Alles wird schön

Sanfte Farben, gemütliche Sofas, weiche Kissen – so warm, elegant und schön wird das Wohnen der Zukunft.

Freude am Einrichten und Verändern

Nein, es ist nicht Smart Living, bei dem alles nach Knopfdruck geht, nach dem wir uns sehnen. Die neuen Wohntrends sind ganz schön gemütlich, kommen eher bürgerlich daher als im Bohemianlook, sind aber warm, freundlich und alltagstauglich. Der steife Hipsterlook, der praktische kühle Skandichic und monochrome, strenge Designstile verabschieden sich von der Trendbühne. Man kann zwar alles jederzeit haben, wollen und ändern. Aber vielleicht ist es gerade das, weshalb sich im Wohnbereich eine neue Ruhe abzeichnet. Alles wird wärmer, wohnlicher, schöner – und auch erwachsener. Die Lust am Einrichten und Verändern ist gross.

So herrschte an den wichtigen Messen, die zu Beginn dieses Jahres stattfanden, eine positive Stimmung und eine gewisse behagliche Üppigkeit. Nicht dass gutes Design keinen Platz mehr hat, aber es steht nicht mehr im Mittelpunkt. Wir suchen wieder lieber in Antiquitätenläden oder persönlichen, stilvollen Wohnboutiquen nach Lieblingsstücken. Auch ist die grosse Freude und Lust an kleinen, hübschen Wohnaccessoires, an Wäsche und allgemein an Textilien zu spüren. Für diese schnellen Spontaneinkäufe bieten immer mehr Modefirmen in den Innenstädten Shoppingmöglichkeiten an. Der spanische Moderiese Zara ist mit seinen Zara-Home-Geschäften ein gutes Beispiel dafür.

Eleganz im Alltag

Auch der schwedische Modekönig H+M hat schon seit längerem eine Homelinie, aber noch nicht ganz so lange in den Schweizer Städten. Als ich vor vielen Jahren erstmals in Stockholm bei H+M Home eingekauft habe, brachte ich Bettwäsche und Frotteetücher mit Leomuster mit nach Hause. Ich mischte sie mit blumengemusterter Wäsche und freute mich am günstigen Dolce&Gabbana-Effekt. Doch momentan geht es weder bei H+M noch bei Zara um Poppiges und fröhliche Effekte. Es ist ernst geworden und man setzt auf Edles, Chic und Eleganz – die wichtigen Stilelemente der Gegenwart eben. So ist es logisch, dass auch die günstige H+M-Home-Kollektion in elegantem grosszügigem Ambiente gezeigt wird. 

Der neue Chic

Die Einrichtungsgeschäfte, die den klassischen Designboutiquen und grossen Möbelhäusern Konkurrenz machen, sind nicht nur die günstigen Accessoiresboutiquen, sondern auch Antiquitätengeschäfte, Vintage- und individuelle kleinere Einrichtungsboutiquen. In Zürich gibt es für kurze Zeit das elegante Maison Petros im Zunfthaus zur Meisen als Pop-up-Shop. Man wähnt sich ein wenig wie in Paris in der schicken Rue des Saints-Pères am linken Seine-Ufer, an der sich Kunst- und Antiquitätengeschäfte aneinanderreihen. Der griechische Antiquitäten- und Kunsthändler Petros Kousathanas hat auch selbst entworfene Polstermöbel, viele hübsche kleine Dekogegenstände, Bilder und edle Duftkerzen in seinem wunderschönen Geschäft. 

Immer schön auf dem Teppich

Damit Wohnen – egal ob nun in der kleinen Dreizimmerwohnung, im Einfamilienhäuschen, in der Loft oder im Altbau wirklich wohnlich wird, braucht es Teppiche. Diese gehören mittlerweile ganz einfach dazu. Sie bieten nicht nur Wohnkomfort und Wärme, sondern auch eine Bühne für Möbelgruppen. Hier ein schönes neues Beispiel von der Schweizer Firma Ruckstuhl.

Farbe bekennen

Schwarz und Weiss, ein bisschen Grau und helles Holz  – so zeigten sich in den letzten Jahren viele Einrichtungen. Diese monochromen puristischen Trends kamen auch in der Schweiz sehr gut an. Es ist supereinfach, mit wenig Farben so einzurichten, dass es gestylt wirkt. Doch damit ist es vorbei. Farbe, Üppigkeit, Wohnlichkeit und Dekoration machen sich breit – auch bei den Skandinaviern. Die wichtigsten dänischen und schwedischen Kollektionen zeigen sich schon länger üppig, sinnlich und warm. Da ist die Farbindustrie natürlich mit dabei. Dieses Beispiel der Farbfirma Nordsjo zeigt, wie kreativ und chic Wohnen mit Farbe aussehen kann.

Edle Kissen

Im gleichen Sinn setzen wir in Zukunft auch keine weissen Baumwollkissen, bedruckt mit lustigen Aufdrucken und Sprüchen, mehr aufs Sofa. Die neuen, begehrenswerten Kissen sind, wie diese hier von Bungalow, aus edlen Stoffen, farbig, haben Muster, Stickereien und immer eine wertvolle Verarbeitung.

Kristall

Da es trendmässig einige Stilstufen hinaufgeht, feiert auch das Kristallglas ein grosses Comeback. Cocktails, Champagner, Wein und Wasser werden wieder in feinen geschliffenen Gläsern serviert. Alles von Louise Roe.

Richtig Wohnen

Die vielen verschiedenen, eleganten Kissen, die überall zu finden sind, sind für Sofas, Sessel und Betten gedacht. Der Wunsch nach richtigem Wohnen, Bequemlichkeit und Schönheit ist gross. So sind auch die Sofas gross und weich und umgeben von Pflanzen und Büchern. All das zeigt, dass wir sesshaft geworden sind und die Wohnungen wieder so einrichten, dass man echtes Leben spürt. Alle Wohnaccessoires sind von HK Living.

Grosse Sofas

Grösse spielt bei den neuen Sitzmöbeln eine wichtige Rolle. Alle Sofas sind gross, auch die, welche leicht, wie dieses Beispiel der dänischen Firma Bloomingville, wirken. 

Freundlichkeit

Neben den Sofas dürfen natürlich die Beistelltische nicht fehlen, und die werden gestylt, aber richtig. Da sind neben den Tischleuchten Bücher, Zeitschriften, Vasen, Fruchtschalen und hübsche Dekoelemente, alles von der Zürcher Einrichtungsboutique Artiana.

Wohnliche Ecken

Nicht nur grosse, bequeme Sofas wollen einziehen, da sind auch die Sessel. Mit ihnen lassen sich kleine kuschlige Ecken einrichten, und das nicht nur im Wohnzimmer, alles von der dänischen Firma  Broste.

Verwöhnen

Zum Schluss der kleinen frühlingshaften Wohntrendreise nochmals ein wenig südliches Flair von der holländischen Firma Riviera Maison. Diese entspannte Kollektion zeigt, wie Wohnen wie im eleganten Hotel oder in der Villa auch zu Hause umgesetzt werden kann. Wichtig dabei ist die Grösse und Grosszügigkeit der Möbel, eine gewisse Üppigkeit und viel Platz zum Wohnen und Sichverwöhnen. 

18 Kommentare zu «Alles wird schön»

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