So kreieren Sie ein raues Umfeld

Alt und neu liebt sich, das wissen wir. Wie wir aber das Paar am besten bei uns einquartieren, ist eine schwierigere Angelegenheit. Meist wohnen wir nicht in einer schicken alten Loft, in der einfach alles, was man hinstellt, toll aussieht. Hier bekommen Sie Inspirationen und Tipps, wie das mit dem rauen Umfeld auch in einer «normalen» Wohnung klappt. 

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1 MALEN SIE WÄNDE IM SHABBY-LOOK 
Diese bieten nämlich die ideale Bühne für neue, moderne Möbel und eine schlichte Einrichtung. Lernen Sie Maltechniken mit Spezialeffekten aus DIY-Büchern, den vielen Make-over-Sendungen oder über entsprechende Internetseiten. (Bild über: Clutter and Chaos)
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2 ENTSCHEIDEN SIE SICH FÜR EINEN GEMÜTLICHEN HOLZBODEN
Auch in Mietwohnungen kann man zum Beispiel Böden anstelle eines Spannteppichs verlegen. Wählen Sie Holzböden mit Charakter, diese geben Ihnen nämlich ein völlig neues Raumgefühl und genau wie die Wände eine ideale Bühne für modernes Mobiliar. Dieser edle Holzboden ist  von der Schweizer Firma Bauwerk.
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3 WÄHLEN SIE EINE TAPETE MIT ANTIKFLAIR
Alt gibt es auch neu, zum Beispiel in Form von Tapeten. Diese Tapete zeigt einen Trompe-l’oeuil-Effekt von Kacheln, wie sie in alten amerikanischen Lagerhallen vorkamen. Diese Tapeten sind vom Pariser Conceptshop Merci und über dessen Webshop erhältlich. (Bild über: Interiors Porn)
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4 STREICHEN SIE MIT WANDTAFELFARBE
Rau wirkt lebendig, besonders an Wänden. Solch gelebte Wände sind in einer neuen Wohnung natürlich nicht vorhanden. Einen ähnlichen Effekt können Sie erreichen, indem Sie eine Wand mit Wandtafelfarbe anstreichen, sie nach Lust bekritzeln und die Kreide jeweils mit dem Schwamm verwischen. (Bild über: Japanese Trash)
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5 SCHAFFEN SIE GUTEN BODEN MIT VINTAGE-TEPPICHEN
In der gemütlichen Wohnung von Gianne Holmgren und Milija Kovacevic fanden wir unzählige Interpretationen im Vintage-Look, die einfach umzusetzen sind. Wie zum Beispiel das Einsetzen von edlen Vintage-Teppichen. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home
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6 STYLEN SIE MIT GROSSEN INDUSTRIELEUCHTEN
Riesengrosse Industrieleuchten geben ein starkes Statement ab und verleihen einem Raum auch eine gewisse, gelebte Atmosphäre. Hängen Sie sie seriell über einen grossen Esstisch im Entree oder je nach Einrichtung auch in ein Wohnzimmer, zum Beispiel links von einem Sofa. (Bild über: Modern Hepburn)
7 MISCHEN SIE INDUSTRIELLES MIT LÄNDLICHEN ELEMENTEN
Nicht nur Dinge aus der Fabrik machen Stimmung in modernen Wohnungen, sondern auch solche von Höfen und Farmen– am besten gleich zusammen. Denn Industrielles und Ländliches wirkt harmonisch zusammen und lässt die gegensätzliche, raue Seite schön hervorbringen. Denken Sie an Körbe auf dem Metallregal, an Metallhocker um den rustikalen Esstisch oder an Keramikkrüge auf dem rostigen Eisenmöbel.
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8 MACHEN SIE EINFACH ALLES UMGEKEHRT
Zeigen Sie, was alte Schule mit Stil ist, und möblieren Sie eine neue Wohnung mit Möbeln aus dem Schulhaus, der Fabrik oder dem Bauernhof. Der Kontrast macht Wohnen spannend und das Alte, Antike sorgt für mehr Wärme und Behaglichkeit in einer kühlen, reduzierten, urbanen Architektur. (Bild über: Brown dress with white dots)
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9 SAMMELN SIE GELEBTE DINGE
Schwemmholz, Muscheln, Körbe, alte Apothekerflaschen, rohes Leinen, rostiges Metall – all diese Dinge sorgen dafür, dass in einer Wohnung mehr Leben und Authentizität aufkommt. (Bild über: Chutzpah)
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10 INSTALLIEREN SIE PANEELE
Wer sich nicht an Wände machen will, versucht es mit grossen Paneelen. Streichen Sie sie im Shabby-Look, behandeln Sie sie mit Gips, Metallicfarben oder bemalen Sie sie wie ein Bild mit Stein- oder Betoneffekten.  (Bild über: Owi)
11 BAUEN SIE PODESTE
Mit ein wenig Geschick können Sie auch Podeste aus Holz bauen, zum Beispiel als Erhöhung für ein Bett oder eine Sitzecke. Diese können Sie mit Spezialeffekten bemalen, so dass Sie gelebt wirken.
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12 GESTALTEN SIE REGALWÄNDE
Wenn Sie grosse Regale im Vintage-Stil einsetzen und diese entsprechend stimmig füllen, bekommen Sie auch sehr viel gelebte und raue Atmosphäre ins Haus. (Bild über: French Grey)

 

19 Kommentare zu «So kreieren Sie ein raues Umfeld»

  • Gerit sagt:

    Interesanter Stil! Mir persönlich gefällt ein Stilmix aus Alt und Modern sehr gut. Ich habe bei mir zuhause z.b. einen Holzdielenboden von rudda.at den ich mit modernen bunt lackierten Möbeln im Industriestil kombiniere. Natürlich halte ich mich nicht streng daran, aber genau das erzeugt ja dann die persönliche Note! Die Industrieleuchten von Tipp Nr. 6 würden z.b. (in kleinerer Form) toll zu meinem Esstisch passen!!

  • nadine sagt:

    Kompliment, Ihr Blog gefällt mir seit Jahren und inspiriert mich immer wieder. Ich wohne in einer Mietwohnung mit einem nicht allzu attraktiven Eichenlaminatboden… Vielleicht haben Sie Ideen, wie man „andersartige“ Holzmöbel mit einem Laminatboden kombiniert, so dass es nicht aussieht, wie die Faust aufs Auge? Herzliche Grüsse

  • Yvonne sagt:

    Niemand wurde hier gezwungen diese Bilder anzuschauen und den Styl sogar umzusetzen bei sich… Ich habe jedenfalls total Freude daran.

  • VB sagt:

    Wie würden ihre Vorschläge in einer Neubauwohnung wirken? Ich würde sagen, doch eher kitschig als rau…
    So sehr ich den Shabby-Look zu Beginn geliebt habe, habe ich mich langsam aber sicher daran satt gesehen.
    Es wird Zeit für etwas Neues!

  • rimaka sagt:

    Mir gefallen die Beispiele super gut! Ich würde gerne so wohnen und ich finde es total i.O. den Shabby Look anzuwenden. Ob das jetzt echt ist oder nachgemacht, spielt doch keine Rolle. Hauptsache es sieht für einem gut aus und man fühlt sich wohl damit!

  • Philipp Rittermann sagt:

    rauhes umfeld. lassen sie das schiess-eisen auf dem salontisch liegen, neben dem überfüllten aschenbecher und der bierdosen-deponie. setzen sie sich aufs popcorn-übersähte sofa in ihrer 10-tage-unterwäsche und dem 20-tage bart während das fernsehgerät in überlautstärke „hells-bells“ life überflimmert. schreien sie zur gattin in der küche und öffnen sie die eingangstür ruckartig und brüllen den gast an. so, kreiert man(n) ein rauhes umfeld. hähä.

  • xtina sagt:

    Auf mich wirken die Bilder – bis auf Nr. 9 – ziemlich kalt. Nie und nimmer würde ich eine Wand oder einen neuen Einrichtungsgegenstand ‚auf alt‘ machen. Echt alte Wände und Möbel dagegen finde ich schön.

  • Paul Jenni sagt:

    „Malen Sie Wände im Shabby-Look“. An der Stelle kann man eigentlich aufhören zu lesen, den „Antik-Look“ kann man dann noch mit einem fremdschämenden Lächeln zur Kenntnis nehmen…
    Shabby-Look ist dann cool, wenn er echt und von Leben erfüllt ist, z.B. in einem (echten!) Loft in einem alten Industriegebäude (also ohne Bodenheizung ;-) ) oder einem Bauernhaus von 1780. Alles andere ist Disney Land und fast so peinlich, wie in einer Blockwohnung ein „echt antikes“ Wagenrad aufzuhängen.

  • isa sagt:

    gefällt mir. man hat ja diese überrenovierten, geschleckten wohnungen wo jedes ding herzig arrangiert an seinem ort steht und alles aussieht als würde demnächst der fotograf von schöner wohnen vor der tür stehen dermassen satt.

  • irene feldmann sagt:

    coole sachen, der rost-stuhl toernt mich eher ab………………..

  • Meier sagt:

    Auf der Strasse sehen die abgefuckten Outfits (T-Shirts, Hosen, Schuhe, Frisuren usw.) auch ein wenig so aus. Wie aussen – so innen? Konsequent wäre noch der Umzug in die Kartonschachtel. Mal ehrlich, sowas schaut in wenigen Jahren doch keiner mehr an – wirklich schöne Dinge werden aber auch noch nach hunderten von Jahren bewundert.

    • Gerber sagt:

      Ich will in hundert Jahren nicht mehr in den gleichen Möbeln wohnen, wie heute. Ich wollte jetzt auch nicht mehr in den Möbeln wohnen, die ich kaufte, als ich mit 20 zuhause ausgezogen bin (igitt!). Früher kaufte man halt ein Sofa und das musste das Leben lang halten. Gottseidank ist das heute nicht mehr so! Mensch und Geschmack ändert sich. Aber wenn ich „abgefuckte“ Möbel mag, bin ich im Charakter definitiv nicht zwingend auch abgefuckt. Das ist hinterwäldlerisches Bünzlidenken!

  • Bonvivant sagt:

    Was für ein Quatsch… Ein gelebtes Leben u authentische Atmosphäre können nicht eingekauft werden und sind nicht durch shabby Dinge „herstellbar“. Lieber fülle ich meine Wohnung durch MEIN Leben, als das ich sie mit designten „gelebten Dingen“ vollpflastere! Ein rauhes Leben imitieren… In unserer Zeit des Überflusses… Einfach armselig. Get a life!

    • Peter Ringger sagt:

      100% Zustimmung! Ich habe noch nie begriffen, was an absichtlich malträtierten Möbeln so toll sein soll. Shabby chic ist einfach nur künstlich schäbig, wer so etwas braucht tut mir leid. Wer wirklich Stil hat, entwirft seine Möbel selber, lässt sie vom lokalen Schreiner anfertigen und in Würde altern. Zu teuer? Kostet auf Dauer ganz bestimmt weniger als immer wieder neue, völlig überteuerte Wegwerfmöbel.

  • Yvonne sagt:

    WOW wunderschön – wo kann man bloss all diese tollen Dinge finden. Ich liebe ausserdem diese Ausgaben und freue mich immer wieder wenn ein neuer erscheint…vielen Dank für die immer tollen Interior-Einrichtungs-Bilder/Ideen.

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