Französischer Sommer

Die kleine Sweet-Home-Ferienserie endet heute mit Inspirationen rund um einen französischen Sommer. Tauchen Sie ein und versetzen Sie sich damit in Ferienstimmung – auch wenn Sie zu Hause geblieben sind oder bloss ein freies Wochenende haben.
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Frankreich ist ein wunderbares Ferienland, es bietet nicht nur ganz unterschiedliche Gegenden, sondern auch Tausende Geschichten oder Filme, dank denen man sofort abtauchen kann. Fantastisch ist etwa der Film «La Piscine» mit Romy Schneider und Alain Delon aus dem Jahre 1969. Sinnlich, stilvoll und heiss wird hier eine gefährliche Sommergeschichte rund um einen türkisblauen Pool im Süden Frankreichs erzählt. (Bild über: slufoot)

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Reisen Sie in die Provence  

Wenn es um Ferien und Frankreich geht, kommt einem natürlich zuerst die Provence in den Sinn. Diese südfranzösische Region bietet einen unermesslichen Schatz an Ideen, Inspirationen und Genüssen. Beginnen Sie damit, Ihr Zuhause ein wenig auf Süden und Provence umzustellen, beispielsweise mit grossen Tischtüchern, Korbstühlen und ländlichen Wohnaccessoires. Der französische Landhausstil ist bestimmt der schönste und beliebteste in Sachen Wohnen, dies, weil er so einfach und selbstverständlich ist. (Bild über: lacloserie)

Dinge, mit denen Sie ein wenig den provenzalischen Landhausstil in die Wohnung zaubern können: 
  • Körbe und Korbtaschen, zum Beispiel für Bücher, Zeitschriften oder in der Küche für Flaschen, Kartoffeln etc.
  • Stoffe mit Provencemustern, mit denen Sie Kissen nähen können oder die Sie als Tischdecken oder Überzüge für Sitzmöbel einsetzen können
  • Grosse Etageren-Regale für Teller
  • Alte Fensterläden für Raumtrennungen oder als Bettkopfende
  • Alte, schöne Leinenwäsche für Tisch und Bett
  • Grosse Suppenschüsseln, in denen auch mal Salat serviert wird

 

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Stilikone Inès de la Fressange 

Die beste und natürlich auch die schönste Vertreterin in Sachen französischer Stil ist Inès de la Fressange. Sie war einst Supermodel und die Muse im Hause Chanel. Aus altem französischen Adelsgeschlecht stammend, verkörpert sie nicht nur zeitlose Schönheit und Eleganz, sondern sie weiss in allen Bereichen, was echter Stil ist. Immer wieder kreiert sie Kollektionen für ihr eigenes Label oder für andere – wie hier eine Homekollektion für Vicky Archer. Sie ist Botschafterin für die Schuhmarke Roger Vivier. Kleider aus ihrer Hand sind im grossen japanischen Retailer Uniqlo zu finden.  

Andere interessante französische Stilmacherinnen: 
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Ratatouille
Der einfache, schmackhafte Gemüseeintopf aus Frankreich duftet beim Kochen schon so fein, dass man sich bereits in der Provence wähnt. (Bild über: tastingtable)

Zutaten:

Zubereitung:

4 grosse Tomaten

2 Zucchetti

1 Aubergine

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 grüne Peperoni

1 gelbe Peperoni

1 rote Peperoni

1 Glas Weisswein

1 Bouquet garni mit Thymian, Salbei, Rosmarin und Estragon

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Rüsten Sie das Gemüse und schneiden Sie es in Stücke, zerquetschen Sie die Knoblauchzehen leicht. Braten Sie das Gemüse in genügend Olivenöl an, und giessen Sie den Wein darüber. Geben Sie das Bouquet garni bei, würzen Sie mit Salz und Pfeffer, und köcheln Sie alles zugedeckt etwa 40 Minuten.

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Marius, Fanny et César

Meine grosse provenzalische Liebe ist die «Trilogie Marseillaise» von Marcel Pagnol. Ich habe sie als Kind in Hörspielform im Auto auf einer Familienferienreise gehört mit dem stimmstarken Leopold Biberti als César. Sie wurde zu meinem ersten Buch, das ich auf Französisch gelesen habe und ich geniesse natürlich immer noch die alten Filme aus den 30er-Jahren – ein bisschen unromantischer beim Bügeln. Geniessen Sie diese Liebesgeschichte, bei der es nicht nur um die Liebe zwischen Marius und Fanny geht, sondern auch um jene der alten Männer am Kartentisch – und natürlich um Marseille! 

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Meeresfrüchte

Von Marseille geht es direkt ins Meer und zu seinen Früchten. Für diese ist zumindest hierzulande noch nicht wirklich Saison. Aber leisten Sie sich trotzdem einen kleinen Ferienausflug daheim und geniessen Sie in einem französischen Restaurant eine Bouillabaisse, zum Beispiel in der Brasserie Lipp in Zürich.

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Bonjour Tristesse

Zu Frankreich und Ferien gehört auch Françoise Sagans Kultroman «Bonjour Tristesse», der sich, wie übrigens alle Sagan-Romane, perfekt als Ferienlektüre eignet. Françoise Sagan hat ihn mit 17 Jahren und in bloss drei Wochen geschrieben und führte danach ein glamouröses Leben, natürlich mit einigen Skandalen gewürzt. Sie war auch bekannt für rasante Fahrten in ihrem Cabrio und sie war mein Vorbild – ich stellte mir vor, wie wahrscheinlich viele junge Mädchen, zu schreiben und zu rasen und tolle Kleider tragen. Autofahren habe ich nie gelernt und hasse es gar, und das mit dem Schreiben hat dafür auf eine andere Art geklappt! (Bild über: Anyonegirl)

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Muscheln suchen

Zur Vorstellung von Ferien in Frankreich gehört immer auch das Meer und Muscheln suchen. Weder das Meer noch die Muscheln im Sand bietet ein Sommer zu Hause, aber wie Miss C. sagen würde: «We will always have the Normandy.» 

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Moules et Frites

Moules und Pommes frites können wir dafür auch zu Hause geniessen, oder im Restaurant. In Zürich etwa ist das unkomplizierte Restaurant Les Halles dafür bekannt. (Bild über: fishisthedish)

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Französische Häuser

«Home Sweet Home» zeigt sich in Frankreich immer mit fantastischen Häusern. Dieses hier haben wir auf einem Spaziergang durch Colmar entdeckt, in das wir am 1. August vor dem Feuerwerk und der Knallerei geflüchtet sind. Es ist bloss einer von unzähligen Hausträumen, die abseits des touristischen Kerns des Städtchens zu entdecken sind. Häuser betrachten, gehört natürlich zu langen Hundespaziergängen, aber auch ohne Hund lohnt es sich, Abendspaziergänge durch die Quartiere zu machen. Sie entspannen und geben diese friedliche Sommerabendstimmung wieder, zu der rosa Licht, lange Schatten, Geklapper von Geschirr und Gelächter aus den Gärten und von den Balkonen gehören. Und auch in Zürich und natürlich auch anderen Schweizer Städten hat es fantastische Häuser, wenn man genauer hinschaut. 

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Maigret 

Häuser regen auch immer die Fantasie an, man überlegt sich, wer wohl drin wohnt und wie die Menschen eingerichtet sind und ihr Leben leben. Die Vorstellung davon ist wahrscheinlich meistens interessanter als die Realität. Einer, der solche Fantasien perfektioniert hat und in immer wieder lesenswerte Romane und Krimis verwandelt hat, ist Georges Simenon. Er lädt in Bürgerhäuser ein, aber auch in Spelunken, Bars oder auf Kanalschiffe. Seine Maigret-Krimis entführen in ein Frankreich, das Idylle und Schatten vereint – und dies auf eine so bildliche Art wie die Fotografien von Brassaï. Natürlich wurde Maigret vielfach verfilmt, am besten gelang dies mit Jean Gabin als wortkargem Kommissar Maigret. 

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Die wundervolle Welt der Mimi Thorrisson

Wer Frankreich von seiner schönsten Seite auf dem Internet geniessen möchte, der taucht in den Blog Manger von Mimi Thorrisson ein. Alles ist einfach nur wunderschön und perfekt. Mimi ist eine Schönheit mit vielen Kindern und noch mehr Hunden, einem Schloss und einem talentierten Fotografen als Ehemann. Dieser schiesst auch die stimmungsvollen Bilder.

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Manger

Im Blog Manger ist jedes Bild ein kleines Kunstwerk und jedes Rezept lädt zum Nachkochen ein. Alles stimmt bis aufs kleinste Detail: blauweisse Porzellanteller, elegante Glaskaraffen, gebrauchte Kupferpfannen, antike Möbel und ein wunderschönes Haus. 

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Clafoutis
Weil wir nach so viel perfektem französischen Landleben Hunger bekommen haben, ist es höchste Zeit für einen Clafoutis mit Kirschen. (Bild über: My Domaine)

Zutaten:

Zubereitung:

750 g Kirschen, entsteint

100 g Mehl

1 Päckli Backpulver

4 Eier

125 g Zucker

1 Päckli Vanillezucker

1 Prise Salz

30 g Butter, geschmolzen

2,5 dl Rahm 

Verquirlen Sie die Eier, geben Sie Zucker, Vanillezucker und Salz dazu. Verrühren Sie alles gut. Geben Sie das Mehl und das Backpulver bei, nochmals rühren. Dann den Rahm oder die Milch und die geschmolzene Butter dazugeben, alles gut vermischen. Nun buttern Sie eine Gratinform aus, verteilen die Kirschen in der Form und giessen den Teig darüber. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

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En Route

Lassen Sie sich von dieser Sommergeschichte aber auch zu einer kleinen Reise inspirieren. Frankreich ist nahe, das Elsass oder das Burgund eignen sich auch perfekt für einen kleinen Wochenendausflug. Und diese sind immer auch irgendwie wie grosse Ferien!

Reisen Sie mit Sweet Home auch in den englischen Sommer und in den italienischen Sommer.

4 Kommentare zu «Französischer Sommer»

  • Sunflyer sagt:

    In Colmar gibts ein bed&breakfast in genau gleichen Stil – Villa Elyane. Alleine schon deswegen lohnt sich ein Abstecher ins Elsass….

  • Ri Kauf sagt:

    Oh ! comme il est charmant ce blog une fois de plus!
    ja, frankreich hat wirklich was spezielles. ich kenne jemand der im burgund ein schlösschen hat. ab und zu werde ich eingeladen. samstags geht’s dann immer auf den marché und es ist jedes mal besonders. frankreich hat irgendwie grösse, weite und eine art savoir vivre, die man nur dort findet!
    merci beaucoup!

  • Hanne sagt:

    Ahhh schön! Wieder mal ein post, der die Sehnsucht weckt. Dankeschön :) Und Mimi’s Blog kenne ich auch. Beautiful!

  • WildeHenne sagt:

    Wunderbare Filme, grandiose Literatur, gastfreundliche Menschen, leckeres Essen… diese schwermütige Leichtigkeit, diese leichte Schwermütigkeit… Ich liebe Frankreich (bin da geboren) und die Franzosen von der Bretagne bis in die Provence – einmal hin und zurück.

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