Ein Hochhaus im Wald

Meist sind Hochhäuser der Inbegriff von moderner urbaner Architektur – aber nicht immer.

Architektur: Andersson Wise Architects

Ein Hochhaus kann klein sein, mitten in den Bäumen stehen und als gemütliches Ferienhaus dienen. Das Haus, das die amerikanischen Architekten Andersson Wise gebaut haben, zeigt, dass hochragende Häuser durchaus auch mitten in die Natur passen.

Am Highlandsee Lake Travis in der Nähe von Austin, Texas, steht eine Gruppe von kleinen Kalksteinhäusern aus den Dreissigerjahren. Die Besitzer eines dieser Sommerhäuser entschieden sich, zur Erweiterung ein separates Haus zu bauen. Entstanden ist es anstelle eines An- oder Umbaus. 

Fast wie eine alte Burg oder ein Baumhaus: Das kleine Hochhaus bietet einen Ausblick über die Baumkronen auf den See.  

Die Schlafzimmer sind praktisch, aber mit einer schlichten Midcentury-Eleganz eingerichtet und bieten eine fantastische Seesicht.

Das Turmhaus, vornehmlich aus Holz gebaut, hat zwei Schlafzimmer auf zwei Stockwerken und eine Terrasse. Die Terrasse ist mit einer Küche verbunden und bietet Platz zum Essen und Entspannen.

Das kleine Hochhaus ist nun eine Art Turm, der unabhängig neben dem Haupthaus steht und Platz für mehr Schlafzimmer bietet. Und das erst noch mit einem kleinen Grundriss.

9 Kommentare zu «Ein Hochhaus im Wald»

  • Ri Kauf sagt:

    Ich finde dieses Haus absolut der Hammer! Ich nehm’s ! SO schön einfach! Super!

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Das Haus ähnelt einem Hochsitz, wie sie für Jäger_innen aufgestellt werden. Bei uns gäbe es definitiv keinen Baubewilligung für ein Haus im Wald!

  • F.Süss sagt:

    Einfach zur Klarstellung, liebe Frau Kohler: Als Hochhaus gilt ein Gebäude in Deutschland über 22m und in der Schweiz über 25m Höhe über Gelände. Dann gelten beim Bau andere Vorschriften, wie z.B. zusätzliche Brandschutzvorkehrungen etc.
    Was hier vorgestellt wird, ist definitiv kein „Hochhaus“ (sonst würde ich auch in einem Hochhaus leben).

  • Ursus sagt:

    Ein interessantes Konzept, welches erst noch sympathisch zur Ladschaft passt.
    Was auffällt: Es braucht nicht grosse Wohnzimmer und riesige, sterile Designerküchen und 3 Nasszellen, um schön und gediegen zu wohnen. Ein weinig Bescheidenheit täte gerade der schweizer Architekturszene gut. Aber hiesige Bauherren und Architekten kommen offenbar nicht über das „weisse-Legoklötzli“ Standarddesign hinaus. Mir graust es immer wider vor den verschandelten Ortsrändern des Mittellandes.
    Mehr Holz, weniger Grundfläche, mehr grün und mehr Bäume (wenn’s denn nach mir ginge).

    • loulou55 sagt:

      Die Frage ist, ob sich der durchschnittliche CH-Eigenheimanwärter mit „ein wenig Bescheidenheit“ zufrieden geben würde.
      Bleibt zu erwähnen, dass es sich hier im sogenannte „Sommerhäuser“ handelt, also ein Ferienhaus.
      Ich finde das Haus aber „so oder so“ gut gelungen.

  • alexander sagt:

    …in die höhe bauen wär ja auch in der schweiz notwendig… aber sowas schönes wird hier wohl nie bewilligt werden…

  • Oliver sagt:

    Eine gestapelte Zweizimmerwohung ohne Bad. Oder eine Einzimmerwohnung, wo aus der Küche das Schlafzimmer gemacht wurde und die Küche nun auf dem Balkon ist. Es ist ein zweistöckiges Häuschen mit einer gedeckten Dachterrasse, dass in einer W3 oder gar W2 Einfamilienhaus-Siedlung gebaut werden könnte. Das Bekloppte daran ist, dass es pro Stock nur ein Zimmerchen hat, wobei die Küche im Freien auf der Dachterasse ist und das Treppenhaus einen Drittel der Fläche einnimmt.

    • loulou55 sagt:

      1. Es ist ein „Sommerhaus“ also ein Zweithaus resp. Ferienhaus.
      2. Man sieht es nicht, aber denke sehr wohl, dass WC/Bad vorhanden sind.
      3. Da sie niemand zwingt dort zu wohnen, relaxen sie…
      NB.
      4. Hier auf den Philippinen würden sich locker 20 Personen so ein Haus teil und wären überglücklich, ob soviel Luxus.

Kommentar

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