Einfach und gemütlich

Genau das brauchen wir jetzt: Unkomplizierte Gerichte mit grossem Wohlfühlfaktor.

1 — Gebackene Macaroni 

Mac ’n’ Cheese, also Macaroni mit Käse, sind so was wie ein amerikanisches Nationalgericht. Die Amerikaner machen es meistens mit einer Béchamelsauce, in die sie Käse raffeln. Ich habe nichts gegen Béchamelsauce, aber ich finde sie zusammen mit Käse und Pasta zu viel des Guten. So koche ich die Backofen-Pasta lieber ohne diese paar Esslöffel Mehl in der Sauce. Dafür aber mit einigen anderen, frischen Zutaten. (Bild: Adventures in cooking)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Macaroni, ein wenig weniger als al dente gekocht

5 dl Rahm

1 dl Weisswein

ein wenig Bouillon (nach Geschmack)

1 Schalotte, in feine Ringe geschnitten

12 kleine Tomaten wie Cherry oder Datterini, geviertelt

50 g getrocknete Steinpilze, eingeweicht

300 g Gruyère, geraffelt

200 g Parmesan, geraffelt

100 g Parmesan, geraffelt, extra

2 EL Ziegenweichkäse

Salz und Pfeffer

Muskatnuss

1 EL gehackter Rosmarin

1 EL gehackter Salbei

1/2 Peperoncino, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

2 EL Butter

Butter in einer Bratpfanne schmelzen, die Schalotte dünsten. Nach etwa 5 Minuten den Knoblauch, den Peperoncino und die Kräuter beigeben. Wenn diese duften, die Tomaten und ausgedrückten Pilze beigeben. Alles erwärmen und mit Weisswein ablöschen. Diesen zur Hälfte einköcheln lassen. Dann den Rahm und ein wenig von dem Pilzeinweichwasser abgesiebt dazugiessen. Ich erwärme das Pilzwasser und gebe ein wenig Bouillon bei. Aber Bouillon ist Geschmacksache und muss nicht sein. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Dann den Ziegenfrischkäse unterrühren, alles vom Feuer nehmen und den geraffelten Käse untermischen. Geben Sie die Pasta in eine Gratinform und giessen Sie die Käsesauce darüber. Alles gut mischen und am Schluss den geraffelten Parmesan darüber verteilen, einige Butterflöckli darauf geben und im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten backen. 

2 — Maiscremesuppe

Mein Mann mag alles, was Mais drin hat. So ist die Maiscremesuppe sein Liebling. Ich finde sie elegant, buttrig süss und schätze ihren Verwöhneffekt. (Bild: Alexandra cooks)

Zutaten:

Zubereitung:

3 EL Butter

300 g Maiskörner

2 Kartoffeln geschält und in Würfel geschnitten

1 Selleriestange, in Würfel geschnitten

1 Schalotte, gehackt

7 dl Gemüsebouillon

Salz, Pfeffer und Muskatnuss

2 dl Rahm

 

Geben Sie die Butter in die Pfanne und dünsten Sie die Schalotten, den Sellerie und die Kartoffeln etwa 5 Minuten. Geben Sie nun die Maiskörner dazu und köcheln Sie alles nochmals etwa 3 Minuten. Dann giessen Sie die warme Bouillon darüber und köcheln alles etwa 10 Minuten, bis das Gemüse weich ist. Pürieren Sie alles und giessen Sie dann den Rahm dazu. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 

Zutaten Kräutersauce:

Zubereitung:

1 Bund Petersilie

1/2 Peperoncino

1 Schalotte

1 TL abgeriebene Zitronenschale 

3 EL Olivenöl dazu

 

 

Hacken Sie die Petersilie, den Peperoncino und die Schalotte fein, am besten mit einer Küchenmaschine. Dann mischen Sie die Zitronenschale und das Olivenöl dazu. Servieren Sie die Suppe mit der Kräutersauce als Beilage. 

3 — Bratkartoffeln mit Speck und Kräutern

Wenn Kartoffeln in Butter oder Öl braten, dann lässt deren Duft das Herz immer ein wenig höher schlagen. Bratkartoffeln haben das so an sich – sie vermitteln ein Stück Zuhause- und Willkommensgefühl. (Bild über: Demotivateur)
Und so gehts:
Kochen Sie Kartoffeln in der Schale und lassen Sie sie abkühlen. Am besten schmecken hierbei die Gschwellti vom Vortag. Schälen Sie sie, schneiden Sie sie in Scheiben und mischen Sie sie mit Olivenöl. Dann geben Sie ein wenig Butter in die Pfanne und braten Speck an. Schneiden Sie dafür Specktranchen in Stücke. Wenn der Speck fast knusprig ist, nehmen Sie ihn aus der Pfanne und legen ihn zur Seite. Im gleichen Fett braten Sie nun die Kartoffeln rundum langsam an, bis sie golden sind. Eventuell, je nach Menge, müssen Sie das in Portionen machen. In der Zwischenzeit hacken Sie Rosmarin und Salbei. Geben Sie nun den Speck und die Kräuter zu den Kartoffeln, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und braten Sie alles nochmals etwa 10 Minuten rundum an. Mit Salat oder Spiegeleiern oder beidem servieren. 

4 — Poulet und Kartoffeln vom Blech

Ich mag Gerichte, die im Backofen vor sich hinkochen. Sie geben nicht viel zu tun und sind dennoch feine, raffinierte Mahlzeiten. (Bild: Chef Nini)
Und so gehts: 
Legen Sie Pouletschenkel (Ober- und Unterschenkel mit Knochen und Haut), geschälte rohe Kartoffelstücke und geschälte Schalotten auf ein Backblech. Nun mischen Sie 3 EL Dijonsenf mit 2 EL Balsamico, 1 EL Honig, 3 EL Olivenöl und 3 EL Orangensaft. Geben Sie die Mischung über alles und mischen Sie alles gut zusammen. Geben Sie Salz darüber und legen Sie einige Rosmarinzweige dazwischen. Alles etwa 45 Minuten im 200 Grad heissen Backofen rösten und dann servieren.

5 — Rührei mit Tomaten

Mal ehrlich, wann haben Sie das letzte mal ein Rührei gegessen? Diese einfache Art, Eier zu kochen, vergessen wir meist. Dabei können Rühreier in so vielen verschiedenen Arten zubereitet werden. Es ist auch eine gute Möglichkeit, selbst mit einem relativ leeren Kühlschrank, einen feinen Znacht auf den Tisch zu zaubern. (Bild: The two bite club)
Und so gehts: 
Geben Sie Olivenöl, eine zerdrückte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino in eine Pfanne und dünsten Sie alles einige Minuten, bis der Knoblauch duftet. Beides herausnehmen. Dann geben Sie einige Datterini Tomaten und zerrissene Basilikumblätter bei. Langsam andünsten, salzen. Anschliessend machen Sie ein Rührei und servieren die Tomaten mit ein bisschen Ricotta über die Eier. 

6 — Pasta mit Lauch und Nüssen

Lauch ist ein oft unterschätztes Wintergemüse, das jetzt Saison hat. Man kann damit eine fantastische Pasta machen, die ein wenig Eleganz in einen Alltagsznacht bringt. (Bild: La potte de Manue)
Und so gehts:
Kochen Sie Pasta wie zum Beispiel Macaroni al dente. Schneiden Sie Lauch in Ringe. Geben Sie Butter in eine Pfanne und dünsten Sie den Lauch einige Minuten an. Dann giessen Sie ein wenig Weisswein dazu und lassen diesen einköcheln. Geben Sie ein wenig Bouillon dazu und köcheln den Lauch bis er gar, aber noch ein wenig knackig ist. Dann geben Sie Rahm bei; so viel, dass eine cremige Sauce entsteht. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Mischen Sie Schnittlauchringli unter. Nun mischen Sie die Pasta mit der Sauce und geben ein wenig Ziegenfrischkäse und Pastawasser dazu. Rösten Sie einige Baumnusskerne und servieren Sie die Pasta mit den Baumnusskernen und einem Glas Champagner. 
Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: Adventures in cookingDemotivateur, Chef Nini, The two bite club, La potte de Manue

17 Kommentare zu «Einfach und gemütlich»

  • Tobi Heim sagt:

    Nun ja – so kann man sich zumindest wieder auf die schmackhaften Tomaten nächsten Sommer freuen ;-)

  • adam gretener sagt:

    Langsam erinnern mich die Kommentare hier an den Film „Und täglich grüsst das Murmeltier“ mit dem grossartigen Bill Murray. Mehr Fleisch, mehr Vegi, so ist die Saison, immer die gleiche Platte.
    War heute mitten im Schneegestöber und eiskaltem Wind an der Steinberggasse in Winterthur, da stehen drei süditalienische Jungs mit ihrem Käsewagen. Sehen zum Teil aus wie von den Römern damals gemacht, der Käse. Pecorino und andere Hartkäse, auch vieles andere. Plötzlich lief Adriano Celentano im Radio und wir gingen seinen berühmten Gang mit angezogenen Unterarmen und wie die Sportler „Geher“. Dann kippte ich in den Jackson-Moonwalk und es gab noch mehr Degustation und einen Grappa, die Jungs machten sich fast in die Hose vor Lachen. Ob die Pasta nun 12 oder 12,5 Minuten garte, völlig egal.

  • Max Biedermann sagt:

    Bei uns gibt’s mehrmals in der Woche Spiegel- oder Rührein zum Znacht bzw. Abendbrot dazu. Lässt sich hervorragend mit einem Käsebrot kombinieren!

  • Doris Bertoli sagt:

    600 gr Käse für 500 gr Pasta und erst noch 1/2 Liter Rahm für den Maccaroniauflauf! Das nenn ich mal eine „gesunde und moderne Küche“!!

  • déjà-vu sagt:

    ersetzten sie einfach die frischen tomaten mit getrockneten. oder nehmen sie broccoli röschen. ist ganz einfach, es braucht nur etwas phantasie und guten willen… bitte.

  • Rolf Rothacher sagt:

    2xPasta, 2xKartoffeln, *gähn* *gähn*
    Und Rührei zum Znacht? Pro Person wären mindestens 4 Eier nötig (+50 gr Ricotta +Öl/Butter), um auf eine genügend hohe Kalorienzahl zu kommen. Mit 4 Eiern im Magen schlafen die meisten Menschen aber ziemlich schlecht. Es gibt einen Grund, warum die meisten Menschen Eier vor allem zum Frühstück essen, wenn auch selten in solchen Mengen.

    • Christoph Bögli sagt:

      1. Was ist eine „genügend hohe Kalorienzahl“? Das ist ja wohl individuell und hängt davon ab, was man vorher gegessen hat. Wenn ich mich so umblicke dann haben die meisten kein Problem, ihren Bedarf zu decken. Vielmehr haben viele wohl bis zum Abend ihr Budget diesbezüglich bereits ausgereizt.
      2. Es steht nirgends, dass eine Beilage verboten ist. Wenn das Rührei zu wenig ist, einfach ein Stück Brot oder einen Salat dazu.
      3. Seit wann muss man direkt nach dem Essen ins Bett? Es ist so oder so ratsam, drei oder mehr Stunden zwischen Abendessen und Bettruhe einzulegen. Dann gibts auch mit der Verdauung kein Problem.

      • Christian sagt:

        Ganz Ihrer Meinung! Für mich als primär sitzender Mensch wäre ein Rührei mit 2 Eiern dazu etwas Gemüse/Salat und einbischen Brot genug!!

    • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

      Ich mache gelegentlich Omelette mit 2 Eiern: Die Eier schlage ich mit Gewürzen oder Petersilíe/Schnittlauch schaumig auf und fülle die Masse in einen Vesperbrotbeutel. Diesen hänge ich 12 Minuten in köchelndes Wasser. Dann wird das gestockte Omelette auf einen Teller gestürzt. Kein Fett.
      Und sättigt enorm.

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Sehr guter Bericht. Auch das wäre doch eine Idee für den Tag nach dem Sternemenü? Und jeder Kantinenchef plant so: bei einem festen Wochenbudget
    gibts mal Steak und dann eben auch Eintopf. Dieses Auf- und Ab macht den Reiz.

  • Tobi Heim sagt:

    Tomatenrezepte im Februar? Wieso?

    • The Frenchie Kitchen Club sagt:

      verstehe ich auch nicht ganz. ausser tomaten schmecken neuerdings im februar besonders gut. wäre mir aber neu.

      vor 2 wochen gabs ein spargelgericht…mit einem leserkommentar man könne sich das rezept doch für die spargelsaison merken…ch gehe davon aus, dass man sich dieses tomatenrezept für den sommer vorab auch schon merken sollte :-)

Kommentar

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