Wenn Wohnen zur Show wird

In Sachen Design, Architektur und Einrichtung spielen die Holländer in der ersten Liga. Geradezu ein Popstar der Szene ist Roderick Vos, dessen Showroom eine Wohnung sein könnte, die wiederum selbst auf Showeffekte setzt. 

Design: Roderick Vos

sweet home

Die Möbel und Wohnaccessoires von Roderick Vos spielen allesamt mit Popeffekten. Sie haben etwas an sich, das ein wenig vom Normalen weggerückt ist, das auffällt – das aber trotzdem Sinn macht. Hier sind es himmelblaue Stahlrohre für rundliche Polstermöbel und ein eckig-rundes Beistelltischen in derselben poppigen Farbe.

sweet home

Ein Bärenfell, das so kuschlig und gemütlich ist wie ein Teddy: Den Zottelteppich in Bärenform (und andere Stücke) verkauft Roderick Vos nicht nur in seinem Showroom, sondern auch über einen gut organisierten Webshop. Alle Produkte haben witzige Namen – dieser hier heisst «Wolf Roadkill».

sweet home

Typisch holländisch ist eine gewisse rundliche Behäbigkeit, sie zieht sich durch die gesamte Kollektion. Der Hauptdarsteller in diesem Beispiel ist ein Büchergestell aus Sperrholz.

sweet home

Bei Roderick Vos ist auch die Nähe zur Natur spürbar, zum Wald und zu wilden Tieren. Dieser Tisch, wie auch der Hocker, sind Baumstrünken nachempfunden.

sweet home

So stellt sich Roderick Vos Gemütlichkeit vor: Zimmerpflanzen, die in der Luft schweben, ein himmelblaues Wolkensofa, grasgrüne Tulpenvasen, Wände wie Hecken, Teppiche wie zottlige Kuscheltiere und Holzmöbel mit weichen Formen.

sweet home

Das Design und der gesamte Showroom bestechen durch eine fröhliche Naivität, die eine andere Sichtweise in den Wohnbereich bringt – und bestimmt viel gute Laune.

sweet home

Und so zeigen sich der Designer und seine Frau Claire an der Arbeit: Ein freundliches Labor, in dem Produkte entwickelt werden, die das Zuhause wohnlich gestalten – natürlich mit dem gewissen holländischen Showeffekt!

8 Kommentare zu «Wenn Wohnen zur Show wird»

  • Trudy Müller sagt:

    Ich bin etwas verwirrt denn das „Fenster“ links auf dem ersten Bild sieht teilweise aus wie ein Trompe d’Oeil Gemälde.
    Falls dem so ist finde ich diese Idee super.

  • Diego Braun sagt:

    Nüchtern und kahl wie in einem Kühlschrank. Es mag Design sein – Gemütlichkeit stelle ich mir anders vor.

  • irene aufderfahrt sagt:

    absolut spitze….schon lange nicht mehr solche exclusive objecte gesehen, well done!!!!!

    • adam gretener sagt:

      Ich mötzle ja auch manchmal rum. Aber diese Bilder finde ich ebenfalls stark. Irgendwie trägt diese Einrichtung eine Handschrift. Muss gestehen, mittlerweile richte ich meine Blicke eher auf die Räume, als auf den Inhalt.

      Haben Sie bemerkt, Frau Feldmann. Ihnen wurde in einem kleine Detail eines Bildes ein Gruss überbracht.

  • sonja sagt:

    sehr schön! danke

  • adam gretener sagt:

    Die Idee mit dem hängenden Pflanzen und der Pflanzenwand finde ich sehr chic. Die Fenster auf Bild 1 wirken kathedral. Gefällt mir.

  • déjà-vu sagt:

    auch wenn die teppichvorleger (hoffentlich) aus wolle oder kunstfell hergestellt werden, schüttelt mich die vorstellung, am boden auf einem bärenfell kuscheln zu wollen – nicht wegem boden… ausser in ‚dinner for one‘ machen diese trophäen wohl keinen sinn mehr und sind makaber. all der firlefanz der von der decke hängt im studio der gestalter, hilft auch nicht wirklich für besseres design. es tummeln sich viele auf dem parkett der kreativen gestaltung. sorry! und jetzt hör ich auf mit meckern ;-)

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.