Das neue Haus in der Strasse

Wenn neue Nachbarn einziehen, die ein bisschen aus der Reihe tanzen, kann das ganz schön Abwechslung bringen, wie dieses tolle Haus der Architekten Elding Oscarson zeigt.

Architektur: Elding Oscarson

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Aus der Reihe tanzen und trotzdem reinpassen: Das geht und bringt erst noch neue Perspektiven. 

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Auf einmal steht zwischen den gemütlichen alten Häusern im südschwedischen Landskrona ein völlig neues, anderes Haus. Die Architekten Elding Oscarson haben das ganz raffiniert auf kleinstem Raum geschafft. 

sweet home

Da das neue Haus weiss und klar in der Form ist, hält sich seine Modernität optisch diskret zurück. Sie hat sich ganz einfach dazwischengedrückt und beweist, dass Neues und Altes sich durchaus vertragen.

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Viel Glas verbindet den Wohn- und Arbeitsraum mit dem dörflichen Umfeld.

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Drinnen wurde aus dem begrenzten Raum möglichst viel herausgeholt. Dank offenen Etagen wirken die Räume grosszügig, hell und luftig.

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Nicht protzig und auffällig, sondern klar und bescheiden hat sich das neue Haus in die Reihe alter Dorfbauten eingefügt.

14 Kommentare zu «Das neue Haus in der Strasse»

  • René van Saramacca sagt:

    Negative Kommentare waren zu erwarten. Für mich ist diese Art mit Baulücken umzugehen, vorbildlich; zeitgenössische Akzente setzen, anstelle von anbiedernden historisierenden Halbherzigkeiten. Genau das macht doch den Charme von alten Städten/Quartieren aus, sie sind gewachsen, die Geschichte lässt sich ablesen. In alten Zeiten haben die Menschen immer nach dem jeweiligen letzten Stand der technischen Möglichkeiten und gemäss dem Zeitgeist gebaut. im 19, Jhdt begann dann der Hang zur Historisierung, Neobarock, -renaissance usw. – eigentlich eine Idealisierung der Vergangenheit mit zweifelhaften Resultaten, am schlimmsten im 3. Reich.
    Ich finde das Haus im Ensemble, für sich , aussen und innen sehr gelungen.
    Zur Klötzchen-Kritik: Gebäude bleiben nun mal geometrische Körper.

    • Peter Schmucki sagt:

      Was hier als zeitgenössischer Akzent gelobt wird, ist auch nur Zitat von einer Architektursprache welche vor bald 100 Jahren entwickelt worden ist.

  • Kir Penzal sagt:

    Man stelle sich vor, wie langweilig das Strassenbild wäre, wenn links und rechts nur noch weisse Klötzchen stünden…. So viel zum „Einfallsreichtum“ des Architekten.

  • Balsiger sagt:

    Man nehme:
    Einen Würfel (Haus)
    Ein paar verschieden grosse Vierecke (Fenster und Türen), zufällig an die Wand geworfen
    Beton für Wände, Boden und Decke
    Glas bis zum Boden
    Und fertig ist die moderne Architektur.
    Bin ich eigentlich der Einzige, der solche Würfel langweilig und einfallslos findet?

    Schaut die anderen Häuser an: Zinnen, Rundbogenfenster mit Säulen, Lukarnen, Sichtbacksteine, Dachentwässerungen, die in Trichter münden, Detail hier, Schnörkel da.
    Gut, das gefällt auch nicht allen.
    Ist wenigstens nicht Einheitsbrei…

  • Katrin sagt:

    Das scheint heute die Maxime der Architekten sein: Anders sein, auffallen … und schon haben wir wieder ein Klötzli mehr, dass die Harmonie der anderen Bauten kaputt macht.

  • Henriette sagt:

    Mir gefallen solche Neubauten. Sie zeigen einen modernen Stil punkto Materialen und Architektur, passen aber in die Umgebung, weil sie sich in den Proportionen anpassen. Wenn ich an mein altes Haus einen Anbau planen würde, müsste er deutlich als Neubau erkennbar sein. Ich beobachte öfter mit Freude, wie Architekten innovative , moderne Lösungen finden, um Altbauten zu vergrössern und/ oder den heutigen Wünschen anzupassen.

  • Joe Schweizer sagt:

    Mich überzeugts nicht so.
    Von aussen ist es zwar tatsächlich sehr dezent und scheint erstaunlich gut in die Umgebung zu passen.
    Der Innenraum finde ich allerdings recht kahl und ungemütlich kalt. Und überhaupt nicht praktisch bzw. gut genutzt. Wobei man dazu natürlich die Ansprüche der Nutzer berücksichtigen muss. Für einen Single oder ein Paar ohne Kinder mag das ideal sein. Für eine Familie mit Kind(ern) ist es aber definitiv nix.

  • Ri Kauf sagt:

    …..na ja……ich weiss nicht so recht……bescheiden: ja, eingepasst…..es geht, finde ich.

  • Peter Winter sagt:

    Dieser Architekt spielte wohl in seiner Kindheit zuviel mit LEGO-Duplo…..?!

  • Hans Grusch sagt:

    mit Traditionen brechen geht ja noch…erzeugt Spannung….aber innen ist das Haus nur kühl und abweisend steril…da friere ich nur schon beim zuschauen.

  • Peter Schmucki sagt:

    Das Haus ist interessant, ein bisschen eine Retorte. Es könnte auch in Tokyo, London oder einer anderen Stadt stehen und bezieht seine Einmaligkeit aus dem noch intakten baulichen Umfeld. Diese Architektur entspricht dem aktuellen Zeitgeist und zerstört intakte städtebauliche Strukturen. Was städtebaulich mit Bauten wie die Maison La Roche von Le Corbusier oder dem Maison de Verre von Pierre Chareau in Paris im frühen 20. Jahrhundert noch radikal war, wirkt hundert Jahre später als Zitat doch eher bieder.

  • Ladybird sagt:

    Ich teile diese Auffassung – „das Haus habe sich bescheiden in die Reihe alter Dorfbauten eingefügt“ – nicht. Vielleicht würde ich das so empfinden, wenn dieses neue Haus ebenfalls ein Gibeldach hätte. Aber dieses Flachdach stört mein Empfinden sehr. Ich empfinde es als einen Störfaktor. Und die Harmonie / das Einfügen zu den alten Dorfbauten ist gerade deswegen meiner Ansicht nach nicht gegeben.

  • Roland K. Moser sagt:

    1.
    passt das Haus überhaupt nicht ins Strassenbild.
    2.
    ist das Haus nichts neues, es wurde einfach bei einem Mehfamilien-Haus-Neubau ein Ende abgeschnitten. Vielleicht die Fenster noch ein wenig grösser gemacht.

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Irgendwie passt das hier nicht hin. Eine den Nachbarn angepasste Trauf- und Firsthöhe verhindert die Benachteiligung des Umfelds bei Schattenwurf und Einblick. Offene Etagen sind nett, im Winter haben wir unten 15 Grad und unterhalb der obersten Decke Tropenklima, abgeschlossene Etagen ermöglichen ein sparsames Heizen.

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