Im Architekturatelier

Wo werden eigentlich Häuser entworfen oder Möbel kreiert? Manchmal ist das gleich nebenan, wie zum Beispiel bei Reto Frigg, der sein Designstudio in einer ehemaligen Galerie im Zürcher Quartier Hottingen eingerichtet hat. Die schlichten Räumlichkeiten mit den grossen Fenstern hat der Designer und Architekt funktionell und stilvoll eingerichtet. Sweet Home hat ihn dort besucht.

Fotos: Rita Palanikumar

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Reto Frigg hat an der Schule für Gestaltung in Zürich (heute Hochschule der Künste) Innenarchitektur und Design studiert. Nachdem er einige Jahre für verschiedene Architektur-und Designbüros gearbeitet hatte, gründete er 1994 mit seiner Frau Karen Schrader das Zürcher Studio. Der Designer und Architekt entwirft heute Möbel für namhafte Schweizer Möbelfirmen, Showräume, Ladenlokale, plant Neubauten und Umbauten.

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Reto Frigg hat sein Design- und Architekturbüro schlicht eingerichtet. Die hohen Räume und der wunderschöne schwarze Schieferboden machten es ihm einfach. Mit Holz und Orangetönen hat er Wärme und Wohnlichkeit in die Arbeitsräume gebracht. Im grossen Hauptteil des Ateliers stehen die Arbeitstische nahe am Fenster, jeder Arbeitsplatz besteht aus zwei Tischen, die flexibel eingesetzt werden können. Vieles entsteht am Computer, aber Reto Frigg baut auch Modelle. Im Untergeschoss befindet sich eine Werkstatt, wo gefräst, geschliffen, gedreht und gebaut werden kann. 

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Kleine Modelle sind Blickfänger auf dem Arbeitsregal. Sie stehen zwischen den Architektur- und Designbüchern und den Projektordnern. Auf dem Regal stehen aber auch Fundstücke und Objekte, die den Architekten und Designer inspirieren. Besonders liebt Reto Frigg, der selber rudert, den hölzernen Rudersitz auf Rollen. Das Hausmodell ist ein kalifornisches Traumhaus der Familie. «Es existiert auch noch ein Traumhausmodell für Maine», lacht der Designer. Reto Friggs Frau und Partnerin ist Amerikanerin. Das Paar hat zwei Kinder und lebte eine Zeit in Kalifornien. «Da wir nie so genau wussten, wie lange wir wo bleiben, ist dieses Regal  zerlegbar konzipiert», erklärt Reto Frigg.

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Nach den kleinen Modellen werden solche in Originalgrösse gebaut wie diese Version aus Karton für zukünftige Holzstühle. Erst da sieht man wie das Möbelstück wirkt und produktionstechnisch richtig funktioniert. Die Kartonmodelle sind bezeichnet mit kleinen Änderungen. Nachdem der Stuhlbauer den Prototyp gebaut hat, kann die Ergonomie genau geprüft werden.

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Die reduzierte 60er-Jahre-Architektur des Designstudios hat es Reto Frigg besonders angetan. «Ich liebe die edlen Materialien wie den Boden aus schwarzem Stein, die elegante Treppe und die grafischen Metallrahmen an Fenstern und Türen.» Er hat den Eingangsbereich als Showraum eingerichtet  wo er immer die neusten Projekte vorstellt. Momentan sind das die Karton-Stuhlmodelle, präsentiert auf einem rotationsgeformten Ausstellungselement, welches er für Smart entwickelt hat.

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Auch diese Ausstellungsmodule sind aus dem von Reto entworfenen Showroom von Smart-Cars. In der Mitte ist das kleine Raummodell mit dem Modellfahrzeug 1:24 zu erkennen. Das kleine Modell von einem raffinierten Sessel, der mit einem Handgriff vom männlichen Loungestuhl zur weiblichen Liege verwandelt werden kann, existiert erst als Prototyp und wartet noch auf einen Produzenten. Den hinteren Büroteil hat Reto seiner Kollegin, der Innenarchitektin Caroline Holdener, untervermietet. «So macht Arbeiten mehr Spass, wir können uns austauschen und beraten», meinen die zwei Kreativen.

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Das Designstudio hat zwei Bereiche, die durch eine abgerundete, offene Wand abgegrenzt sind.

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Materialien bestimmen das Design oder eine Idee fordert bestimmte Materialien. Hier expermentiert Reto Frigg gerade herum um die perfekte Wandverkleidung für einen Raum zu gestalten.  In der Mitte des Tisches ist ein Sofamodell zu erkennen, welches der Designer und Architekt für die Schweizer Möbelfirma Intertime entwickelt hat. Das grosse Sofa mit vielen Funktionen wird an der nächsten Kölner Möbelmesse lanciert. (Sweet Home bleibt dran!)

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Im Eingansbereich teilt ein Regal die Büroräumlichkeiten ab. Darauf hat Reto Frigg aktuelle Einladungskarten ausgestellt.

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Retos Frau und Partnerin Karen Schrader unterrichtet momentan sehr intensiv und ist deshalb nicht so oft im Architekturbüro tätig. Sie kommt aber regelmässig vorbei, nimmt an den aktuellen Projekten teil und und berät sich mit Reto.

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Reto Friggs Module, die er für den Smart-Showroom entwickelt hat, machen sich auch in der Küche gut. In die Kunststoffbox können ganz verschiedene Tablare eingesetzt werden, hier sind es solche aus Glas, ideal für Geschirr und Gläser.

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Die strengen, grosszügigen Räume sind perfekte Räumlichkeiten für ein Designstudio. «Auch die Strassennähe ist praktisch, so können Kunden uns einfach besuchen, und manchmal gucken auch neugierige Passanten rein», meint Reto Frigg.

Reto Friggs Website:
www.friggschrader.com

9 Kommentare zu «Im Architekturatelier»

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