Fünf Verwöhngerichte für Ferienheimkehrer

Für viele hat die Schule wieder begonnen, die grosse Sommerpause und die Ferien sind für die meisten vorbei. Verwöhnen Sie sich dafür ein wenig mit diesen einfachen, aber feinen Gerichten, die alle das Gleiche vermitteln: willkommen zu Hause!

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1 RINDSVORESSEN MIT KARTOFFELSTOCK
Der Duft eines feinen Eintopfs erfüllt das Haus mit Gemütlichkeit. Ein Klassiker ist Voressen. Ich mag es, wenn ein würziges Fleischgericht ein wenig gebrochen wird mit etwas Süssem, und gebe in dieser Zeit gern Brombeeren dazu. Kochen Sie von diesem Gericht auf jeden Fall zu viel, denn am nächsten Tag schmecken solche Eintöpfe noch besser, und Sie müssen nicht nochmals kochen! Kaufen Sie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung (bio) und lieber weniger, teureres Fleisch als viel billiges. Reichern Sie das Schmorgericht dafür mit mehr Gemüse an. (Bild über: Katieatthekitchendoor)

Zutaten für das Fleisch, für 4–6 Personen
  • 800 Gramm Rindsvoressen
  • 400 Gramm Rüebli
  • 100 Gramm Brombeeren
  • 1 Tomate, in Stücke geschnitten
  • 2 Schalotten
  • Mehl
  • 1 Glas Rotwein
  • 1 Glas Bouillon
  • 1 Handvoll Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • Salz, Pfeffer
  • eine Prise Zimt
  • Olivenöl
Zubereitung Eintopf:

Die Rüebli schälen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Das Fleisch im Olivenöl anbraten, ein wenig Mehl darüber streuen. Die Rüebli, den Thymian, die Tomatenstücke dazugeben, mit Rotwein ablöschen, würzen. Die Schalotten mit Nelke und Lorbeerblatt bestecken, hineingeben, die Brombeeren dazugeben. Die Bouillon dazugiessen und alles zugedeckt auf kleinem Feuer 1 Stunde köcheln lassen, bis das Fleisch weichgekocht ist.

Tipp: Wenn Sie den Eintopf einfach nur so essen möchten, ohne Kartoffelstock, dann geben Sie ca. 15 Minuten vor Schluss einige Kartoffelstücke dazu. In diesem Fall können Sie auf das Mehl verzichten, da die Kartoffeln die Sauce sämig machen.

Und so bereiten Sie den Kartoffelstock zu: 
Kochen Sie 1,5 Kilogramm geschälte und in Würfel geschnittene Kartoffeln in Salzwasser oder Bouillon weich. Giessen Sie alles Wasser ab, aber behalten 1 dl Kochwasser zurück und stellen es beiseite. Erhitzen Sie 2 dl Milch mit 30 Gramm Butter und würzen Sie dieses Gemisch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Nun zerstampfen Sie die Kartoffeln mit einem Stampfeisen und geben die heisse Milch-Butter-Mischung dazu. Gut vermischen. Falls der Kartoffelstock zu trocken ist, können Sie noch ein wenig von dem zurückgehaltenen Kochwasser dazugeben.
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2 PASTA MIT TOMATEN, SPINAT UND FETA
Diese Pasta ist schnell zubereitet, gesund und sieht appetitlich aus. Kochen Sie dafür die Farfalle gemäss Angaben auf der Packung al dente. In einer Bratpfanne erhitzen Sie Olivenöl mit einer zerdrückten Knoblauchzehe. Wenn diese zu duften beginnt, geben Sie 700 Gramm in Stücke geschnittene Tomaten bei und einige Blätter zerrissenes Basilikum. Dünsten Sie alles gut und zerdrücken dabei die Tomaten ein wenig mit der Gabel. Würzen Sie nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Nach 15 Minuten den Knoblauch herausnehmen. Die Farfalle mit ein wenig Pastawasser zu den Tomaten mischen, eine Handvoll Spinatblätter untermischen und ca. 150 Gramm Fetakäse, in Würfel geschnitten oder von Hand zerbröselt, dazugeben. (Bild über: Foodiecrush)

Tipp: Sie können den Spinat gut mit Rucola ersetzen. Wenn Sie Pinienkerne mögen, rösten Sie in einer Pfanne eine gute Handvoll davon und geben diese über die Pasta.

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3 WEICHE EIER AUF TOAST
Ein einfaches, schnelles Gericht, das als Mittagessen schmeckt, als Znacht oder auch zum Sonntagsbrunch. Kaufen Sie Eier von Bauern, die ihre Hühner artgerecht halten (bio). Der Aufwand lohnt sich für alle! (Bild über: bippityboppityboo)

Und so gehts: Erhitzen Sie ein wenig Olivenöl mit einem halben Peperoncino und einer zerdrückten Knoblauchzehe. Geben Sie Spinatblätter darüber und decken Sie die Pfanne zu. Einige Minuten köcheln lassen, bis der Spinat in sich zusammenfällt. Peperoncino und Knoblauch herausnehmen, mit Salz und Pfeffer würzen. Wasser abgiessen. Toasten Sie feine Schwarzbrotscheiben und kochen Sie Eier weich, indem Sie sie in kaltes Wasser geben, dieses aufkochen, die Platte abstellen und die Eier zugedeckt 4 Minuten sieden lassen. Nun verteilen Sie den Spinat auf den Brotscheiben und geben pro Brotscheibe je ein halbiertes weiches Ei darüber. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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4 SCHOKOLADENCREME WIE AUS DER KINDHEIT
Wenn es ein Dessert gibt, das uns ein wenig in die Kindheit zurückbringt, dann ist es selbst gemachte Schokoladencreme, serviert in einem hübschen Glasschüsselchen (Bild über: Vintage mixer)

Zutaten für 4 Personen:
  • 5 dl Biomilch
  • 3 Esslöffel Rohzucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 100 Gramm dunkle Schokolade
  • 2 Eier
  • 1 Esslöffel Maizena
Zubereitung:

Geben Sie die Milch in eine grosse Pfanne, raffeln Sie die Schokolade und geben Sie diese und den Vanillezucker bei. Köcheln Sie alles, bis die Schokolade geschmolzen ist. Nun vermischen Sie in einer Schüssel die Eier gut mit dem Zucker und dem Maizena. Giessen Sie die Schokoladenmischung unter ständigem Rühren über die Eimischung. Sieben Sie die Creme in eine Schüssel ab. Decken Sie sie gut mit Haushaltsfolie zu und stellen Sie sie 2 Stunden kühl. Gut verrühren und in Glasschüsselchen servieren, am besten mit einem «Gupf» Schlagrahm.

Tipp:  Anstelle des Vanillezuckers können Sie einen Vanillestängel nehmen, diesen aufschlitzen und die Samen herausschaben. Geben Sie die Samen und den Stängel in die Milch und giessen Sie dann die Schokoladenmilch so in die Eiermischung, dass der Stängel zurückbleibt.
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5 SCHOKOLADENBANANEN AUS DEM TIEFKÜHLER
Möchten Ihre Kinder gerne eine Glace, wenn sie von der Schule nach Hause kommen? Diese Eisbananen sind eine gesündere Alternative. Schneiden Sie Biobananen in lange Stücke und stecken Sie ein Glacestängeli aus Holz hinein. Schmelzen Sie dunkle Schokolade und tunken die Bananen darin, bis sie im oberen Teil schön mit Schokolade überzogen sind. Wenn die Schokolade ein wenig angetrocknet ist, rollen Sie die Schokobananen in ein wenig zerstampften Walnüssen oder Pekannüssen. Nun geben Sie alles für eine Stunde in den Tiefkühler und überraschen kleine Schleckermäuler damit. (Bild über: Food 52)

15 Kommentare zu «Fünf Verwöhngerichte für Ferienheimkehrer»

  • ChefChef sagt:

    Dem Tenor nach sind Sie alle Mitglieder im gleichen Kochclub…einfach herrlich diese Kommentare und eindeutig das Beste an der BaZ.

  • Martin Häfliger sagt:

    Ich habe die Rezepte ohne Bioprodukte nachgekocht – es hat scheusslich geschmeckt. Nächste Woche versuche ich es mal mit Bioprodukten. Sind das eigentlich FSC-Glacestängel? :-)

  • Klopfenstein sagt:

    Bio,bio,bio,bio,bio!!!!!

  • Tali sagt:

    Die Rezepte sehen fein aus. Wo kann man den solche Holzstengeli für das letzte Rezept (Schokoladebananen aus dem Tiefkühler) bekommen?

    • bohrerin sagt:

      stengelglacestengel sauber abschlecken, abwaschen und fertig ist die laube….die stengel kann man auch super als schilder für aussaattöpfe brauchen….

  • Nina sagt:

    Ich brauche Trost! Ganz eindeutig! Hätte ich doch nur auch noch gleich die Mamma zu den Rezepten dazu, die sie mir dann auch noch zubereitet, damit ich währenddessen in eine Kuscheldecke gehüllt vor dem Fernseher herumlümmeln kann… So gesehen passte das Regenwetter eigentlich ganz gut, obwohl ich ja froh bin, dass es heute mild und sonnig ist draussen.

    • déjà-vu sagt:

      nina, kommen sie zu mir, die faralle sind gekocht! mit chèvre frais anstelle feta, und rucola. mein pubertierender sohn ist gerade so was von saufrech mit mir, da brauch ich dringend auch etwas trost!

  • Nora Bachmann sagt:

    Wenn schon „Biobananen“, „Bioeier“, „Biomilch“ und „Biofleisch“ dann bitte auch „Bioschokolade, „Biofeta“ „Biospinat“ „Biokartoffeln“ etc… Ich bitte um eine in sich stimmige Schreibweise..
    Danke!

    • Christian Portmann sagt:

      Absolut einverstanden! Es fehlt ja dann auch der Hinweis auf den biologisch erzeugten Strom für die Kocherei, das biologisch abbaubare Abwaschmittel und das Geschirr aus umweltschonender Produktion…

      Viel einfacher: Man streicht grundsätzlich das „Bio“ im Rezept und überlässt es den Köchinnen und Köchen, ob sie bio oder natura, fidelio oder geknospt (oder gar demetert!) einkaufen und kochen oder nicht.

    • Emma sagt:

      Ja, ein bisschen übertrieben viel Bio hier, definitiv! Vor allem wenn man weiss dass BIO heutzutage gar nicht wirklich von besserer Qualität sein muss.

    • adam gretener sagt:

      Gebt doch mal ein Zeichen. In der Gruppe jemanden mit andere Meinung nieder machen, das kann ich auch. Sogar alleine, Schwierig ist das nicht. Aber sich mal mit sich selbst auseinander setzen, das wird dann schon schwieriger.

      Ja, ja, man kauft Zucchini aus Spanien, Tomaten aus den Niederlanden. Aber man ist total regional. Es wird langsam mal Zeit, dass man sich überlegt, was man so aus dem Hals heraus lässt.

      • Nora Bachmann sagt:

        Ich verstehe nicht ganz wie Sie das meinen Herr Gretener…?

      • Emma sagt:

        Es kommt nicht alles BIO aus der Schweiz das ist auch so ein Irrglaube, und ob ich BIO aus Polen oder Bulgarien usw. wirklich trauen kann. BIO ist ein Geschäft wie jedes andere auch und dient der Gewinnoptimierung.

  • Renate D'Arco sagt:

    Vielen Dank Frau Kohler für die Superrezepte. Ich werde heute die Farfalle mit Tomaten und Rucola kochen, freue mich darauf!

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