Artsy – der coolste Wohntrend

Bilder, Vasen und überall Bücher: Kunst und Kultur sind so trendy, dass sie sogar die neueste Wohnkultur prägen.

Kunst belebt die Wohnung und macht sie frisch, persönlich und – «very artsy»! Das Schönste an diesem Wohntrend ist, dass es sich gerade nicht um eine Aufforderung der Möbelindustrie handelt, möglichst alles fix und fertig und vorgedacht zu kaufen. Artsy ist ein individueller Trend, den jeder auf seine Art umsetzt. Die Freude an der Kunst lockt die Menschen zudem öfter aus ihren vier Wänden heraus – für Vernissagen, Ausstellungen und zu Atelierbesuche. Kunst öffnet die Augen und sie ist, wie Picasso einst so schön sagte, «dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen». Spielerisch umgesetzt wird dieser Wohnstil zum Beispiel im neuen Interio-Katalog.

Artsy ist auch der neue Ausdruck für Kultur in der Wohnung. Dazu gehören nicht nur Kunstobjekte, sondern auch die Freude an guten Büchern, an schönen Magazinen, an Bildern, Zeichnungen, Musik und Dingen aus der Natur. All das ist auf diesem Interiorbild der holländischen Kollektion HK Living wunderschön inszeniert.

Klar kann man auch Familienfotos und hübsche Väschen zwischen die Bücher aufs Regal stellen. Doch die kleine Skulptur, die afrikanische Vase oder das archäologische Fundstück sind Zeichen dafür, dass die eigene kleine Wohnwelt gerne ein bisschen über den Regelrand hinauswachsen darf. (Bild über: Alexander White)

Beim Artsy-Wohnstil spielt die Kunst eine wichtige, aber keine aufdringliche Rolle. Sie wird nicht beleuchtet, auf den grossen Sockel gestellt oder in die Vitrine gesteckt, sondern sie ist einfach da, mittendrin. Bei der Wahl von Möbeln und Accessoires ist die Liebe zum Handwerk, zu Folklore und zu starken, schlichten Formen von grosser Bedeutung. (Bild über: Becki Owens)

Gutes Design, vor allem solches, das noch original aus der entsprechenden Zeit stammt, wird heute zum Teil wie Kunst gehandelt. Wohnen und Kunst sind schon länger sehr nahe zusammengerückt. Ein Beispiel dafür sind Messen wie die Design Miami Basel, wo Galerien Antiquitäten und Design als wertvolle Sammlerstücke zum Verkauf anpreisen. In einem Artsy-Haushalt finden Sie nicht selten überall Bücherstapel. Bücher sind nämlich wie gute Freunde, die man ständig um sich herum haben möchte. (Bild über: Coco Kelley)

Printmedien erleben gerade einen grossen Wandel. Jeder Wandel lässt auch Neues entstehen. So gibt es viele neue spannende Zeitschriften im Kultur-, Mode- und Kunstbereich. Solche Magazine werden natürlich in Artsy-Wohnungen wie Bücher gehegt, ausgestellt und chic gestapelt. (Bild über: Room soul)

Tipp: Eine grosse Auswahl an neuen edlen Magazinen finden Sie in Zürich an guten Kiosken und online bei Print Matters

Alt und neu leben in einer Artsy-Wohnung ganz gut zusammen. Wer sich für Schönheit interessiert, der wählt eher einzelne Stücke oder kleine Serien anstatt den fixfertig durchdachten Einrichtungsstil. (Bild über:  Apartment 34)

Kunst und gutes Design verstanden sich schon immer gut. Die Schweizer Vasen von Linck wirken wie kleine Skulpturen: stark, formal interessant und mehr als blosse Dekoration.

Wer Artsy mag, ist oft auch selbst kreativ. Richten Sie sich auf jeden Fall einen kleinen Platz ein, an dem Sie Ihre Ideen ausleben, sich inspirieren und herumwerkeln können. Alles, ausser Kunst und Bücher ist von Interio.

Selbstverständlich kann man Kunst auch online kaufen. Diesen tollen Print etwa gibt es im Poster Club.

Mittendrin und ein Teil des Alltags: Das ist Devise in Sachen Kunst im neuen Artsy-Wohnstil. So wird das Auge zwar geschickt auf Bilder und Skulpturen gelenkt. Diese werden am besten zwischen den Möbeln und den Wohnaccessoires platziert, damit sie nicht wie im Museum wirken. (Bild über: Desire to inspire)

Bücher, Magazine und hübsche Dinge brauchen ihren Platz. So steht in diesem Schlafzimmer – entdeckt auf dem Blog Coco Lapine Design – kein Nachttischchen, sondern ein breiter Couchtisch, der Boxen und Bücherstapel umarmt und Platz für schöne Stillleben bietet.  

Auch hier dient ein schöner grösserer Beistelltisch als kleine Bibliothek mit inspirierenden Gutenachtgeschichten. (Bild über: La Dolce Vita Blog)

Wer im Artsy-Stil wohnt, ist meist auch ein Jäger und Sammler. Die vielen Beutestücke finden den schönsten Platz auf Regalen und in hübschen Vitrinenschränken aus Holz – alles von HK Living.

Machen Sie den Couchtisch zum lebendigen Kulturplatz. Stapeln Sie jeweils Ihre Lieblingsbücher und bereichern Sie diese mit Fundstücken. Tablets eignen sich wunderbar, um Dinge auf praktische und schöne Art zusammenzuhalten. (Bild über: Homedecorbuzz)

Inspirationen zum Artsy-Wohnstil sind natürlich auch die Ateliers und Wohnungen von Künstlern und Bohemiens. Skizzen, Fotos und kunstvolle Keramik gehören dazu. Da machen sich diese inspirierenden und dekorativen Vasen und Töpfe von Madam Stoltz besonders gut. 

Zum Abschluss noch eine schöne, kleine Regalgeschichte: Tiefe Regale sind attraktive und vielseitige Mitbewohner. Sie können in der Nähe von grossen Fensterfronten aufgestellt werden, aber auch neben oder hinter Sofas Platz nehmen. Und sie bieten den besten Platz für schöne Dinge, Kunst, Pflanzen und Tischleuchten. Regal von Interio.

Entdecken Sie hier noch mehr Ideen für tiefe Regale

Credits und Links: 

Shops und Kollektionen: InterioMadam Stoltz, HK Living
Blogs und Magazine: HomedecorbuzzLa Dolce Vita Blog, Coco Lapine Design, Desire to inspire,  Apartment 34Coco Kelley
Interior Design: Becki Owens
Immobilien-Agenturen: Alexander White
Bilder online: The Poster Club, Maison Alice
Keramik: Link, Kähler
Sweet-Home-Geschichten zum Thema: Attraktive Tiefgänger

 

7 Kommentare zu «Artsy – der coolste Wohntrend»

  • Ursa sagt:

    Artsy Hihihi. Ich glaube fast alle Ü60er pflegen diesen einrichtungsstil; zumindest in meinem bekanntenkreis. Die möbel-bücher- kunst-summe und essenz eines gelebten lebens. Da muss nichts im katalog neu bestellt werden. Diese einrichtungsart wächst „natürlich“ und wiederspiegelt geschmack und persönlichkeit des wohnenden.

  • Barbara Grohé sagt:

    Bin seit 30 Jahren in dieser Art eingerichtet. Schön sich mit schönen Dingen, Bildern, Büchern und Pflanzen zu umgeben. Und jetzt weiss ich nun auch wie das heisst! Danke für die Aufklärung :)

  • Widerspenstige sagt:

    Danke für diese Einblicke, liebe Marianne Kohler! Dieser Wohnstil beflügelt
    meinen kreativen Geist und ich staple gerne meine Lieblingsbücher neben dem Bett als Gute-Nacht-Geschichte oder auch als schnellen Zugriff in schlaflosen Nächten. Klar erfüllen zahlreiche Büchergestelle ihren Zweck als Erinnerungshort diversen Krimskrams. Bücher sind Muse oder was auch immer der Titel inhaltlich verspricht. Besonders Kunstbücher mit ihren kostbaren Umschlägen liegen gerne auch auf dem Clubtisch in der Sitzecke und finden Anklang bei Besuchern. Wer kaum Zeit findet für Galeriebesuche, findet Inspiration beim entspannten Blättern während ich in der Küche letzte Vorbereitungen für das Essen treffe. Und ja, Musikinstrumente wie auch schön gerahmte Bilder dürfen mehr Präsenz bekommen …

  • Marina sagt:

    Wirklich belesene Menschen (das sind diejenigen, die all die Bücher auch lesen, die sie haben…) betrachten diese nicht als Wohnaccessoires.

  • Peter Kobelt sagt:

    Man muss kein Staub-Phobiker zu sein um die Verklärung einer gewissen Unordnung nicht grandios zu finden. Kunst und Kunsthandwerk gehört aufgestellt, solange der Platz und Menge dies erlauben. Bücher gelesen und griffbereit. Keine Frage! Weshalb jedoch nicht vorhandene Bücherregale resp. eine ordentliche Bibliothek besonders praktisch oder chic sein soll, entzieht sich mir. Unpraktisch ist es ausserdem. Wer baut schon einen ganzen Bücherstapel ab um ein Buch zu lesen? Von daher vermute ich, dienen die Bücherstapel mehr einem gewissen Prestige. Seht her, wie belesen ich bin. Bücher zu kaufen und auszustellen ist eines. Sie zu lesen oder bearbeiten was anderes.

    • ABCDEFG sagt:

      Das mit den Büchern sehe ich auch so: Meine stehen in derweil mehreren Regalen, schön nach Thematik und Alphabet geordnet, einzeln entnehmbar: sie sind nicht Prestigestücke, sondern Arbeitsmittel. Außerhalb der Regale findet sich nur das, was noch nicht durchgearbeitet ist, und ich bemühe mich (manchmal auch vergeblich), diese Haufen nicht anwachsen zu lassen. Kunst (eher für den kleinen Geldbeutel, aber immer mit Bezug zur eigenen Biografie), Handarbeiten, wie es gerade passt, an den Wänden, aber nicht zu viel. Ob jemand wirklich liest, erkennt man übrigens oft auch an entsprechenden oder fehlenden bequemen Sitzgelegenheiten sowie an an der Beleuchtung. Und Freiraum zwischen dem Inventar ist wichtig, das fördert die Konzentration und geht auch in der kleinen Wohnung.

  • Bufi sagt:

    Aha! Artsy… ! Jetzt hat mein Einrichtungsstil also auch endlich einen Namen. Danke liebe Frau Kohler. Ich bin mal gespannt wie lange es dauert bis ein Staub-Phobiker diesen Post wieder in den Dreck bzw. in den Staub zieht :)

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