Eine Ausstellung auf Etagen

Regale und Vitrinen sind Galerien für die Dinge, die wir lieben und brauchen.

Regale sind so etwas wie ein dreidimensionales Buch unseres Lebens. Auf wunderschöne Art ist dies bei diesem Regal zu sehen. Es ist aus unserer Homestory mit der Künstlerin Ines Bösch. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

Alles im Kasten

Das Einräumen und stylen eines Regals ist eine Art Ausstellungsplanung. Perfekt kommt dies bei dem Regal von Daniel Hauri zur Geltung. In ein einfaches Bücherregal hat er farbige Kästchen gezimmert und damit die Gruppenbildung raffiniert und attraktiv verdeutlicht. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

Meine schöne Welt

Ein Regal ist der Ort, wo man am besten all die kleinen Dinge, die eine Bedeutung für uns haben, ausstellen kann. Leicht, sanft und frühlingshaft wirkt dieses Exemplar. Es zeigt nur Objekte, keine Bücher. Alles ist pastellfarben gehalten und strahlt Leichtigkeit aus. (Bild über: 79ideas)

Abwechslung ist schön

Beim Einräumen oder Stylen von Regalflächen ist Gruppenbildung wichtig. Ordnen Sie Bücher und Zeitschriften vertikal und horizontal. Nutzen Sie Zwischenräume für Wohnaccessoires und andere Dinge, die Ihnen wichtig sind. Sehr schön ist es auch, ab und zu etwas aus der Natur zu platzieren. Das können Blumen, aber auch Zimmerpflanzen, Kristalle, Muscheln oder ein Stück Holz sein. (Bild über: The design chaser

Stimmungsmacher

Ich finde Regale einräumen hat etwas Meditatives. Man kreiert etwas Schönes und schafft gleichzeitig Ordnung. Wenn ich einen Stylingjob habe, freue ich mich immer darauf, Regale einzuräumen, auch wenn es viel Schlepparbeit ist. Regale bieten ganz schön viel Platz – deswegen haben wir sie ja auch! Dieses Atelier-Pfister-Regal habe ich vor einiger Zeit gestylt, um zu zeigen, dass Regale durchaus Platz für wohnliche Dinge und Küchensachen bieten können. Denn Wohnen und Essen ist heute in vielen Wohnungen verbunden. Mit dem Zusammenstellen von unterschiedlichen Dingen schafft man auch eine Art Stillleben und sehr viel Stimmung. 

Persönlichkeit in der Küche

Sobald sich auf einem Küchenregal auch andere Dinge als bloss Küchenutensilien zeigen, bekommt es und damit die ganze Küche Persönlichkeit. Mit Bildern, Fundstücken, Büchern und dem Arrangieren von Dingen schaffen Sie sich auch Ihre eigene kleine Welt. Und für alle, die gleich in die Tasten hauen möchten von wegen Fett und eine Küche muss nicht schön, sondern bloss praktisch sein – es ist alles eine Frage der Prioritäten. Ich persönlich finde, dass Schönheit glücklich macht. In einer schönen, persönlichen Umgebung kocht man lieber, denn auch Kochen, Essen und Geniessen haben viel mit Schönheit zu tun. (Bild über: First Home)

Oben ohne

Leider sind viele Einbauküchen in Mietwohnungen mit Schränken versehen, den guten alten schweizerischen Chuchichäschtli! Wer aber die Möglichkeit hat, selber zu entscheiden, der wählt besser oben ohne! Denn offene Regale lassen Leben und individuelle Ausstellungen zu. (Bild über: Las cositas de beach&eau)

Praktisch und attraktiv

Gute Regale bieten viel Stauraum. Nutzen Sie den aber auch für Schönes. Der Rhythmus beim Einräumen ist eine Abwechslung von vertikal, horizontal und Abwechslung zwischendurch. Meinen persönlichen Ordnungsstil nenne ich den Cinderella-Trick. Wie einst Aschenbrödel die schönen Körnchen ins Töpfchen sortierte und die weniger guten in die Kröpfchen der Tauben, lasse ich Schönes sichtbar und verstaue weniger Attraktives hinter Türen. (Bild: USM)

Wohnlichkeit pur

Nicht umsonst nannte man Regale früher Wohnwände. Sie vermitteln nämlich – wenn sie schön und lebendig eingeräumt sind – sehr viel Wohnlichkeit. Am wohnlichsten wirken sie, wenn sie wirklich ein Spiegel des Lebens sind. Wenn Bücher ab und zu herausgeholt werden, um etwas darin nachzulesen, wenn Fotos an schöne Erlebnisse erinnern und wenn Fundstücke und Wohnaccessoires eine Bedeutung haben. (Bild über: Design love fest)

Davor und dahinter

Regale einräumen bedeutet nicht nur alles aneinanderreihen: Nutzen Sie auch den Platz davor und dahinter. Lebendige Regale haben zum Beispiel auch Bilder an den Tablaren. Hübsche Dinge dürfen auch vor den Büchern stehen. Das Zuhause ist schliesslich kein Arbeitsort, an dem alles so effizient wie möglich gehen muss. Ab und zu mal was abzuhängen oder wegzuschieben, um genau das gesuchte Buch zu finden, ist keine verlorene Zeit, sondern Zeit, die man der Schönheit widmet. (Bild über: Playful box)

Hinter Glas

Vitrinen sind die Schwestern der Regale und Schränke. Auf beziehungsweise in den Vitrinen sieht alles edel, wertvoll und besonders aus, weil es hinter Glas ist und dadurch eine gewisse Distanz entsteht. Diese Prachtvitrine steht im Haus von Ines Bösch. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

Ein tolles Angebot

Diese Ausstellung in der Vitrine befindet sich auf einer Messe oder in einem Geschäft. Sie ist aber so wohnlich, echt und stilvoll eingeräumt, dass man sich davon gut für zu Hause inspirieren lassen kann. (Bild über: An early morning walk

Ordnung garantiert

Eine sehr gute Eigenschaft, die die Vitrine mit sich bringt, ist die Tatsache, dass Ordnung eigentlich immer garantiert ist. Egal, was Sie einräumen und wie Sie es tun, hinter Glas wirkt es immer ordentlicher als im Regal. Das schöne Beispiel zeigt die Billyvitrine von Ikea.

Die wichtigsten Sweet-Home-Stylingideen auf einen Blick: 

  • Achten Sie beim Einräumen auf einen harmonischen Ablauf von horizontal und vertikal geordneten Büchern und nutzen Sie Zwischenräume für Wohnaccessoires.
  • Machen Sie es wie Daniel Hauri und heben Sie gewisse Dinge mit eingebauten farbigen Kästchen hervor.
  • Kreieren Sie in Regalen Ihre eigenen kleinen Welten.
  • Vergessen Sie die Dinge aus der Natur nicht. Blumen, Pflanzen Muscheln und anderes vermitteln viel Sinnlichkeit.
  • Regale einräumen ist eine Art Stillleben schaffen.
  • Ein offenes Regal in der Küche hilft, schöne Dinge sichtbar zu verstauen.
  • Versuchen Sie den Cinderella-Trick: Das Schöne zeigen, das andere hinter Türen versorgen.
  • Vitrinen helfen dabei, dass alles edel und speziell wirkt.

(Bild über: The design chaser

Credits: 

Sweet-Home-Storys: Ines BöschDaniel Hauri
Blogs und Magazine: 79ideas, The design chaserAn early morning walkPlayful boxDesign love festLas cositas de beach&eauFirst Home
Styling: Styles and Stories
Produkte: Billyvitrine von Ikea, Regal von USM

3 Kommentare zu «Eine Ausstellung auf Etagen»

  • Zora sagt:

    Nicht umsonst gibt es auch Künstler, die sich der „Kunst des Regals“ widmen, wie zum Beispiel Haim Steinbach, der findet, dass jede Person dann zur Kuratorin wird, wenn sie Dinge auf einem Regal platziert.

  • ABCDEFG sagt:

    Alles schön, nur bei meiner Büchermenge, die ich zum Arbeiten brauche, gehe ich anders vor: Sortierung nach Fachgebiet und innerhalb dessen nach Alphabet oder Chronologie, kleine Lücken dazwischen (die füllen sich über die Zeit quasi von selbst), gelegentliches Aussortieren, schwere Lexika und Atlanten samt Begleitkommentaren stets griffbereit. Stabilität des Ganzen prüfen. Den Handapparat und noch zu Lesendes nicht zu groß halten. Am letzten Punkt arbeite ich noch.

  • nicenice sagt:

    Ein Superthema und wie immer vielfältig beleuchtet. Merci!

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