Einmal kochen, dreimal geniessen!

Manchmal steht man gerne eine Weile in der Küche, nimmt sich Zeit zum Kochen, trinkt dazu ein Glas Wein und hört Musik. Dann aber gibt es Tage, an denen man einfach an den Tisch sitzen und etwas Feines serviert bekommen möchte. Die Lösung ist ganz einfach: Kochen Sie sonntags langsam und genüsslich eine extragrosse Portion und geniessen Sie danach noch zwei Tage einfache, schnelle Gerichte mit den Resten davon. Diese Rezepte zeigen, wie einfach das geht.

 

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Sugo al pomodoro

Eine einfache Tomatensauce ist die Basis für viele Gerichte. (Bild über: The Pioneer Woman)

Zutaten für eine extragrosse Portion Tomatensauce:
  • 2 Stangen Sellerie mit Blättern
  • 2 grosse Rüebli
  • 2 Schalotten
  • 4 Knoblauchzehen, gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Kaffeelöffel Honig
  • 1 gute Handvoll zerrissenes Basilikum mit Stengel
  • 1,5 Kilogramm gehackte Cherrytomaten
Zubereitung:

Geben Sie so viel Olivenöl in eine Pfanne, dass es den Pfannenboden bedeckt. Hacken Sie die Zwiebel, die Selleriestangen mit den Blättern und die Rüebli fein. Dünsten Sie alles zusammen ca. 10 Minuten im Olivenöl. Dann geben Sie den Knoblauch bei und wenn dieser zu duften anfängt, können Sie die Tomaten hinzufügen. Alles würzen, den Basilikum beimengen und zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln lassen. Abdecken und nochmals eine halbe Stunde simmern lassen. 

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Spaghetti al pomodoro mit Mozarella

Am Sonntag servieren Sie die Tomatensauce klassisch mit Spaghetti. Dazu kochen Sie die Spaghetti al dente und erhitzen einen Teil der Sauce. Geben Sie die abgetropften Spaghetti in die Sauce und mischen Sie alles gut. Servieren Sie die Spaghetti mit frischem Basilikum und feinem Mozzarella di Buffalo. (Bild über: The Everygirl)

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Pizza Margarita am Montag

Pizza mit eigener Tomatensauce zuzubereiten, ist einfach und schmeckt fantastisch. Erhitzen Sie den Backofen auf 250 Grad. Bestreichen Sie einen ausgewallten Pizzateig mit ein wenig Olivenöl und streichen dann mit einem Löffel Tomatensauce darauf. Nicht zu viel, sonst wird die Pizza nicht knusprig. Belegen Sie die Tomatensauce mit Mozzarella und schieben Sie die Pizza auf die unterste Rille in den heissen Ofen. Während ca. 10–15 Minuten den Teig knusprig backen. Mit einigen frischen Basilikumblättchen servieren. (Bild: Flickr)

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Eier in Tomatensauce am Dienstag

Geben Sie die Tomatensauce in eine tiefe Bratpfanne und erhitzen Sie sie. Schlagen Sie einige Eier darin auf und köcheln Sie alles sanft, bis die Eier fest sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, ein wenig frischen Basilikum darüber geben und mit Brot geniessen. (Bild über: The Pioneer Woman)

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Ein Poulet aus dem Backofen am Sonntag

Ein Poulet zaubert immer eine besondere Festtagsstimmung. Es ist schnell gemacht, unkompliziert in der Vorbereitung und gelingt auch Kochanfängern. In kleinen Haushalten schafft man es oft nicht, ein ganzes Poulet zu essen, und es bleibt genug übrig, um damit andere leckere Sachen zuzubereiten. Servieren Sie das Poulet am Sonntag zum Beispiel frühlingshaft frisch mit Salaten, Frühlingsgemüse und einem guten Brot. Oder Sie backen im Ofen Kartoffeln mit: einfach auf ein Blech legen und dieses unter den Rost mit dem Poulet schieben. Die Kartoffeln werden dann im Fett und mit dem Geschmack des Poulets geröstet und schmecken fantastisch. 

Tipp: Die folgenden Rezepte eignen sich auch mit Poulet aus der Rôtisserie!

Zutaten:
  • 1 Biopoulet
  • Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Estragon
  • Abgeriebene Schale von einer Zitrone
  • 1 Zitrone geviertelt
  • 1 Bund Petersilie
Zubereitung:

Waschen Sie das Poulet und tupfen Sie es mit Küchenpapier ab. Zerstossen Sie die Knoblauchzehen mit ein wenig Meersalz in einem Mörser, geben Sie Olivenöl, den gehackten Estragon und die abgeriebene Zitronenschale bei. Dann reiben Sie das Poulet mit dieser Mischung ein. Schieben Sie auch etwas davon unter die Haut und würzen Sie es zuletzt mit schwarzem Pfeffer. Stossen Sie die geviertelte Zitrone und den Bund Petersilie ins Poulet, und schieben Sie es in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Das Poulet wird nun während 1 Stunde goldbraun gebacken. Stecken Sie einen Spiess ins Poulet. Wenn der Saft klar herauskommt, ist das Poulet fertig.

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Pasta mit Poulet am Montag

Pouletresten von gebratenem Poulet kann man nicht so einfach erwärmen wie zum Beispiel ein Kasserolle-Gericht. Aber es gibt viele Möglichkeiten, andere Gerichte mit diesen Pouletresten anzureichern. Das geht übrigens auch sehr gut mit Poulets aus der Rôtisserie. Dieses Pastagericht ist ein gutes Beispiel dafür. (Bild über: Julia’s Album)

Und so gehts: Kochen Sie die Pasta gemäss Packungsangaben al dente. Entfernen Sie die Haut des Poulets und lösen Sie das kalte Fleisch von den Knochen. Geben Sie Olivenöl und eine zerdrückte Knoblauchzehe in eine Pfanne und erhitzen Sie beides sanft, bis der Knoblauch duftet. Geben Sie getrocknete, in Stücke geschnittene Tomaten bei und dünsten Sie diese kurz an. Giessen Sie dann ein halbes Glas Wein dazu und ein wenig Bouillon und lassen Sie alles einkochen. Dann den Rahm dazugiessen, die Pouletstücke beigeben, alles erwärmen, mit Salz und Pfeffer würzen, Chiliflocken und getrockneten Oregano beigeben und die abgetropfte Pasta untermischen. Servieren!

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Gebratener Reis mit Poulet am Dienstag

Für dieses Gericht brauchen Sie gekochten Reis, gefrorene oder frische Erbsen, 2 Rüebli, geraffelt mit der Röstiraffel, und Pouletresten ohne Haut. Olivenöl in eine Pfanne geben, erhitzen und den Reis begeben. Dann die Pouletstücke, die Rüebli und die Erbsen beifügen. Alles gut anbraten und 2 Esslöffel Sojasauce dazugiessen. Schnittlauchringli untermischen und als einfachen Znacht servieren. (Bild über: The Southern Plate)

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Ein Clubsandwich für Zwischendurch

Es ist das eleganteste Sandwich und passt perfekt zu einem Fernsehabend. Sie brauchen dafür gekochte Pouletresten ohne Haut und knusprig gebratenen Speck. Toasten Sie pro Person 4 Scheiben feines Brot. Bestreichen Sie es mit Butter und Mayonnaise und belegen Sie es mit Lattichblättern und Tomatenscheiben. Auf zwei Scheiben legen Sie die Pouletresten, auf die anderen beiden den gebratenen Speck. Nun legen Sie alle Scheiben übereinander, befestigen sie mit Holzspiesschen und schneiden sie in Viertel. Servieren Sie das Clubsandwich mit Chips und frischen Fruchtstücken wie Bananen, Orangenschnitzen, Erdbeeren und Kiwis. (Bild über: Grandmother’s kitchen)

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Rindsvoressen am Sonntag

Der Duft eines feinen Eintopfs erfüllt das Haus immer mit Gemütlichkeit. Ein Klassiker ist Voressen. Kochen Sie von diesem Gericht auf jeden Fall zu viel, denn am nächsten Tag schmeckt es noch besser und es lässt sich auf andere Arten geniessen. Am Sontag passt feiner buttriger Kartoffelstock dazu. Kaufen Sie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung (regional und bio). Lieber etwas weniger Fleisch, dafür gutes. Reichern Sie das Schmorgericht dafür mit mehr Gemüse an. Und geniessen Sie es. (Bild über: Katie at the Kitchen Door)

Zutaten für das Fleisch, für 4–6 Personen:
  • 1,5 Kilogramm Rindsvoressen
  • 800 Gramm Rüebli, in Stücke geschnitten
  • 5 Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 4 Schalotten
  • Mehl
  • 2 Gläser Rotwein
  • 2 Gläser starke Bouillon
  • 1 Handvoll Thymian
  • 1 Handvoll Majoran
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • Salz, Pfeffer
  • ein wenig brauner Zucker
  • Olivenöl
Zubereitung Eintopf:

Die Rüebli schälen und in ca. 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Das Fleisch im Olivenöl anbraten, ein wenig Mehl und Zucker darüber streuen. Die Rüebli, den Thymian, den Majoran und die Tomatenstücke dazugeben, mit Rotwein ablöschen, würzen. Eine Schalotte mit Nelke und Lorbeerblatt bestecken und beide Schalotten hineingeben. Die Bouillon dazugiessen und alles zugedeckt auf kleinem Feuer 2–3  Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch richtig weichgekocht ist.

Und so bereiten Sie den Kartoffelstock zu:

Kochen Sie 1,5 Kilogramm geschälte und in Würfel geschnittene Kartoffeln in Salzwasser oder Bouillon weich. Behalten Sie ca. 1 Deziliter Kochwasser zurück und stellen es beiseite, den Rest abgiessen. Erhitzen Sie 2 Deziliter Milch mit 30 Gramm Butter und würzen Sie dieses Gemisch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Nun zerstampfen Sie die Kartoffeln mit einem Stampfeisen und geben die heisse Milch-Butter-Mischung dazu. Gut vermischen. Falls der Kartoffelstock zu trocken ist, können Sie noch ein wenig von dem zurückgehaltenen Kochwasser dazugeben.

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Beef Pie am Montag

Am Montag gibt es das Gleiche, aber ganz anders! Braten Sie Champignons in Butter an und mischen Sie diese und frische oder tiefgefrorene Erbsen unter eine Portion Fleisch. Geben Sie alles in eine Gratinform und legen einen Teig darüber. Am besten schmeckt ein Blätterteig, aber auch ein feiner Kuchenteig oder gar ein Pizzateig funktionieren gut. Bestreichen Sie den Teig mit etwas Eigelb und backen alles ca. 40 Minuten bis der Teig goldbraun ist. Im Topf servieren oder einzelne Portionen zubereiten in kleinen Formen. (Bild über: Good Dinner Mom)

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Griechische Pasta am Dienstag

Es gibt ein griechisches Gericht, bei dem die Pasta mit Fleisch zusammengekocht wird. So ähnlich können Sie dies mit einem Rest Voressen zubereiten. Es braucht dazu viel Sauce! Erhitzen Sie das Fleisch und geben es in eine Gratinform. Geben Sie zum Fleisch mit Sauce griechische Pasta in Reisform (Orzo), salzen Sie eventuell nach oder geben Sie noch etwas Wasser dazu. Bedecken Sie die Gratinform mit Alufolie und backen Sie alles ca. 30 Minuten. Nun nehmen Sie die Folie weg und zerbröseln den Fetakäse und streuen  ihn darüber. Backen Sie alles nochmals 10 Minuten und servieren Sie es aus der Gratinform. (Bild übers: My Greek Dish)

 

 

28 Kommentare zu «Einmal kochen, dreimal geniessen!»

  • Sylvia sagt:

    Ich finde das Ganze an sich eine gute Idee mit dem Vorkochen und der vorgeschlagenen Resentverwertung. Dies mit einer Ausnahme… Geflügelfleisch, also Poulet, Truthahn. Da finde ich es aus hygienischen Gründen gar nicht gut, Resten davon am nächsten oder gar übernächsten Tag noch zu verzehren… kann auch schnell mal an die Gesundheit gehen…

  • Widerspenstige sagt:

    Es gibt einen Trick, um diese wundervollen Rezepte separat auf je einem A4 auszudrucken:
    1. Mit der linken Maustaste über ein Rezeptbild samt Text fahren – es erscheint exakt in Blau, was man kopieren will
    2. Mit der rechten Maustaste klicken und es erscheint die Auswahl z.B. Drucken – darauf klicken
    3. Bevor man das Ganze mit 39 Seiten einfach druckt, kann noch die gewünschte Rezeptseite z.B. 8 eingegeben werden

    Es ist je nach Drucker s/w oder farbig druckbereit. So habe ich es gemacht und es klappt hervorragend innerhalb Sekunden.

    Viel Spass :)

  • francesca sagt:

    wie kann ich die rezepte ausdrücken. geht das überhaupt?
    danke francesca

  • caro sagt:

    Wie toll! Ein solches Kochbüch müssten Sie machen.. Fein, stilvoll und dazu noch praktisch.
    Herzlichen Dank!

    • Christoph B. sagt:

      Es gibt dieses Kochbuch bereits. Es heisst “Das grosse Familienkochbuch” und erschien letztes Jahr. Untertitel: “Einmal kochen, zweimal geniessen.”, also wie der Artikeltitel hier.

  • Peter sagt:

    Ich soll die dreifache Menge Huhn oder Kuh kochen, damit ich dann jeden Tag Fleisch essen kann? Das ist das Gegenteil von dem, was ich, die Tiere und der Planet brauchen.

    • Yves sagt:

      Peter, also wenn Sie das nicht brauchen, braucht es der ganze Planet nicht? Sie gehen schon mit einer komischen Logik durch die Welt…

  • Danièle sagt:

    Oh wie lecker! Danke für die Tipps und einen wunderbaren Donnerstag!

  • lieberlecker sagt:

    Mit allem einverstanden :-) … aber! Kitty hat Recht! Ob die Resten des Sonntagshuhns für all diese leckeren Rezepte bis und mit Mittwoch reichen, wage ich zu bezweifeln (auch bei nur 2 Personen). Zum Glück hat unser Ofen Platz für ein Extra Huhn!
    Andy
    PS. @Christian: Versprechen gehalten ;-)

  • Eddy sagt:

    „Rindsvoressen am Sonntag“: Ich nehme meistens etwas mehr Fleisch, da 1,5 Gramm nur schwer durch 4-6 zu teilen sind…;-)

  • Markus sagt:

    Also 1.5 Gramm Rindsvoressen finde ich doch etwas wenig, auch wenn es bio ist;-) Müsste wohl eher 1.5 Kilogramm sein.

  • Yves sagt:

    Die Rezepte gefallen mir gut. Speziell der letzte Teil mit dem Voressen. Lecker! Und richtig Frau Kohler, lieber etwas weniger Fleisch, dafür gutes! So machen wir das auch. Natur-Konkret ist unser Fleischlieferant (nebst den Fiechter Schwestern natürlich). Feinstes Weidefleisch aus tiergerechter Haltung!

  • Kitty sagt:

    Da reicht aber das erste Rezept bei weitem nicht aus, wenn die Reste davon an 2 oder sogar 3 darauffolgenden Tagen verwendet werden sollen! zB ein Poulet aus dem Ofen reicht für unsere 4-köpfige Familie (und unsere Kinder sind noch klein) gerade mal für eine Mahlzeit.

    • Dani sagt:

      Dann versuchen Sie sich mal an einem Truthahn. Wobei ich hier schon mal eine Warnung aussprechen muss: Geschmaklich unterscheiden sich Hühnchen und Truthahn deutlich. Aber selbst eine 4 köpfige Familie wird an einem Truthahn gute 3 Abende zu Essen haben.

    • Ueli Eichenberger sagt:

      ja, ich glaube eben, das richtet sich eher an die Einpersonenhaushalte.

    • Maja sagt:

      Das dachte ich beim Poulet auch…

    • Marcus Ballmer sagt:

      @Kitty: Nehmen Sie anstelle des Huhns einen ganzen Straussenvogel. Der genügt garantiert für vier Personen und drei Tage. Vielleicht sogar für Fünf. Personen und Tage. Oder so. Wie das Vögelchen in den Ofen reingepasst werden könnte, darüber müsste man noch nachdenken. Mit etwas Anlauf ginge es vielleicht…

      • Tanja sagt:

        Danke Marcus Ballmer ich musst sooooo lachen bei diesem schönen kulinarischen nicht allzu ernst zu nehmenden Thema.

  • Sylvie sagt:

    Tolle Ideen! Das „Ei in Tomatensauce“ heisst eigentilch Shakshouka, ich kenne es aus Israel und mache es selber sehr oft. En guete!

    • Das wollte ich gerade auch anmerken. Ich liebe Shakshuka mit den leckeren orientalischen Gewürzen. Habe es kürzlich „im Glas“ gemacht – coole Brunchidee, weil einfacher und trotzdem super fein.

  • Manuel Bernhard sagt:

    Guten Tag
    Ich schätze Ihre Kochvorschläge und auch andere Beiträge sehr aber es gibt offensichtlich keine Möglichkeit, diese separat auszudrucken. Gibt es vielleicht einen Trick?
    Mit freundlichen Grüssen
    Manuel Bernhard

    • louispiller sagt:

      ganz einfach!
      mit iphone. mit dem finger auf dem text bleiben bis auswählen/kopieren aufklappt. >auswählen > kopieren, dann notizen öffnen und dort einsetzen. diese dir selbst mailen und damit hat es sich.

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