Etwas Feines zu Ostern

Bald ist Ostern. Die Folge der Feiertage fühlt sich an wie kleine Ferien. Das ist doch eine gute Gelegenheit, für die Allerliebsten etwas Leckeres zu kochen. Vielleicht passt eines dieser Rezepte genau in Ihren Menüplan?

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1. EINE TORTA PASQUALINA WIE IN ITALIEN
In Italien gehört diese Torte zu Ostern wie bei uns die Schokoladenhasen. Sie schmeckt fantastisch – am Abend oder zum Brunch. Wenn Sie Ihren Gästen etwas ganz Besonderes auftischen wollen, finden Sie ausgezeichnete Brunch-Rezepte hier

Zutaten: 
  • Butter
  • ein wenig Mehl
  • 5 hart gekochte Eier
  • 1 Ei, verquirlt
  • 500 Gramm Spinat
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Peperoncino
  • Olivenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 500 Gramm Ricotta
  • 100 Gramm Parmesan, geraffelt
  • 100 Gramm Provolone, geraffelt
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss
  • 500 Gramm Kuchenteig, ausgewallt
Zubereitung: 
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Buttern Sie eine runde Kuchenform aus, und bestäuben Sie sie mit Mehl. Waschen Sie den Spinat. Erhitzen Sie ein wenig Olivenöl mit einer zerquetschten Knoblauchzehe und dem halben Peperoncino. Geben Sie den Spinat in die Pfanne und decken Sie diese zu. Einige Minuten kochen bis der Spinat zusammenfällt. Entfernen Sie den Knoblauch und den Peperoncino, und pressen Sie den Spinat aus. Nun braten Sie die gehackte Schalotte in ein wenig Butter an. Mischen Sie den Spinat mit der Schalotte, dem geraffelten Käse und dem Ricotta. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Belegen Sie die Backform mit dem Kuchenteig – so, dass der Boden und die Wand mit Teig belegt sind. Füllen Sie die Hälfte der Spinat-Käse-Füllung ein. Halbieren Sie die Eier der Länge nach, und verteilen Sie diese regelmässig auf der Füllung. Nun bedecken Sie die Eier mit der zweiten Hälfte der Füllung. Falten Sie den Teig über die Füllung und bestreichen Sie ihn mit dem geschlagenen Ei. Kleben Sie nun einen Teigdeckel darauf. Schneiden Sie überlappende Teile weg und drücken die Teigflächen mit den Fingern zusammen. Bestreichen Sie den Teig mit dem Rest des Eis, und backen Sie den Kuchen 35–40 Minuten, bis der Teig golden und knusprig ist.
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2. DAS TRADITIONELLE LAMM 
Lamm ist in vielen Haushalten ein typisches Osteressen. Versuchen Sie doch einmal diese Variante mit Äpfeln und Fenchel. (Quelle: The bitten word)

Zutaten für 8 Personen: 
  • 1 Lammkeule von etwa 2,5 Kilogramm
  • 10 Knoblauchzehen, geschält und halbiert
  • ein grosses Büschel Rosmarin
  • Olivenöl
  • 4 Äpfel, ganz, Kerngehäuse entfernt
  • 4 Fenchel, gerüstet und halbiert
  • 4 Schalotten, halbiert
  • 1 Glas Johannisbeergelee
  • 2 dl Süssmost
  • die abgeriebene Schale und der Saft von 1 Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • die Blätter von 1/2 Bund Pfefferminze
Zubereitung:
Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Reiben Sie die Lammkeule grosszügig mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Johannisbeergelee ein. Spicken Sie das Fleisch mit Knoblauchzehen und Rosmarin. Halbieren Sie 2 Äpfel, und legen Sie diese auf eine grosse, eingefettete Gratinform. Legen Sie die Hälfte des Fenchels und die Hälfte der Schalotten dazu. Verteilen Sie Rosmarin darüber und würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Nun legen Sie das Lamm auf das Gemüse. Gruppieren Sie das übrige Gemüse rund um die Lammkeule. Mischen Sie den Rest des Johannisbeergelees mit dem Süssmost, dem Zitronensaft und der Zitronenschale und giessen Sie alles über das Lamm und das Gemüse. Wickeln Sie ein wenig Alufolie um den Knochen, damit dieser nicht anbrennt. Nun rösten Sie das Lamm 30 Minuten und reduzieren die Hitze danach auf 180 Grad. Nochmals 45 Minuten rösten. Das Fleisch sollte an der dicksten Stelle 55 Grad heiss sein, wenn Sie ein Thermometer reinstecken. Nehmen Sie das Lamm aus dem Ofen und lassen Sie es 10–15 Minuten ruhen. Entfernen Sie den Knochen und schneiden Sie das Fleisch in dünne Scheiben. Servieren Sie es mit dem Gemüse, den Äpfeln und den Pfefferminzblättern. Dazu passen junge Kartoffeln.
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3. POULET MIT KRÄUTERN UND KONFITÜRE
Gebratene Mistkratzerli geben ein köstliches Osteressen ab. Servieren Sie sie mit jungen Kartoffeln und Rüebli. (Bild über: Basil Genovese)

Zutaten für 4 Personen:
  • 4 Mistkratzerli
  • Salz und Pfeffer 
  • Dijonsenf
  • 2 Bund Petersilie
  • 1 Bund Bärlauch
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 4 Knoblauchzehen
  • 200 Gramm Butter
  • 2 Zitronen
  • 8 Esslöffel Orangenkonfitüre
Zubereitung: 
Geben Sie alle Kräuter mit der Butter (behalten Sie 2 Esslöffel zurück), ein wenig Senf und 1 Esslöffel Orangenkonfitüre, Salz und Pfeffer, 2 Esslöffel Zitronensaft und der abgeriebenen Schale einer Zitrone in eine Küchenmaschine und mischen Sie eine Kräuterbutter. Verteilen Sie diese Kräuterbutter in die Mistkratzerli und bestreichen diese aussen mit einer Mischung aus Orangenkonfitüre, 2 Esslöffel geschmolzener Butter,  Salz und Pfeffer, Zitronensaft und der abgeriebenen Schale von 1 Zitrone. Lassen Sie die gefüllten Mistkratzerli mindestens 2 Stunden ruhen, und geben Sie sie dann in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen, am besten auf einen Rost, unter dem ein Behälter die abtropfende Flüssigkeit auffängt. Rösten Sie die Mistkratzerli so 20 Minuten im Ofen, und bestreichen Sie sie dann mit der aufgefangenen Flüssigkeit. Rösten Sie sie weitere 20 Minuten im Ofen, und bestreichen Sie sie von Neuem. Die Mistkratzerli brauchen insgesamt etwa 1 Stunde und 15 Minuten, bis sie gut durchgegart sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind: Stechen Sie mit einem Spiess in die Beine – wenn klarer Saft herauskommt, sind die Mistkratzerli fertig. 
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4. SPAGHETTI MIT WEISSEN BOHNEN
Spaghetti geben ein eher gemütliches Festessen ab. Kochen Sie für einmal eine Sauce mit weissen Bohnen, die ganz ähnlich zubereitet wird wie Bolognese. Diese nur auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination kann man quasi aus dem kochen, was man im Chuchichäschtli hat. (Quelle: Blogging over thyme)

Zutaten für 4–6 Personen:  
  • 500 Gramm Spaghetti
  • 1 kleine Dose Cannelini-Bohnen, abgetropft und gewaschen
  • 1 grosse Dose gehackte Tomaten
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • Olivenöl
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 2 Stangen Sellerie mit Kraut, gehackt
  • 2 grosse Rüebli, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 frisches Lorbeerblatt, zerdrückt
  • 1 Glas Weisswein
  • 1 dl Bouillon
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Esslöffel Oregano
Zubereitung: 
Geben Sie Olivenöl in eine Gusseisenpfanne, erhitzen Sie es, und dünsten Sie die Schalotte, die gehackten Rüebli und den Sellerie etwa 10 Minuten darin an. Geben Sie den Knoblauch dazu, das zerdrückte Lorbeerblatt und den Oregano. Wenn der Knoblauch duftet, giessen Sie den Wein dazu. Einköcheln lassen. Zerstampfen Sie die Hälfte der Bohnen mit einem Stampfeisen oder zerdrücken Sie sie mit einer Gabel. Geben Sie die Bohnen nun in die Pfanne. Geben Sie das Tomatenmark und die Bouillon bei. Nochmals ein wenig einköcheln lassen und dann die gehackten Tomaten beifügen. Zugedeckt 40 Minuten köcheln lassen. Kochen Sie die Spaghetti gemäss Packungsangaben. Geben Sie die restlichen Bohnen in die Sauce, und vermischen Sie die al dente gekochten Spaghetti mit der Sauce und köcheln Sie alles nochmals 3 Minuten auf. Servieren Sie die Spaghetti mit viel geriebenem Parmesan.
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5. POULETSCHNITZEL MIT KAPERN
Lassen Sie sich für dieses Rezept am besten vom Metzger Pouletbrüstli in Tranchen  schneiden. Servieren Sie die Pouletschnitzel zu feinen Nudeln oder Kartoffeln. Schneiden Sie zum Beispiel junge Kartoffeln in dünne Scheiben, mischen Sie sie mit Olivenöl und Salz, und geben Sie sie in eine Gratinform. Rösten Sie sie im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen etwa 30–40 Minuten. (Bild über: Food 52)

Zutaten für 4–6 Personen: 
  • 2 Zitronen
  • 4 Pouletbrüstli, in je 3 Tranchen geschnitten
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl
  • Olivenöl
  • Butter
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 2 dl Hühnerbouillon
  • 2 Esslöffel Kapern (das Salz gut abgewaschen)
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
Zubereitung: 
Schneiden Sie eine Zitrone in feine Scheiben, pressen Sie den Saft aus der anderen. Würzen Sie die Pouletbrüstlischnitzel mit Salz und Pfeffer, und wenden Sie sie im Mehl. Geben Sie Olivenöl in eine Bratpfanne und braten Sie anschliessend portionenweise die Schnitzel beidseitig golden. Stellen Sie sie im Backofen warm, zugedeckt mit Alufolie. Nun geben Sie die Schalotte, die Kapern, die Zitronenscheiben und den Zitronensaft bei und giessen die Bouillon dazu. Auf die Hälfte einköcheln lassen. Rühren Sie nun 2 Esslöffel Butter und die gehackte Petersilie ein. Servieren Sie die Schnitzel über feine Nudeln und verteilen Sie mit einem Löffel Sauce mit Zitronenscheiben und Kapern darüber.
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6. BEERENTORTE
Zaubern Sie schnell und einfach eine solch köstliche Beerentorte mit Fertigteig. Backen Sie einen Teigboden aus Blätter- oder Mürbeteig. Beschweren Sie ihn mit Backpapier und Bohnen oder Backperlen. Den fertig gebackenen, ausgekühlten Tortenboden mit Vanillecreme bestreichen und grosszügig Beeren nach Ihrer Wahl drauf verteilen. (Bild über: Clutter and Chaos)
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BEWIRTEN SIE IHRE  GÄSTE OHNE STRESS:
Einladen macht nicht nur den Gästen Spass, sondern auch den Gastgebern. Damit alles ohne Stress und so angenehm wie möglich klappt: einige Do’s and Dont’s in Sachen Gastfreundschaft. (Bild über: Batixa

Sagen Sie nie:
  • «Ist das Essen okay?»
  • «Es tut mir leid, der Teig ist nicht so geworden, wie ich ihn wollte.»
  • «Ach, ich habe nur schnell etwas in die Pfanne geschmissen.»
Nehmen Sie sich:
  • mehr Zeit als die, die im Rezept beschrieben ist, damit Sie nicht in Zeitnot geraten.
  • Zeit für eine Dusche oder ein Bad, bevor die Gäste kommen. So sind Sie entspannt und riechen nicht nach Küche.
Halten Sie diese Dinge immer bereit: 
  • Apérogebäck
  • eine oder mehrere Flaschen Champagner im Kühlschrank
  • Schokolade oder Biskuits zum Kaffee
  • Kerzen und Streichhölzer für die Stimmung 
Vermeiden Sie es:
  • Hintergrundmusik wie die «Vier Jahreszeiten» oder Lady Gaga einzuschalten.
  • den Salat erst am Tisch anzumachen, da kann nämlich schnell etwas schiefgehen.
  • das Brot am Tisch zu schneiden – das gibt Krümel und Stress.
  • zu wenig Wein, Wasser oder Brot zu kaufen.
  • zu wenig zu kochen.
  • sich zu ärgern, wenn die Gäste zu spät kommen.
  • wegen irgendeiner Kleinigkeit in Panik zu geraten.

 

8 Kommentare zu «Etwas Feines zu Ostern»

  • Heidi Arn sagt:

    Ha, nicht zuwenig einkaufen und kochen – bei mir gibts immer zuviel. Die Lösung: Grosser Tiefkühler und grosse Freude, wenn man später was rausholt und es einem besser schmeckt als am Kochtag.
    Die Rezepte machen an!

    • Ruedi Widmer sagt:

      Mach ich auch immer so, sogar ganz bewusst. Die „Arbeit“ ist dieselbe wie bei der kleineren Portion, der Stromverbrauch (fast) ebenso, und die Freude riesengross, nach Feierabend oder auch bei hungrigen Überraschungsgästen irgendwas Schönes im Tiefkühler zu finden…

  • Danke fur die Rezepte. Die Schnitzel versuch ich am Samstag zu machen.

  • WorkingMama sagt:

    Ich habe letztes Wochenende die Torta gemacht, mit Krautstiel anstatt Spinat, war auch sehr gut!

  • Ruedi Widmer sagt:

    Mmmmmmh! Die torta, für mich ganz klar die torta, bitteschön. Im grossen Kanton gibt es übrigens noch eine Variante zur beschriebenen stressfreien Gastgeberfreundschaft: Alle machen alles zusammen. Man trifft sich zu sechst oder acht, schon am frühen Nachmittag, jeder macht ein leckeres Rezept und bringt auch die Zutaten dazu mit. In meinem Freundeskreis finden derlei Gelage immer bei meiner Freundin statt, die hat die grösste Küche. Auf der Waschmaschine ein 5-Liter-Fässli Roten zum Selbstzapfen während der „Arbeit“ und auf dem Tisch schlenkert zwischen zu zersägenden Gemüsebergen und Kräutersträussli der Papagei auf Beutezug herum und entertaint die Germeinde. Wer da die Arbeit noch für „Arbeit“ hält, ist selber schuld. Von mir persönlich, als Schweizer, werden da jetzt schon geradezu traditionell irgendwelche Chüechli erwartet, die können das Wort sogar mittlerweile unfallfrei aussprechen (nach dem ersten Roten zumindest :-) ). Somit kommt mir das torta-Rezept also wie gerufen…

    • Lichtblau sagt:

      Das Fässchen und der entertainende Papagei: Sehr schön beschrieben. Auch ich bekoche alljährlich Freunde aus dem grossen Kanton – und die sind immer wieder „hin und wech“ von meinem hundskommunen Käsekuchen: Blätterteig, viel gehackte, in Butter gedünstete und abgekühlte Zwiebeln, geriebener Gruyère und ein Guss aus Eiern und Rahm. Gelingt immer und ist auch für Anfänger eine dankbare Sache.

      • Ruedi Widmer sagt:

        „Das Fässchen und der entertainende Papagei“ – die beiden sind gute Freunde, soll heissen: Der „Lütte“ trinkt gelegentlich auch ganz gern mal ein Gläschen… Allerdings bekommt er wegen seiner beklagenswerten Tischmanieren keinen Rotwein. Nur Weisswein (oder Champagner, DANACH rülpst er dann allerdings völlig ungeniert…).
        IHR Chüechli mit dem Gruyère klingt auch sehr lecker, das werde ich dann auch mal ausprobieren. Ich kenne eine ähnliche Variante OHNE Gruyère, dafür aber mit Räucherspeck in den Zwiebeln und selbstgemachtem Hefeteig ohne Ei, dafür mit Joghurt. Ist schwäbisch-italienisch, habe ich mir von den Berliner Multi-Kulti-Hobbyköchen sagen lassen. Aber mit Chüechli, welcher Art auch immer, kriegt man „die“ Deutschen, wo auch immer sie herkommen, sofort, die Erfahrung habe ich auch gemacht, „hin und wech“, ob aus dem Norden oder aus dem Süden, ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Kriegt man ein gescheites Chüechli hin, hat man sofort einen Stein im Brett. :-)
        (Bei mir allerdings auch, ich bin auch ein Riesenchüechlifan.) Probieren Sie übrigens auch mal „Quark-Ölteig“ – wenn kein Blätterteig im Haus oder Kaloriengeizen angesagt ist. Ist auch sehr lecker, geht ganzganz fix und simpel und hat nicht einmal die Hälfte der Hefeteigkalorien.

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