Ein Haus aus der Boutique

Klein und fein im Design: In dieser kleinen Hütte aus Japan lässt sich wunderbar leben.

Design und Architektur: Muji

Muji ist eine Boutiquekette aus Japan, die es in den meisten grossen Städten der Welt gibt. Das Angebot ist nicht glamourös oder besonders kokett, sondern praktisch, schön und ohne Labels – typisch japanisch understated halt. Man kann vom gut geschnittenen dunkelblauen T-Shirt über die perfekten Reiseutensilien oder schönen Zahnbürsten bis zu Möbel und Hauspantoffeln alles kaufen, was das stilvolle, urbane Herz höher schlagen lässt. Und jetzt bietet Muji sogar ein kleines Haus an.

Nach dem gleichen Prinzip wie alle anderen Artikel aus den Muji-Läden zeigt auch die «Muji-Hut» ein einfaches und reduziertes Design. Sie steht auf einem soliden Fundament. Die schwarze Holzfassade ist nach traditionellem Schiffbauhandwerk entstanden. Das japanische Zedernholz wird dabei gebrannt und geölt, was die Fassade sehr resistent macht. 

Der Innenausbau ist mit roh belassenem Holz ausgestattet und hat glatte, robuste Steinböden.

Das Einzimmerhaus verfügt über eine grosse Schiebetüre. Es hat auch eine kleine bedachte Veranda und einen gemütlichen Holzofen. 

Ein kleines Fenster in der Wand, die der Glastüre gegenüberliegt, sorgt dafür, dass schönes Licht einfällt und das Haus gut durchlüftet werden kann. 

Das hübsche kleine Haus, das man zum Beispiel im Garten aufstellen kann, gibt es ab diesem Herbst zu kaufen – aber leider nur in Japan. Es kostet 3’000’000 Yen, also etwa 26’500 Franken.

8 Kommentare zu «Ein Haus aus der Boutique»

  • Peter sagt:

    Gibt es Storen oder wenigstens Vorhänge, damit man erstens den Lichteinfall bei Bedarf vermindern und zweitens für Privatsphäre mal die Aussenwelt abschirmen kann? Wo kann man in dem Ding kochen, essen etc.? Wirklich praktisch ist das Teil IMHO nicht.

  • Claude sagt:

    Kleiderwaschen,Bügeln,Duschen,Zähneputzen, Backen, Kochen,Essen , alles auswärts, das ist ein sehr offenes Schlafzimmer, mehr nicht.Ich suche zwar ne neue Wohnung, müsste aber 3 von den teilen aufstellen,und komplett umgestalten um Grundbedürfnisse zu decken. Leben sieht halt einfach anders aus. Zumindest für die Menschen, die ich so kenne.

  • Georg sagt:

    Stilles Örtchen? Ein Nachthafen genügt.
    Ein Bad? Ein Krug frisches Waser und eine Schüssel reicht doch.
    Elektrisches Licht? Eine Kerze ist doch romantischer.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Hübsch anzusehen, aber völlig unausgegoren und nicht einmal als gescheites Gästezimmer zu gebrauchen, weil ein WC mit Dusche fehlt. Bei Nacht im Winter in Freie zu müssen, weil man muss, um ein WC aufzusuchen ist heute nicht mehr alltagstauglich. Ich frage mich was es bringen soll, solche Designerfürze hochzujubeln. Gut konzipierte , nach hohen Qualitäts- und Energiestandards gebaute Kleinsthäuser, die in der Praxis wirklich dauerhaft bewohnbare sind, werden auch von innovativen Schweizer Holzbauunternehmen angeboten, z.B. von Renngli Holz in Sursee. Sie sind allerdings etwas grösser und deutlich teuer als das Designerkistchen aus Japan.

  • clbr sagt:

    Wo ist der Raum, um Kleider zu versorgen? Das Klo, die Dusche? Ansonsten ist es sehr hübsch, würde ich mir sofort zulegen, wenn es in der Schweiz zugelassen wäre (was ich mir kaum vorstellen kann). Bei den hiesigen Boden- und Mietpreisen wäre das echt innovativ! Einzig die Heizung, so gerne ich Holzheizungen habe, hätte ich emissionsbedingt meine Bedenken.

  • Katrin sagt:

    Und wo ist das stille Örtchen und die Küche ????

  • casabina sagt:

    Innenraum ist schön gestaltet, aber da gibt es überhaupt keinen Rückzugsort. Man liegt dort wie auf dem Präsentierteller. Nicht schön!

  • Karl-Heinz sagt:

    Die Idee find ich richtig gut. Fürs Altenteil würde mir das genügen, es hat keine Treppen. Und die Heizung könnte für einen sanften Übergang beitragen.
    Ein kleines Bad zum Ausklappen wäre noch nicht schlecht.

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