Die 10 Gebote der Kochkunst

Gut einkaufen, viel Übung und Zeit: So werden Ihre Gerichte besser und spannender.

1 — Kaufen Sie die besten Zutaten

Nur mit guten, frischen Zutaten entsteht ein gutes Gericht. Dabei müssen es nicht Delikatessen sein. Das beste Beispiel dafür ist die einfache italienische Küche: schmackhafte Tomaten, duftender Basilikum, edles Olivenöl und schon entstehen herrliche Gerichte wie Spaghetti, Pizza oder Salat. (Bild über: Forever wondering)

2 — Kochen Sie so oft es geht

Auch in der Küche gilt der Vorsatz «Übung macht den Meister». Kochen Sie also so oft es geht. Bereiten Sie, auch wenn Sie müde oder alleine sind, immer eine kleine, schnelle Mahlzeit mit Liebe und Geduld zu. Das können so einfache Gerichte sein wie Pasta mit Knoblauch und Peperoncino, eine schnelle Polenta mit frischem Gemüse oder ein Rührei mit Kräutern und Feta. Etwas Gutes zu kochen ist auch eine meditative, entspannende und erfüllende Tätigkeit. (Bild über: Bread and olives)

Entdecken Sie hier ein herrliches Rezept für Spaghetti Carbonara.

3 — Kochen Sie das, was Sie lieben

Um ein besserer Koch oder eine bessere Köchin zu werden, müssen Sie sich nicht gleich in ein angesagtes Kochbuch vertiefen und ein Gericht nachkochen, das hübsch aussieht auf dem Foto. Kochen Sie das, was Sie kennen und lieben. Und perfektionieren Sie diese Gerichte. Erst dann sollten Sie sich langsam in andere Sphären vorwagen. (Bild: Ma fourchette)

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4 — Kopieren Sie

Schauen Sie, wann immer Sie die Gelegenheit haben, Freunden und Familie beim Kochen zu. Auch von Kochsendungen und Kochvideos kann man viel lernen. Werden Sie auch mutiger. Wenn Sie guten Köchen zuschauen, sehen Sie, dass diese oft mehr salzen als Sie, die Pfanne ein wenig mehr raucht als die Ihre oder die Butter wirklich braun wird. Profis kennen natürlich die Grenzen genau und wissen, was es braucht, damit ein Gericht einzigartig und gut schmeckt. Nur: Wer es nie versucht, der findet es auch nie heraus. (Bild über: EZ Home Cooking)

Entdecken Sie die Küche von Jamie Oliver.

5 — Geben Sie Ihrem Essen Zeit

Lassen Sie dem Stück Fleisch, der Tomate oder den Bratkartoffeln Zeit in der Pfanne. Das ständige Wenden und Rühren tut ihnen nicht gut. Erst wenn etwas eine Weile Kontakt mit der Pfanne hatte, wird es perfekt gebraten und schmeckt besser.

Fleisch, Fisch oder Eier brauchen eine Weile Ruhezeit, nachdem man sie aus dem Kühlschrank genommen hat. Ein Steak, das eiskalt in die heisse Pfanne kommt, gelingt nie besonders gut. Tupfen Sie Fleisch und Fisch immer gut ab, bevor Sie damit kochen. Zudem braucht ein gebratenes Stück Fleisch oder Fisch auch noch einige Minuten Ruhezeit, bevor es aufgeschnitten und serviert wird. (Bild über: The wicked noodle)

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6 — Riechen und probieren Sie

Klar helfen die Ablaufdaten auf Ihren Lebensmitteln. Aber der beste Frischedetektor sind immer noch Sie selbst. Wenn etwas nicht so riecht, dass es Lust macht, es zu probieren, ist das ein Zeichen dafür, dass es mit grösster Sicherheit nicht mehr frisch ist. Probieren Sie, bevor Sie damit kochen! Rahm, der nach der Melone schmeckt, die schon eine Weile im Kühlschrank liegt, macht bestimmt nicht die Creme-Sauce, die Sie sich wünschen. (Bild über: Clutter and Chaos)

7 — Servieren Sie mit Stil und Können

Schieben Sie nicht einfach etwas von der Pfanne in den Teller. Benützen Sie immer einen Löffel oder andere Schöpfinstrumente dazu. Gönnen Sie sich und Ihren Gästen auch bei einfachen Gerichten schöne Teller und Stoffservietten – das ehrt das Gericht und macht mehr Freude am Genuss. (Bild über: Bread and olives)

8 — Organisieren Sie Ihren Kühlschrank besser

Wickeln Sie Käse immer in frische Folie, nur so ist er wirklich versiegelt. Platzieren Sie Fisch, Fleisch und Mariniertes im unteren Teil des Kühlschrankes, damit nichts auf andere Speisen tropft. Wickeln Sie auch Kräuter in Folie, befeuchten Sie sie davor ein wenig, so bleiben sie länger frisch. (Bild über: Apartment 34)

9 — Achten Sie auf die Sauberkeit

Reinigen Sie während des Kochens fortwährend. So bleibt die Küche übersichtlich und sauber. So macht es auch mehr Freude zu kochen. Wenn Sie eine Küchenmotte im Schrank entdecken, dann müssen Sie sich von allen Lebensmitteln trennen. Putzen Sie auch regelmässig Decken und Dampfabzüge und achten Sie darauf, dass Sie immer genügend saubere und gebügelte Küchentücher haben. Reiben Sie Ihre Holzsachen regelmässig mit Zitrone aus. (Bild über: Planete Deco)

10 — Sorgen Sie für dieses kleine bisschen mehr Geschmack

Auch wenn ein Gericht richtig und sorgfältig zubereitet ist, kann es trotzdem langweilig schmecken. Sorgen Sie für dieses kleine bisschen mehr Geschmack. Die besten Helfer dafür sind: Zitronen, Salz, feines Olivenöl, frische Kräuter, geröstete Nüsse, frischer Pfeffer aus der Mühle oder ein wenig Honig. (Bild: Alexandra Cooks)

 

Credits und Links: 

Blogs, Foodblogs und Magazine: Forever wonderingBread and olivesMa fourchetteEZ Home CookingThe wicked noodleClutter and ChaosApartment 34Alexandra Cooks, Planete Deco
TV-Köche und ihre Welt: Jamie Oliver, James Martin, Delia SmithRick Stein, Nigel Slater 

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12 Kommentare zu «Die 10 Gebote der Kochkunst»

  • NoCreamInCarbonara sagt:

    Wirklich, ein Carbonara Rezept mit Rahm? Jetzt enttäuschen sie mich (und 60mio Italiener sind nun zurecht beleidigt! :-)… Da hätten sie gleich ein widerliches one-pot-shit-ehm-pasta-rezept verlinken können… Oder amerikanische mac ’n cheese…!

  • Karen sagt:

    „Gebügelte Küchentücher“?? Echt jetzt? Mit solchen Tipps werden Sie nur ganz verkrampft. Solche verkrampften Tipps vergisst man am besten ganz schnell wieder. In der Küche sollen Spass und Experimentierfreudigkeit Einzug halten. So entdeckt man auch mit der Zeit seine eigenen ganz persönlichen Rezepte des Lebens, sein eigenes sinnliches Sensorium.

  • Ella sagt:

    Einige machen Joga oder Pilates. Andere sammeln Briefmarken! Ich sammle Kochbücher und koche mich durch diese hindurch.

    Das Einkaufen von hochqualitativen Lebensmitteln, die Verarbeitung, das Anrichten und dann das Essen….

    Leute, es gibt nichts Schöneres als Selbergekochtes zu verspeisen. Auch wenn es für einmal in die Hosen gegangen ist.
    Und wie schön es ist, wenn man ganz viele neue Lebensmittel und Gewürze ausprobieren kann. Hach, ist das Kochen etwas schönes!

  • Seiler sagt:

    Wunderbarer Bericht
    Lieben dank.

  • jan sagt:

    Ergänzend vielleicht noch folgende Punkte:
    – Nicht jedes Gericht muss fotografiert und sofort hochgeladen werden
    – Gefrorene Himbeeren oder karamelisierte Nüsse passen nicht überall dazu, auch wenn eine gewisse Foodbloggerin, die nicht weniger aber besser essen möchte aber ganz offensichtlich null Ahnung vom Kochen hat, das meint
    – Nicht alles auf schwarzen Platten anrichten und Krummen darumherum streuen, langsam haben wir das gesehen

    • Christoph Mathis sagt:

      Beim letzten Punkt könnte man auch sagen:
      Bitte nicht immer so eine Sauordnung machen!

      Das sagt ja auch Marianne Kohler, obwohl ich ihr da nur halb zustimme.

    • K8 sagt:

      :-) Jan, Sie sprechen mir aus tiefster Seele! Diese gefroreren Beeren „frieren“ mich immer, auch wenn sie noch so dekorativ sind… kein Mensch will das essen!
      Und diese ewigen überlaufenden Einmachgläser auf blauschwarzen Platten…

  • nicenice sagt:

    Wunderbarer Beitrag, so entschleunigend.

  • Flo, die echte! sagt:

    Danke für den Tipp mit der Zitrone und den Holzbrettli. Ich kann mit den Kunststoffplättli nichts anfangen und habe nur Holzbrettli im Gebrauche. Bis anhin habe ich die aber ziemlich schnell immer wieder durch neue ersetzt.
    Fleisch und Fisch lege ich, damit nichts tropft, immer auf einen Teller bevor ich sie in den Kühlschrank lege.

Kommentar

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