiefrei und damit asozial. Für wache Menschen schon lange einsichtig. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, welche die Interessen ihres Herzens und die Interessen der Tiere über die Gier ihres Gaumens und ihres Magens stellen. In Tat und Wahrheit reicht es schon, sich nicht mehr feige hinter dem Mainstream zu verstecken, um sein Gewissen zu betäuben mit faulen Ausreden und die eigene abgemurkste Aufrichtigkeit im Denken zu reaktivieren.

    • Christian sagt:

      Ich teile ihre Meinung und ernähre mich ohne tierische Produkte aber mit solchen Kommentaren erreichen Sie nur das Gegenteil. So fördern Sie eine ablehnende Haltung und negative Vorurteile gegenüber Vegetariern oder Veganern. Nur mit Toleranz und einer offenen Haltung anderem gegenüber kann man etwas erreichen..

      • Yves sagt:

        Christian, du hast Recht, aber mit Leuten wie Herr Niederer ist Kommunikation zwecklos. Für Herr Niederer und seines gleichen ist jeder ein Feind, der nicht genau seine Meinung teilt. Toleranz kennen die nicht. Einsicht schon gar nicht. Meinungsänderung unmöglich. Die leben in ihrer eigenen kleinen Welt. Nur leider nicht auf einer einsamen Insel….

  • Anita sagt:

    Mia’s Joghurtkuchen ist wirklich super!! Unkompliziert in der Zubereitung und sehr fein, luftig und leicht, da er wenig Butter enthält. Habe ihn grad am Wochenende und nochmals am 1. Mai gebacken und jeweils noch frische Himbeeren reingetan. Es spielt keine Rolle, ob der Becher 150 oder 180 gr enthält, da das Verhältnis der restl. Zutaten ja mehr oder weniger passt (da auch im gleichen Becher gemessen). Bemerkung: Die Backzeit ist 55-60 Minuten, nach 35 Min. war er noch total bleich. Es sei denn, man streicht ihn auf einem Blech aus (als Blechkuchen), dann dürfte die Backzeit stimmen. Ich habe eine Cake-Form verwendet und da brauchte er fast eine Stunde.

  • Yves sagt:

    Pastasauce aus dem Backofen gefällt mir sehr gut. Das werde ich sicher mal ausprobieren.

    • adam gretener sagt:

      Das ist immer eine super Idee. Es geht unheimlich schnell, man kann es vorbereiten und es fruchtet immer in einen Aha-Effekt. Und je nachdem wie man das Gemüse geschnitten hat, ist das Pürieren eigentlich überflüssig. Etwas Bouillon und Butter drüber und eine Sauce ansetzen. Und ich empfehle sich mal qualitativ hochstehende Pasta zu leisten für 5 Stutz. Nichts gegen die klassischen N°5-Spaghetti, aber es ist eben schon ein Unterschied.

  • Hugo B. sagt:

    Interessante und endlich wirklich mal einfache Rezepte! Nur: „Jakobsnüsse“, das hab ich noch nie gehört! Ist das eine andere Bezeichnung für „Jakobsmuscheln“?

  • jogi sagt:

    Joghurtbecher à 150, 180, 200, … Gramm?

  • Calabrone sagt:

    Die Tomatensauce aus dem Ofen ist unglaublich gut mache ich schon lange und manchmal gibt es sog. ‚Kühlschrankrumete‘ alles was noch da ist und so schmeckt es auch immer wieder anders. Danke für die guten Rezepte.

    • Claudia sagt:

      …..die Pastasauce aus dem Ofen ist wirklich der Oberknaller…..pürieren tu ich sie nicht….und gegessen wirds mit Radiatoriteigwaren und viel Parmesan…..einfach fantastisch!!!!!

  • golaitly sagt:

    – acqua pazza – ;)

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.