Ich bin dann mal im Homeoffice

Viele arbeiten zumindest einzelne Tage von zu Hause aus. Wie schön das aussehen kann, zeigen diese 15 Einrichtungstipps.

1 — Doppelt hält länger

Nicht immer ist «klein und diskret» auch wirklich die beste Lösung. Entscheiden Sie sich, eine ganze Wand für Ihren Arbeitsraum zu nutzen. Damit schaffen Sie attraktiven und grosszügigen Arbeitsplatz und sorgen für Atelieratmosphäre im Raum. Ein wenig Gemütlichkeit darf natürlich nicht fehlen. Dabei helfen Bilder, Körbe und schöne Kleinigkeiten. (Bild über: JM)

2 — Kommoden bringen Eleganz

Anstelle der üblichen Korpusse, die man meistens mit einer Arbeitsplatte kombiniert, verleihen Kommoden dem Arbeitsplatz Eleganz und Wohncharakter. Beides sind wichtige Elemente zu Hause. Kopieren Sie nicht die typische Büroatmosphäre, die Sie wahrscheinlich an Ihrem regulären Arbeitsplatz haben, sondern kreieren Sie eine eigene Lösung, die zu Ihnen und Ihrer Wohnung passt. (Bild über: Apartment Therapy)

3 — Grosse Bilder tarnen den Bildschirm

Die gleiche Idee, nämlich Kommoden als Basis für einen Arbeitstisch zu nehmen, hatte auch die Fotografin Raphaela Pichler, deren Wohnung ich bereits auf dem Sweet-Home-Blog vorgestellt habe. Sie hat zudem den grossen Bildschirm, den sie zur Arbeit braucht, geschickt mit einigen gerahmten Fotos getarnt. Besuchen Sie Raphaelas Zürcher Dreizimmerwohnung in der Sweet-Home-Story «Zu Hause im Ressort Mode und Beauty». (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

4 — Textilien schaffen Wohnlichkeit

Das Wichtigste beim Einrichten eines Arbeitsplatzes zu Hause ist die Wohnlichkeit. Schaffen Sie diese auch dann, wenn Sie einen eigenen Raum für Ihr Homeoffice haben. Mit Wohnlichkeit meine ich aber nicht die Dinge, welche die meisten Angestellten im Büro am Arbeitsort auf ihrem Pult platzieren, wie etwa halb lebendige, meist unattraktive Pflanzen, witzige Stickers an Wand und Computer, doofe Tassen mit Motto drauf oder gar leere PET-Flaschen. Ich bin ehrlich gesagt immer wieder schockiert, wenn ich in Büros komme. Es riecht oft nach aufgewärmtem Essen, das die Angestellten am Arbeitsplatz verputzen, und auf den meisten Pulten herrscht eine heillose Unordnung – und das trotz digitaler Arbeit. Atmen Sie also in Sachen Homeoffice erst mal gut durch. Richten Sie einen inspirativen Ort ein, an dem Sie sich wohlfühlen und der schön ist. Dabei helfen Textilien wie schöne Teppiche, Vorhänge, Kissen, Decken oder ein Fell auf dem Stuhl und Ablagen für den Papierkram. (Bild über: Blulens Dawn Cook Design)

5 — Weiss bringt Ordnung

Wer nicht so geschickt ist im Einrichten, der wählt als Wohnfarbe Weiss. Am besten konsequent für Wände, Möbel und Accessoires. Das schafft optisch Ordnung, und man kann dabei eigentlich nichts falsch machen. (Bild über: Weekday Carnival)

6 — Transparenz tarnt

Damit ein grosser Arbeitstisch nicht den Raum dominiert, hilft eine Glasplatte. Damit schaffen Sie Grösse und vermeiden gleichzeitig Wuchtigkeit. (Bild über: Grey&Scout)

7 — Neuer Bezug für den Bürostuhl

Ein schwieriges Thema sind Bürostühle. Diese funktionalen, ergonomisch ausgedachten Möbelstücke brillieren ganz einfach nicht durch Schönheit. Ich persönlich würde nie einen Bürostuhl in meiner Wohnung wollen und arbeite lieber auf einem ganz normalen Stuhl. Ich finde auch diese drehbaren, wuchtigen Ledersessel, die in den vielen Büros stehen, unbequem. Da sitze ich lieber auf einem ganz normalen Holzstuhl mit Kissen und stehe auf, wenn ich was brauche, anstelle mich durch den Raum zu rollen. Wer aber einen Bürostuhl braucht, der gibt ihm für die Wohnung ein neues Kleid: Überziehen Sie ihn mit einem wohnlichen oder wie hier mit einem kuscheligen Teddystoff. (Bild über: Inrichting Huis)

8 — So entsteht Chic

Immer wieder bewundere ich in Filmen, Hochglanzzeitschriften oder amerikanischen Blogs die Eleganz, den Chic, der in den Wohnungen herrscht. Im echten Leben kriege ich das nie hin. Aber ich gebe nicht auf, die Tipps als Inspiration für mich und meine Leserschaft zu benützen. Denn eigentlich braucht es ja nicht viel, um einen solchen wirklich eleganten Arbeitsplatz zu kreieren: einen edlen Sessel, ein stattliches Pult, dezente Farben, schöne Tischleuchten und einen frischen, gepflegten Rosenstrauss in der Glasvase. (Bild über: J’adore J.Crew)

9 — Alte Möbel bringen Persönlichkeit

Mein persönliches Arbeitszimmer sieht eher so aus – wenn auch nicht so edel, denn ich wohne nicht in einem Altbau und habe auch keine Terrassentür vor dem Arbeitstisch. Aber ich habe mein Pult auch ans Fenster gerückt und ich sehe auf die Strasse hinaus. Dort am Fenster hat ebenfalls Miss C., mein Hündchen, einen gemütlichen Aussichtsplatz und wird häufig freudig begrüsst von vorbeispazierenden Nachbarn und Schulkindern. Das lenkt bei der Arbeit ab, denken Sie sich bestimmt. Ja, aber es macht sie auch freudiger. Das finde ich wichtig, vor allem wenn man daheim arbeitet. Zur Freude gehört unbedingt auch die Schönheit. Sie entsteht einfacher mit alten Möbeln und persönlicher Einrichtung als mit den typischen Bürosystemen. Neugierige dürfen gerne über mein Instagramaccount einen Blick in mein Arbeitszimmer werfen. (Bild über: SF Girl)

10 — Klein, aber fein

Wer sich für die Klein-aber-Fein-Variante entscheidet, der ist mit den formschönen, edlen Möbeln von &Tradition gut bedient. Diesen Arbeitstisch hat der renommierte Designer Jaime Hayon für die dänische Firma entworfen.

11 — Einfach mit einbauen

Wenn Sie sich ein Regal auf Mass machen lassen, dann bauen Sie doch gleich auch einen Arbeitsplatz mit ein. Eine solche Lösung ist nicht nur praktisch, sondern auch attraktiv. (Bild über: Interiorbreak

12 — Nischennutzer

Jede Wohnung hat Nischen und Ecken. Nutzen Sie sie nicht nur für ein geschicktes Platzieren von Möbeln, sondern auch als Stauraum. (Bild über: Looks like white)

13 — Eine neue Etage

Attraktiver Stau- und Ablageraum hilft jedem Arbeitsplatz auf die Sprünge. Helfen Sie nach mit einer Extraetage. Eine solche Wandkonsole können Sie vom Schreiner einfach nachbauen lassen. Sie hilft, dass aus einem langweiligen Raum mehr wird, und bietet Platz für Bilder, Blumen, Pflanzen und vieles mehr.  (Bild über: SF Girl)

14 — Farbe an die Wand

Wie überall kann auch im Arbeitsbereich eine farbige Wand Wunder wirken. Hier ist eine Wand in dem neuen, attraktiven und beruhigenden Graugrün gestrichen, das momentan überall auftaucht. Bestückt wurde die Wand mit vielen Inspirationen. (Bild über: Sofias inredning)

15 —Arbeiten ist Stilsache

Wie stilvolles Arbeiten zu Hause geht, hat uns die Stylistin Victoria Steiner in ihrer charmanten Wohnung in Luzern gezeigt, die sie mit ihrem Freund Luca Stadelmann teilt. Ihre Lieblingsfarbe, ein zarter Roséton, spielt dabei eine wichtige Rolle. Besuchen Sie die Wohnung des jungen Paares mit der Sweet-Home-Story: Junges Wohnglück in Luzern. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

Credits: 

Immobilienagenturen: JM
Blogs und Magazine: Apartment TherapyWeekday CarnivalGrey&ScoutInrichting Huis, J’adore J.Crew, SF Girl, InteriorbreakLooks like white

Interior Design: Blulens Dawn Cook Design
Shops und Kollektionen: &Tradition

Shoppingtipps: 

Da Sie nun bestimmt Lust bekommen haben, sich ein hübsches Homeoffice einzurichten, habe ich hier einige Lieblinge als Shoppingtipps ausgesucht: 

1 Kleines Pult von Bolia zu 1275 Franken.
2 Transparenter Konsolentisch von La Redoute zu 330 Franken. 
3 Pult mit Marmorplatte von Gubi zu 2040 Euro.
4 Schreibtisch aus Mangoholz von Maisons du Monde zu 600 Franken. 
5 Pult aus grünem Metall von Maisons du Monde zu 720 Franken. 
6 Kommode Malm von Ikea zu 70 Franken. 
7 Schminktische, die auch als Arbeitstische gut aussehen, von Made zu 690 Franken. 
8 Bürostuhl von Muuto über Neumarkt 17.
9 Eames-Bürostuhl, konfigurierbar in vielen Farben, von Vitra zu 2650 Franken. 
10 Bürostuhl von Muuto über Neumarkt 17.

 

10 Kommentare zu «Ich bin dann mal im Homeoffice»

  • Tamara Carigiet sagt:

    So ein schöner und erfrischend-kuschliger Teppich bei Bild 4! Weiss jemand oder wissen Sie Frau Kohler, wo es so einen oder einen ähnlichen bei uns gibt? Die Seite ist aus England, das ist zu weit weg… Danke für Tipps!

  • Bertram Baier sagt:

    Bücher: ich weiss, man braucht sie nicht mehr. Altmodisch, etc. Dass sie aber Atmosphäre schaffen, einen Ort sogar interessant, heimelig, etc. machen können, ist offenbar vollkommen in Vergessenheit geraten. Wenn ich dann überall die weissen Wände sehe, denke ich immer: so sieht es bei denen auch im Gemüt aus!

    • ABCDEFG sagt:

      Manchmal braucht man sie auch zum Arbeiten, weshalb ich seit Tagen mein Bücherregal entstaube, neu sortiere, Lücken lasse für Kommendes (nein, Bücher, keine Deko). Den meisten Leuten, die es sehen, gefällt mein Arbeitszimmer aber durchaus. Und der große Tisch ist oval (schützt vor Beulen), steht mittig im Raum und ist höhenverstellbar – mein Kreuz dankt es. Der Drucker ist unterm Tisch versteckt – auf einem simplen Rollbrett, das die Bedienung erleichtert.
      Ob ein kleiner „Damensekretär“ für daheim ausreichend ist, hängt v.a. davon ab, wieviel Zeit man konkret am Schreibtisch verbringen muss. Die Funktionalität muss stimmen, dann können Farbe und Bilder gerne noch hinzukommen.

  • Heidi Arn sagt:

    Hier sind doch ein paar hübsche Bürostühle dabei. Ich habe den Jacobsen-Hansen-Butterfly-Stuhl mit Rollen, höhenverstellbar, türkisfarben. Er ist nicht mehr der Jüngste, aber soo bequem.

  • Skai sagt:

    Glasplatten sind unkonfortabel und eignen sich nicht für ein Homeoffice. Diese Fotos sind mehr Schein, als sein. Erinnert an Hochglanzmagazine und an Wohnungen wo Schreibtische eher als Accessiors meist ungenutzt rumstehen. Ein Schreibtisch Zuhause kann ja sehr zweckmässig sein, und ist als Thema interessant, aber bitte zeigt doch etwas praktisches.

    • Gilberte sagt:

      Man kann bei diesen gestylten Arbeitsplätzen sicher das eine oder andere bemängeln (z.B. Lichteinfall auf Bildschirm bei Foto 4), aber Glasplatten sind keinesfalls unkomfortabel. Ich arbeite seit vier Jahren selbständig zuhause an einem Schreibtisch mit Glasplatte – zwar „nur“ von Interio, aber absolut angenehm, zweckmässig und schön.

  • Häfliger sagt:

    Diese Ideen sind vielleicht schön anzuschauen aber bequem oder handlich eingerichtet ist kein Beispiel. Von ergonomischen Begebenheiten welche heute ein Muss sind ganz zu schweigen. Da liebe ich doch mein grosses Sitz-/Stehpult mit schneller hydraulisch/pneumatischer Verstellung die jedes lahme Elektro-Pult in den Schatten stellt – und Strom brauchts auch keinen! Drucker kann man übrigens dezent in eine Nische stellen oder nahe am Boden, dort fällt er nicht auf und stylisch muss er auch nicht sein, ist schliesslich ein Drucker!

  • Marianne M sagt:

    Tolle Ideen, da lässt sichˋs gut arbeiten! Nur, auch im Zeitalter des papierlosen Büros braucht es ab und zu einen Drucker. Die sind nach wie vor nicht wirklich stylisch und fehlen wohl deshalb auf allen Aufnahmen?

    • bohrerin sagt:

      oder die sind ,dank wirelesstechnik, ins wurfkammerl abgeschoben worden. hat den vorteil, dass man nicht jeden quatsch ausdruckt, weil sich das ding den strom mit anderen elektrischen mitbewohnern teilen muss und nie, wenn man ihn meint zu brauchen, eingesteckt ist.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.