Englischer Sommer

Sweet Home heisst nicht umsonst Sweet Home! Geniessen Sie mit Sweet Home einen typischen englischen Sommer – mit Inspirationen und Ideen für lange, schöne Ferientage.
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Ferien bedeuten auch immer, ein wenig dem Alltag entfliehen zu können. Egal, ob man das nun mit einer echten Reise macht oder mit kleinen Fluchten. Diese Ideen, die in einen englischen Sommer entführen, inspirieren genau zu diesen kleinen Reisen, die ein wenig Romantik und viel Genuss in den Alltag bringen. (Bild links: Decordesignreview, Bild rechts: Ballerina 67)

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Der Cottagegarten

Der erste Gedanke an einen englischen Sommer ist der Gedanke an die Blumen in einem ländlichen Garten. Auf dem Markt finden wir momentan genau solche Sträusse. Schaffen Sie mit bunten Gartenblumen festliche, ländliche Stimmung in die Wohnung. Stellen Sie sie in Krüge ein oder in Töpfe. Denn diese Art von Blumen gehören in einen ländlichen Kontext. Sie sind nicht elegant, sondern fröhlich. (Bild über: Whimsicalraindropcottage)

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Eaton Mess – das typisch englische Sommerdessert
Ein typisches englisches Dessert, das zu einem Nachmittag im Garten gehört, ist Eaton Mess. Alles, was Sie dafür brauchen, sind Erdbeeren, Zucker, Rahm und Meringues. (Bild über Food52)
Und so gehts: Rüsten Sie die Erdbeeren und schneiden Sie diese in Stücke, mischen Sie Zucker nach Geschmack dazu und zerdrücken Sie die Erdbeeren mit der Gabel, lassen Sie das frische, grobe Mus eine halbe Stunde stehen, damit die Erdbeeren sich mit dem Zucker verbinden. Rahm steif schlagen, Meringues zerdrücken. Den Rahm mit den Erdbeeren und den Meringuestückchen vermischen und in Gläser abfüllen, mit einigen Erdbeerstückchen garnieren.
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Entspannte Gartenromantik

Die Blumen von typischen englischen Gärten zeigen sich auch auf englischen Stoffen. Nähen Sie sich Kissen mit solchen, ländlich inspirierten geblumten Baumwollstoffen, polstern damit Ihre Gartenstühle und verleihen so Ihrem Garten Romantik und Stil. (Bild über: Indulgy)

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Fingersandwiches

Die beste kleine Zwischenmahlzeit ist ein englischer Tee, zu dem Sandwiches serviert werden. (Bild über: Flickr)

Für solche Sandwiches bestreichen Sie gutes Toastbrot mit Butter. Belegen Sie sie mit hauchdünnen Gurkenscheiben, Schinken, Lachs, Tomaten oder Eiersalat und decken Sie das Sandwich zu. Pressen Sie die beiden Scheiben gut zusammen und schneiden die Rinde weg. Nun die Sandwiches in schmale Streifen schneiden und auf hübschen Porzellantellern servieren.

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Scones mit Clotted Cream und Erdbeeren
Sehr typisch für einen englischen Tee sind Scones. Sie werden mit Erdbeerkonfitüre und Clotted Cream – verdicktem Rahm aus unpasteurisierter Milch – gegessen. (Bild über: Bills Website)

Zutaten:

Zubereitung:

225 g Mehl

25 g Backpulver

50 g Butter

1 Ei, geschlagen

75 ml Milch

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben, die weiche Butter dazugeben und mit den Fingern zusammen vermischen, einreiben. Machen Sie eine Mulde in der Mehlmischung und geben Sie das geschlagene Ei und die Milch hinein. Mischen Sie das Ganze mit einem Spachtel zu einem weichen Teig. Kneten Sie den Teig sanft auf einer mit Mehl bestäubten Oberfläche, dann rollen Sie ihn aus, sodass er 2 cm dick ist. Nun stechen Sie Kreise aus (5 cm Durchmesser). Das sollte etwa 10–12 Scones ergeben. Verteilen Sie die Scones auf einem mit Backpapier belegten Backblech, bestreichen Sie die Scones mit einem verquirlten Ei und backen Sie sie ca. 8 Minuten, bis sie aufgegangen und goldbraun sind.

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Picknick im englischen Stil

Es ist zufällig, elegant und hat britisches Understatement. Gemäss dem Butler Stanley Ager packt man für ein nobles, romantisches englisches Picknick Folgendes ein: Als Starter empfiehlt er eine Suppe, die, je nach Wetter, warm oder kalt in einer Thermosflasche mitgenommen wird. Keine dicke Crèmesuppe, sondern eine feine Consommé, denn verliebte Briten haben nicht viel Hunger. Danach ist gemäss dem Butler Pâté angesagt, die mit französischem Brot, also Baguette, gegessen wird. Das Brot wird gebrochen und nicht geschnitten. Salat ist der nächste Tipp, gewaschen und in einem Plastikbeutel frischgehalten, bevor dieser in einen luftdichten Behälter verpackt wird. Gurken und Radieschen passen dazu und geben Farbe und Biss. Der Salat wird erst am Picknick mit Sauce angemacht. Als Dessert kommen Erdbeeren mit Rahm infrage oder Orangen und Äpfel. Als Getränk rät er zu exklusivem Weisswein oder Champagner. Nur eine halbe Flasche soll es sein, damit es nicht die Wirkung hat, dass der Mann seine Verehrte betrunken machen will. Und wenn die Frau das Picknick organisiert, muss sie daran denken, dass der Mann wieder nach Hause fahren muss. So geht oder ging das in der noblen englischen Gesellschaft. Die Ausrüstung besteht aus edlen Gläsern, die gut in Papier eingewickelt in einem Korb mitgenommen werden, sowie Porzellanteller. Eingepackt wird aber kein Silberbesteck, sondern solches aus Chromstahl, da Silber in der Natur zerkratzt werden kann oder gar verloren geht. Eine Decke darf nicht fehlen und der Dame wird der Regenmantel als Kissen angeboten. (Bild über: British fine foods)

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Fish and Chips
Sozusagen das Nationalgericht sind Fish and Chips, die es nie an einem Montag gibt, da dann keine frischen Fische vom Meer reinkommen. Versuchen Sie die kleine Delikatesse daheim und fühlen Sie sich dabei wie an einem lauen Sommertag am Strand von Brighton. (Bild über: Roughguides)

Zutaten:

Zubereitung:

700 g Kartoffeln

4 Dorschfilets

220 g Mehl

2,5 dl Bier

2 KL Backpulver

Salz und Pfeffer

2 Eiweiss

Öl zum Frittieren, z.B. Erdnussöl

Die Kartoffeln schälen und in Stäbchen schneiden und 5 Minuten im Salzwasser kochen. Die Kartoffeln in Erdnussöl frittieren, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier legen und dann warm stellen. Die Fischfilets abtrocknen und eventuell in Stücke schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Eiweiss schlagen, das Mehl in eine Schüssel geben, das Bier und das Eiweiss untermischen. Die Fischfilets im Teig wenden und im gleichen heissen Öl ausbacken. 

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The Seaside

Das Strandleben in England ist so ganz anders als das in mediterranen Ländern. Man springt nicht unbedingt ins Wasser, sondern geniesst die Sonne und die Unterhaltung an den Piers, die Überbleibsel aus einer anderen Zeit sind. Ein englischer Strandspaziergang ist vielleicht nicht ganz gleich wie am Mittelmeer, doch schon ein bisschen ähnlich, vor allem wenn Sie Ihren Kindern Ballons, Seifenblasenspiele und etwas Süsses kaufen! So kommt auch an einem nicht so sonnigen Tag Ferienstimmung auf. (Bild über: ecochicinteriors)

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Punch and Judy

In England heisst der Kasperli Punch und kommt immer mit seiner Freundin Judy ins Theater. Diese alte und entzückende Kinderunterhaltung geht heute leider oft vergessen. Ein Kasperlitheater wäre aber ein perfektes Ferienprojekt für Regentage zu Hause oder für einen Gartentag bei schönerem Wetter. (Bild über: geograph.org.uk)

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Pimms, der frische Sommerdrink
Ein frischer, englischer Pub-Drink mit Früchten und Gurkenscheiben. (Bild über: A saucy kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

Pimms, ein alkoholhaltiger Kräuterlikör, erhältlich in Gourmetabteilungen oder grossen Supermärkten

Ginger Ale oder Limonade

Verschiedene Fruchtstücke und Beeren wie Apfel, Melone, Zitrone, Orange, Erdbeeren, Heidelbeeren, Gurkenscheiben

Pfefferminzblätter

Mischen Sie einen Teil Pimms mit 2 Teilen Limonade oder Ginger Ale, geben Sie die Fruchtstücke nach Ihrer Wahl in den Drink. Gurkenscheiben beigeben und einige Pfefferminzblätter. Mit Eiswürfeln servieren.

Am besten servieren Sie Pimms in grossen Glaskrügen und schenken diesen dann ein in hübsche, grosse Gläser.

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Notting Hill Carnival

Zum englischen Sommer gehört auch der Notting Hill Carnival, ein Volksfest in London, das die karibischstämmige Bevölkerung eingeführt hat. Dazu gehört vor allem guter Reggae, aber auch Calypso und natürlich fantastische karibische Küche. Finden Sie dazu Rezepte in der Sweet-Home-Geschichte: Reggae zum Kochen. (Bild über: Pinterest)

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Ein Ausflug ins Grüne

Landwege, die durch eine wunderschöne, liebliche grüne Landschaft führen, haben wir auch hierzulande zur Genüge. Schwingen Sie sich wieder einmal auf das Velo und erkunden die Umgebung. (Bild über: the forest is home)

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Croquet, das Gartenspiel

Unterhaltung und gesellschaftliches Zusammensein gehören in England zusammen. So gibt es natürlich auch Gartenspiele wie das gute alte Croquet. Dieses Spiel ist auch geeignet, um es mit Kindern zu spielen, und es kann auch einfach in einen Park mitgenommen werden. (Bild über: stylemepretty)

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Ferienlektüre

Bücher sind die einfachsten Ferienreisen. Tauchen Sie ein in englische Geschichten und finden Sie neue Welten, sei das im Schatten unter einem Baum oder bei Regen auf dem Sofa. (Bild über: nestprettythings)

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«The Perfect Summer» erzählt von England vor dem ersten Weltkrieg und beschreibt eine Welt, die danach für immer verschwand.

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Mit «The Mitford Girls» kann man abtauchen in eine wirklich aussergewöhnliche und typisch englisch exzentrische Familiengeschichte. Alle Töchter der berühmten aristokratischen Familie Mitford haben eine Lebensgeschichte, die fast unglaublich ist. Nancy etwa wurde eine berühmte Schriftstellerin, Jessica Kommunistin, Unity war von Hitler begeistert, Diana verliebte sich in den englischen Faschistenführer Oswald Mosley und Deborah heiratete einen Herzog. 

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Bis zum zweiten Weltkrieg gab es in England noch die «Season» , die Zeit, in der die Töchter aristokratischer Herkunft dem Hof und der Gesellschaft vorgestellt wurden – das mit dem Ziel einen möglichst vermögenden und bedeutenden Ehemann zu finden. «The Last Season» beschreibt diese Tradition auf unterhaltsame Art.

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Zum Abtauchen: British TV

Niemand verfilmt die klassische englische Lebensweise so fantastisch wie die englischen TV-Stationen. Ein wunderschönes Beispiel ist etwa die Serie «Parade’s End» von Ford Madox Ford mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Wunderschön! (Bild über: the garden of delights)

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Der Trifle

Feiern Sie einen Ferientag mit einem englischen Trifle, den Sie mit Ihren Kindern zusammen zubereiten können. Hier geht es darum, Kuchenstücke, Früchte, Vanillecreme und Rahm in ein grosses Glasgefäss zu schichten. Das Beste an einem Trifle ist, man kann ihn auch mit fertigen Zutaten machen, beispielsweise mit einem gekauften Kuchen und fertiger Creme. (Bild über: thechive)

 

5 Kommentare zu «Englischer Sommer»

  • Horn sagt:

    Herzlichen Dank für desen Artikel. Yust back from England, esp. Lake District. Remembering a great time, wonderful gardens, good people and the english food is getting better and better!
    Gansweid

  • Lichtblau sagt:

    Sehr schöner Beitrag, Frau K. Wie so oft viel Mood und Atmosphäre. Macht Lust, das ländliche England zu bereisen. Zur Einstimmung gönne ich mir Pimm’s und Trifle auf dem Balkon und lese dazu eine englische Autorin. Meine Tipps: Victoria Clayton und Monica Dickens. Letztere ist die Urenkelin von Charles und wohl nur noch im Antiquariat zu finden. Ach ja – auch Daphne du Maurier („Rebecca“) könnte man mal wieder aufschlagen …

  • max sagt:

    Ach man feiert England! (Brexit=Ausländer raus)
    JA zu: Pims, Trifle, Eaton Mess, Picknick & Ausflug ins Grüne
    Nein zu: Croquet, den faden Fingersandwiches & trockenen Scones, laschen fettigen Fish & Chips.
    Vorsicht mit dem Cottagegarten, es reicht ein Gram vom „Foxglove“ für eine tödliche Vergiftung und Herzinfarkt!

  • Irene feldman sagt:

    Man Frau Kohler……ich sterbe nur schon an ihrem trifel-Bild…..ein wunderbarer Artikel…….thank you!!~~~~~*****

  • Suzanne sagt:

    ETON MESS, please!
    Diese schmeckt übrigens wesentlich besser mit Doppelrahm. Als Variante groben Zucker verwenden und/oder wenig Rosenwasser zufügen… Mischen, bis das Durcheinander marmoriert aussieht.
    Und eine Trifle ohne Jelly ist leider nur halb so attraktiv und britisch. Erwachsene dürfen die Früchte vorgängig im favorisierten Alkohol einlegen. In die Kleinigkeit kann man gut Resten „unterjubeln“.

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