Ein wenig anders als sonst!

Wer jeden Tag kocht, kennt das Problem: Es gibt oft das Gleiche. Jeder Haushalt hat sein Repertoire, und davon weicht man selten ab. Meist muss es auch schnell gehen, denn Arbeit, Familie und Freizeitbedürfnisse lassen nicht immer viel Zeit, in der Küche zu experimentieren. Und falls man dann doch mal Lust hat, etwas Neues auszuprobieren, fehlen gerade die Zutaten dazu. Diese Rezepte sind alle einfach, aber etwas anders als gewohnt.

 

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1 — Pasta als Eintopf

Kennen Sie Fertiggerichte? Dieses Pastagericht, gefunden auf dem wunderschönen und inspirierenden Blog A Beautiful Mess, ist so was Ähnliches, bloss mit frischen Zutaten! Die Pasta kommt mit Wein, Bouillon und einigen Zutaten in einen Topf, wird gekocht und kommt fix und fertig auf den Teller! Einen Versuch wert, wenn es schnell gehen muss.

Zutaten für 2–4 Personen:
  • 400 Gramm Tagliatelle
  • 6 Deziliter Bouillon
  • 5 Deziliter Rotwein
  • 2 Deziliter Wasser
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 100 Gramm Parmesan, gerieben
  • 1 Handvoll Basilikum 
Zubereitung:

Geben Sie das Wasser, die Bouillon, den Wein, die Nudeln, das Lorbeerblatt, das Öl und das meiste des Basilikums in einen Topf. Aufkochen und dann ca. 7–8 Minuten fertig köcheln. Die Kräuter entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Geben Sie ein wenig frisches Basilikum und den geriebenen Parmesan darüber. 

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Das Buch zum Blog: 
Hinter dem erfolgreichen amerikanischen Blog A Beautiful Mess stehen die zwei Schwestern Elsie Larson und Emma Chapman. Der Blog ist ein spannendes Magazin, das nicht nur Rezepte, sondern auch Einrichtungs- und Bastelideen vermittelt. Wer noch mehr Ideen bekommen möchte, kann auch das Buch zum Blog kaufen: «A Handmade Home» von Elsie Larson und Emma Chapman.

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2 — Rösti-Spiegelei-Küchlein 

Rösti mit Spiegelei ist zwar ein Klassiker und kommt bestimmt in den meisten Schweizer Haushalten regelmässig auf den Tisch. Versuchen Sie das Gericht aber mal ein bisschen anders, nämlich als Küchlein. (Bild über: Taste Bud)

Und so gehts: 

Sie brauchen Gschwellti vom Vortag. Raffeln Sie diese als Rösti und würzen sie mit ein wenig Salz. Wer will, kann nun noch ein wenig geraffelten Käse oder gehackte Kräuter beigeben. Buttern Sie einige Muffinformen gut aus und füllen diese mit der Rösti. Drücken Sie eine Mulde in jedes Küchlein und schlagen darin ein Ei auf. Mit Salz und Pfeffer würzen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen, herausnehmen und servieren. 

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3 — Paprikapoulet und Nudeln 

Poulet kann man auf viele Arten zubereiten. Diese ist einfach, würzig und schmeckt fantastisch zu Nudeln. (Bild über: E.A.T)

Und so gehts: 

Sie brauchen Pouletstücke mit Haut, zum Beispiel Schenkel. Waschen Sie diese, und trocknen Sie sie gut ab. In Bratbutter und ein wenig Öl braten Sie die Pouletstücke beidseitig gut an. Nehmen Sie sie aus der Pfanne. In dieselbe Pfanne (am besten benutzen Sie dafür eine Gusseisenpfanne) geben Sie ein Stück Butter, 4–6 in Streifen geschnittene Schalotten und 2 Esslöffel süsse Paprika. Dünsten Sie alles einige Minuten und geben dann die Pouletstücke bei. Einen halben Esslöffel Mehl dazugeben, gut durchmischen und 1 Deziliter Bouillon und 1 Deziliter Weisswein darüber giessen. Zugedeckt ca. 40 Minuten köcheln lassen und über Butternudeln mit einem guten Esslöffel Crème fraîche und grob gehackter Petersilie servieren.

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4 — Rotes Curry mit Linsen 

Klassische Thai-Currys werden meist mit Poulet, Gemüse oder Crevetten gemacht. Versuchen Sie dieses Linsencurry. Es ist nahrhaft, würzig, anders und einfach! (Quelle: Wild Greens and Sardines)

Zutaten: 
  • Öl
  • 1 Schalotte, geraffelt
  • 3 Knoblauchzehen, geraffelt
  • 2 Esslöffel geraffelter Ingwer
  • 1 roter Peperoncino, fein gehackt
  • 3 Esslöffel rote Currypaste
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 Gramm)
  • 400 Gramm Linsen
  • 2 Liter Wasser
  • 2 Handvoll Spinatblätter
  • abgeriebene Schale und Saft von 1 Limone
  • 1 Dose Kokosnussmilch (400 Gramm)
  • 1 gute Handvoll Koriander, grob gehackt
  • 1 Esslöffel Fischsauce oder ein wenig Salz
  • 1 Kaffeelöffel Palmzucker
  • gehackte und geröstete Cashewnüsse

Zubereitung: 

Ein wenig Öl in eine grosse Gusseisenpfanne geben. Die Schalotte und den Ingwer dazugeben und 2 Minuten dünsten. Den Knoblauch und den Peperoncino beigeben und alles nochmals 1 Minute dünsten. Die Currypaste beigeben, gut vermischen und dann die gehackten Tomaten beigeben. Nun kommen die Linsen und das Wasser in den Topf. Alles aufkochen und dann 40 Minuten zugedeckt sanft köcheln lassen. Nun die Spinatblätter, die Kokosmilch, die Fischsauce, den Zucker und den Saft und die abgeriebene Schale der Limone zu den Linsen geben. Alles gut durchwärmen und köcheln, bis die Spinatblätter zusammengefallen sind. Nun servieren Sie die Linsen in kleinen Schälchen mit den Nüssen und viel Koriander.

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5 — Broccoli mit Mandeln und Feta 

Broccoli ist gesund, und man kann nicht genug davon essen. Doch oft ist er auch ein bisschen langweilig. Nicht so dieses einfache Gericht mit Mandeln und Feta. (Bild: The Food Charlatan)

Und so gehts: 

Broccolistücke kurz dämpfen, sodass sie heiss, aber noch sehr knackig sind. Ein wenig Olivenöl und Zitronensaft darüber geben und vermischen. Zerbröckelten Fetakäse, geröstete und geschälte Mandelsplitter und eine gute Handvoll getrocknete Cranberrys darüber geben und servieren. Der Feta ist salzig genug, so braucht das Gericht kein zusätzliches Salz.

14 Kommentare zu «Ein wenig anders als sonst!»

  • S.R sagt:

    hab grad die Röstiküchlein gemacht, aber nach dem Rezept von Frau Kohler liefs nicht so toll und ich musste ein wenig improvisieren und geschmacktechnisch hätte es besser sein können.

    Hier das Originalrezept, das wurde schon wesentlich besser ;) btw: ich habe die Eier ca 10min gebacken, das war schon einigermassen fest, wers gerne sehr weich mag sollte früher reinschauen.

    http://thepioneerwoman.com/cooking/2013/03/eggs-in-hash-brown-nests/

  • Eva sagt:

    Dieser Blog ist einfach genial und heute wieder besonders! Ich freue mich jedes Mal drauf und die Rotweinnudeln mache ich bestimmt!
    Happy cooking!

  • Ruth sagt:

    Wunderbare Rezepte, vielen Dank, das Linsencurry hat es mir besonders angetan, das werde ich sofort ausprobieren

  • Hotel Papa sagt:

    Nr. 1.

    Wirklich ohne Schalotten und Knoblauch anzudämpfen einfach alles aufkochen? Ist mir suspekt. Bei mir müsste erst Maillard etwas wirken. Dann mit der Flüssigkeit ablöschen und die Nudeln dazu.

    • Evelyne sagt:

      Lieber Hotel Papa, kennen Sie One-Pot-Pasta? Da wird der Knoblauch wie auch die Zwiebel ohne anzubraten mit den restlichen Zutaten vermischt und aufgekocht. Ist bei uns ein beliebtes Gericht, wenn es mal schnell gehen muss und trotzdem gut schmecken soll. Habe ich auch schon als kleine Vorspeise serviert – mit grossem Erfolg.

      • Evelyne sagt:

        …also trauen Sie sich ruhig. Es wird Ihnen sicherlich schmecken.

        • Heidi Arn sagt:

          Diese Form der Zubereitung kannte ich noch nicht. Wegen der nicht vorgedämpften Schalotten war ich weniger skeptisch, denn auf meiner Lieblingsinsel werden beim geschnetzelten Elch auch ungedämpfte Zwiebeln in die Sauce gegeben, und das schmeckt sehr.
          Die Rotweinnudeln gab es gestern: So bequem und so gut!
          Von „A Beautiful Mess“ bin ich begeistert, Frau Kohler! Die Seife oder die Jello-Orangen z.B.! Da gibt es übrigens eine „view and print“ – Funktion (Wink mit dem Zaunpfahl). Gibt es einen Grund, weshalb wir das bei Sweet Home nicht haben?
          Schönen Dank für die vielen erfrischenden Anregungen!

  • simu sagt:

    Frau Kohler, planen Sie diese Rezepte in einem Buch zu veröffentlichen?

    Ich sichere mir jeweils die Links zu diesen wundervollen Rezepten auf meinem Google Mail Konto.
    Es plagt mich jedoch die Angst, dass diese Links (der eine erreicht bald den zweiten Geburtstag), irgendeinmal nicht mehr gültig sind, und somit die Rezepte ins digitale Nirwana verschwinden.

    • Yves sagt:

      Das wäre mir zu heiss. Ich arbeite mit Evernote. Jeder Artikel, der mir gefällt, wird so ohne viel Aufwand gespeichert und kann bei Bedarf jederzeit wieder angeschaut werden. Ich habe sicherlich schon über 300 Rezepte so abgespeichert. Alle schön in verschiedene Kategorien abgelegt. Vorspeise, Pasta, Fleisch, Vegi, etc.

      • Marianne Kohler sagt:

        Ach wie schön!
        Herzlichen Dank für die Liebe zu Sweet Home

      • simu sagt:

        Danke Yves für den Tipp mit Evernote.
        Ich wusste nicht, dass es so eine elegante Lösung (auch geräteübergreifend) betr. Web Clipping gibt!

    • Ben sagt:

      …der Severadministrator könnte auch eine Funktion zum drucken oder PDF generieren einbauen. Dann kann man die Dokumente schön formatiert speichern…

  • Yves sagt:

    Die Rösti-Spiegeleier werde ich mal in unseren Ramequin ausprobieren. Als Variante Sennen-Rösti mit Wachteleier. Käse untermischen, Ramequin befühlen, Mulde eindrücken, mit einer dünnen Schicht Fleischkäse belegen, kleines Loch in der Mitte ausschneiden und Ei in die Mulde einschlagen.

    • Supernova sagt:

      Da Kartoffeln und Ei nicht die gleiche „Brat“-Dauer haben, brate ich zuerst separat die Kartoffeln als Röstis, und erst wenn diese fertig gebraten sind, in die Muffin-Form geben und das Ei aufschlagen. Dann noch 10min. im Ofen bis Ei fest ist.
      Tipp: in Metall-Muffinformen ergibt es knusprigere Ei-Röstis als in Silikonformen. Und wenn man die Kartoffeln mit Zwiebeln anbrät, schmeckt die Ei-Variante noch besser!

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