Der Hippiestil, der wieder voll im Trend ist

Makramee, Wandteppiche und Wandbehänge – erinnern Sie sich noch daran? Wenn nicht, lernen Sie sie jetzt kennen, denn sie sind wieder voll im Trend und der momentan angesagteste Wandschmuck.
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1 — Schöne Rückendeckung

Eine wunderschöne Stylingidee mit grossen Wandteppichen: hinter das Bett hängen. Damit haben Sie eine Art Kopfstatt, mehr Farbe und Stil und erst noch einen natürlichen Schalldämpfer. (Bild über: seaofgirasoles)

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 2 — Starker Blickfänger

Anstelle eines grossen Bildes macht sich ein schöner, gemusterter Wandteppich gut. Teppiche kann man übrigens ganz einfach mit Nägeln an die Wand montieren. (Bild über: apartmenttherapy)

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3 — Textile Bilderwand

Wie Bilder müssen auch Wandteppiche nicht gross sein, um schön zu wirken. Hängen Sie verschiedene kleine Prachtstücke an die Wand wie bei einer Patchwork-Bilderwand. (Bild über: sfgirlbybay)

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 4 — Makramee, die Kunst des Knüpfens

Makramee ist eine alte arabische Knüpftechnik, die über Spanien nach Europa gelangte. In den 60er- und 70er-Jahren war sie der letzte Schrei, und alle knüpften Wandbehänge, Gürtel, Taschen und Ornamente in dieser Technik. Ab Ende der Dekade rümpfte man die Nase über alles, was nach Hippiekultur aussah, und auch Makramee wanderte stilmässig in die No-go-Ecke. Aber wie alles, das lange genug out und vergessen war, findet nun auch Makramee den Weg zurück in unser Leben. Und zwar gleich fulminant, nämlich mit grossen und kleinen Behängen für die Wand. Hier ein wunderschönes Beispiel mit einem grossen weissen Wandbehang und der Fortführung des Ethnoeffekts mit einem Webteppich, der aus dem Bett tagsüber eine hübsche Relaxingzone macht. (Bild über: refinery29)

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 5 — Statement-Teppich

Die bunte Schwester des Makrameewandbehangs ist der handgeknüpfte Wandteppich. Auch das ist eine Technik, die man in Handarbeit selber umsetzen kann. Dieses Beispiel ist aus farbigen Stoffresten geknüpft und gibt ein starkes Statement ab. Unterstützt wird der starke Effekt noch durch die dunkelgraue Wand. (Bild über: decor8)

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 6 — Klein und fein

Wem das alles noch ein wenig zu viel ist, der beginnt erst mal klein. Mit diesem hübschen Miniteppich von Urban Outfitters zum Beispiel. Wie viele Wandteppiche ist er an einem Bambusstab befestigt und wird mit einer Kordel einfach an einen einzelnen Nagel gehängt.

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 7 — Geometrie in Textil

Schnell und einfach den Wandteppich-Trend umsetzen können Sie mit Webteppichen. Hier ein schönes Beispiel von Ferm living: ein kleiner Teppich, der gleich noch einen anderen grossen Wohntrend zeigt, nämlich die Liebe zur Geometrie. 

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 8 — Ans Fenster damit

Wandbehänge geben auch schöne Vorhänge ab. Das Knüpfmuster kommt im Gegenlicht besonders stark zur Geltung. Diese «Hippievorhänge» finden Sie bei Urban Outfitters, unser Beispiel ist perfekt, um Fenstern einen entspannten Sommerlook zu verpassen. 

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 9 — Viel Farbe mit Patchwork 

Dieser aktuelle und doch alte textile Wohntrend zeigt die Liebe zum Handwerk und die neue wichtige Rolle, die Handarbeiten einnehmen. Auch die Patchworktechnik wird hier angewendet. Eine kunstvoll genähte Decke macht sich ebenfalls schön an der Wand. (Bild über: seaofgirasoles)

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 10 — Ein Stückchen Welt zu Hause

Textilien aus aller Welt finden Sie auf Flohmärkten und in Spezialgeschäften. Aber schauen Sie sich auch auf den Märkten in Ihrem Ferienland um, und bringen Sie mit wundervollen Handarbeiten ein Stück der Welt nach Hause – und an die Wand. (Bild über: sfgirlbybay)

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 11 — Kontrastprogramm

Eine wichtige Textilkünstlerin, die sich mit Makramee beschäftigt, ist Sally England. Hier hängt eines ihrer Werke im trendigen Londoner Ace Hotel.

 

craftgawker
Wieso nicht ...

... einen kleinen Wandbehang selber knüpfen?

Makramee ist eine einfache Handarbeitstechnik, die Sie mit wenigen Hilfsmitteln selbst versuchen können. Für einen solch kleinen Wandbehang brauchen Sie gute Schnur, einen hübschen Ast und eine Anleitung. (Bild über: craftgawker )

19 Kommentare zu «Der Hippiestil, der wieder voll im Trend ist»

  • köstlich die Kommentare… ja-ja… der Titel ist halt für die Generationen der nach den 70ern geborenen gedacht , denn wer diese Zeit (Hippies) gelebt hat, weiss, dass dmals der „Stil“ nicht existent war… man hat halt das Zeugs was man aus den Ferien mitgebracht hat, wie zB. die Kokosnuss-schale die man selber während Tagen im Sand am Strand poliert hat, bekam eine neue Funktion, nähmlich zum mischen der hasch-tabak mischung… später wurde daraus vielleicht eine erdnuss schale usw. Nicht zu vergessen das man absolut kein Geld hatte, um auch nur an „Stil“ zu denken.

  • Sabine Schmid sagt:

    Ja, das war damals: Die entfesselte Nähschi mit Schnur-geknüpften Makramee-Fransen-Handtaschen. Augenblicke mit Kajal dramatisiert, dass die Kontaktlinsen mit einem vollen Fettfilm überzogen waren, studenlang gewartet auf John Lee Hooker am Bachtel und im Luftschutzkeller des Jugis getanzt zu „Morning has broken“ von Cat Stevens. Was gab es da nicht alles an Liebeskummer und ödem Warten, an Abenteuerlust und Nonkonformismus? Und jetzt sollen wir uns Reminiszenzen an die Wand hängen, über dem Bett drapieren oder auf dem Boden ausbreiten? Warum nicht?

  • Irene feldmann sagt:

    Gottseidank werde ich nur noch älter…..:)

  • Jacques sagt:

    Was ist „Hippie-Stil“? Der Hippie-Philosophie entsprang doch der Gedanke, sich eben keinem Stil – unterzuordnen. Also, jeder bildet sich seinen ‚Stil‘ – selbst.
    Ich, z.B. – mag es eher nüchtern-chaotisch …

    • Anh Toàn sagt:

      Cher Jacques

      Dein Namensvetter Brel, besingt in „les toros“ wie sich die gelangweilte Bourgoisie am Sonntag am Sterben der Stiere ergötzt. Und sich dann ein bisschen fühlen kann wie Don Juan oder Carmencita. Ich bin überzeugt, das kennst Du.

      Und heute will sich die bourgoisie halt auch einen Hauch von Extravaganz, Ausbruch oder gar Revolution in homöopathischer Dosierung ins Wohnzimmer holen. Wenn die nur merken würden, dass sie damit das eigene Spiessbürgertum noch akzentuieren.

      „Hippie-Stil“ in echt ist Matratze auf dem Fussboden. Ein Kokosnuss-Bambus Bong dessen nicht bloss dekorativen Nutzen sich am süsslichen Geruch im Raum erkennen lässt. Und nie BH!

  • diva sagt:

    manchmal geht re-design auch daneben. die website ist für weitsichtige menschen echt mühsam zum betrachten. die hochformatigen bilder, bei denen auf einem macbook pro nicht drum herum kommt, zu scrollen, sind nicht sehr betrachterfreundlich. und die schriften in den texten sind auch zu gross.

  • Manfred Redel sagt:

    Genau diese 20er-Jahre-Bürolampe auf der Nachkiste hat auch die Polizei benutzt bei Verhören zum Blenden. Da hört man noch die rauhe Stimme aus dem Hintergrund des abgedunkelten Zimmers brüllen: Geben Sie endlich zu, Sie haben den Safe aufgeknackt, dann kommen Sie mit 10 Jahren davon!
    Teppiche an den Wänden waren schon eine rechte Verirrung. Die verstauben und alles mögliche Viehzeugs setzt sich darin fest.

    • Heidi Arn sagt:

      :-))

    • Katharina I sagt:

      Also, Herr Redel, wenn man ein ordentlicher Mensch ist, hat man diese Teppiche so befestigt, dass man sie in regelmässigen Abständen von der Wand nehmen und reinigen kann. Zum Beispiel mit dem Staubsauger oder mit Hilfe einer Reinigung. Ich habe noch keine Teppiche an der Wand. Aber diese Beispiele gefallen mir! Und Makramee, nun ja. Das kann schon traumatische Gefühle auslösen. Aber es kommt auf den Stil an, es müssen ja nicht diese dunkelbraunen Teile mit den orangen Perlen sein. Brrrr! Mit anderem Material, neuen Mustern, Formen und Interpretationen kann sogar Makramee wieder interessant sein. Hmmm. Ich glaube, ich such mir mal einen hübschen Ast. :-)

      • Katharina I sagt:

        Und dann suche ich mir noch einen Schnellkurs in Russisch. Ich vermute jedenfalls, dass der selbst gemachten Wandbehang in dieser Sprache erklärt wird. Bilder sagen zwar mehr als tausend Worte, da, aber das war jetzt doch ein wenig überraschend. Окей, ich muss zugeben, das Muster ist sehr schön, der Russischkurs lohnt sich also. :-)

  • marusca sagt:

    Oh mein Gott, was fördert Ihr denn da wieder zutage? Das Wohnzimmer auf Bild Nr. 2 sieht aus wie dasjenige meiner Eltern so um 1963. Und der Flokatiteppich an der Wand, der ganz danach aussieht, als ob sich Hund und Katz jahrelang gleichzeitig zwecks Verrichtung ihres Geschäfts darauf getroffen hätten. Makramee!!!! Neiiii!! Das war in den Siebzigern DIE Freizeitbeschäftigung aller Hausschürzen-Muttis schlechthin . Allüberall waren die Gebilde vorhanden, sogar auf dem Klo… Und dann die gewobenen Bettdecken (auf denen zu WG-Zeiten die Speise- und Getränkekarte der lezten Monate figurierte) und diese Yogi-Vorhänge…..
    Wer oder was gibt Euch eigentlich das Recht, mich dermassen zu foltern? Ich habe Euch doch gar nichts getan.

  • Widerspenstige sagt:

    Erinnert mich sehr an meine Jugendzeit, wo Makrameeknüpfen der Hit war, so in den 70er-Jahren und die Wandbehänge wurden bei der letzten Züglete entsorgt….aber schön ist Bild 1 statt einer leeren weissen Wand wie in den meisten Wohnungen usus. Leider hängt nicht mal ein gutes Bild an den Wänden in den modernen Wohnungen und ich finde das sehr schade. Da kann ein Ersatz für die erste Wohnung wie hier gezeigt dieses Manko aufwerten.

    Liebe Frau Kohler, ich vermisse das vorherige liebevolle Design des sweet home Logo speziell mit der Pastellfarbe und dem Schnörkel….biiitteeeee ersetzen. Wäre doch schön für Ihren Geburtstag anfangs Juli oder irre ich mich und Sie haben sich das gar so gewünscht?!

    P.S. Beim Teaser auf der Hauptseite hat sich ein Tippfehler eingeschlichen und es steht ‚…..angenagteste Wandschmuck….‘ statt ‚…angesagtester Wandschmuck…‘ ;)

    • adam gretener sagt:

      Da war der angenagte Wandschmuck gemeint, sieht man doch :-)

    • Widerspenstige sagt:

      Wie immer eine sarkastische Antwort parat, der adam gretener. Aber was ist Ihre Meinung über das neue Logo? Wenigstens eine klitzekleine Meinung darüber wäre erwünscht, denn ich kann mich mit dem gesamten Redesign einfach nicht so abfinden. Es fehlt vorallem ein Buton zum scrollen direkt zu den Kommentaren und oben die Anzeige über neue Kommentare oder wenigstens die Anzahl der Zugänge in Zahlen….und oben fehlt die Rubrikübersicht zum schneller dorthin zu gelangen. Meine Zeit ist eben beschränkt und ich will mich nicht zu lange mit solchen Dingen aufhalten beim täglichen süchtigen Surfgang…

      • adam gretener sagt:

        Liebe Widerspenstige, solche Dinge sind mein Beruf, darum versuche ich mich zurückzuhalten. Frau Kohler hatte wahrscheinlich auch nur ein beschränktes Mitspracherecht. Das macht die ganze Sache delikat.

        Aber wenn Sie schon danach fragen: Bei einem Redesign sollte man nicht alles komplett über Bord werfen.

  • Heidi Arn sagt:

    Hiiilfe, ich hoffe, das ist nur ein Albtraum, nein, darüber bin ich noch nicht hinweg! Und Möbelstücke und Pflanzen sind auch aus der Zeit! Auf letztere kann ich inzwischen neu und frisch blicken, habe sogar einen grossen Philodendron und einen Yuccabaum. Aber Makramee nicht mehr in diesem Leben! Wobei, Nr. 8 finde ich hübsch und die Wandbehänge von Nr. 10 auch (versöhnlicher Schluss, oder?)

    • déjà-vu sagt:

      was brauch ich denn noch kommentare schreiben, ist ja schon alles gesagt… 8-0
      einfach: N E I N zu all dem schauderlichen zeugs, rieche es geradezu, brr…

  • Astrid Meier sagt:

    Der Patchwork ist hinreissend. Zu den abgebildeten marokkanischen Teppichen und Kilims muss man sagen: teuer, teuer… Das sind Vintagestücke. Und hätte ich so eine grosse, tolle Wohnung mit Backsteinmauern, Durchbrüchen und riesigen Fenstern sähe es bei mir auch ganz anders aus… Aber anregend ist der Blog allemal, danke.

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