Raffinierte Hausmannskost

Hausmannskost ist gutes Essen, das einem dieses wohlige «Zuhause-Gefühl» vermittelt. Diese 5 Gerichte gehören in diese Kategorie, sie sind aber nicht deftig, schmecken raffiniert, machen was her und sind doch einfach. Und sie können sehr gut auch den Gästen serviert werden. 

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1 GALETTE MIT SPECK UND KÄSE
Diese Galette geht ganz schnell und einfach. Sie können auch Fertigteig benützen, dann gehts noch schneller! Anstelle des Schinkens passen zum Beispiel auch Pilze. Überhaupt können Sie die Galette nach Ihrem Geschmack verändern, Tomaten beigeben, Basilikum, gekochte Kartoffeln, Bratspeck, Rohschinken, Spinat … (Bild über: Vertical Food)

Zutaten für den Teig:
  • 100 Gramm Mehl
  • 60 Gramm gesalzene Butter, kalt in Stücke geschnitten
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Esslöffel Crème fraîche
  • 1 Esslöffel Eiswasser
Zutaten für die Füllung:
  • 200 Gramm Schinken in Streifen geschnitten
  • 4 Esslöffel Crème fraîche
  • 2 Schalotten, längs in Streifen geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 200 Gramm Gruyère, grob geraffelt
  • 1 Mozarellakugel, zerrissen
  • 100 Gramm Parmesan oder Sbrinz, grob geraffelt
  • 1 Handvoll Thymianblättchen
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • und ein Eigelb zum Bestreichen
Zubereitung:

Vermischen Sie von Hand die Butterflocken mit dem Mehl, und mischen Sie das Eiswasser, die Crème fraîche und den Zitronensaft darunter. Schnell arbeiten und den Teig 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Den Backofen auf 240 Grad vorheizen. Den Knoblauch und den Thymian mit ein wenig Salz zerstampfen und mit dem Esslöffel Olivenöl vermischen. Rollen Sie den Teig aus, legen Sie ihn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech, und bestreichen Sie ihn mit der Crème fraîche, so, dass rundum ein Rand von 2 Zentimetern frei bleibt. Nun belegen Sie die Crème fraîche mit dem Schinken, verteilen die Schalotten und den Käse darüber und würzen mit ein wenig Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Träufeln Sie das Öl mit den Kräutern und dem Knoblauch gleichmässig darüber. Legen Sie den Rand ein, und bestreichen Sie diesen mit dem Eigelb. 30–40 Minuten backen bis der Teig knusprig und golden und der Käse geschmolzen. Mit Salat servieren.

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2 GEBRATENE POLENTA UND SPIEGELEIER 
Geben Sie 50 Gramm Butter in eine Pfanne, und erhitzen Sie sie. Geben Sie einen halben, fein gehackten Peperoncino und ½ Esslöffel fein gehackten Rosmarin bei. Giessen Sie 2 dl Milch und einen Kaffeelöffel Bouillon dazu, geben Sie einige aufgeweichte, getrocknete Steinpilze dazu, und rühren Sie dann 200 Gramm Polenta ein. Wenn die Polenta fertig ist, mischen Sie 200 Gramm Parmesan darunter, und streichen Sie die Masse dann gut fingerdick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Auskühlen lassen. Die kalte Polenta in Tranchen schneiden und beidseitig in Butter anbraten. Spiegeleier braten, die Polentascheiben auf die Teller verteilen, die Spiegeleier darübergeben und mit gehackter Petersilie, geriebenem Parmesan, Salz und Pfeffer servieren. Dazu passt zum Beispiel ein Tomatensalat. (Bild über: Berries Citrus Avocado)

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3 FETTUCCINE ALFREDO
Das einfache Nudelgericht ist ein Renner in allen italo-amerikanischen Restaurants. Fettuccine, italienische Nudeln, werden in Rom schon lange mit Butter serviert. Der Koch Alfredo di Lelio aber kreierte eine Version, die dreimal so viel Butter hatte wie das Originalrezept. Dies, weil seine Frau schwanger war und Probleme mit dem Essen hatte. Nachdem seine Frau wieder essen konnte, nahm er das Rezept in seine Speisekarte auf. In den 20er-Jahren besuchten die berühmten Stummfilmschauspieler Douglas Fairbanks und Mary Pickford Alfredos Restaurant in ihren Flitterwochen in Rom, verliebten sich in die fetten Nudeln und servierten sie später ihren Freunden in Hollywood. Die Fettucine Alfredo werden heute mit Rahm und Käse gemacht und sind auf den meisten Speisekarten in Amerika und England zu finden. In Italien werden sie aber immer noch «al burro» serviert. (Bild über: Mostly savoury)

 Zutaten:
  • 500 Gramm Fettuccine
  • Pastawasser
  • 150 Gramm Butter
  • 2,5 dl Rahm
  • 250 Gramm frisch geriebener Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt oder gepresst
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung:

Nudeln «al dente» kochen, vom Pastawasser ein wenig zur Seite stellen. Die Butter mit dem Knoblauch in einer Pfanne schmelzen, den Rahm dazugeben, mit Salz und Pfeffer und einer Prise Muskatnuss abschmecken, 200 Gramm Käse daruntermischen. Die Sauce über die abgetropften Nudeln geben und so viel Pastawasser dazugeben, dass die Nudeln cremig werden. Mit dem Rest des geriebenen Parmesans und ein wenig gehackter Petersilie servieren.

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4 WILDREIS MIT TRAUBEN UND FETA
Es muss nicht immer Risotto sein. Dieses Rezept mit Wildreis und Trauben schmeckt auch fantastisch – ein wenig anders als gewohnt. (Quelle: Vintage mixer )

Zutaten: 
  • 50 Gramm Butter
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 Stange Sellerie, fein gehackt
  • 1 grosses Rüebli, fein gehackt
  • 300 Gramm Wildreis
  • 2 dl trockener Weisswein
  • 8 dl Gemüsebouillon
  • Thymian
  • 200 Gramm Traubenbeeren, am besten von einer  kernlosen Sorte
  • 100 Gramm Walnüsse, geröstet
  • 1 Esslöffel Orangenschale, gerieben
  • Olivenöl
  • Honig
  • 200 Gramm Fetakäse, in kleine Würfel geschnitten
Zubereitung: 

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Butter in einer Pfanne schmelzen und dann den Sellerie, die Schalotte und das Rüebli sanft dünsten, gute 5 Minuten. Danach den Reis beigeben und nochmals 3 Minuten dünsten, den Wein dazugiessen und aufkochen, dann die Bouillon beigeben und alles 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Nüsse zerkleinern, die Nüsse und die Trauben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, mit Olivenöl und Honig beträufeln und 15 Minuten rösten. Nun vermischen Sie die Nuss-Trauben-Mischung mit Saft und Honig mit dem Reis und geben den Fetakäse bei. Mit Salz und Pfeffer würzen, die abgeriebene Orangenschale darübergeben und servieren.

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5 POULET MIT WEIN UND KRÄUTERN
Gerichte, die im Topf schmoren, verbreiten immer eine heimelige, gemütliche Stimmung. Dieses Pouletgericht gehört dazu. Und ist ganz einfach zu kochen. (Bild über: The Bitehouse)

Zutaten für 4–6 Personen:
  • Olivenöl
  • 6–8 Pouletstücke wie Schenkel oder Brust
  • Mehl
  • 1 Schalotte, halbiert 
  • 1 Stange Sellerie, gehackt
  • 2 Rüebli, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Esslöffel  Rosmarin, gehackt
  • 1 Esslöffel Thymian, gehackt
  • 1 Esslöffel Estragon, gehackt
  • 2 dl Weisswein
  • 2 dl Hühnerbouillon
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Wenden Sie die Pouletstücke in Mehl, und würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer. Braten Sie sie rundum in Öl an, und stellen Sie sie zur Seite. Geben Sie Rüebli, Sellerie und Schalotte in das Öl, ca. 10 Minuten dünsten. Geben Sie den Knoblauch hinzu und, sobald dieser zu duften beginnt, die Pouletstücke, die Kräuter und das Tomatenmark beigeben. Gut umrühren, mit Wein ablöschen, die Bouillon hinzufügen, aufkochen, würzen. Zugedeckt ca. 1 Stunde auf kleinem Feuer schmoren. Servieren Sie das Polet mit frisch gehackter Petersilie zu Kartoffelstock, Nudeln oder Polenta – oder einfach zu feinem Bauernbrot.

12 Kommentare zu «Raffinierte Hausmannskost»

  • HISTORY OF ALFREDO DI LELIO CREATOR IN 1908 OF “FETTUCCINE ALL’ALFREDO”, NOW SERVED BY HIS NEPHEW INES DI LELIO, AT THE RESTAURANT “IL VERO ALFREDO” – “ALFREDO DI ROMA” IN ROME, PIAZZA AUGUSTO IMPERATORE 30

    With reference of your article (for which I thank you), I have the pleasure to tell you the history of my grandfather Alfredo Di Lelio, who is the creator of “fettuccine all’Alfredo” in 1908 in the “trattoria” run by his mother Angelina in Rome, Piazza Rosa (Piazza disappeared in 1910 following the construction of the Galleria Colonna / Sordi). This “trattoria” of Piazza Rosa has become the “birthplace of fettuccine all’Alfredo”.
    More specifically, as is well known to many people who love the “fettuccine all’Alfredo“, this famous dish in the world was invented by Alfredo Di Lelio concerned about the lack of appetite of his wife Ines, who was pregnant with my father Armando (born February 26, 1908).
    Alfredo di Lelio opened his restaurant “Alfredo” in 1914 in Rome and in 1943, during the war, he sold the restaurant to others outside his family.
    In 1950 Alfredo Di Lelio decided to reopen with his son Armando his restaurant in Piazza Augusto Imperatore n.30 „Il Vero Alfredo“ (“Alfredo di Roma”), whose fame in the world has been strengthened by his nephew Alfredo and that now managed by me, with the famous “gold cutlery” (fork and spoon gold) donated in 1927 by two well-known American actors Mary Pickford and Douglas Fairbanks (in gratitude for the hospitality).
    See also the website of “Il Vero Alfredo”.
    I must clarify that other restaurants „Alfredo“ in Rome do not belong to the family tradition of „Il Vero Alfredo – Alfredo di Roma“ in Rome.
    I inform you that the restaurant “Il Vero Alfredo –Alfredo di Roma” is in the registry of “Historic Shops of Excellence” of the City of Rome Capitale.
    Best regards Ines Di Lelio

    IN ITALIANO
    STORIA DI ALFREDO DI LELIO, CREATORE DELLE “FETTUCCINE ALL’ALFREDO”, E DELLA SUA TRADIZIONE FAMILIARE PRESSO IL RISTORANTE “IL VERO ALFREDO” (“ALFREDO DI ROMA”) IN PIAZZA AUGUSTO IMPERATORE A ROMA
    Con riferimento al Vostro articolo ho il piacere di raccontarVi la storia di mio nonno Alfredo Di Lelio, inventore delle note „fettuccine all’Alfredo“.
    Alfredo Di Lelio, nato nel settembre del 1883 a Roma in Vicolo di Santa Maria in Trastevere, cominciò a lavorare fin da ragazzo nella piccola trattoria aperta da sua madre Angelina in Piazza Rosa, un piccolo slargo (scomparso intorno al 1910) che esisteva prima della costruzione della Galleria Colonna (ora Galleria Sordi).
    Il 1908 fu un anno indimenticabile per Alfredo Di Lelio: nacque, infatti, suo figlio Armando e videro contemporaneamente la luce in tale trattoria di Piazza Rosa le sue “fettuccine”, divenute poi famose in tutto il mondo. Questa trattoria è “the birthplace of fettuccine all’Alfredo”.
    Alfredo Di Lelio inventò le sue “fettuccine” per dare un ricostituente naturale, a base di burro e parmigiano, a sua moglie (e mia nonna) Ines, prostrata in seguito al parto del suo primogenito (mio padre Armando). Il piatto delle “fettuccine” fu un successo familiare prima ancora di diventare il piatto che rese noto e popolare Alfredo Di Lelio, personaggio con “i baffi all’Umberto” ed i calli alle mani a forza di mischiare le sue “fettuccine” davanti ai clienti sempre più numerosi.
    Nel 1914, a seguito della chiusura di detta trattoria per la scomparsa di Piazza Rosa dovuta alla costruzione della Galleria Colonna, Alfredo Di Lelio decise di trasferirsi in un locale in via della Scrofa, ove aprì il suo primo ristorante che gestì fino al 1943, per poi cedere l’attività a terzi estranei alla sua famiglia.
    Ma l’assenza dalla scena gastronomica di Alfredo Di Lelio fu del tutto transitoria. Infatti nel 1950 riprese il controllo della sua tradizione familiare ed aprì, insieme al figlio Armando, il ristorante “Il Vero Alfredo” (noto all’estero anche come “Alfredo di Roma”) in Piazza Augusto Imperatore n.30 (cfr. http://www.ilveroalfredo.it).
    Con l’avvio del nuovo ristorante Alfredo Di Lelio ottenne un forte successo di pubblico e di clienti negli anni della “dolce vita”. Successo, che, tuttora, richiama nel ristorante un flusso continuo di turisti da ogni parte del mondo per assaggiare le famose “fettuccine all’Alfredo” al doppio burro da me servite, con l’impegno di continuare nel tempo la tradizione familiare dei miei cari maestri, nonno Alfredo, mio padre Armando e mio fratello Alfredo. In particolare le fettuccine sono servite ai clienti con 2 “posate d’oro”: una forchetta ed un cucchiaio d’oro regalati nel 1927 ad Alfredo dai due noti attori americani M. Pickford e D. Fairbanks (in segno di gratitudine per l’ospitalità).
    Desidero precisare che altri ristoranti “Alfredo” a Roma (come Alfredo’s Gallery o Alfredo alla Scrofa) non appartengono alla mia tradizione familiare.
    Vi informo che il Ristorante “Il Vero Alfredo” è presente nell’Albo dei “Negozi Storici di Eccellenza – sezione Attività Storiche di Eccellenza” del Comune di Roma Capitale.
    Grata per la Vostra attenzione ed ospitalità nel Vostro interessante blog, cordiali saluti
    Ines Di Lelio

  • Myrica sagt:

    POULET MIT WEIN UND KRÄUTERN wurde dieses Wochenende mit 3 Kartoffeln angereichert nachgekockt. Sensationell und sehr leicht :)

  • Andreas Kobel sagt:

    Liebe Marianne, für mich sind diese Gerichte ziemlich deftig (viel Butter, Teig, Mehl, Rahm, Creme fraiche), also schwer und auch ziemlich aufwändig (zB. Menu 4 1h+, Kochherd und Backofen, etliche Arbeitsschritte). Ich bevorzuge halt eher Gerichte wie zB. Breite Nudeln, angebratene Pouletstreifen mit roten Pepperonistückchen (mit Biss, im eigenen Saft) und dazu einen knackigen Frischsalat mit sähmiger Moutarde-Salatcauce…

  • Mmmmmmhh, das sind aber wieder leckere Rezepte.
    Das Poulet mit Wein und Kräutern muss ich sogleich ausprobieren.

    Vielen Dank und liebe Grüsse

  • Flo sagt:

    Bevor ich mich mit viel Spass all diesen Rezepten widme;
    weshalb wird noch imer das Vorwärem des Backofen so quasi als Must in vielen Rezepten angegeben?
    Vielfach hört man doch das dies eine völlig überflüssige Verschwendung von energie sei!
    Was ist nun richtig?

    • offwhite sagt:

      Weil die Backzeiten für einen heissen Backofen gelten. Ein kalter Backofen bäckt nicht. Die Zeit bleibt die gleiche, weil der Backofen heiss werden muss. Dem Backgut tut es aber (meistens) nicht gut, wenn es in den kalten Backofen kommt. Das Ergebnis stimmt dannt nicht.

  • Andrea sagt:

    Liebe Frau Kohler, im Einleitungstext schreiben Sie, die Gerichte sind nicht deftig. Wenn Rezepte Nr.1 -3 nicht mehr als deftig sind weiss ich also auch nicht… Speck, Käse, Butter, Rahm und Eier? Nicht gerade leicht…

  • lieberlecker sagt:

    PS. nican = nicht daran

  • lieberlecker sagt:

    Ahhh … Fettuccine Alfredo. Es tönt so einfach und ist doch hohe Schule ein perfektes Resultat hinzukriegen. Es reizt mich schon lange, aber ich habe mich noch nican gewagt. Wenn es soweit ist, werde ich mich an die Anleitung von lamiacucina halten.
    Ansonsten macht man mit Hausmannskost nie etwas falsch.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Heinz Buehler sagt:

      Ich denke auch, dass die Anleitung von lamiacucina zu einem wesentlich besseren Ergebnis führt als das Rezept hier. Vor allem sind DÜNNE Nudeln entscheidend, und die kann man nur selbst walzen. Dasselbe gilt generell auch für alle Arten von Ravioli.

  • Gabriella Laura sagt:

    Uhiiinei Frau Kohler! Habe um 7 Uhr dank Ihnen schon Hunger! Danke für die tollen Rezepte, aber eine Frage habe ich: Beim Rezept 1, was für ein Fertigteig soll man nehmen?

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