Einfach spitze!

Dekoration ist wieder ein Thema in der Architektur. Die klaren Linien und strengen Formen des urbanen coolen Lebensgefühls werden immer öfter unterbrochen von dekorativen Gittermustern. Ein schönes Beispiel dafür ist dieses Haus, das umhüllt ist von einer Art Spitze.

Architektur: Landmaksweet home

Grosse Fensterfronten in Ehren, aber sie bieten einfach zu wenig Privatsphäre und letztlich zu wenig Wohnlichkeit. Da ist das Gitter die Lösung. Hier ist es aber eher so etwas wie ein neues Kleid – für ein nicht mehr so neues Haus.

sweet home

Das Haus steht in einer Reihensiedlung in einer vietnamesischen Stadt und die Architekten von Landmak bekamen den Auftrag für eine Renovation. Sie haben es um eine Etage aufgestockt und zudem attraktive Aussenflächen geschaffen. 

sweet home

Ein Innenhof – umschlossen von den filigranen weissen Spitzenelementen – ist ein kleiner Luxus in der dicht bebauten Siedlung. 

sweet home

Das Spitzenkleid schützt das Haus auch gegen aussen und macht es zum Refugium.

sweet home

Auch der Innenausbau und die Möblierung sind in Weiss gehalten. Das Weiss verkörpert Modernisierung, Weiblichkeit und Frische. 

7 Kommentare zu «Einfach spitze!»

  • Ri Kauf sagt:

    Es hat was. Diese Lochmusster finde ich nicht ohne.
    Aber diese Wände voll mit Einbauchschränken, so praktisch sie sind, wirken so, als würde man in einem Schrank leben. Weiss finde ich auch sehr schö. Hier aber nicht. In diesem Blog gab es schon bessere Beispiele, wie man mit Weiss spielen kann.

  • Regula Wipf sagt:

    Diese Art vom Spiel mit Licht und Schatten wird im arabischen Raum oft benuetzt. Der Gang der Sonne projziert wunderschoene Muster auf die Innenflaechen (oder vorbeifahrende Autos im tristen Winter in Europa). Das Lichtspiel in solchen Rauemen ist sehr schoen und beruhigend, vor allem im urbanen Raum.

  • Beat Kuster sagt:

    Absolut genial! Der Trau eines jeden Knastis, sein Leben geborgen hinter Gittern zu verbringen.

  • Huwyler sagt:

    Zum Glück gibt es bei uns die Bauordnung , die solche Fremdkörper verhindert.
    Sobald das Licht im Haus an ist wird die ganze Hütte zur Bühne, da nützt dann das gelobte Gitter-Ornament gar nichts mehr.
    Die grossen Fenster sind sehr brauchbar um die Nachbarn im 10 meter entfernten Nachbarhaus zu beobachten und umgekehrt. Auch der weisse ( weiblich-frische ??? ) Innenausbau wirkt steril und kalt ! Kein gutes Architektur-Beispiel Frau Kohler

  • filosof sagt:

    Wundervoll! Erinnert mich stark an die durchbrochenen Muster an Wänden, Balkonen und Fenstern in Marokko. Verleider stellt sich niemals ein. Es ist was fürs Herz und Augen. Zurück in der Schweiz, tun einem die nüchternen grauen Betonwände weh.

  • Res Raschle sagt:

    Erinnern Sie sich an die Postmoderne und wie sie heute wirkt? Fürchterlich, nicht mehr zu anschauen. Dies im Unterschied zur klassischen Formensprache.
    Diese beliebigen Ornamente und dann noch in Weiss werden wir schon in ein paar Jahren nicht mehr sehen können. Die sind prädestiniert für den Verleider.

  • Danièle Brown - Schmuckstücke sagt:

    Was für eine schöne Idee den langweiligen rechten Winkel aufzulockern. Das täte einigen unserer faden Reihenhaussiedlungen sehr gut, dem Auge, innen wie außen, ein wenig mehr als glatte Wände zum Abrutschen zu bieten. ;-) Danke Frau Kohler-Nizamuddin für diese zauberhafte Anregung!

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