Ein Winternachtstraum

Das Schlafzimmer ist im Winter ein wichtiger Rückzugsort. Diese Ideen machen es noch begehrenswerter.

Im Schlafzimmer wohnen

Hotelzimmer sind die besten Beispiele dafür, wie man ein Schlafzimmer in einen wohnlichen Rückzugsort verwandeln kann. Dieses fantastische Exemplar aus der Londoner Artist Residence zeigt eine moderne Version der alten Welt. Denn in dieser mietete man sich in Hotels ein, wie wir das heute in Wohnungen tun. So bieten denn solche Hotelräume viel mehr als bloss eine Schlafgelegenheit in einer anderen Stadt. Und genau das können wir auch zu Hause umsetzen. Dafür stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Befindet sich das Schlafzimmer wirklich im richtigen Zimmer? 
  • Lohnt es sich nicht, diesen Raum auch tagsüber bewohnbar zu machen?
  • Brauche ich tatsächlich bloss eine riesengrosse Schrankwand und ein Bett in diesem Zimmer? 

Je nach Antworten ist vielleicht eine kleine Zügelaktion angesagt. Das Schlafzimmer wird eventuell in einem grösseren Zimmer neu eingerichtet, dafür wandert vielleicht das Arbeitszimmer in den kleinsten Raum, und die Schrankwand bleibt drin. Ins neue Schlafzimmer ziehen kleine Sitzmöbel, hübsche Einzelschränke und antike Kommoden, Frühstückstischchen, Bücherregale, Bilder, Vorhänge, Teppiche …

Weihnachtsstimmung

Und wenn Sie gerade dran sind, alles schön, gemütlich und begehrenswert zu machen, dann bringen Sie gleich noch Weihnachtsstimmung in den oft vergessenen Raum. Ein paar Lichtchen, Kerzen, Tannengrün oder gar ein kleiner Weihnachtsbaum tun auch dem Schlafzimmer gut und sorgen für eine ganz besondere Verwöhnatmosphäre. (Bild über: Grace upon Grace)

Mitternachtsspaghetti

Im Hotel bestellen wir uns schon mal das Dinner ins Zimmer. Es hat etwas besonders Intimes, an einem kleinen Tischchen mit Kerzenlicht ein feines Abendessen zu geniessen. Dabei fühlt man sich ganz zu Hause und doch irgendwie im Restaurant. Diesen kleinen Luxus kann man sich auch daheim gönnen. Der einzige kleine Unterschied ist, man muss das Mitternachtsfest selbst kochen und servieren. Dafür eignen sich Spaghetti carbonara bestens. Diese haben alle Zutaten eines guten Frühstücks, sind schnell zubereitet und vermitteln immer ein wohliges Gefühl. (Bild: Saveur)

Zutaten für 2 Personen:

Zubereitung:

300 g Spaghetti

Olivenöl

150 g magere Speckwürfeli

3 Eier

2 Eigelb

1 Knoblauchzehe

50 g frisch geriebener Parmesan

50 g frisch geriebener Pecorino

Salz und Pfeffer

Die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen, die Knoblauchzehe ein wenig zerdrücken, die Speckwürfeli und den Knoblauch in wenig Olivenöl anbraten, darauf achten, dass der Knoblauch nicht braun wird, den Knoblauch wieder herausnehmen, den Speck warm stellen, in einer kleinen Schüssel die Eier und 2/3 des Käses verrühren. Die Spaghetti mit einer Zange aus dem heissen Wasser nehmen, mit dem Speck vermischen, es darf ruhig ein wenig Teigwarenwasser mitkommen, von der Kochplatte nehmen und die Eigelbmischung darunterrühren. Falls die Mischung zu trocken ist, ein wenig zusätzliches Teigwarenwasser dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem übrigen Käse bestreuen.

Die ganze Welt an der Wand

Zum Erschaffen eines kleine Reiches braucht es mehr als Möbel. Kreieren Sie sich zum Beispiel mithilfe eines Moodboards eine ganze Welt. Erst kürzlich war ich bei meinen Eltern auf Besuch, und wir haben über das Leben, das Erreichte, das Unerreichte, das Geld und dessen Bedeutung philosophiert. Ich persönlich finde, dass es viel zum Glück beiträgt, zufrieden zu sein mit dem, was man hat, und das Allerbeste damit herauszuholen. Auch, dass Schönheit und Stil viel bedeutender sind als Geld und sogenannter Luxus. Man muss nicht alles besitzen. Ich habe mir immer damit ausgeholfen, dass ich alles, was ich liebe, schön finde und vielleicht auch gerne hätte, ausgeschnitten habe. Früher habe ich es in Bücher geklebt, jetzt sammle ich vieles online. Nicht selten landen solche Träume übrigens als Anregungen auf Sweet Home. Solche Wünsche und Inspirationen können aber auch eine Wand zieren – und die Wände im Schlafzimmer, dem persönlichsten Raum, eignen sich dafür besonders gut. (Bild vom Blog By Tezza)

Ein Künstlertraum

Manchmal genügt auch bloss ein Bild im Schlafzimmer, und die Welt dazu kreiert man mit der Einrichtung. So mahnt mich dieses Schlafzimmer an ein Künstlerrefugium. Der Kontrast von Kargheit und Üppigkeit hat einen besonderen Reiz. (Das Bild an der Wand gibt es bei Anewall)

Inspirationsraum

Bücher und Schlafzimmer gehören einfach zusammen. Meine vielen Bücher haben keinen Platz auf dem Nachttischchen, da türmen sich nur die, in denen ich gerade lese oder schmökere. Jene, die ich noch lesen will, sammle ich in einem grossen Korb daneben. Aber nicht nur Bücher geben Inspiration, auch Kunst und persönliche Dinge sind wichtig im Schlafzimmer. Und davon ist ganz viel auf diesem kleinen Nachttisch gesammelt. Sehr schön auf diesem Bild, entdeckt auf dem Blog A Victorian Ruralist, ist das Wollkleid des Bettes. Es hat nämlich nicht nur eine winterlich warme Wolldecke bekommen, sondern auch edle Zierkissen aus Wolle.

Lesestunden

Geniessen Sie Ihre Lesestunden unter weichen, warmen Decken und gönnen Sie sich dabei Lichterzauber, feinen Tee und kleine Köstlichkeiten. (alles von Ikea)

Meine persönliche, kleine Leseliste für solch gemütliche Wintertage im Bett: 

Banana-Pancakes

Höchste Zeit für ein gemütliches «Brinner». Zu meinen Lieblingen dafür gehören Banana-Pancakes. In meiner Jungend und Clubzeit in New York waren Sie jeweils der krönende Abschluss einer durchtanzten Nacht. Nun sind die üppigen Kuchen, die ich in einem kleinen Café Namens Night Owl kennen gelernt habe, Teil unserer Verwöhn-Wohlfühlküche. (Bild über: Audicus)

Zutaten für 12 kleine Pfannkuchen:

Zubereitung:

1 Tasse Weissmehl

1 EL Zucker

1 Packung Backpulver

1 Prise Salz

1 Tasse Milch

1 Ei

1 EL zerlassene Butter

Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Milch, Butter und Ei verrühren, beigeben und alles gut mischen. In einer Bratpfanne mit wenig Öl die Pfannkuchen beidseitig goldbraun braten. Pro Pfannkuchen jeweils 3 EL Teig nehmen. Im Backofen warm stellen. Mit Ahornsirup, gerösteten Walnusskernen und frischen Bananenscheiben servieren. Die Bananen können auch mitgekocht werden. Dafür die eine Seite des Pfannkuchens anbraten. Die Banananscheiben auf der noch weichen Teigseite verteilen, etwas hineindrücken. Den Kuchen kehren und die Fruchtseite anbraten.

Wie auf Wolken

Kissenberge und warme weiche Decken machen aus jedem Bett eine wunderbare, einladenden Wolke. Kreieren Sie mit der Wahl unterschiedlicher Kissen eine Art Collage. Denn mit verschiedenen Mustern und Farben entsteht ein neues Ganzes. (Bild über: Un chicle en mi tacón)

Glamour kann man nie genug haben

Auch Glamour ist ein wichtiger Bestandteil eines edlen, wohnlichen, sinnlichen Schlafzimmers. Und hier, auf dem Bild, entdeckt auf dem Blog The Decorista, ist dieser besonders chic inszeniert. Die Zutaten dafür sind rosafarbene Satinbettwäsche, Kissen mit Marmormuster, Falschpelzkissen und eine weiche Falschpelzdecke für das Bett, ein grosses, mit schwarzer Seide bespanntes Kopfende, ein Nachttischchen aus Messing, eine edle Leuchte und frische Blumen. 

Schnelle Nachtnudeln

Gönnen Sie sich schnell ein kleines, glamouröses Mitternachtsfest mit diesen Nudeln mit Spinat und Lachs. (Bild über: Weheartit)
Und so gehts:
Nudeln al dente kochen. Geben Sie Olivenöl mit einer Knoblauchzehe und einem halben Peperoncino in eine grosse Pfanne. Erhitzen und, wenn der Knoblauch duftet, den Spinat dazugeben. Den Deckel auf die Pfanne geben und gut schütteln, damit der Knoblauch nicht anbrennt. Wenn der Spinat zusammenfällt, abgiessen, Knoblauch und Peperoncino wieder herausnehmen, salzen und mit Ziegenfrischkäse unter die Nudeln mischen. Nun können Sie ein bisschen Zitronensaft und Rauchlachsstücke unter die Nudeln mischen. 
Credits: 

Blogs, Foodblogs und Magazine: Weheartit, The DecoristaUn chicle en mi tacón, Audicus, A Victorian Ruralist, By Tezza, Saver, Grace upon Grace
Shops und Kollektionen: Ikea, Anewall
Hotel:  Londoner Artist Residence

5 Kommentare zu «Ein Winternachtstraum»

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    wenn man genügend trinkt ists piepegal wie das schlafzimmer ausschaut.

  • luna sagt:

    …’magere Speckwürfeli‘ für die Mitternachts-Spaghetti… selten so gelacht :))

  • Salome sagt:

    Mein Lieblingssatz aus dem Text von Bild Nr. 4: Ich persönlich finde, dass es viel zum Glück beiträgt, zufrieden zu sein mit dem was man hat, und das Allerbeste damit herauszuholen. Das Gefühl für Schönheit und Stil kann man sich mit Geld sowieso nicht kaufen.

  • filosof sagt:

    Bild 1, ganz oben: Bravo, so ists richtig! Ich hasse Schlafzimmer, die wie Schlafzimmer aussehen, womöglich noch mit säuerlichem Mief an den Wänden. Wir haben unser Schlafzimmer schon immer wie ein Studio eingerichtet, teils Wohnzimmer, teils Arbeitsplatz, teils Schlafzimmer. Besucher fanden es immer sehr gemütlich. Türe steht immer offen (Luftzirkulation), wie auch alle anderen Räume in der Wohnung. Die riesigen Kleiderschränke haben wir auch verbannt, nie wieder. Statt dessen alles, was knitterfrei ist, säuberlich auf schönem Regal, der kleine Rest hängt an einer kurzen Stange zwischen Wand und Regal.

  • Ri Kauf sagt:

    Ich habe früher auch alles Schöne aus Heften aufgeschnitten und in Bücher geklebt…Ich hab sie immer noch. UND ich sammle sie auch heute noch: habe auf dem Compi einen Ordner mit den entsprechenden Bildern – auch solche von Sweet Home……(lustig, nicht?)

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