5 einfache Rezepte, die nach Weihnachten schmecken

Es gibt einfache Alltagsgerichte, die weihnächtlich schmecken und damit zum kleinen Fest werden. Sie enthalten duftende Gewürze, sind mit traditionellen Weihnachtsessen-Zutaten zubereitet und warten nur darauf, nachgekocht oder -gebacken zu werden.

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1 PANCAKES MIT ZIMT-BACON
Am Wochenende gemütlich und üppig frühstücken mit Kerzenlicht, einem Mimosa-Cocktail, Songs von Nat King Cole und Bing Crosby: Das bringt Weihnachtsstimmung! (Bild über: Delta)

Zutaten für ca. 12 kleine Pancakes mit Zimtknusperspeck:
  • 2–3 Tranchen Speck pro Portion
  • Zimt
  • Ahornsirup
  • 1 Tasse Weissmehl
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel zerlassene Butter
Zubereitung:

Geben Sie ein wenig Butter in eine Bratpfanne und eine Prise Zimt dazu. Nun braten Sie langsam die Specktranchen beidseitig, bis das Fett ausgelaufen ist. Herausnehmen und auf Küchenpapier legen, damit das restliche Fett aufgesaugt wird. Im Backofen warm stellen. Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Milch, Butter und Ei verrühren, beigeben und alles gut mischen. In einer Bratpfanne mit ein wenig Öl die Pfannkuchen beidseitig goldbraun braten. Pro Pfannkuchen jeweils 3 Esslöffel Teig nehmen. Im Backofen warm stellen. Servieren mit Ahornsirup und dem Zimt-Knusperspeck.

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2 WILDSCHWEINRAGOUT MIT RÜEBLI UND ORANGENMARMELADE
Am Oerliker Marktstand Fiechter habe ich kürzlich Wildschweinragout gekauft – einfach weil derjenige, der vor mir an der Reihe war, das auch gekauft hat und das Fleisch fantastisch aussah. Ich habe nur ganz wenige Male Wildschwein gegessen und das vor langer Zeit auf Korsika. Die freundlichen Fiechter-Schwestern gaben mir geduldig Tipps für die Zubereitung, und ich machte mich ans Werk. Es schmeckte fantastisch, reichte für drei Mahlzeiten, und Miss C. bekam auch etwas ab. Das Rezept finden Sie hier. (Bild über: Mylittlethings)

Zutaten: 
  • 1,2 Kilogramm Wildschweinragout
  • Rotwein – ich hatte nur guten Wein zu Hause und habe mehr als eine halbe Flasche gebraucht
  • Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • 3 Schalotten
  • 1 Handvoll Majoran
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1½ Bund farbige Rüebli, geschält und die grösseren Rüebli in zwei Stücke geschnitten
  • 3 Äpfel (Boskop), geschält, gerüstet und in Schnitze geschnitten
  • 2 Esslöffel Orangenmarmelade
  • 1 Esslöffel Kuster-Fleischbouillon
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 Gramm Tomaten, grob geschnitten
Zubereitung:

Das Fleisch in einer Gusseisenpfanne mit etwas Öl portionenweise rundum anbraten und auf die Seite geben. Die grob geschnittenen Schalotten, die Rüebli, die Tomaten und die Äpfel ins gleiche Öl geben und alles ca. 10 Minuten andünsten. Den Majoran und den gehackten Knoblauch dazugeben, nochmals einige Minuten andünsten, bis der Knoblauch duftet. Das Fleisch zurück in die Pfanne geben, etwas Mehl darüber streuen und die Hitze wieder erhöhen, den Wein darüber giessen und die Bouillon einrühren. Eine Prise Zimt, das Lorbeerblatt und zwei Löffel Orangenmarmelade dazugeben. Aufkochen, dann Hitze reduzieren, und alles mindestens 2 Stunden – oder bis das Fleisch weich ist – köcheln. Mit Kartoffelstock servieren. Auf diesem Bild sind noch kleine Kartoffeln mitgekocht. Wenn Sie das machen, erübrigt sich der Kartoffelstock. Dann könnten Sie zum Beispiel Selleriepüree zubereiten.

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3 LINGUINI MIT KÜRBIS UND SPECK
Dieses Pastagericht ist eine Art weihnächtliche Carbonara und schmeckt auch ohne Speck vorzüglich. (Bild über: Buzzfeed)

Zutaten: 
  • 400 Gramm Linguini
  • Butter
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt und fein gehackt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 8–10 Salbeiblätter 
  • 1 Glas Weisswein
  • 1 Glas Bouillon
  • 400 Gramm gerösteter Kürbis, zerstampft
  • 1 Deziliter Rahm
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesan, gerieben
  • 200 Gramm Speck, in Streifen geschnitten und knusprig gebraten
  • 1 Esslöffel Ahornsirup
Zubereitung: 

Braten Sie die Salbeiblätter in ein wenig Butter, etwa 8 Minuten, dann zur Seite stellen. Braten Sie dann den Speck knusprig, ebenfalls zur Seite stellen. Die Linguini gemäss Packungsangaben al dente kochen. Geben Sie Butter in eine Gusseisenpfanne, und erhitzen Sie sie mit den Knoblauchzehen. Wenn diese zu duften beginnen, geben Sie den zerstampften Kürbis bei. Gut andünsten, Wein und Bouillon darüber giessen, das Lorbeerblatt beigeben und einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss würzen, den Ahornsirup beigeben, alles 10 Minuten köcheln lassen. Anschliessend den Rahm einrühren, das Lorbeerblatt herausnehmen und die abgetropften Linguini in die Sauce geben, gut durchmischen, den Speck und die Salbeiblätter darüber geben und mit geriebenem Parmesan servieren.

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4 TRUTHAHNWÜRSTCHEN MIT ROSENKOHL UND SÜSSKARTOFFELN
Auf dem Oerliker Markt habe ich – ebenfalls am Fiechter-Stand – herrliche Truthahnwürstchen entdeckt. Die gibt es zwar nicht jede Woche, aber sie schmecken fantastisch und enthalten Gewürze, die nach Weihnachten schmecken. Sie können aber auch andere Würste nehmen und diesen selber mit Gewürzen die richtige Note geben. (Bild über: Kitchenconfidante)

Zutaten für 4–6 Personen:
  • 4–8 Würste, je nach Grösse und Appetit
  • 600 Gramm Süsskartoffeln
  • 600 Gramm Rosenkohl
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • Butter
  • Zimt
  • Nelkenpulver 
  • 1 Orange
Zubereitung: 

Braten Sie die Würstchen rundum knusprig an. Wenn Sie keine Truthahnwürste finden, dann geben Sie zum Beispiel einige zerstossene Fenchelsamen oder Zimt oder Nelkenpulver über die zu bratenden Würste. In der Zwischenzeit rüsten Sie das Gemüse. Kochen Sie die Süsskartoffeln in ein wenig Salzwasser weich, und dämpfen Sie den Rosenkohl, sodass er noch ein wenig knackig ist. Nehmen Sie die Würste aus der Pfanne, und giessen Sie das Bratfett ab. Geben Sie ein wenig Butter bei, braten Sie die Süsskartoffeln an, und geben Sie dann den Rosenkohl und die Würste bei. Würzen Sie alles mit abgeriebener Orangenschale, Zimt und Nelkenpulver, Salz und Pfeffer, geben Sie ein wenig Orangensaft darüber und servieren alles zusammen aus der Pfanne heraus.

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5 GUGELHOPF MIT LEBKUCHENGESCHMACK
In der Weihnachtszeit werden vor allem Guetsli gebacken – dabei gibt es auch Kuchen, die zu dieser Zeit passen. Dieser Gugelhopf, der nach Lebkuchen schmeckt, gehört dazu. Mischen Sie sich dafür Lebkuchengewürz mit 3 Esslöffel Nelkenpulver, 4 Esslöffel Ingwerpulver, 4 Esslöffel gemahlenem Zimt und 3 Esslöffel gemahlenem Kardamom. Diese Gewürze finden Sie zum Beispiel in der Delikatessenabteilung von Globus. (Quelle: Call me Cupcake)

Zutaten: 
  • 250 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 4 Eier
  • 4 Deziliter Rahm
  • 200 Gramm dunkler Zucker
  • 1 Deziliter Honig
  • 500 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Kakaopulver
  • 2 Kaffeelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 Kaffeelöffel Lebkuchengewürz
  • die abgeriebene Schale von 1 Orange
  • die abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • die abgeriebene Schale von 2 Mandarinen 
Zubereitung: 

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Verrühren Sie Butter mit dem Zucker bis eine cremige Masse entsteht, geben Sie  den Honig dazu, und rühren Sie dann die Eier einzeln unter. Rühren Sie den Rahm ein. In einer anderen Schüssel vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver, dem Kakao, dem Lebkuchengewürz, der Orangenschale, der Zitronenschale und der Mandarinenschale. Nun vermischen Sie die trockenen Zutaten mit den nassen Zutaten. Wer mag, kann zu diesem Zeitpunkt zusätzlich etwa 150 Gramm kandierte Früchte oder getrocknete Beeren beigeben. Den Teig in eine mit Butter und Mehl ausgeriebene Gugelhopfform geben und im heissen Backofen ca. 50–60 backen. Der Kuchen ist fertig gebacken, wenn der Spiess beim Einstechen sauber bleibt. Mischen Sie aus Puderzucker und dem Saft einer Zitrone, Orange oder Mandarine einen Zuckerguss, den Sie dann über den ausgekühlten Gugelhopf giessen können. 

 

 

 

 

26 Kommentare zu «5 einfache Rezepte, die nach Weihnachten schmecken»

  • VÍCTOR sagt:

    Hallo, mag ich kochen und gesunde Ernährung.
    Eine sehr interessante Website, 10 Punkte.
    Vielen Dank und Grüße aus Spanien.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Und immer wieder quasi überall Fleisch – wie wenn die Ermordung eines unschuldigen Mitgeschöpfs ein Kavaliersdelikt wäre.

    • déjà-vu sagt:

      ihre hehre meinung sei respektiert – nur sei bedenkt, dass es auch von nutzen sein kann, wenn manch der netten ‚mitgeschöpfe‘ regelmässig dezimiert werden, um dass sie sich im kommenden jahr anzahlmässig wieder in gleich grosser formation präsentieren. denn im feld einfallende wildschweinrudel richten im wahrsten sinne des wortes eine schweinerei an und es ist uns nicht völlig wurst welch grosser schaden dabei angerichet wird. alles hat seine richtigkeit, auch die wildschweinwurst auf dem teller.

    • Vanessa Bolliger sagt:

      Danke für den Lacher Herr Niederer. Ihre Kommentare sind einfach die beste Realsatire.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Mit Satire hat das nichts zu tun, sondern mit Barbarei der „Krone der Schöpfung“ gegen unschuldige, wehrlose Lebewesen. Die „Krone der Schöpfung“ ist auch das einzige Tier, das sich selbst in die Tasche lügen kann, indem es die Augen vor der unangenehmen Realität verschliesst, wie Sie mit Ihrem Kommentar sehr eindrücklich dokumentieren.

  • Jeannette sagt:

    Das Gugelhopf Rezept tönt ja wirklich fein, frage mich aber, ob es kein Backpulver braucht?

  • maia sagt:

    Liebe Frau Kohler. Können sie das Rezept für den Gugelhopf noch einmal durchlesen und allensfalls anpassen? Ich würde den gerne nachbacken, kann aber leider nur sehr wenig Englisch. Aber z.B. steht nicht, was mit der Butter aus der Zutatenliste passieren soll und mir scheint, dass wirklich sehr viele Gewürde in den Teig kommen. Stimmt es etwa, was „Erbsenkönigin“ hier schreibt? – Ich stelle mir den Kuchen aber sehr lecker vor. Mag ich doch alles, was da rein kommt sehr.

  • Julia King sagt:

    @ Frau Kohler!
    Apropos Linguini, brät man Knöbli in der selben Butter wie Salbei, oder neu?

    Merci

  • Erbsenkönig sagt:

    Liebe Marianne
    Herzlichen Dank für den Hinweis # 5 für den Gugelhopf: ich habe ihn heute „auf die Schnelle“ im Büro ausgedruckt, um ihn morgen nachzubacken. Als ich das Rezept heute Abend las, bekam ich fast Bauchweh: wenn Deine Leser und Leserinnen Dein Rezept befolgen würden, müssten sie das Resultat fast sicher dem Müll oder schwer ausgehungerten Menschen mit kaputten Geschmacksnerven überlassen, weil die Dosierungen für die Gewürze um Lichtjahre zu hoch sind. Im Originalrezept von „call me cupcake“, das ich kurz zur Überprüfung angesehen habe, sind tsp genannt, was für Tee- und nicht für Esslöffel steht…
    Ich lese Deinen Blog regelmässig und geniesse Deine Ideen, Blicke, Hinweise. Danke und eine schöne Adventszeit!
    Wünscht Dir von Herzen der Erbsenkönig

  • rimaka sagt:

    Die Linguini tönen SO lecker!

  • Julia King sagt:

    Merci viel mol! ich kann mir vorstellen dass bei mir zu Hause die Linguini bald Lieblings-Teigwaren werden!

  • kiwiprinzessin sagt:

    Die Pancakes würde ich u n b e d i n g t mit (nature) Joghurt anstatt mit Milch machen! Und eine Prise Natron verwenden anstatt Backpulver. Dann werden sie schön fluffig :)

    • adam gretener sagt:

      Und anstatt Joghurt Nature nehme man griechischen Joghurt. Gleich eine ganz andere Dimension. Eine Perversion, wenn ich das so nennen darf. Und mit ein bisschen Übung und Elan kann man auch noch von Hand gehörig viel Luft in den Teig schlagen. Ein paar Nüsse (leicht geröstet) mit in die Masse geben. Der Teig ist so fluffig, man sieht die halbe Tasse Ahornsirup gar nicht, nachdem diese über dem Pancake gegeben wurde. Die ganzen Luftblasen nehmen die zähe Flüssigkeit auf und zerplatzen erst nach dem anschneiden.

      Darüber kann man eigentlich alles geben. Puderzucker, Früchte (Mango, Erdbeeren, Johannisbeeren), gebratenen Speck, wer mag, Minz-Gurken-Salat mit Quark. Oder Nutella mit Bananenstücken und Cornflakes.

      Oder auch Palatschinken mit Aprikosen-Gelee, Rhabarer-Vanille. Ich kenne sogar Verrückte, die schmieren Cenovis drauf.

      The sky is not a limit.

      • adam gretener sagt:

        Huch, das ging jetzt aber fix. Grüsse Sie, Frau Kohler.

        Ich finde es toll, wie Sie ihre Richtlinien für die Veröffentlichung von Kommentare leicht angepasst haben. Sie sind grosszügiger.

        Das macht oft sehr viel Spass hier.

        Beste Grüsse
        Adam

      • déjà-vu sagt:

        bitte machen sie eine stubenbeiz auf, oder wie das heisst! bitte, bitte…

  • Gabriela sagt:

    Schade, dass ich meinen Zuckerhaushalt in der Weihnachtszeit schon mit selbergebackenen Guetzli und Christstollen and seine Grenzen bringe, der Gugelhupf tönt lecker :-). Die Gewürze gibts übrigens auch bei Migros. Ich nehme an, man muss die Butter mit dem Zucker verrühren? Sonst hat man ja nachher keine Eier mehr, um sie unterzurühren,

  • lieberlecker sagt:

    Mein Drang dem Bürkli Märt mal untreu zu werden, wird jedesmal grösser, wenn Sie mir noch weiter vom Stand der Fiechter Schwestern vorschwärmen ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Yves sagt:

      Andy, für die Fiechter Schwestern kannst du am Freitag auch auf den Helvetiaplatz gehen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Der Stand ist leicht zu finden. Einfach Ausschau halten, wo die längste Schlange steht und dort sind sie dann…. ;-)

      • lieberlecker sagt:

        Danke Yves,
        das merke ich mir auf jeden Fall. Denn die vier Tramstationen vom Büro aus sind schnell geschafft. Und meist wird eh am Wochenende gekocht! :-)
        Andy

        • Yves sagt:

          Genau Andy und da die Familie Fiechter schon um 6 Uhr dort ist, lässt sich das sehr gut vor Arbeitsbeginn erledigen. Und dann gleich noch ein Manserbrötli für den Znüni kaufen und der Freitag ist eigentlich gerettet und das noch vor 7 Uhr :))

    • Ando sagt:

      Ja, es ist unglaublich wie gut Madame Kohler den Fleischstand der Schwestern vermarktet! Ich wünschte sie hätten eine Dependance in Bern :)

      • Mary sagt:

        Da kann ich nur zustimmen. Die Fiechter-Schwestern kenne ich seit 20 Jahren. Kannte auch den Papa. Das ist eine wunderbare Familie. Wenn bei mir Coniglio, Wachteln, Poulet, Eier oder sonst Fleisch – ich kaufe alle bei Fiechter. Und Preis/Leistung stimmt 100prozentig!!

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