Vegetarische Feste

Mit diesen einfachen vegetarischen Gerichten lassen sich feine festliche Mahlzeiten auf den Tisch zaubern.

Gemüse gibt es auch im Winter in einer köstlichen Auswahl. Klassiker sind etwa Rüebli, verschiedene Kohlarten, Fenchel und Randen. Probieren Sie aber auch Rüebli in verschiedenen Farben, die dunklen schmecken besonders gut. Auch Pastinaken, Petersilienwurzeln oder Süsskartoffeln sorgen für Abwechslung auf dem Tisch. Alles schmeckt im Ofen geröstet besonders gut. Ein bisschen Olivenöl dazu, Honig oder Ahornsirup und langsam bei etwa 220 Grad rösten. Die meisten Gemüsesorten wie Rüebli und Randen sind nach etwa 20 Minuten gar. Drehen Sie sie in der Mitte der Röstzeit um. Servieren Sie Röstgemüse mit Joghurt, Haselnüssen oder Pistazien, gehackten Kräutern wie Petersilie und Pfefferminze und rubinroten Granatapfelkernen. Diese schmecken nicht nur fantastisch, sondern schmücken solch einfache Gerichte wie Edelsteine. (Bild: Closet cooking)

Pasta mit gerösteten Randen und Granatapfelkernen

Geröstetes Gemüse schmeckt herrlich in Kombination mit Pasta. Nehmen Sie ruhig auch Vollkornpasta für ein solches Wintergericht. (Bild: Half baked harvest)
Und so gehts: 
Vollkornpasta al dente kochen. Rohe Randen schälen und in Würfel schneiden. Die Randenwürfel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Olivenöl darüber träufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Circa 20 Minuten im 220 Grad heissen Backofen rösten, in der Halbzeit wenden. Pressen Sie den Saft von einen Granatapfel aus. Kochen Sie diesen Saft mit etwa der gleichen Menge gutem Balsamicoessig und 1 EL Honig auf, und köcheln Sie alles, bis es sich zu einer sirupartigen Sauce reduziert hat. Erhitzen Sie Butter in einer Bratpfanne und dünsten ein wenig fein gehackten Knoblauch und Peperoncino, würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Nun geben Sie die Sauce darüber, mischen erst die Pasta und dann die gerösteten Randenwürfel dazu. Mit Feta, Joghurt oder Ziegenfrischkäse und vielen Granatapfelkernen servieren. 

Polenta-Gratin

Polenta ist eine herrliche Basis für ein feines vegetarisches Gericht. Kochen Sie sie mit viel Milch und Butter. (Bild: Gather and dine)
Und so gehts: 
Kochen Sie Polenta gemäss Packungsangaben. Ich koche Polenta immer mit viel mehr Milch als Wasser, viel Butter und würziger Bouillon. Wenn die Polenta fertig ist, streichen Sie sie in eine Gratinpfanne. Dann geben Sie Butter in eine Bratpfanne. Rösten Sie in Streifen geschnittene Schalotten an, und geben Sie Champignons dazu. Geben Sie einige Thymianblättchen, fein gehackten Rosmarin und fein gehackten Knoblauch dazu. Wenn alles caramelisiert ist, dann geben Sie Portwein oder Sherry und ein wenig Bouillon darüber und lassen alles ein wenig einkochen. Mischen Sie Spinat darunter und kochen alles so lange, bis der Spinat zusammenfällt. Nun verteilen Sie die Pilze über die fest gewordene Polenta und verteilen dann Ricotta darüber. Träufeln Sie über alles noch etwas gutes Olivenöl, und backen Sie es im 200 Grad heissen Backofen etwa 20 bis 30 Minuten. Dazu passt ein roter Radicchio-Salat mit gerösteten Haselnüssen und Granatapfelkernen.

Käse-Pilz-Pie

Ein feiner, gefüllter Pie ist immer ein Festessen. (Bild: From the kitchen)
Und so gehts: 
Geben Sie Butter in eine grosse Bratpfanne. Rösten Sie eine gehackte Schalotte an, und geben Sie Champignons und in Milch aufgeweichte Morcheln dazu. Geben Sie einige Thymianblättchen, fein gehackten Rosmarin und fein gehackten Knoblauch dazu. Wenn alles caramelisiert ist, dann geben Sie Portwein, ein wenig Bouillon und ein EL Honig darüber und lassen alles langsam einkochen. Abkühlen lassen. Nun legen Sie eine tiefe ausgemusterte Pieform mit feinem buttrigem Blätterteig aus. Legen Sie einen Camembert oder Briekäse in die Mitte, und verteilen Sie die Pilzmischung rundum und darüber. Decken Sie den Pie mit einem zweiten Blätterteig zu und bestreichen diesen mit Eigelb. Im 180 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten golden und knusprig backen. Mit Chutney oder Feigenkonfitüre servieren.

Spaghetti mit Randen und Haselnüssen

Es gibt auch rote Spaghetti ohne Tomaten. Diese süsslichen Randenspaghetti geben ein herrliches kleines Winterfest ab. (Bild: Scaling back)
Und so gehts:
Rösten Sie etwa 5 Randen, geschält in Würfel geschnitten mit Olivenöl etwa 20 Minuten im Backofen. In der Halbzeit wenden. Legen Sie etwa 4 ungeschälte Knoblauchzehen dazu. Dann die Hälfte der Randen im Backofen warm stellen, diesen aber abstellen. Mit der anderen Hälfte machen Sie ein Pesto. Dafür geben Sie 100 g geröstete geschälte Haselnüsse in eine Küchenmaschine und hacken diese klein. Geben Sie 100 g geriebenen Pecorino Romano dazu, 100 g geriebenen Parmesan und die geschälten weich gerösteten Knoblauchzehen. Alles gut durchmischen. Dann die Randen pürieren und untermischen. Etwa 5 EL Olivenöl und 2 El Zitronensaft dazugeben. 1 Packung Spaghetti al dente kochen. Mit etwa der Hälfte des Pestos mischen, die Randenwürfel untermischen und mit gehackten Haselnüssen garnieren. Die andere Hälfte des Pestos können Sie später für Gnocchi oder Ricotta-Ravioli benutzen. 

Rosenkohl aus dem Ofen

Ja, Röselichöl polarisiert. Die einen lieben, die anderen hassen ihn. Cool ist es, ihn zu rösten und so ganz anders zu kochen als klassisch mit der weissen Sauce. Dieser Gratin ist eine edle Version des klassischen Wintergemüses. (Bild: Apple of my eye)
Und so gehts:
Kochen Sie Rosenkohl in Bouillon sehr al dente. Verteilen Sie den Rosenkohl in eine ausgebutterte Gratinform. Kochen Sie Rahm mit etwas Bouillon auf, würzen Sie mit Pfeffer und Muskatnuss. Nun geben Sie die Rahmsauce darüber und verteilen ganz viel geriebenen Gruyère darüber. Einige Butterflöckli auf dem Käse verteilen und dann alles etwa 20 bis 30 Minuten im Backofen backen. 

Geröstete Rüebli

Nochmals zurück zu den gerösteten Rüebli. Sie können sie geschnitten, oder wenn es zarte feine Rüebli sind, auch ganz rösten. (Bild: Salt and Lavender)
Und so gehts:
Schneiden Sie Rüebli in Scheiben oder schneiden Sie grosse lange Rüebli auch der Länge nach in die Hälfte. Verteilen Sie sie auf einem mit Backpapier belegtem Backblech. Mischen Sie Olivenöl mit Ahornsirup und verteilen die Mischung über die Rüebli. Salzen Sie mit flockigem Meersalz, und rösten Sie die Rüebli bei 220 Grad etwa 20 Minuten. In der Halbzeit wenden. Sie können auch Randen, Pastinaken und Fenchel mitrösten. Statt des Ahornsirups können Sie auch Honig verwenden. Geben Sie am Schluss noch Fetawürfeli dazu und rösten diese auch noch 5 bis 10 Minuten mit. Servieren Sie alles mit gerösteten Nüssen. Dazu passen zum Beispiel Walnüsse, Haselnüsse, Pekannüsse oder Pistazien. 
Credits: 

Bilder von Foodblogs und Magazinen: Salt and Lavender, Apple of my eye, Scaling back, From the kitchen, Half baked harvest, Closet cooking

19 Kommentare zu «Vegetarische Feste»

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Die Richtung stimmt schon besser, das Ziel ist aber für emotional Gesunde mit Horizont selbstverständlich die vegane Ernährungsweise. Wie wir alle wissen (könnten), werden auch Milchprodukte unter einem gnadenlosen Ausbeutungs-Terror gewonnen.

    • G. Wissen sagt:

      Auch der Weizen für die Pasta und das Gemüse werden in Massenproduktion hergestellt. Mit einem kleinen Gärtchen am Waldrand lässt sich die überbordende Menschheit leider nicht ernähren. Die Hoffnung auf die nächste grosse Seuche bleibt…

  • k. miller sagt:

    Ich esse sehr gerne Fleisch. Was aber nicht ausschliesst, dass ich auch Gemüse esse. Warum immer dieses entweder – oder? Mal abgesehen vom Rosenkohl (ich hasse ihn…) würde ich alles essen. Entweder als eigenständiges Gericht, oder auch als Beilage zu Fleisch. Auf jeden Fall sind ein paar gute Inspirationen dabei.

  • Pius Tschirky sagt:

    Echt toll ungeachtet der Fleischmeckerer!

  • Katharina I sagt:

    Ich vermisse das Fleisch in den Rezepten. Ausserdem die Eier. Aber als Beilagen sind das gute Ideen!

  • Martina sagt:

    Das Erste, die Rüebli, sieht speziell aus. Und einfach. Das werde ich irgendwann probieren.

  • Bernhard Schlegel sagt:

    Das erste Mal, dass mir dieser Blog keinen Appetit macht…

    • Christian sagt:

      Waaaas???!! Für mich total unverständlich..

      • janette sagt:

        Für eine Beilage als eine Geschmackswonne echt super!
        Wer sich mit einer speziellen Ernährung, z.B. vegan, soll sich mal darum interessieren woher diese Nahrungsmittel kommen und wer da ausgbeutet wird. Wenn ich den Küchenschrank eines Veganers anschaue, dann graut es mir. Die halbe Welt ist dort eingeordnet.

  • Matthias sagt:

    …schon alleine die Farben! so macht kochen und essen Spass. Danke für die Inspiration.

  • Astrid Ott sagt:

    Endlich, so wunderbare und schöne Rezepte die zur Nachahmung verleiten.
    Endlich auch ohne Fleisch . Vielen lieben Dank

  • Ri Kauf sagt:

    Mmmmmmmh! Frau Kohler, wie wunderbar gluschtig ist das alles! DANKE!
    Eine kleine Anmerkung für die , die es eilig habe und nicht 20 Minuten warten wollen: ich mache das ähnlich mit dem Gemüse in der Bratpfanne (beschichtet). Schmeckt etwas anders , ist aber auch lecker und geht schneller. Vor allem wenn man das Gemüse ganz klein schneidet.

  • Anna sagt:

    Sieht alles wuuuuunderbar und mega fein aus!! Danke! Die Randenpasta wird heute Abend ausprobiert :)

  • Zora sagt:

    Darauf habe ich gewartet – GROSSES DANKESCHÖN!!!

  • Albert Gabriel sagt:

    Ich warte auf die Kommentare, die sich darüber beklagen, dass es kein Fleisch in den Rezepten gibt. Oder gibt es diese nur in den umgekehrten Fällen?

Kommentar

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