Ein Haus, das aus der Reihe tanzt

Nur wer aus der Reihe tanzt, wird bemerkt und schafft es eventuell aus dem Corps de Ballet zur Primaballerina. Dieses moderne, kubische Haus von Studio 9 one 2 gibt sich auf jeden Fall sehr viel Mühe, auf seine Individualität aufmerksam zu machen.

Architektur: Studio 9 one 2

sweet home
Während sich die Häuser links und rechts im klassischen Outfit, nämlich mit gemütlicher Fassade und Spitzdach, zeigen, hat sich das Haus des kalifornischen Architekturbüros Studio 9 one 2 seinen Look bei den Kubisten abgeschaut und zeigt sich mit verschachtelt ineinandergebauten Elementen.
sweet home
Viel Wohnfläche auf wenig Platz ist immer eine grosse Herausforderung für Architekten. Dieses Küstenhaus zeigt Grosszügigkeit durch unkonventionell ineinander verschachtelte Kuben, die mit vielen Fensterfronten ausgestattet sind. Das lässt sogar Platz für einen klitzekleinen Vorgarten, in dem Gräser und Bambus wachsen.
sweet home
Die einzelnen Elemente sind alle mit kleinen Balkonen versehen, auf denen man die Meersicht und die Meerluft geniessen kann.
sweet home
Durch die Architektur sind grosszügige, hohe Räume entstanden, die dank verschiedenen Fenstern lichtdurchflutet und hell wirken.
sweet home
Wie eine Umarmung bedeckt ein asymmetrisches, flaches Dach das Haus und sorgt dafür, dass trotz Glasfronten die Sonne nicht allzu grell in die Räume scheint. 

 

34 Kommentare zu «Ein Haus, das aus der Reihe tanzt»

  • Eva sagt:

    Ob das Haus nun hässlich oder schön ist, darüber lässt sich streiten. Für die Vögel ist es jedenfalls viel problematischer als die Nachbarhäuser. Das neue Haus enthält grosse Glasflächen, die die Umgebung spiegeln und die Vögel in die Falle locken. Der in die Luft herausragende Balkon mit seinen transparenten Glasbrüstungen wird von den Vögeln nicht als Hindernis gesehen. Tödliche Kollisionen sind vorprogrammiert. Auch bieten moderne Bauten im Gegensatz zu älteren keine Nistmöglichkeiten für Vögel und Fledermäuse. Diese Punkte könnten bei der Planung einfach berücksichtigt werden. Aber solche Aspekte werden in der heutigen Architektur meistens völlig ignoriert…

  • Doris Roggia sagt:

    Ein interessantes Projekt aber auf nicht auf dieses Parzelle. Es annulliert auf arrogante Weise die Umgebung anstatt diese in einen Dialog einzubeziehen!

  • phisch sagt:

    Ausser das es, wie schon oft erwähnt wurde, zu sehr zwischen die anderen gequetscht wurde finde ich schade, dass die grosse Fensterfront nicht dem Meer zugewendet ist! Ansonsten ist die Architektur genial pantasievoll!!!

  • Danuser Romy sagt:

    Sehr schön.
    Licht Luft Platz.
    Mir gefällt diese Kombination von Alt und Neu.
    Es passt sowieso zu Kalifornien, es ist wirklich maximal.

  • Zaida sagt:

    Ich schätze diesen Blog sehr, freue mich jeden Tag darauf reinzuschauen.
    Auch mag ich durchaus moderne Architektur.
    Aber dies ist ein Haus am falschen Platz. Dadurch wirkt es kalt, abweisend und arrogant.
    Als Nachbar hätte ich wohl schon das Weite gesucht.

  • Déjà-vu sagt:

    Ein witziges Haus, gleich einer Villa Kunterbunt, das sich in eine zu enge Parklücke drängt. Ohne Rücksicht, ob der Nachbar seine Tür noch öffnen kann…

    • mia sagt:

      Das gehört – wie manch anderes auch – zur Anspruchsmentalität und zum Egoismus des 21. Jahrhunderts: Ich, mir, mein, mich.

      • Bruno Froehlich sagt:

        Liebe mia, sie irren sich in der Geschichte, denn schauen sie was sich Patrizier einst alles leisteten und Anspruchsmentalitaet zelebrierten. Die Boomjahre „erlaubten“ breiteren Kreisen es auch xu versuchen, sie waren ploetzlich nicht mehr die Klinkenputzer der Reichen. Nun kehrt sich das alles wieder, der Egoismus allein reicht nicht mehr um oben zu bleiben, denke, im 21. Jahrhundert wird es noch viele Verwerfungen geben, die Schere reich / arm wird an Grenzen stossen, ich werde es nicht mehr erleben, wie das endet.

  • Bruno Froehlich sagt:

    Bin erleichtert nach dem lesen vieler Kommentare, fragte mich, nach meinem Bauchurteil, bin ich jetzt einfach mit 79 zu buenzlig um dieses Haus in dieser Umgebung zu akzeptieren. Nun, wer weiss, vielleicht sind alle die es arrogant finden auch schon ueber 70 ;-) Interessant, in Pego Spanien, „Dorf“ mit 10 tausend Einw., wo ich lebe, wurden im letzten Jahr drei EFH im Bauhausstil gebaut, alle sehr auffaellig, aber, sie stehen alle frei, kein anderes Gebaeude im Umkreis von mind. 500 Meter. Fuer mich, das Haus in anderer Umgebung ein Juwel, einzigartig wie ein Edelstein, ich verkaufte 20 Jahre solche in GR, erlag ihrer Faszination.

    • mia sagt:

      Wieso glauben Sie „mit 79“ zwangsläufig „bünzlig“ zu sein? Und wieso verspüren eigentlich viele Menschen ab einem gewissen Alter immer den Drang, sich dafür geradezu entschuldigen zu müssen anstatt zum Beispiel für ihren schrägen Geschmack?

  • mrs.green sagt:

    die kommentare zum haus sind eigentlich fast noch interessanter als der artikel selbst ;-))) also mir gefällt das haus!

  • Panagiotis sagt:

    Genau mein Geschmack!

  • Katharina I sagt:

    Sehr hässlich.

  • Hans Gerber sagt:

    Ein weiteres Beispiel von Kaninchenstall-Architektur.

  • Irene feldmann sagt:

    Srachlos….das schönste Haus seit langem…..die Arbeit mit LICHT-LUFT-FARBE, sensationell….ein Traum Ferienhaus!!!!:)

  • aurora sagt:

    Legozeiten lassen grüssen! Hier möchte ich auf keinen Fall wohnen – die grossen Fensterfronten lassen keine Privatsphäre zu und der Kranbalkon ist eine Zumutung für die Nachbarn. Kaum ein Unterschied zwischen Büro und Wohnen. Abgekapselt in Beton und Glas – eingeklemmt zwischen engen Einfamilienhäusern und Asphalt Ich träume von Dachgärten und bei der vielen Sonne von Sonnenkollektoren, Raum für Nachbarschaftspflege, Bäumen und Vogelgezwitscher etc.

  • Tom Meier sagt:

    Der Kommentar von „rekel“ stimmt!
    Dieses Haus ist arrogant und nimmt optisch zu viel Platz ein.

  • Roxxi sagt:

    Die Nachbarn tun mir leid, sowas anschauen zu müssen, ist sicher keine Freude.

  • ferdi sagt:

    ich würde gerne das kleine Holzhaus daneben kaufen, wenn der exzentrische Nachbar nicht wäre.
    Die Komandobrücke eines Frachtschiffes sieht etwa so aus…

    • malibe sagt:

      Ganz Ihrer Meinung, Ferdi. Das Holzhaus nebenan hätte so viel Charme, wenn das kubistische Monstrum nicht wäre! Ich schätze die Berichte von Frau Kohler oft – aber genauso oft sitzt sie jedem modernen F…. auf ! Schade eigentlich

      • Déjà-vu sagt:

        Hallo… wir sind hier in einem Blog! Dass dieses Haus Kontroversen auslösen muss, ist wohl jedem klar. Gerade das macht sweet home so spannend, uns wird nicht nur Gefälliges präsentiert mit ‚wow‘ Effekt. Das kann und soll auch nicht das Ziel sein eines Blogs. Ich jedenfalls freue mich über alle Beiträge ungemein! Merci Marianne Kohler!

  • Dodimi sagt:

    Schön hässlich ist immer noch hässlich!!!

  • Karin Gut sagt:

    Nachbar is watching you…

  • marusca sagt:

    Von der Reaktion der Nachbarn auf dieses Scheusal spricht natürlich niemand. Und: nee, rekel, Narziss ist es mit Sicherheit nicht, der da eingezogen ist.

  • Anita Knap sagt:

    Solch unschöne Bauten gibt es bei uns in der Schweiz auch fast an jeder Ecke. Der schweizerische Charakter der Dörfer und Städte geht zunehmens verloren. Und leider interessiert das selten ein Bauamt, ein Kanton oder gar den Bundesrat. Unsere Schweiz wird zusehends immer mehr verbaut und mit hässlichen Bauten zugepflastert…

    • Stefan Gisler sagt:

      Nun – sie mögen recht haben, dass gerade in der Agglo und auch in boomenden Landgemeinden, der Stil nicht immer überzeugt. Viel schlimmer waren jedoch die 60er bis 80er als lieblose bis potthässliche Einfamilienhäuser und Blöcke ohne jegliche Umgebungs- und Erschliessungsplanung die Landschaft verunstaltete. Das, genau das ist der schweizerische Charakter, der jetzt verloren geht. Nicht immer zum Guten, aber früher war wirklich nicht alles besser. Beispiele? Dübendorf oder Unterägeri oder Baar oder Spreitenbach oder Renens oder Nyon oder St. Margrethen oder oder oder …

  • rekel sagt:

    Das Haus mag ja originell sein, ich bin aber etwas sprachlos ob der Umgebung. Irgendwie auch etwas arrogant, sich so zwischen und nah an zwei ähnliche Häuser zu quetschen. Da scheint auch Narziss mit eingezogen zu sein.

    • Hotel Papa sagt:

      Exakt meine Beurteilung. Das Haus an sich könnte mir gefallen. Aber es gehört irgenwohin, wo es als Solitär steht. So erdrückt es seine Umgebung.

    • Rima sagt:

      das finde ich auch. ich weiss nicht ob ich es mutig oder arrogant finden soll sich s o dazwischenzustellen…? eigentlich ist mir das haus auch zu verschachtelt und kompliziert….weniger wäre mehr-.

  • Urs sagt:

    Was dieser Stil mit den Kubisten zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Diese Bauweise ist ganz klar durch den Purismus, den Bauhaus-Stil, De Stijl und Konstruktivismus geprägt. Kubistische Architektur gab es schon, die schaut aber ganz anders aus; im Gegensatz zu Purismus/Bauhaus/De Stjil/Konstruktivismus, die sich vollends vom Realismus verabschiedet hatten, waren die Kubisten trotz der abstrakten Darstellungsweise inhaltlich immer noch dem Realismus verpflichtet. Daher sieht die kubistische Architektur weitaus klassischer aus und orientiert sich von der Grundstruktur her nach wie vor an tradierten Bauweisen. In Prag findet man mitunter die klassischsten Beispiele kubistischer Architektur. Erst Architekten wie Le Corbusier haben sich vollends vom Realismus gelöst und die Form komplett der Funktion unterworfen, daher hiess das Manifest der Puristen auch „Après le Cubisme“. Ursprünglich kubistische Architekten, wie z. B. Josef Gočár, wandten sich später ebenfalls diesen funktionalistischen Stilen zu.

  • Walter Bossert sagt:

    Das ist nun mal was neues, Seilbahnstation mit Meeressicht.

  • hans huber sagt:

    Schön ist anders …

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