Japandi statt Skandi

Der Wohntrend-Überflieger aus Skandinavien muss dem raffinierten Japan-Look Platz machen. Hier die Unterschiede.

Ein bisschen wie in Japan

Ganz klar, in der Schweiz war der Skandichic ein Riesenhit. Doch nun ist es genug damit – oder doch nicht ganz? Es scheint fast so, denn der schlichte, reduzierte Wohnstil mit viel Holz und wenigen Farben verändert sich kaum. Alles wirkt raffinierter und nennt sich neu Japandi. Wie der Name sagt, schaut man dabei nach Japan. Hier ein Beispiel von Ikea, das schön zeigt, wie dieser Wohnstil bei uns aussehen könnte. 

Same, same – but different

Zum Japandi-Wohnstil gehören auch Keramik und Holz, aber die Wohnaccessoires sehen jetzt gepflegter aus und erinnern in ihrer Art an das ländliche Japan – alles von AM PM.

Die kleinen Unterschiede

Pflegte man im Skandichic eher Gerstensäfte und Weizengras-Smoothies zu trinken, so geniesst man zum Japandi-Look Tee. Aus formstarken japanischen Krügen und kleinen Trinkschälchen. (Bild über: Planete deco)

Es wird dunkler

Im Scandi-Look ist alles hell und es werden nicht selten Pastelltöne dazu kombiniert. Im neuen, japanisch inspirierten Wohnstil hat auch dunkles Holz Platz. Sehr schön wird dieses hier bei Broste mit heller, schlichter Keramik kombiniert. 

Urchig und elegant

War der Scandichic eher jugendlich und ein bisschen improvisiert, spielt die Eleganz bei Japandi eine wichtige Rolle. Der fast religiöse Bezug der Japaner zur Schönheit lässt im Einfachen die Eleganz und Raffinesse entstehen. Umgesetzt im Alltag könnte dies so aussehen: furchige Küchenutensilien zum Brauchen und edle Fotografie zum Geniessen. (Bild über: 2bandco)

Ziemlich clever!

Selbstverständlich fehlt es den Skandinaviern nicht an guten Ideen und tollen Stücken für den neuen Japandi-Stil. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Hochbox von Ferm Living, in der Pflanzen Platz hätten, die aber auch Bücher stilvoll schluckt und dank Aufsatz Ausstellungsplatz für Hübsches bietet. (Bild über: Elisabeth Heier)

Tiefgänger

In Japan findet viel Wohnen am Boden statt. So zeigen sich die neuen Möbel, die mit dem Japandi-Look liebäugeln, niedrig und bodennah. Selbstverständlich spielen auch Teppiche, Matten und dünne Matratzen wieder eine wichtige Rolle. (Bild über: Planete deco)

Neue Tischzeremonie

Mix & Match gilt immer noch, doch man mischt eher Ähnliches und Verwandtes zusammen. So sind im Geschirrbereich Schalen aller Art wichtig. Sie zeigen sich aber mit Vorliebe uni, glänzend, dünn und sehr schlicht, wie dieses Beispiel von Broste zeigt.

Die Schönheit des Einfachen

Der Japandi-Look öffnet auch die Augen für kleine Dinge. So entdecken wir wieder die Schönheit der einfachen Dinge – hier sind es formschöne Holzkellen von HK Living.

Landidylle

Der japanisch inspirierte Wohnstil schaut nicht nach Tokio oder Richtung poppiger Manga. Es geht hier auch nicht um Kirschblütenromantik, sondern um das einfache Leben auf dem Land. Da passen diese schlichten Körbe und Holzleitern von Tine K. Home prima. 

Credits: 

Shops und Kollektionen: Tine K. HomeHK LivingBrosteAM PM, Ikea
Blogs und Magazine: Planete decoElisabeth Heier2bandco

1 Kommentar zu «Japandi statt Skandi»

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.