Ein Hotel aus Schiffscontainern

In diesem genialen Wurf tschechischer Architekten wünscht man sich: gute Fracht!

Architektur: Artikul Architects 

Man kann aus allem etwas machen. Das dachten sich die jungen Architekten des tschechischen Architekturbüros Artikul und bauten das Contain Hotel mit alten Schiffscontainern.

Die Idee ist, dass man das Hotel schnell und einfach auf- und abbauen kann. Es heisst also nicht nur Reisende willkommen, sondern kann selbst auf Reisen gehen. Dazu lassen sich die Container auch auf die Bahn verladen.

Das kleine Hotel hat fünf Zimmer und bietet Platz für 13 Personen. Die meisten Zimmer befinden sich in der oberen Etage, die über eine Aussentreppe erreichbar ist. 

Das Projekt zeigt gleichzeitig, wie flexibel, stilvoll und einfach modernes Wohnen heute sein kann. 

Als Basis für den unkonventionellen Bau dienen drei Schiffscontainer, die restlichen Materialien inklusive Möblierung sind günstig. Holz dominiert das Contain Hotel, als Terrassengitter etwa dient ein einfaches Netz.

Die grosse Terrasse, auf der man an kleinen Tischchen auch essen kann, verbindet die Hotelzimmer. Kleine Details wie Lukenfenster nehmen das Schiffsthema kokett auf. Auch die Möbel sind flexibel, haben kleine Räder und können beliebig verschoben werden. 

In einem der Container im Erdgeschoss befindet sich ein Zimmer mit Kajütenbetten, die natürlich auch an das Leben auf hoher See erinnern. 

Das kleine Container-Hotel ist voller raffinierter, platzsparender Ideen – zum Beispiel das kleine Netz neben dem Bett, in dem Bücher und anderer Kleinkram Platz findet. Eine perfekte Lösung, die auch zu Hause umsetzbar ist. 

In den Badezimmern, die sich im dritten Container befinden, sind die typischen Containerwände in Weiss zu finden, kombiniert mit hellem Holz. Grosse Blechzuber wurden zu Lavabos und Spiegelrahmen umfunktioniert.

Gemütlich, spannend und auf kleinem Raum viel komfortablen und stilvollen Wohnraum bietend, steht das Contain Hotel hier mitten im Grünen. Es ist eine echte und sehr schicke Alternative zu Campingferien im Wohnwagen oder Zelt, die aber ein vergleichbares Abenteuererlebnis verspricht.

Credits: 

Architektur: Artikul Architects, Třeboutice u Litoměřic
, J. Vlček, P. Lejdar, J. Gabriel
Fotografie: Michal Hurych

7 Kommentare zu «Ein Hotel aus Schiffscontainern»

  • Inge Egger sagt:

    Möchte alle Negativdenker beruhigen: Wohncontainer sind nicht so ‚laut‘ wie man denkt, nicht so heiss im Sommer, wie man annimmt und wenn man Regen mag, dann geniesst man die beruhigende Wirkung der Tropfen…etc. Besitze selbst einen kleinen , isolierten, neuen Container und bin absolut begeistert
    Plane nun ein Containerhaus in demselben Design wie das tschechische Projekt mit geschlossenem Mittelteil in Holzausführung, weil es günstig und mobil ist. Ein weiterer Vorteil in unserer schnellebigen Zeit: trennt man sich vom Partner oder zieht ein Kind aus, kann dieser z.B. Das obere Teil gleich mitnehmen und ‚schwups‘ – weg ist er
    Gratuliere, das ist Zukunft! Tolle, moderne und durchdachte Details. Bin zum nachmachen inspieriert!
    Würde dort auch gern Hotellieren

  • annelis u thomas sagt:

    …wider öpper, wo’s mit de container het… luschtig u alternative bad geschtautig…
    liebi grüess,

  • tom schwab sagt:

    sieht optisch ja alles top aus! doch akustisch? & neahe-relevant?
    muss ja recht hellhoerig sein [hoffentlich gibz kein TV&Wifi], & auf die terrasse kann man eh nur, wenn die andern zimmer nicht belegt sind.
    & wirklich funktionierende ohrstoepsel gegen laerm gibz ja bisher auch noch nicht, was ja auch keine loesung ist.
    & wenn frau marianne kohler ueber die freigabe der kommentare selbst entscheidet, wird nie 1 tagileser meinen beitrag zu lesen bekommen.

  • Lori Ott sagt:

    Und das Gute ist, dass es in diesen Containern im Sommer überhaupt nicht warm wird…

  • Blondy sagt:

    Und wo steht das Hotel? Wie ist es buchbar?
    Das habe ich irgendwie verpasst.

    • Veronica sagt:

      Es ist mobil: mal hie mal da.

      Was mich an vielen Hotels stört: man kann über Nacht nicht ventilieren, denn dafür muss die Galerie-Türe offen bleiben und dann kann jederman hinein.

  • Madeleine Vorlet sagt:

    Wow!! Tolle Idee – genial gelungen umgesetzt! Reduced to the max mit einer Prise Fernweh und viel Nachhaltigkeit.. Congrats ins Architekturbüro nach Tschechien !! und danke Marianne fürs teilen.

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