Wohnen im schwarzen Stall

Wohnen kann man auch im Stall – besonders wenn er so einzigartig und stilvoll ist wie dieser hier. Aussen schwarz und innen weiss bietet er schlichten, aber sehr gemütlichen Wohnraum. 

Architektur: Oooox

sweet home

Der schwarze Stall steht in Tschechien und wurde umgebaut vom innovativen Architektenteam Oooox aus Prag.

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Im «Wohnstall» sind nur unten Fenster angebracht, dafür grosse, die viel Aussicht bieten. Die Wahl von Weiss als Hauptfarbe sorgt aber im ganzen Haus für eine helle, lichte Atmosphäre.

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Das Haus besteht aus einem grossen, hohen Raum, die «Tenne» ist über eine schwarze Treppe erreichbar und wird als Schlafgemach genutzt. Auch beim Einrichten herrschen Weiss und Schwarz vor und vermitteln eine unkomplizierte, schlichte Wohnlichkeit.

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Der Stall, der mitten auf dem Land steht, mutet wie eine urbane Studiowohnung an: leicht, praktisch und topmodern.

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Der Blick von aussen nach innen zeigt die gemütliche Essecke und die weissen Holzbalken, die das Gebäude stabilisieren – und hier einigen Windlichtern einen hübschen Platz bieten.

 

15 Kommentare zu «Wohnen im schwarzen Stall»

  • Thomas sagt:

    Gefällt mir sehr gut, diese unkomplizierte, schlichte Wohnlichkeit. Sein und Dasein auf das Wesentliche konzentriert, ja quasi komprimiert. Interessant wären Bilder aus dem Obergeschoss, wo es gemäss Text keine Fenster haben soll. Licht einzig aus dem Untergeschoss: Eine interessante, architektonisch herausfordernde Idee. Ob dort wohl die Gemächer für das kontemplativ-meditativ Seiende, das In-sich-Ruhende zu finden sind? Wie auch immer: Danke für diese Anregung.

  • marusca sagt:

    Was man aus so einem Stall nicht alles machen kann! Ich habe auch die einen oder andern Bekannten, die wohnen auch in Ställen, allerdings in Ein- oder Mehrfamilienhäusern integriert….

  • Paul sagt:

    Leider ist in der Schweiz gemäss Raumplanungsgesetz (RPG) das Umnutzen einer Scheune in der Landwirtschaftszone zu Wohnzwecken nicht bewilligungsfähig. Auch über den Ausnahmeweg nach Art. 24 RPG besteht absolut keine Chanche eine Baubewilligung für solche Vorhaben zu erwirken. Hier wäre eigentlich dringender Bedarf, dieses Gesetz zu überarbeiten, damit eine grosszügege Umnutzungen von Bausubstanzen, die nicht mehr der landwirtschaftlichen Nutzung dienen, ermöglicht würde. Aber eben, in der Schweiz istf dies Wunschdenken. Der Widerstand der Politik und der Verwaltung mit ihrem Heer von Schreibtischtätern ist zu gross.

  • Diana sagt:

    In umgenutzten Ställen zu wohnen macht wirklich Spass! Ich habe das in der Scheiz gemacht! Die Umsetzung solcher Projekte hängt wohl weniger von den Einschränkungen in der Landwirtschaftszone ab, als noch von der unklaren Auslegung der Zweitwohnungsintiative. Es wäre jedoch sehr sinnvoll, Ställe vor ihrem Zerfall zu retten, in dem man sie umnutzen würde. Verändert man ihre Aussenhülle nicht zu stark, sondern orientiert man sich beim Umbau an ihrer ursprünglichen Bedeutung und Ausstrahlung, so ist das eine Win-Win-Situation für die Bewohner wie auch für die Region. Es wäre toll, wenn das vermehrt gemacht würde!

  • Harry Lütolf sagt:

    Hübsch. Aber: die Anti-These von Raumplanung. Immer wieder lustig, wie alle die Zersiedelung der Landschaft beklagen, dann aber doch lieber alleine im hintersten Chrachen wohnen wollen. Zufahrtsstrasse, Strom-/Wassser-/Abwasserleitungen inklusive. Bei diesem „Urtrieb“ ist es also kein Wunder, dass die Politik das Bauen ausserhalb der Wohnzonen ständig erleichtert. Weiter so: Ställe für alle!

  • Peter Kobelt sagt:

    Wohnen tut hier ganz bestimmt niemand! Ein Sommerwochenende-Showobjekt für die Arbeitsmappe der Architekten trifft es schon eher.

  • adam gretener sagt:

    Sehr, sehr schön, Frau Kohler. Besonders die Schiebetüre zum quadratkilometergrossem Garten ist wunderbar.

  • Roger Kuhn sagt:

    Interessanter Beitrag, die „unisono“ schwarze Aussenfarbe des Stalls ist Geschmacksache, wird im Sommer sicher schön heiss. Man sollte aber unbedingt die Videos auf iher Webpage http://www.oooox.com anschauen, dort kommt die Stärke dieser Architekten zur Geltung … wunderschöne und aufs Wesentliche reduzierte Architektur vom Feinsten.

  • marie sagt:

    ich würde da sofort einziehen! muss nur noch einen stall finden.

  • Hotel Papa sagt:

    Wie bei all diesen Architekturreportagen: Verzerrende Weitwinkelaufnahmen, die alles grosszügiger erscheinen lassen als es ist, und klinisch aufgeräumte Innenräume.
    Ich frage mich jeweils, wie das dort aussieht, wenn die Leute effektiv dort LEBEN.

  • Pamela sagt:

    Wunderschön, danke. Wer verkauft mir seinen ungenutzen Stall?

    • Tom sagt:

      Tja, in der Schweiz gibts kaum eine Chance, die Gebäudehülle in der Landwirtschaftszone zu verändern. ;-)

    • Diana sagt:

      Wenn Du einen Stall gefunden hast, dann helf ich Dir gerne beim Umbauen :-) Mein Umbau hat so richtig Spass gemacht und ist ganz toll gelungen!

      • Markus sagt:

        @Tom und Jacques: Stimmt doch nicht. Einmal zB „Bauernhaus zu renovieren“ oder „Rustico da riattare“ googeln und Sie finden diverse Objekte, immer wieder auch in der Wohnzone. Meist ist es doch so dass potentielle Käufer am Ende halt doch vor dem Aufwand der Renovation zurückschrecken.

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