Immer nur Fondue? So ein Käse!

Zur Zeit der Skiferien gehören auch die zwei Schweizer Klassiker Fondue und Raclette. Es gibt aber noch andere Arten, wie man warmen Käse geniessen kann. Hier 5 einfache Rezeptideen.

 

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1 — Gebackener Käse 

Nicht, dass ich Fondue und Raclette nicht liebe, aber ich habe keine Ahnung, wie man diese Gerichte selber macht. Auch braucht es dazu spezielle Geräte, und deshalb schrecke ich immer davor zurück, mich ernsthaft um die Sache zu kümmern. Dieses Gericht ist eine Art Ersatz dafür. Es geht ganz einfach – und gelingt immer. (Bild über: Alexandra cooks)

Und so gehts: 

Sie brauchen eine tiefe ofenfeste Pfanne. Schneiden Sie Käse (zum Beispiel Fontina) in Würfel, für 4 Personen etwa 1,2 Kilogramm. Reiben Sie die Pfanne mit ein wenig Olivenöl ein, und verteilen Sie die Käsewürfel. Träufeln Sie Olivenöl darüber, und verteilen Sie eine fein gehackte Knoblauchzehe und eine Handvoll gehackte Kräuter wie Thymian, Oregano und Rosmarin über den Käse. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Backofen unter dem Grill schmelzen lassen, bis die Käsemasse schön blubbert. Servieren Sie den gebackenen Käse wie eine Art Fondue in der Pfanne auf dem Tisch, und lassen Sie alle mit Baguettestücken darin dippen.

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2 — Käsewähe  

Selbstverständlich kann man die Käsewähe mit einem selbst gemachten Teig zubereiten, das schmeckt bestimmt noch besser. Aber wenn Sie einen schnellen und unkomplizierten Znacht möchten, dann geht das am einfachsten mit einem gekauften Teig. (Bild über: Fashionedible)

Zutaten: 
  • 1 Kuchenteig, rund ausgewallt
  • 2 Deziliter Rahm
  • 5 Eier
  • 2 Deziliter Milch
  • 200 Gramm Tilsiter, geraffelt
  • 200 Gramm Gruyère, geraffelt
  • 100 Gramm Sbrinz, geraffelt
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss
  • 1 Esslöffel Thymianblättchen
Zubereitung: 

Den Teig in eine Form geben und einstechen. Die Eier verquirlen, den Rahm, die Milch, die Thymianblättchen und den Käse beigeben, alles gut vermischen. Würzen und auf dem Kuchenteig verteilen. Im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten auf der untersten Rille goldbraun und knusprig backen. 

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3 — Gnocchi alla Romana 

Dieses Gericht schmeckt ein wenig nach Kindheit und ist einfach fantastisch! (Bild über: Ginger and tomato)

Zutaten: 
  • 200 Gramm Griess
  • 7 Deziliter Milch
  • 2 Eigelb
  • 70 Gramm Butter, geschmolzen
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 150 Gramm Parmesan, gerieben
Zubereitung: 

Kochen Sie den Griess mit der warmen Milch, ein wenig Salz und Muskatnuss unter Rühren ca. 15 Minuten. Wenn der Griess fertig gekocht ist, nehmen Sie ihn vom Feuer und lassen ihn ein wenig abkühlen. Mischen Sie dann die Eigelb und 40 Gramm Butter bei. Streichen Sie die Masse in ca. 2 cm Dicke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech, und lassen Sie sie auskühlen. Reiben Sie eine Backform mit Butter aus. Dann stechen Sie mit einer runden Form die Gnocchi aus und legen sie, leicht übereinandergeschichtet, in die Backform. Dann giessen Sie die restliche Butter über die Gnocchi und verteilen den Parmesan darüber. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen, bis die Gnocchi heiss sind und der Käse geschmolzen ist. 

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4 — Farfalle mit Käsesauce 

Pasta und Käse hat man meistens im Haus. So ist denn dieses Gericht immer eine gute Idee, wenn man gerade nicht weiss, was man kochen soll. (Bild über: Pioneerwoman)

Und so gehts:

Farfalle (oder andere kleinförmige Pasta) al dente kochen. In einer Pfanne 20 Gramm Butter mit einer Handvoll Kräuter wie zum Beispiel Salbei oder Majoranblättchen erhitzen und ein klein wenig braun werden lassen, dann 3 Deziliter Rahm dazugiessen und ca. 1 Deziliter Milch, ein wenig Bouillon dazugeben, am besten direkt aus der Dose, oder ein wenig eines Bouillonwürfels reinbröseln. Alles sorgfältig erhitzen, ca. 200–300 Gramm geraffelten Käse beigeben (dazu eignet sich praktisch jeder Käse, auch gemischte Sorten). Würzen Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer und einer guten Prise Muskatnuss. Die Pasta in die Sauce geben, gut vermischen und servieren.

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5 — Käsekartoffeln mit Speck 

Endlich habe ich wieder einen Backofen. Und die Liste mit den Gerichten, die nun bald in den Ofen geschoben werden, ist lang. Dazu gehören auch diese einfachen Käse- und Speckkartoffeln. (Bild über: Barefeet in the kitchen)

Und so gehts:

Kochen Sie Kartoffeln, lassen Sie sie ein wenig abkühlen, schälen Sie sie, und schneiden Sie sie in Würfel. Braten Sie Speck knusprig, und lassen Sie diesen auf Küchenpapier abtropfen. Raffeln Sie 300 Gramm Käse wie Gruyère und Parmesan. Verteilen Sie die Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech, geben Olivenöl darüber, und würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten braten. Dann nehmen Sie das Backblech heraus, mischen das in Ringli geschnittene Weiss von Frühlingszwiebeln unter, wenden die Kartoffeln und garen diese nochmals 10–15 Minuten. Backblech wieder herausnehmen. Grob zerkleinerte Speckscheiben und geraffelten Käse mit den Kartoffeln vermischen und alles nochmals in den Backofen schieben, bis der Käse geschmolzen ist. Dann mit dem geschnittenen Grün der Frühlingszwiebeln servieren. 

 

 

31 Kommentare zu «Immer nur Fondue? So ein Käse!»

  • Mudi sagt:

    Keine Ahnung wie man Raclette und Fondue zubereitet? Ts ts ts ts…

  • Hermann Klöti sagt:

    Geschätzte Frau Kohler, den Unterschied zwischen einem Rezept und einer Rezeptidee sollten sie mir aber gelegentlich erklären.

  • enri sagt:

    Käsesoufflé ist auch eine gute Alternative zu Fondue. Es ist ein wenig in Vergessenheit geraten – vielleicht, weil es aufwändiger herzustellen ist, aber sehr lecker und nicht so kalorienvoll.

    • ClBr sagt:

      Ich mache manchmal mit Käsesoufflée gefüllte Tomaten. Sehr fein!

    • adam gretener sagt:

      Käsesoufflé ist das Essen meiner Kindheit. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe mich selbst nie an dieses Rezept getraut, obwohl sonst recht unerschrocken. Weiss jemand, wo man dieses Gericht auswärts essen kann?

  • Yves sagt:

    Mhhh…der gebackene Käse ist wirklich lecker. Im meinem Heimatland Frankreich kenne ich eine ähnliche Variante aus der Auvergne. Wir nennen es Truffade. Kartoffeln zuerst in der Pfanne braten, anschliessend Käse in Stücke schneiden und mit den Bratkartoffeln mischen. Solange weiter braten bis der Käse schön geschmolzen ist. Ein Traum! Bon appétit .

  • Hotel Papa sagt:

    Variante zu den Käsekartoffeln:

    Röschti mit z.B. Rosmarin und Speck zubereiten, gegen Schluss grob geraffelten Käse dazu und noch ein- zweimal wenden.

    Auch gut mit etwas Lauch dabei.

  • Sandra sagt:

    Marianne, deine Blog ist einfach SUPER!! Ich habe hier viel gelernt. Jetzt kann ich immer neue Idee für kochen haben. Vielen Dank! LG

  • linus b. sagt:

    Ihre Rezept-Ideen gefallen mir oft sehr gut. Zwischendurch eröffnen sich mir aber auch grosse Fragezeichen. Bei Mengenangaben, bei der Zweckerfüllung, bei der Zubereitung usw.
    Kochen Sie all ihre Vorschläge wirklich durch, um sie anschliessend auch Thema entsprechend zu verzehren?

    Aber was solls, Hauptsache die Unterhaltung mit Gluschtfaktor ist gross; und das bieten Sie. Danke.

  • yvonne sagt:

    Für dieses Wochenende steht Clauliflower Cheese auf dem Menüplan. (Blumenkohl mit Käse-Bechamelsauce überbacken)
    Bin zwar weder Blumenkohl noch Käse-Liebhaberin. Doch diese Combo ist einfach lecker!
    Und da soll noch jemand sagen, die Engländer können nicht kochen….

  • DaniP sagt:

    Menu 1 sieht toll aus. Aber 1.2kg Käse für 4 Personen? Ist das nicht vielzuviel?

    • Holger sagt:

      zuviel? eher zu wenig. 1.2Kg Käse reicht für 2, maximal für 3 Personen

      • marusca sagt:

        @Holger: Nicht Ihr Ernst jetzt, oder? Sprechen Sie hier von Menschen oder von käsefressenden Nilpferden? Auch wenn beide manchmal kaum voneinander zu unterscheiden sind, benötigt man z.B. für ein Fondue für zwei Personen trotzdem nur ca. 400 Gramm Käse….

        • adam gretener sagt:

          Das berühmte Käse-Nilpferd. Ich musste gerade prusten.

        • Christoph Bögli sagt:

          200g pro Person sind im Schnitt bei Fondue und ähnlichem sicher eine sinnvolle Menge. Allerdings geht das dann nach meiner Erfahrung auch ziemlich restlos weg, ist also eher „auf Kante“ genäht bzw. gekocht. Das muss nicht verkehrt sein, aber ist letztlich auch eine individuelle Stilfrage. Manche bevorzugen eine solch saubere Sache, andere kochen lieber etwas zu viel um anschliessend Reste zu haben oder auch um potentielle Vielfrasse am Tisch zufrieden zu stellen. In dem Kontext ist etwas mehr auch nicht verkehrt, was dann eben so 250g oder gar 300g Käse wären. Das sollte aber dann auch für 4 locker reichen, wenn weniger Personen 1.2kg (plus Brot) verputzen ist das schon eher exzessiv..

          • Amélie sagt:

            Fondue MUSS man einfach leer essen. Erstens ist der kalte Käse eine Sauerei zum Entsorgen, zweitens gehört der knusprige „Boden“ am Schluss dazu. Wir sind bei 800 g Käse zu viert mehr als satt. Alles andere ist Völlerei.

          • adam gretener sagt:

            Amélie: Um die Grossmutter wird bei uns sogar gekämpft. Tipp. Etwas Weisswein und zwei Eier rein schlagen..

          • Christoph Bögli sagt:

            @Amelie: Bei Fondue würde ich auch meinen, unbedingt ausessen. Aber das Rezept hier ist ja für gebackener Käse, da könnte der Fall anders sein.

      • Gabriela sagt:

        Für 2 Personen? 600g Fontina @ ca. 390ckal/100g = 2340 ckal, Und da noch Öl drüber und Brot und wahrscheinlich ein Glas Wein dazu und dann wird mir klar, wieso die Gewichtsprobleme zunehmen.
        Für Fondue rechnen wir 200g / Person und das reicht grosszügig (natürlich würden wir auch mehr essen ;-), aber dann auf Kosten des Wohlbefindens).

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Danke für diese wunderbaren Rezepte, einfach spitze!

  • lieberlecker sagt:

    Herrlich, stände diese Käsewähe jetzt gerade vor mir, ich könnte mich nicht beherrschen – früher Morgen hin oder her ;-). Ausser ein den paar Speckwürfeln gibt’s für Karnivoren aber heute nichts zu lachen … ausser sie schauen mal kurz zu meinem Pulled Pork rüber!
    Einen genussvollen Tag und
    liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • MKunz sagt:

      Ich mag den lieberlecker Blog, wirklich! Aber muss diese Schleichwerbung konsequent nach JEDEM Food Beitrag bei Sweet Home sein? Liebe Online-Redaktion könnt ihr das nicht ein wenig einschränken?

      • Yves sagt:

        MKunz, das wurde hier schon mal diskutiert. Da der TA die Möglichkeit bietet seine Webseite zu verlinken, geht es für mich in Ordnung wenn das auch rege genutzt wird. SIe müssen ja nicht draufklicken. Die Kommentare können auch so gelesen werden ;-) Ich bin so schon über andere, interessante Blogs oder Berichte gestossen.

      • Gabriela sagt:

        Lieber MKunz

        du sprichst mir aus der Seele, mich nervt diese Schleichwerbung jedes Mal aufs Neue..!! Es gab auch schon einmal eine Beschwerde aber die Redaktion hat dagegen nichts unternommen… Wieso lieber Andy machen Sie das? Ich meine, ein guter Blog bekommt doch seine Besucher auf ganz natürliche weise!!!

        Bitte liebe Redaktion, verhindern Sie diese Schleichwerbung…

        Gabriela

        • adam gretener sagt:

          Das ist keine Schleichwerbung, sondern absoluter Alltag in der Blog-Welt. Man hilft sich gegenseitig aus, das hilft auch dem Sweethome-Blog. Und Andy verlinkt nicht nur, er zeigt andere Rezeptalternativen auf, was ich grossartig finde.

          Kann man sich hier nicht mehr mit Freude unter Gleichgesinnten über Kochen, Küche, Essen und Gemeinsamkeiten unterhalten?

          Frau Kohler, meine Rezeptvorschläge sind in Arbeit, es ist doch sehr viel aufwändiger, als angenommen.

          • Gabriela sagt:

            Lieber Adam

            Scarlett Gaus hat sich nie selber verlinkt. Sie wurde hier vorgestellt (so weit kommt man sogar ohne Eigenwerbung!) aber sie hat nie kommentiert und einen Link ihres Blogs hier präsentiert.

            Liebe Grüsse Gabriela

        • Yves sagt:

          Gabriela, du scheinst nicht zuahuse zu sein in der Blog Welt. Ein Blog wird nicht nur durch den Inhalt bekannt, sondern erst, wenn ihn möglichst viele Leser auch kennen und besuchen. Das geht halt eben nur durch permanentes Verlinken an möglichst vielen Stellen. So läuft das in der Blog Welt. Wem das nicht past, soll doch einfach die Druckversion des TA kaufen.

          • Gabriela sagt:

            Lieber Ives

            nein ich bin in der Blog Welt nicht zuhause aber ich weiss, es gibt noch andere sehr gute Schweizer Food Blogs und diese Blogger machen nicht dauernd Schleichwerbung auf Sweethome (z bsp. fork and flower von Scarlett Gaus). Und dennoch sind sie erfolgreich (im Falle von Scarlett sogar sehr). Ein tolles Layout, viel Liebe und super schöne Fotos scheinen anderen zu reichen um Besucher auf ihrer Seite zu haben…

          • adam gretener sagt:

            Frau Gabriela, ich möchte Sie ja nicht erschrecken, aber Scarlett wurde hier auch schon vorgestellt und obacht, auch mit Links.

            Und im Blog Fork and Flower gibt es auch Verlinkungen.

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