Chinoiserie – very chic!

Chinoiserien hatten in Form von Wandbildern, Paravents und Kleinkunst vor allem im 18. Jahrhundert grosse Bedeutung. Heute, im Zeitalter der Digitalprints und der Sehnsucht nach verzauberten Welten, gewinnen sie wieder an Bedeutung.

Design

China stand Pate als Inspiration für die Kollektion Mingx, die der Designer Konstantin Grcic für Driade entworfen hat. Dazu gehören Stühle, Tische und Beistelltische. Toll natürlich vor einer Wand mit Chinatapete.

Pop

Chinoiserien waren im 18. Jahrhundert vor allem deswegen beliebt, weil die Bilder von chinesischen Landschaften und Menschen eine ferne heile Welt darstellten, nach der man sich sehnte. Trends in der Mode wie auch im Wohnbereich hatten schon immer die gleiche Bedeutung: Sie spielen mit Sehnsucht, Fernweh oder der Vergangenheit. Dieses bunte Beispiel von einer Wandtapete kann man heute, dank der digitalen Drucktechnik, viel schneller und natürlich günstiger umsetzen als damals, als alles von Künstlern und Kunsthandwerkern gemalt wurde. Dank seinen leuchtenden Farben wirkt dieses Wandbild fast poppig, paradiesisch und passt auch in moderne Wohnungen. (Bild über: Chinoiserie Chic

Boudoir

Das Zarte, Filigrane der Chinoiserien vermittelt auch etwas Kokettes und Feminines. Somit sind Chinoiserien sehr gut für Salons und Boudoirs geeignet. Sie passen zum Beispiel zu Möbeln, die mit Samt bezogen sind. (Bild über: City girl cool)

Fernwehträume

Dieser Paravent, der hier hinter einem Bett eine Art Bild abgibt, ist ein Chinoiserie-Klassiker. Meine Eltern wünschten sich einen solchen Paravent in den Siebzigerjahren. Aber da ein solcher für sie damals zu teuer war, haben sie ganz einfach meinem Onkel, der Porzellanmaler war, den Auftrag gegeben, einen zu zimmern und zu bemalen. Da er heute nicht mehr in die Einrichtung meiner Eltern passt, steht dieses Prachtstück nun in meinem Schlafzimmer. Nicht ganz so chic wie hier auf dem Bild von «Homepolish», aber mit der gleichen Fernwehallüre und natürlich mit Miss C. auf dem Bett! Edel sind hier auch die paarweise eingesetzten Pagoden auf den Nachttischchen, das passende französische Bett, die goldenen Samtkissen und die antiken kleinen Wandregale mit den weissen Porzellanvögeln. 

Exotik

Dieses Reduit wünscht man sich gleich zu Hause, um darin tagzuträumen und gute Bücher zu lesen. Der Paravent ist hier auch wirklich als Paravent eingesetzt und besticht mit kunstvollen Malereien. Einmal mehr helfen dunkle Wände, um alles noch stärker und wohnlicher wirken zu lassen. (Bild über: Chinoiserie Chic)  

Farbe

Chinoiserien in Klein oder Gross können auch wunderbar farbig sein. Bunte Stoffe, Vasen und Gemälde wirken vor farbigen Wänden so richtig schön und kunstvoll. (Bild: Interactchina)

Fashion

Wie bereits erwähnt, spielen Trends in der Mode und im Interiorbereich immer mit der Vergangenheit oder mit der Sehnsucht nach Fremdem. Ein wunderschönes Beispiel dafür ist dieses Outfit aus einer vergangenen Gucci-Kollektion von Alessandro Michele. (Bild über: Pinterest)

Idylle

Blüten, Blumen, Ranken, Vögel und Schmetterlinge: Die Natur ist das, was das chinesische Kunsthandwerk so beliebt und natürlich auch so wunderschön macht. Hier gemütlich umgesetzt von der schottischen Textilfirma Timorous Beasties.

Paradiesgarten

Willkommen im bunten, exotischen Paradies des englischen Modemachers Matthew Williamson. Er hat als Trendsetter auch den Interiorbereich erobert und arbeitet nun für unterschiedliche Firmen. Für die renommierte Stoff- und Tapetenfirma Osborne&Little etwa kreiert er ganze Kollektionen von paradiesischen Mustern. Hier ein Einblick in seine Wohnung, die selbst so etwas ist wie eine Chinoiserie.

Klassik

Selbstverständlich sind die heutigen Designer nicht die ersten, welche den Trend aus dem 18. Jahrhundert neu aufleben lassen. Eine, die schon sehr früh moderne Ideen in die Wohnung brachte, war die erste amerikanische Interiordesignerin Elsie de Wolfe. Von ihr ist dieses wunderschöne Beispiel, das ich auf dem Blog von Mark D. Sikes gefunden habe. 

Möbel

Zugegeben, um ein solches Kunstwerk aus Grossmutters Kommode zu kreieren, braucht man ein wenig Können, wie das mein Onkel hatte, der den Chinaparavent meiner Eltern kreierte. Aber das Resultat ist betörend schön! (Bild über: Chinoiserie Chic

Sinnlichkeit

Exotik vermittelt auch Sinnlichkeit. Ein Wohnzimmer, eine Rückzugsecke oder ein Schlafzimmer mit Chinoiserien bringt diese Sinnlichkeit – je nach Stil auch mit ein wenig Rockstarallüre – nach Hause. (Bild: hk.asiatatler)

Gemälde

Dieses Bild, das ich auf dem Blog «Eye for design» gefunden habe, ist wirklich ein Bild. Es zeigt eine chinesisch inspirierte Salonecke aus dem 19. Jahrhundert. 

Chinarot

Nochmals zurück zu dem gelungenen Designerstuhl Mingx, den Konstantin Grcic für Driade entworfen hat. In Chinarot wirkt er definitiv am stärksten. Leuchtendes Rot ist denn auch eine wichtige Farbe in der chinesischen Kultur und bei chinesischen Möbeln. 

Frühling

Die Blüten, Ranken und Blumen auf den typischen Chinoiserien vermitteln ganz schön viel Frühlingsgefühl. Wenn Sie nun nicht gleich einen Raum oder eine Wand mit einer Tapete mit Chinoiserien tapezieren wollen oder können, dann versuchen Sie es zum Beispiel mit einem grossen Bild, einem Paravent oder kleinen Dingen. (Bild über: Rose & Hudson)

Credits: 

Shops und Kollektionen: DriadeTimorous BeastiesInteractchinaOsborne&Little 
Designer: Konstantin GrcicMatthew WilliamsonAlessandro Michele,
Blogs und Magazine: Chinoiserie ChicMark D. SikesRose & HudsonEye for designhk.asiatatlerCity girl cool
Interiordesign: Homepolish, Elsie de Wolfe
Sweet Home Geschichten zum Thema: Stilikone Elsie de Wolfe, Chinarot, die sinnlichste Wohnfarbe
Fashion: GucciMatthew WilliamsonAlessandro Michele

1 Kommentar zu «Chinoiserie – very chic!»

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