Wohnen hinter der Mauer

Sie schützt gegen Wind, Wetter und Einblicke: Wer hätte gedacht, dass eine Stahlmauer so attraktiv sein kann?

 

Mitten in der Natur, am Rande der Shawangunk-Berge im US-Bundesstaat New York steht dieses moderne, minimalistische Haus der Architekten William Reue. Eine Stahlmauer schützt das Haus vor dem Wetter und sorgt für Privatsphäre und eine gute Portion Dramatik.

Der flache, lang gezogene Bau verschwindet gänzlich hinter der Mauer. Diese verändert ihre Farbe je nach Licht, in der Sonne leuchtet sie wie eine Skulptur aus dem Wald. 

Die offenen Räume werden bestimmt von einer grossen Fensterfront. Sie sind schlicht, urban und modern eingerichtet, mit Farbakzenten, die den Rostton der Stahlmauer wiederholen.

Wie ein grosses Bild: Die Fensterfront bietet Aussicht auf die sich mit den Jahreszeiten und dem Wetter wandelnde Landschaft.

Die Stahlmauer versteckt den kleinen, diskreten Eingang zum Haus. Geschickt haben die Architekten mit edlen, unterschiedlichen Materialien gespielt.

Der Innenbereich ist aufgeteilt in zwei Teile. Die eine Hälfte des Hauses ist ein offener Wohn-Ess-Raum mit Küche, in der anderen ist das Schlafzimmer mit Bad. 

Credits: Architektur: William Reue Architecture

7 Kommentare zu «Wohnen hinter der Mauer»

  • Fredi sagt:

    Das Wohnzimmer ist für mich etwa ähnlich wohnlich wie ein Spitalzimmer.
    Ein Feuer in einer weissen genuteten Wand?
    Da verbreitet ein Bildschirm gleichviel Wärme.
    Hätte zudem den Vorteil, dass keine Holzrugel unmotiviert im Raum liegen.

  • Philip sagt:

    Das öffnet ja ganz neue Perspektiven für die Mauer an der mexikanischen Grenze … man könnte auf der einen Seite exklusive goldene Trump-Villen anbauen, und so die Mauer gleich mit finanzieren. Auf der anderen Seite wäre eine Müllkippe angebracht, weil krasse Kontraste ja (zumindest für Architekten) besonders ästhetisch sind.

    Zum Beitrag: Was ist denn dort, auf der „Mexiko“ Seite der Mauer, dass es diese Mauer brauchte? Ein Flugplatz? Ein Bergwerk? Das Haus eines LGBT Paars?

    Bild #2 suggeriert idylle, aber wenn diese Idylle noch 500 weitere Meter zurück reichen würde, dann wären im Gebäude auf dieser Seite statt der Mauer: Fenster.

  • Philhippos sagt:

    Bunker und Industriebauten haben wirklich einen ganz eigenen Charme.

  • Vanessa von Sukhi sagt:

    Ich finde die Mauer tatsächlich schick aber im Schnee/bei Sonne ist das auch nicht schwer ;)

  • Ciril Moreno sagt:

    ..alles spannend. Aber mal wieder, wie immer, fehlen Grundrisse und Schnitte. Schade!

  • Linus sagt:

    Schön, dass es Länder gibt, welche sich nicht so starre Bauvorschriften aufbürden wie die CHer.
    Stellen Sie sich mal vor, Frau Kohler, Sie müssten statt mühsam Bildli aus der ganzen Welt zusammensuchen, bloss aufs Velo steigen und durch ihre Nachbarsdörfer fahren…

  • loulou55 sagt:

    „Geschickt haben die Architekten mit edlen, unterschiedlichen Materialien gespielt.“
    Rostiger Stahl kann man:
    1. generell schön finden
    2. sogar als „edel“ bezeichnen
    aber man muss nicht…
    Da würde ich ehrlich gesagt sogar eine richtig gute und individuelle New Yorker Graffiti vorziehen, aber auch das ist natürlich Geschmacksache.
    Ansonsten ist das Haus ok.

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