Gemütlich geniessen

Zu echter Gemütlichkeit gehört immer auch eine hausgemachte Mahlzeit wie diese fünf feinen Beispiele.

 

1 — Nudeln mit Ragout

Heute Abend (ich schreibe diesen Blog am Sonntagmorgen) gibt es bei uns ein deftiges Rindsvoressen, ein Gericht, das immer ganz viel warmes Zuhausegefühl vermittelt. Ich koche immer reichlich, damit es auch noch anderntags und den Tag darauf reicht. Für das letzte Mal Ragout zerreisse ich dann die weich gekochten Fleischstücke mit einer Gabel auseinander und mische buttrige Eiernudeln dazu. Ein Gedicht! (Bild: The brick kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

800 g Rindsvoressen

400 g Rüebli, in Stücke geschnitten

4 Tomaten, in Stücke geschnitten

2 EL Tomatenpaste

1 Selleriestange,
in Stücke geschnitten

1 Zwiebel

Mehl

1 Glas Rotwein

1 Glas Bouillon

1 Lorbeerblatt

1 Nelke

3 Datteln, gehackt

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Das Fleisch im Olivenöl rundum anbraten, zur Seite stellen. Den Sellerie und die Rüebli beigeben, andünsten. Dann das Fleisch zurück in die Pfanne geben, ein wenig Mehl darüber streuen, die Tomatenpaste und Tomatenstücke dazugeben, erhitzen und mit Rotwein ablöschen und würzen. Die Zwiebel mit Nelke und Lorbeerblatt bestecken und hineingeben. Die Datteln beigeben, die Bouillon dazugiessen und zugedeckt auf kleinem Feuer 2 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich gekocht ist. Eiernudeln ein bisschen weniger als al dente kochen, abtropfen und mit reichlich Butter mischen. Die Fleischstücke mit einer Gabel zerreissen. Die Nudeln untermischen und weiterköcheln, bis die Nudeln al dente sind. Anschliessend mit geriebenem Parmesan und gehackter Petersilie servieren.  

Tipp:
Sie können auch ein wenig Zucker oder Honig beim Anbraten des Fleisches untermischen, damit wird es schön braun. Auf jeden Fall tut ein wenig Zucker einem solchen Gericht gut. Ich mache das immer, indem ich Datteln beifüge. Ich mag auch ein wenig Zimt und Thymian oder das englische Gewürz «All Spice», das ich immer von meinen Londonreisen mitbringe. Vielleicht ist es auch hier erhältlich, ich habe aber noch nie danach gesucht. 

2 — Polenta-Pie

Ich liebe Polenta und koche sie immer würzig mit Bouillon. Dieses Gericht braucht ein wenig Zeit, ist aber fantastisch und eben supergemütlich! (Bild: Inside the rustic kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

fertig gekochte Polenta

300 g Hackfleisch vom Rind, Bio, vom Hof, regional

300 g Hackfleisch vom Schwein, Bio, vom Hof, regional

1 Selleriestange, gehackt

2 Rüebli, gehackt

2 Schalotten, gehackt

4 EL Tomatenmark

1 dl Rotwein

1 dl Bouillon

1 dl Milch

Salz und Pfeffer

1 EL gehackte Petersilienstängel

1 EL gehackte Basilikumstängel

einige zerrissene Basilikumblätter

1 frisches Lorbeerblatt, zerrissen

1 grosse Knoblauchzehe, gehackt

1/2  Peperoncino, gehackt

Olivenöl

Salz und Pfeffer

150 g geriebener  Fontina

Butterflöckli

Streichen Sie gekochte Polenta auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lassen Sie sie auskühlen. Geben Sie Olivenöl in eine Gusseisenpfanne, und dünsten Sie die Schalotten, die Rüebli und den Sellerie sowie die gehackten Petersilie- und Basilikumstängel ca. 10 Minuten. Dann geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei und dünsten diese nochmals einige Minuten mit. Sobald der Knoblauch duftet, die Hitze erhöhen und das Fleisch hineingeben. Ist das Fleisch angebraten, das Tomatenmark beifügen und einmal kurz durchwärmen. Anschliessend den Wein und die Bouillon dazugiessen und aufkochen. Die Hitze reduzieren, die Milch dazugiessen, die Basilikumblätter und das Lorbeerblatt beigeben und alles ca. 40 Minuten bis 1 Stunde sanft köcheln lassen. In der Zwischenzeit stechen Sie die Polenta kreisförmig aus oder schneiden sie einfach in Quadrate oder Rechtecke. Buttern Sie eine Gratinform aus. Geben Sie das Hackfleisch in die Gratinform, belegen Sie dies mit den Polentaschnitten, und geben Sie den geriebenen Käse und danach die Butterflöckli darüber. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 20 Minuten backen. 

3 — Schinken-Käse-Toast mit Ei

Ein bisschen Frankreich zaubert ein deftiger Käsetoast à la Croque Monsieur ins Haus. (Bild über: Simply delicious food)

Zutaten Béchamelsauce: 

Zubereitung Béchamelsauce

30 g Butter

30 g Mehl

5 dl Milch

ein wenig Bouillon oder Salz

Pfeffer

geriebene Muskatnuss

1 Lorbeerblatt

Schneiden Sie die Butter in Stücke, und lassen Sie sie schmelzen. Geben Sie das Mehl dazu, und rühren Sie mit dem Schneebesen, während Sie beides zusammen ein wenig andünsten. Nun giessen Sie die Milch unter. Entgegen der klassischen Version füge ich immer ein wenig Bouillon hinzu. Geben Sie das Lorbeerblatt bei, und würzen Sie mit Muskatnuss und Pfeffer. Einige Minuten köcheln lassen. 

Zutaten Toast: 

Zubereitung und Fertigstellung Toast

8 grosse Scheiben gutes Schwarzbrot

Butter

Dijonsenf

8 Scheiben guter Bauernschinken, am besten Bio und regional 

geriebener Gruyère

Bestreichen Sie 4 Scheiben Brot mit Butter und Dijonsenf. Belegen Sie sie mit dem Schinken. Die anderen 4 Scheiben bestreichen Sie mit Béchamelsauce. Legen Sie die Brotscheiben mit der Béchamelsaucenseite nach oben auf den Schinken, und verteilen Sie grosszügig Käse darüber. Die Toasts auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im 200 Grad heissen Backofen 10 bis 15 Minuten backen, bis das Brot knusprig und der Käse golden und geschmolzen ist. Mit einem Spiegelei darüber servieren. 

Tipp: Servieren Sie dazu Cornichons, und geniessen Sie den Toast zu einem guten Film oder einer TV-Serie mit einem Glas französischem Wein.

4 — Kartoffeln mit Hackfleisch

Backofengerichte sind ganz oben auf der gemütlichen Menükarte. (Bild über: Natural comfort kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Rindshackfleisch

Olivenöl

2 Schalotten

2 Rüebli

1 Selleriestange

100 g gepulte oder tiefgefrorene Erbsli

200 g Champignons

3 EL Tomatenmark

1 Dose (400g) gehackte Tomaten

1 Glas Rotwein

1 Glas Bouillon

Salz und Pfeffer

700 g Kartoffeln in Stücke geschnitten

Öl in einer Bratpfanne erhitzen, das Fleisch anbraten und zur Seite stellen. Schalotten, Rüebli und Sellerie hacken, Champignons in grosse Stücke schneiden. Das Gemüse ohne die Pilze glasig braten, dann die Champignons zugeben, bis diese zusammenfallen. Tomatenmark beigeben und alles zusammen 2 bis 3 Minuten dünsten. Fleisch beigeben, würzen, Thymian dazugeben und mit Wein ablöschen. Anschliessend Bouillon, Tomaten sowie Erbsen beigeben und alles mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen. Eine Gratinform einbuttern, das Fleisch in der Form verteilen, die rohen Kartoffelstücke beigeben und alles im Ofen bei 200 Grad ca. 1 Stunde backen. Wenn die Kartoffeln weich sind, servieren. 

5 — Pasta aus dem Backofen

Es gibt nicht nur Lasagne, die unsere Seele wärmt. Versuchen Sie dieses würzige und einfache Pastagericht. (Bild: Bijouxs)

Zutaten:

Zubereitung:

600 g Wurstfleisch von Salsicce 

falls die Salsicce keine Fenchelsamen haben, einige Fenchelsamen

150 g Speckwürfeli

Olivenöl

Butter

3 EL Tomatenmark

2 Schalotten, gehackt

3 Rüebli, in Würfeli geschnitten

3 Selleriestangen, in Würfeli geschnitten

300 g gepulte oder tiefgefrorene Erbsli

2 dl Weisswein

200 g gehackte Tomaten aus der Dose

Salz und Pfeffer

2 dl Béchamelsauce (siehe Rezept 3)

150 g Parmesan gerieben

500 g Ziti, Penne oder Rigatoni

Geben Sie Olivenöl und Butter in eine Pfanne, und braten Sie die Speckwürfel an, anschliessend das Wurstfleisch und gegebenenfalls die Fenchelsamen beigeben und anbraten. Dann die Schalotten, den Sellerie und die Rüebli hinzufügen und andünsten. Die Tomaten beigeben und weiterdünsten, bis alles warm ist. Den Weisswein dazugiessen und ein wenig einköcheln lassen. Dann geben Sie die Erbsli und die gehackten Tomaten dazu. Während etwa 10 Minuten kochen, während Sie geichzeitig die Pasta sehr al dente kochen. Die Pasta mit der Sauce mischen und in eine mit Butter bestrichene Gratinform geben. Mit der Béchamelsauce bestreichen und den Käse sowie einige Butterflöckli darüber verteilen. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten backen und servieren. 

Credits: 

Bilder von Foodblogs und Magazinen: Natural comfort kitchen, BijouxsSimply delicious food, Inside the rustic kitchen, The brick kitchen

12 Kommentare zu «Gemütlich geniessen»

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