Kleine Feste

Es gibt immer einen Grund zu feiern. Dabei helfen diese einfachen, aber besonderen Alltagsgerichte.

1 — Tortellini mit Ricotta

Für ein kleines superschnelles Fest nach einem strengen Tag sorgen Tortellini oder Ravioli, die man auf dem Nachhauseweg beim Traiteur kauft. (Bild über: Food 52)
Und so gehts: 
Mischen Sie Ricotta mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss, reiben Sie Zitronenschale darüber und vermischen Sie alles gut. Kochen Sie die Tortellini und servieren Sie sie mit der Ricottamischung darüber und ein wenig geriebenem Pecorino romano. 

2 — Gemüsesuppe

Eine cremige Gemüsesuppe ist relativ schnell gemacht und gibt mit knusprigem Baguette einen feinen Znacht oder Zmittag ab. (Bild: Umami girl)

Zutaten:

Zubereitung:

4 Kartoffeln

2 Kohlraben

6 Rüebli

3 Frühlingszwiebeln

2 Stangen Sellerie

1 EL Thymianblättchen

1 EL Zitronensaft

2 dl Rahm

2 dl Crème fraîche

5 dl Gemüsebouillon

Pfeffer und geriebene Muskatnuss

2 EL Butter

Schneiden Sie die Frühlingszwiebeln in Ringe und teilen Sie die weissen und die grünen Ringe. Schneiden Sie die Selleriestangen in kleine Würfel. Schälen Sie das Gemüse und schneiden Sie es in Würfel oder Scheiben. Geben Sie die Butter in eine grosse Pfanne und dünsten Sie die weissen Frühlingszwiebelringli und dem Sellerie an. Geben Sie den Thymian bei. Wenn alles duftet, das restliche Gemüse beigeben und gut andünsten, den Zitronensaft untermischen. Dann die Bouillon darübergiessen. So lange kochen, bis das Gemüse weich ist, etwa 10–15 Minuten. Pürieren und den Rahm untermischen. Mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Servieren und pro Portion ein wenig Crème fraîche darübergeben. 

3 — Gefüllte Pouletbrüstchen

Ein perfektes Sonntagsgericht: Pouletbrüstchen mit einer Käsekräutermischung gefüllt und mit Rüebli im Ofen gebacken. (Bild: La Cuisine d’ici et d’Isca)

Zutaten:

Zubereitung:

4 Pouletbrüstchen ohne Haut

8 Specktranchen

600 g Rüebli

40 g Butter

180 g Cream Cheese wie Philadelphia 

3 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

1/2 Bund Petersilie, fein gehackt

2 El Estragon, gehackt

100 g Gruyère, gerieben

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

1 dl Weisswein

Mischen Sie den Cream Cheese mit den Kräutern und dem Gruyère und würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Schneiden Sie die Pouletbrüstli schmetterlingsförmig auf. Verteilen Sie die Füllung und rollen Sie die Pouletbrüstli sorgfältig. Umwickeln Sie jedes Pouletbrüstli mit 2 Specktranchen. Schneiden Sie die Rüebli in Scheiben. Buttern Sie eine Gratinpfanne aus und verteilen Sie die Rüebli darin. Legen Sie die Pouletrollen darüber. Geben Sie den Weisswein dazu und verteilen Sie einige Butterflöckli auf dem Gemüse und den Pouletbrüstchen. Schieben Sie alles in den 200 Grad heissen Backofen und backen Sie es etwa 40 Minuten. 

5 — Überbackene Lauchrollen

Dieses Gericht gab es oft in meiner Kindheit. Dazu passen Salzkartoffeln gut oder noch einfacher frisches, knuspriges Baguette. (Bild: Coup de grace)

Und so gehts:
Waschen Sie Lauchstangen und schneiden Sie sie in Stücke. Dünsten Sie sie rundum in Butter an und giessen Sie ein wenig Wasser zu. Zugedeckt etwa 7 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit eine Béchamelsauce zubereiten. Die klassische französische Sauce wird nur mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt. Ich liebe aber ein wenig Bouillon dazu. Geben Sie etwa 30 g Butter in eine Pfanne und lassen Sie sie schmelzen. Dann geben Sie einen gehäuften Löffel Mehl dazu und verrühren alles etwa 3 Minuten, sodass es schön schaumig wird und duftet. Unter Rühren 5 dl Milch dazugiessen und ein wenig Bouillon untermischen. Mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nun nehmen Sie den Lauch heraus und legen ihn auf eine Platte. Wickeln Sie jede Lauchstange mit einer Schinkentranche ein. Feiner gekochter Bauernschinken schmeckt da gut. Buttern Sie eine Gratinform aus und legen Sie die umwickelten Lauchstangen rein. Giessen Sie die Béchamelsauce darüber und raffeln Sie tüchtig Gruyère dazu. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 20 Minuten backen, servieren.

6 — Schokoladenpudding

Ein guter Schokoladenpudding ist wie eine Reise in die Kindheit und gibt einen herrlichen Dessert ab. (Bild: Beau à la bouche)

Zutaten:

Zubereitung:

5 dl Milch

100 g dunkle Schokolade

75 g Zucker

1 Päckli Vanillezucker 

1 Prise Salz

3 EL Kakao

2 EL Butter

1 Ei

2 Eigelb

2 EL Maizena

Mischen Sie Zucker, Vanillezucker, Kakao, Maizena und Salz. Schlagen Sie das Ei und die Eigelbe schaumig und mischen Sie die Zuckermischung unter. Erhitzen Sie die Milch und mischen Sie 1 dl der Milch mit der Eier-Zucker-Mischung. Diese Mischung geben Sie dann unter Rühren in die restliche Milch. Köcheln Sie alles unter Rühren etwa 7 Minuten. Nehmen Sie die Milch vom Herd, raffeln Sie die Schokolade rein und geben Sie die Butter bei. Verteilen Sie die Puddingmischung in Puddingformen oder Tassen und lassen Sie alles abkühlen. Danach die Puddings etwa 2 Stunden im Kühlschrank kühl stellen. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs: Beau à la bouche,Coup de graceLa Cuisine d’ici et d‘ IscaUmami girl, Food 52

6 Kommentare zu «Kleine Feste»

  • Lichtblau sagt:

    Danke für die Rezepte, Frau K. Das mit dem Lauch mache ich ganz ähnlich mit Chicorée. Und ich bin ziemlich sicher, dass solche Mahlzeiten auch „gesund“ sind. Vielleicht deshalb, weil sie zufriedene Esser hinterlassen? Und die sind, erfahrungsgemäss, weder fett noch sonstwie essgestört.

  • Marco sagt:

    Lieber Tagi, vielleicht bin ich zu Vorschnell und ihr habts schon mal gebracht, aber ich finde diese Rezept Beiträge wirklich schön gemacht und inspirierend. Es wäre schön wenn ihr hin und wieder auch mal eine Reihe solcher Rezepte, als Thema oder auch nicht, die ohne tierische Produkte auskommen. Also nur rein pflanzlich. Ich benuzte das Wort vegan nicht, weil damit zu viel politisches assoziert wird. Einfach nur herzhafte, tolle, fantasievolle Rezepte, auf rein pflanzlicher Basis. Das fänd ich schön. Vielen Dank im voraus!

  • Peter Kuster sagt:

    Leider sind alle Ihre Rezepte mit Rahm oder Butter oder noch schlimmer mit Speck. Ich frage mich, ob Sie nicht zuviel Cholesterin oder auch noch Bluthochdruck haben. Wer so isst, kann nicht gesund sein. Eine gutes sämige Suppe kann mit Kartoffeln zum Binden sehr gesund machen. Da braucht es weder Rahm noch Creme freche. Sie schaffen es ein eigentlich gesundes Gericht in eine Cholesterinfalle zu verwandeln.

    • Silas sagt:

      Cholesterin ist ein Bestandteil der Zellmembran von humanen Zellen – es ist also nicht per se schlecht; eigentlich ist es sogar lebenswichtig.

      Studien, dass die Cholesterinaufnahme über die Nahrung den Cholesterinspiegel im menschlichen Körper beeinflusst, sind umstritten. Es werden eher Schlüsse gezogen, dass der Cholesterinspiegel (wenn überhaupt) nur marginal von der Nahrung, die wir aufnehmen, abhängt, und dass die eigentliche Cholesterinaufnahme keinen Einfluss hat, höchstens gewisse Nahrungsbestandteile. Viel wichtiger sei die genetische Veranlagung.

      Das Schokoladenpudding-Rezept sieht sehr gut aus – muss ich mal probieren!

      • Peter Kuster sagt:

        Ds glauben Sie doch selber nicht, was Sie da schreiben. Kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Essen einen sehr grossen Einfluss hat. Ihr Text ist Wunschdenken. Uebergewicht kommt auch nicht von ungefähr.

        • Maya Müller sagt:

          Kann Silas Wortmeldung unterstreichen, es kommt auch auf die Menge drauf an, ein zwei mal sind Woche darf man so was zu sich nehmen. Dann halt mehr Bewegung, was eh den meisten fehlt.
          Marco, mit etwas Fantasie bekommen sie sicher ein leckeres Veganer essen hin.

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