Holzhaus auf Stelzen

Was macht man, damit ein Haus nicht im Schnee versinkt? Man setzt es auf Stelzen und krönt diese gleich zu den Hauptdarstellern der Architektur.

Architektur: Life Style Koubou

Dieses japanische Chalet sieht ganz offensichtlich anders aus als seine gemütlichen Cousins in der Schweiz. Erhoben und elegant steht es auf Stelzen, zeigt sich modern und kokettiert gleichzeitig mit traditionellen Formen. 

Eigentlich sind es zwei Häuser, die dieses japanische Ferienhaus ausmachen. Verbunden sind die beiden Gebäude durch eine weisse Hängebrücke.

Damit das Holzhaus nicht im Schnee steht, haben es die Architekten vom Architekturbüro Life Style Koubou auf weisse Stelzen gestellt. Diese spiegeln optisch die Stämme der Föhren wieder, welche als Wald das Haus umgeben.

Die Stelzen ragen durch das ganze Haus und tragen es. So fühlt man sich im gemütlichen, aber minimalistischen Wohnraum wie im Wald, zwischen den Stämmen.

Das Ferienhaus steht an den Hügeln des Berges Mount Bandai in Fukushima, Japan. Es heisst «One Year Project», da vom Fällen der Bäume auf dem Grundstück bis zum Fertigstellen des Hauses genau ein Jahr verging. Das Haus wurde nachhaltig gebaut, anstelle der abgeholzten Bäume werden neue gepflanzt. Die beiden Hausteile sind aufgeteilt in den nassen und trockenen Bereich, das bedeutet Küche und Bad in einem Haus, der Wohnbereich im andern. Hier sieht man auch die elegant gebogene Treppe, über die man in das hochgestellte Holzhaus gelang.

Warm erleuchtet, strahlt das Haus aus dem Wald heraus und erzählt auf poetische Weise eine moderne Wohngeschichte. 

Credits: 

Architektur: Life Style Koubou

13 Kommentare zu «Holzhaus auf Stelzen»

  • Michael Moser sagt:

    Der Biber hat hier bei uns diese Wohnform leider verunmöglicht.

  • Adriano Granello sagt:

    Ein rechter Wintersturm und das ausgefallene, zum realen Wohnen gänzlich ungeeignete Haus liegt unter umgestürzten Bäumen begraben. Aber egal, es handelt sich einmal mehr um eines jener exotisch anmutenden Objekte, die aus den bekannten Hochglanz-Architekturzeitschriften, wie man sie z.B. in den Wartezimmern dieser Welt findet, so etwas wie einen Katalog der ewig unerfüllbaren Wohn-Träume machen….

  • Peter Meier sagt:

    Das Haus ist vorallem eines – erdbebensicher.

  • Ma Brügger sagt:

    Wunderschönes Ferienhaus, würd ich auch gerne haben wollen!
    Und übrigens, ich selber wohne in den Sommermonaten in meinem Wohnmobil, die Toilette liegt einige Gehminuten entfernt. Und glauben Sie mir, der Weg dorthin ist auch in der Nacht und ebenfalls bei Regenwetter gut zu meistern…

    • Lila Flieder sagt:

      prima, gibt es auch noch ‚unkomplizierte‘ Mitmenschen, die nicht in Allem UnWEGbarkeiten sehen

    • adam gretener sagt:

      Also wenn Sie noch keinen Mann oder Freund haben, würde ich mich gerne bewerben. Im Gegenzug töte ich auch Drachen oder Säbelzahntiger. Unkompliziertheit. Ach!

      • Lila Flieder sagt:

        Also, Drachen und Säbelzahntiger sind in meiner Wohngegend schon ausgerottet, aber falls Sie mir die ewig kläffenden Flughunde dezimieren könnten, wären Sie ein veritabler ‚Edler-Ritter-Kandidat‘, ganz unkompliziert! und danke noch für die Bewerbung.

  • Dominik sagt:

    Sieht ja schon nett und interessant aus. Ich lese aber „steht an… in Fukushima“. Sind die Bilder schon bald 10 Jahre alt oder will man mit der nachhaltigen Bauweise die wirklich nachhaltig kontaminierte, strahlende Umgebung wett machen?

  • Paul Schmid sagt:

    Sehr schön und nun bitte das Grundstück in der CH sowie die Baugenehmigung!

  • Henri sagt:

    Nett. Ich denke, dass die Bewohner bald eine geschlossene Verbindung zwischen den beiden Gebäudeteilen bauen lassen werden. Persönlich möchte ich im Wohnbereich noch ein Sofa, Fauteuils, Tisch, Stühle und Vorhänge.

    • Lila Flieder sagt:

      @Henri: Sie können sich alles Mögliche dazudenken, incl. Häkeldeckchen über dem Fernseher – aber: dies sind Architekturaufnahmen, die das Œvre des Architekten ’sec‘ abbilden sollen und nix anderes…

      • matthias bosshard sagt:

        @Lila Flieder
        Aha wieder mal ein sich selber auf die Schulter klopfen und hochloben der unpraktischen Architektur . Mir gefällts grundsätzlich aber wie Henri sagt, die Verbindung der beiden teile total unpraktisch. Wer möchte im Winter den leicht bekleidet die Zimmer wechseln und wie siehts bei Regen aus, toll Zimmerwechsel mit Regenschirm. Also auf gut Deutsch unpraktisch. Leider wieder Architekten die es nicht schaffen Praktisches mit nützlichem zu verbinden, schade den Sie waren nahe daran mit dem Konzept.

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