10 herrlich einfache Herbstgerichte

Unkomplizierte Alltagsrezepte kann man nie genug haben. Diese kleine Auswahl bringt Ihnen ohne viel Aufwand den Herbst auf den Tisch.
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1 — Rüben und Randen aus dem Ofen
Wurzelgemüse ist köstlich, gesund, und man kann es vielfältig zubereiten. Einfach und unkompliziert geht es im Backofen. (Bild: Food 52)
Und so gehts:
Rüsten Sie Randen, Sellerieknollen und Rüebli, und schneiden Sie diese in Würfel oder Scheiben. Belegen Sie ein Backblech mit Backpapier, und legen Sie das Gemüse darauf. Nun beträufeln Sie das Gemüse mit Olivenöl und ein wenig Ahornsirup. Geben Sie ein wenig abgeriebene Orangenschale, fein gehackte Kräuter wie Rosmarin und Estragon dazu, würzen Sie mit Salz und Pfeffer, anschliessend alles gut mit den Händen mischen. Im 200 Grad heissen Backofen ca. 40 Minuten rösten, bis das Gemüse aussen knusprig und innen weich ist. 
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2 — Frische Pilze auf  Toast
Der Markt ist nun wieder voller frischer Pilze. Mit ihnen lassen sich einfach und schnell herrliche Gerichte zubereiten. (Bild: Aggies-kitchen)

Und so gehts: 
Schneiden Sie die geputzten Pilze in Scheiben. Braten Sie sie mit Olivenöl oder Butter an, geben Sie Salz und Pfeffer und nach Belieben Thymianblättchen dazu. Auch fein gehackter Knoblauch dazu ist köstlich. In der Zwischenzeit toasten Sie Brotstücke. Servieren Sie die Pilze über dem getoasteten, warmen Brot, und geniessen Sie einen schnellen unkomplizierten herbstlichen Znacht.
Meine Brotlieblinge dafür sind:  

 

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3 — Polenta-Frites
Polenta ist eines der einfachsten und gemütlichsten Gerichte und so vielfältig wie die Fantasie des Koches oder der Köchin. Diese Polentastäbchen sind eine gesunde und feine Abwechslung zu Pommes frites. (Bild: Tastemade)

Und so gehts: 
Kochen Sie Polenta gemäss Packungsangaben. Ich persönlich mag lieber halb Milch und halb Wasser, und ich gebe ein wenig Gemüsebouillon bei. Ich lasse zuerst Butter in der Pfanne heiss werden, füge dann fein gehackten Rosmarin und Peperoncino dazu. Dann giesse ich die Milch-Wasser-Mischung an, lasse diese aufkochen, gebe ein wenig Bouillon dazu und anschliessend die Polenta. Am Schluss geriebenen Parmesan oder Pecorino untermischen. Wenn die Polenta fertig ist, geben Sie sie in eine mit Backpapier belegte Form, streichen sie sie glatt, sodass sie etwa 1,5 bis 2 Zentimeter dick ist. Lassen Sie die Polenta auskühlen, und geben Sie sie danach für etwa 3 Stunden in den Kühlschrank. Danach schneiden Sie die Polenta in Stäbchen. Legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bestreichen Sie sie rundum mit Olivenöl, und backen Sie sie bei 220 Grad etwa 15 Minuten, bis sie knusprig sind. Dazu passen die Pilze vom vorherigen Rezept, oder Sie servieren die Frites mit einer feinen Sauce oder mit Salat.

Tipp: Schnell ist dieses Gericht nur, wenn Sie bereits die Polenta gekocht haben. Also wenn Sie das nächste Mal Polenta machen, verdoppeln Sie die Portion und machen am nächsten Tag Polenta-Frites.  

Meine Lieblingszutaten dafür sind: 
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4 — Risotto mit heissen Marroni 
Heisse Marroni kann man auch im Backofen backen. Mit fertig gekochten Marroni entsteht ein feiner Herbstrisotto. (Bild: The healthy chef)

Zutaten:

Zubereitung:

200 g heisse Marroni

350 g Arborio-Reis

125 g Butter

1 Zwiebel, fein gehackt

1 Glas Weisswein

1 l Bouillon

150 g Parmesan, gerieben

Die Marroni in Stücke brechen. Dünsten Sie die Zwiebel in der Butter an, und geben Sie dann den Reis bei. Reis in der Butter andünsten, mit dem Wein ablöschen. Den Wein einkochen lassen. Nach und nach die Bouillon mit einer Suppenkelle beigeben, bis der Risotto praktisch fertig gekocht ist. Danach die Marroni dazugeben. Zwei Minuten weiterköcheln, den Käse daruntermischen und servieren.

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5 — Tarte mit Birnen und Rohschinken
Ab in den Backofen und schnell ein köstliches Znacht auf dem Tisch – dafür sind Tartes und Pizzas ideal. (Bild: all recipes)
Und so gehts:
Mit Fertigteig gelingt schnell und einfach ein tolles Essen. Vergessen Sie Fertigpizzen, und nehmen Sie sich das kleine bisschen Zeit für etwas Besseres, Aussergewöhnliches und Persönlicheres. Belegen Sie einen fertigen, ausgewallten Teig für Flammkuchen oder Pizzas und bestreichen ihn mit ein wenig Olivenöl ein. Wer mag, kann ein kleines bisschen feinst gehackten Knoblauch dazugeben. Nun geben Sie geraffelten Gruyère und geraffelten Vacherin darüber. Legen Sie Rohschinkentranchen und in feine Scheiben geschnittene Birnen darauf. Streuen Sie Thymian und Pinienkerne darüber, und backen Sie die Tarte oder die Pizza ca. 7 bis 12 Minuten im auf 250 Grad vorgeheizten Backofen. 

 

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6 — Kürbis mit Feta
Kosten Sie die Kürbissaison diesen Herbst so richtig aus. Dieses Rezept ist unkompliziert und dennoch würzig und fein. (Bild: Recipetineats)
Und so gehts: 
Schneiden Sie geschälten Kürbis in Würfel. Legen Sie diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Schneiden Sie rote Zwiebeln in Schnitze, und legen Sie diese und einige Walnusskerne mit auf das Blech. Nun träufeln Sie Olivenöl darüber und ein wenig Ahornsirup. Rösten Sie alles im 200 Grad heissen Backofen etwa 30 Minuten. Servieren Sie den Kürbis mit zerbröseltem Feta und gehackter Petersilie.
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7 — Pilze mit Rahmsauce
Es ist Hochsaison für Pilzgerichte. Wagen Sie auch mal andere, neue Sorten, und lassen Sie sich dafür auf dem Markt und in speziellen Geschäften persönlich beraten. (Bild: Trendland)
Und so gehts: 
Geben Sie Butter in eine Bratpfanne, und braten Sie die geputzten und gerüsteten Pilze an. Geben Sie Thymian und Rosmarin dazu. Löschen Sie mit ein wenig trockenem Weisswein ab und mischen dann Rahm und Crème fraîche unter. Dieses Pilzgericht passt perfekt zu Brot oder Nudeln.
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8 — Quiche mit Zwiebeln und Speck
Ein schnelles, feines Gericht! Die Quiche kann mit den Zutaten belegt werden, die gerade vorrätig sind. Wird sie warm oder mit einem Salat als Beilage serviert, haben Sie einen perfekten Lunch oder ein Abendessen. Kalt schmeckt sie gut als feine Zwischenmahlzeit. (Bild: Kingarthurflour)

Zutaten:

Zubereitung:

1 runder, ausgewallter Kuchenteig

4 Eier

150 g Specktranchen 

1 Schalotte

2 dl Halbrahm

200 g Gruyère, geraffelt

100 g Parmesan, geraffelt

Salz, Pfeffer, Muskatnusss

Olivenöl

Den Teig in eine Backform geben, eine Folie oder ein Backpapier darüber legen, mit Bohnen oder Backperlen beschweren und 10 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen blind backen. Herausnehmen, Folie und Gewicht entfernen und nochmals 5 Minuten backen. Herausnehmen. Die Füllung mischen: Eier verquirlen, mit dem Rahm vermengen, würzen, geriebenen Käse untermischen. Den Speck in ein bisschen Olivenöl knusprig braten, die Schalotte grob hacken und mitdünsten. Den Speck in kleine Stücke brechen und mit den Schalotten unter die Füllung mischen. Die Füllung auf den Teig giessen. Die Quiche 30 bis 40 Minuten backen.

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9 — Käseplatte mit Brot oder Kartoffeln

Schnell, fein und alltagstauglich sind Gschwellti mit Chäs, das typische Schweizer Gericht. Geben Sie diesem Gericht einen zusätzlichen Twist: Versuchen Sie neue Käsesorten, geniessen Sie die frischen Alpkäse, die gerade Saison haben, und geben Sie auch Weichkäse auf die Platte. Gut passen zudem Fruchtbrote, frische Trauben, Birnen und feine Nüsse. Die Engländer geniessen gerne ein Chutney zu Käse. Machen Sie es Ihnen nach, und versuchen Sie, ein Chutney selber zu machen. (Bild: Nordic Shades)

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10 — Geröstete Trauben mit Vanille-Mascarpone
Für ein herrliches Herbstdessert sorgen frische Trauben. (Bild: Little upside down cake)
Und so gehts: 
Belegen Sie ein Backblech mit Backpapier. Legen Sie gewaschene Trauben darauf, und träufeln Sie ein bisschen Honig oder Ahornsirup darüber. Rösten Sie die Trauben im 200 Grad heissen Backofen 15 Minuten. In der Zwischenzeit vermischen Sie Mascarpone mit Vanille. Dafür schaben Sie die Samen aus einer Vanilleschote. Geben Sie ein kleines bisschen Cognac dazu, und süssen Sie mit Ahornsirup. Nun verteilen Sie die Mascarponecreme auf Dessertteller und legen die warmen gerösteten Trauben darüber. 

 

22 Kommentare zu «10 herrlich einfache Herbstgerichte»

  • The Frenchie Kitchen Club sagt:

    Wieder tolle Rezeptideen, Vielen Dank dafür Frau Kohler . In Sachen Quiche Lorraine empfehle ich den Teig selber zu machen.

    Hier mein Rezept:
    http://www.thefrenchiekitchenclub.com/recipe-item/quiche-lorraine-2/

    Liebe Grüsse
    Alex

  • Horn Walter sagt:

    Parmesan gehört definitiv nicht in diese Quiche, alternativ natürlich auch unser unsäglicher Sprinz nicht! (Der Name „Quiche“ sagt das ja schon!). Diese beiden dominierenden Käsesorten machen die feinen Aromen dieser Quiche kaputt!

  • Flo sagt:

    Nun habe ich alles gelesen und kann mich mit dem neuen Einkaufszettel getrost auf den Weg machen. Ich denke damit kann ich alle mind. über’s Wochenende bestens zufrieden stellen, ja ihnen sogar wieder einmal ein Kompliment für die „Köchin“ entlocken – Danke!
    Und auf das Dessert mit den gerösteten Trauben freue ich mich ganz speziell!

  • Fränzi sagt:

    Liebe Marianne
    Beim 3. Rezept, Polenta-Frites, hat sich ein Fehler eingeschlichen: Morga-Gemüsebouillon aus dem Reformhaus, nicht Morgan.
    Die Polenta-Frites schmecken köstlich! Besten Dank für die Idee!

  • Zora sagt:

    Danke für die Inspirationen.
    Frage noch: auf Bild 9 vorn, das Schwarzgefleckte, das so über die Decke bröselt – ist das Käse? Danke für die Aufklärung.

  • Lichtblau sagt:

    Wunderschöne Herbstimpressionen Frau Kohler, danke für die Inspiration. Als Blätterteigfan werde ich versuchen, die hier empfohlenen Pizza-, Kuchen- und Flammkuchen-Teig-Rezepte entsprechend anzupassen. Freue mich darauf.

  • Matt Kimmich sagt:

    Mit was könnte man die Randen für eine Hauptmahlzeit gut ergänzen? Für mich tönt das zwar gut, aber auch etwas zu sehr nach Beilagen. Mir kommt primär Fleisch in den Sinn, aber ich möchte mein fleischloses Repertoire erweitern.

  • tststs sagt:

    Mmmmhh…lecker!
    Bin ich pervers, wenn ich das Maronirisotto in der Pilzrahmsauce ertränken möchte?!?
    ;-)

  • Anna sagt:

    Liebe Marianne!

    Vielen Dank für die feinen Rezepte, ich bin wie immer begeistert! Eine Anmerkung hätte ich jedoch zu Rezept Nr.6: Wenn man Walnusskerne 30min bei 200 Grad im Ofen lässt werden sie verbrennen und sehr dunkel werden. Lieber erst die letzten 5min dazu!
    Anna

  • Archibald sagt:

    Schön herbstlich, der Herbst! Danke
    Brauch Hilfe!!! In Rezept 4 mit den heissen Marroni wird deren Zubereitung kaum erwähnt; im Gegensatz zur ausführlichen Beischreibung eines üblich zubereitetem Risotto. Die Marroni kreuzweise einschneiden und im Bakcofen bei 220 Grad 30 Minuten backen – wäre das was oder liege ich da ganz falsch?

  • Gregory sagt:

    Nur zwei Fleischgerichte und bei beiden kann man das Fleisch problemlos weglassen oder durch andere Sachen wie z. B. Räuchertofu oder gedörrte Tomaten ersetzen. Sehr vorbildlich!

    • Daniel C. sagt:

      Ich sitze gerade am Mittagstisch bei einem Teller Hirschpfeffer mit Spätzli und Rotkraut und lache mich halb kaputt ab ihrem Beitrag.

  • auch eine Frau Kohler sagt:

    Liebe Frau Kohler, die Focaccia mit Birnen, Gorgonzola und Honig, die Sie vergangenen Herbst mit uns geteilt haben, gehört inzwischen zu einem meiner Küchenklassiker. Ich seh schon: die Tarte mit Rohschinken und Birnen wird sich bald anschliessen! Danke!

  • Sisifee sagt:

    Einfach nur herrlich! Das macht lockert meine wegen Kälteeinbruchs und Virenattacke leicht miesepetrige Stimmung doch grad wieder auf!

  • adam gretener sagt:

    Herrliche Gerichte, Frau Kohler. Ich bin definitiv der Herbst-Typ. Am besten hat mir ihre Erinnerung gefallen, wieder mal Wähen zu machen. Oder Quiches. Wenig Aufwand, wenig Küchenpuff, leichte Portionierung. Alles was ein gutes Essen braucht ;-)

  • Vera sagt:

    Jedes dieser Rezepte tönt einfach super! Und sie haben recht mit dem Wurzelgemüse, speziell den Randen! Im Herbst und Winter gibts das bei uns mindestens einmal in der Woche mit einer feinen selbstgemachten Sauce aus Magerquark, Senf und Kräutern.

    • adam gretener sagt:

      Mit Randen kann man auch seine Spässe treiben. Schwäbische Spätzle machen. Vorher den Teig mit etwas Randen anreichern, bis der Teig eine hellhellrote Farbe bekommt. Diese groben Spätzle dann kurz aufkochen, anschliessend sieht es aus wie rohes Pouletfleisch.

      Mit passenden Gästen DER Aufhänger für eine gelungene Wohnungsparty im kleinen Kreis.

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