Ganz modern rustikal

Modern Rustic ist ein Wohntrend, der ganz tief geht. Er umschreibt nicht einfach nur einen schnellen Stil, sondern eine ganze Lebensart. Kein Wunder ist er auch im Architekturbereich wichtig. Landhäuser, Scheunen und Cottages werden urbanisiert oder Stadtwohnungen bekommen mit groben, rustikalen Elementen einen Hauch von warmer Ländlichkeit. In diesem Cottage in Irland trifft sich die Schlichtheit des Rustikalen mit der Moderne.

Architektur: Peter Legge Associates

sweet home

Die typischen Steinhäuser der irisch-bäuerlichen Landschaft sind so schlicht, dass ein modernes Make-over ganz selbstverständlich wirkt.

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Aus zwei Steinhütten ist ein Einfamilienhaus entstanden mit jeweils zwei Stockwerken. Dominant ist der grobe Stein der Mauern, der auch in der umliegenden Landschaft  ein wichtiges Element ist.

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Mit Glas und Stahl haben die Architekten mehr Wohnraum und Licht geschaffen, ohne den Charakter des ursprünglichen Baus zu stören.

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Glatte, schlichte Materialen umgeben die urchigen Steinmauern und heben sie optisch stark hervor.

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Das Haus lieg in unmittelbarer Nähe des Meeres und vermittelt dessen Rohheit und die der umliegenden Landschaft.

26 Kommentare zu «Ganz modern rustikal»

  • Manfred Kern sagt:

    So schön die Rustici auf den 1. Blick wirken : der “ Hauch von warmer Ländlichkeit “ hört sich zwar saugut an, aber als Steinmetz habe ich da so meine Zweifel, ob man in diesen ehemaligen Ställen wirklich so gemütlich überwintern kann, – es sei denn, zusammen mit Ochs und Esel – bzw. in Irland mit einer frisch rasierten Schafherde (weil die mehr Wärme abgibt..).
    Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß es bei diesem fugenlosen Mauerwerk nicht beständig etwas zieht.
    Außerdem schließe ich mich Herrn Menzi insofern an, als es bei diesem fugenlosen Mauerwerk ein “ Uhrmacherkunststück “ ist, Stahl/Glas-Flächen d i c h t an das Mauerwerk anzuschließen, -auch nicht mit den heute üblichen, hochwertigen Dichtstoffen.
    Das sog. Quellband, das nach DIN in D zwischen (hier: Stahl=) Rahmen und Mauerwerk einzubringen ist (mit einer Art Schaumgummistruktur) muß auf der Wetterseite anschließend elastisch „versiegelt“ werden, in meiner heimatstadt habe ich dafür ein Produkt der hochwertigen schweizer SIKA AG durchgesetzt, auf PU-Basis, innen dann ein Silikon, wegen der Dampfdurchlässigkeit. Aber ich halte es eher für eine Syssiphosarbeit, das PU winddicht in die Steinfugen einzubringen, wenn überhaupt. Und der Bauleiter ist sicher nicht daneben gestanden.
    Ein Bürstenputz aus Kalkmörtel, bei dem die Steinstrukrur noch gut sichtbar zutage tritt, wäre die Lösung gewesen, ist aber eben nicht mehr ganz so fotogen.
    Dies sind jetzt eben rein bauphysikalische Aspekte, die zu betrachten wären, würde das Konzept ganzjähriges Bewohnen vorsehen.
    Grüße an die Schweizer und das Rathausareal in BS !

  • Bruno Menzi sagt:

    „Modern Rustic ist ein Wohntrend, …: Landhäuser, Scheunen und Cottages werden urbanisiert oder Stadtwohnungen bekommen mit groben, rustikalen Elementen einen Hauch von warmer Ländlichkeit.“
    Warum nicht einfach da wohnen wo’s einem gefällt, statt immer alles ins Gegenteil um- und verbiegen und einen Trend daraus zu basteln versuchen?
    Ausserdem betrachte ich eine mit Stahl und Glas abgedichtete Steinhütte nicht als Massstab für Gemütlichkeit; die kahlen Steinwände werden in diesem rauhen Klima wohl eher ungemütlich kalt ausstrahlen…

  • Nina Dussel sagt:

    Die (mehreren) Offroader, welche die BewohnerInnen dieser Häuser mit allergrösster Wahrscheinlichkeit „benötigen“ sieht man jetzt leider nicht auf diesen Bildern. Wo sind sie nur!? Haben die Leute eine Baubewiiligung erhalten!? Wo gehen die Kinder in die Schule!? Werden sie von Mami mit dem Auto gebracht!? Braucht eine schöne Landschaft einen in Stahl eingefassten Wintergarten, damit sie schön wirkt. Oder ist es vielleicht grad umgekehrt!?

  • A. Affentranger sagt:

    Diese Häuschen und besonders ihre Umgebung sehen jenen in der Harry Potter – Verfilmung des fünften Bandes extrem ähnlich!

    • roggi peter sagt:

      Herr Affentranger! Es ist doch völlig egal, ob das Haus aussieht als ob es in einen Harry Potter Film passen würde. Da hat sich ein Architekt Gedanken über den Zusammenhang von Architektur und Landschaft gemacht und das zählt für mich.

  • Kern Alfred sagt:

    Fenster ohne Laeden? – Nun, der Wind laesst Laeden nicht zu, was immer sie auch fuer Laeden planen, der Wind wird sie zunichte machen. Die Verhaeltniisse sind nicht wie in der Schweiz. Ich lebe in Shetland und kein Bauherr wird ihnen Laeden am Haus anbringen, sie wuerden nur kurze Zeit den Elementen standhalten. Das die Erklaerung.

  • josi eggmann sagt:

    klar was dem betrachter gefällt.
    meer, landschaft keine hässlichen nachbarhäser und weite.
    sie möchten das in der schweiz? sagen sie mir nur einen annähernd ähnlichen ort (-:
    (ps. die häuser sind NULL wärmegedämmt…)

    • Cristian sagt:

      Woher wollen Sie wissen, dass die Häuser nicht wärmegedämmt sind? Innen sind sie verputzt (ausser dem Zwischenbereich). Mit einem guten Isoverputz ist mit 2-3 cm schon viel zu erreichen, besonders wenn es wie in Irland kaum je sehr kalt wird.

  • Jutta Maier sagt:

    Nicht schlecht, auch wenn die Scheiben nicht lange so sauber bleiben werden.

  • joe sagt:

    Die Verbindung aus Glas zwischen der Häusern ist für mich schlichtweg hässlich. Wäre das Problem mit Steinen, einer Holzkonstruktion oder Lamellen aus Metall nicht eleganter zu lösen gewesen?

  • Daniel Degen sagt:

    Fenster ohne Läden scheinen in der heutigen Zeit ein Muss unter Architekten zu sein. Schön aussehen tuts deswegen trotzdem nicht.

    • Nick Schmid sagt:

      Geschmackssache, mir gefallen Rolläden auch besser als „normale“ Läden. Jedem das seine.

    • Veronica M. sagt:

      @Daniel Degen: in Irland kennt man keine Fensterläden, die aussen am Haus angebracht sind. Die Läden befinden sich im innern des Hauses/Fensters. Das kommt von den unterschiedlichen Fenstersystemen her: es gibt die Fenster, bei welchen die unter Hälft hochgeschoben (oder umgekehrt die obere Hälfte heruntergeschoben) wird oder schräg ausgeklappt. Und wenn Flügelfenster vorhanden sind, öffnen sich nach aussen, nicht nach innen, wie in der Schweiz. Somit funktioniert das nicht mit aussen montierten Fensterläden.
      Gruss aus Irland, Veronica

  • Urs sagt:

    Die Fenster und der Wintergarten gehen gar nicht.

  • Traumhaft, einfach nur traumhaft!!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Ich finde das ganze zwar recht gut gemacht, aber der Charakter der Häuser ist weg. Das hat nun wirklich kaum mehr etwas mit dem Original zu tun.

    • Rascal Schacher sagt:

      Schauen Sie auf der Homepage des Architekten nach. Die ‚Originale‘ waren nur noch zwei Ruinen mit kaum mehr vorhandenen Grundmauern. Das Projekt ist eine moderne Interpretation, die fast komplett neu erstellt wurde. Wunderschön, eine echte Alternative zu all den Ferienhäusern im Süden Europas.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Wenn die Häuser nur noch Ruinen waren, was hat man dann erhalten. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich finde das ganz schön gemacht, nur, abgesehen von ein paar Steinen kann ich hier nicht soooo wahnsinnig irisches entdecken.

  • Claudia sagt:

    sieht ganz toll aus, kann man das auch mieten?

  • Nora Buchschacher sagt:

    Leider zu wenige Bilder, aber wunderschön! In der Schweiz wäre so ein stilvoller und stimmiger Umbau nicht möglich, da die Denkmalschützer und Strukturbewahrer etwas dagegen hätten. Maiensässe und Rustici sollen gefälligst so bleiben, wie sie es vor 100 Jahren waren. Oft ist nicht einmal der Einbau von fliessend warmem Wasser erlaubt!

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Das was Sie als Mainsässe und Rustici bezeichnen, sind wahrscheinlich einfach Ställe und die befinden sich in der Regel ausserhalb der Bauzone. Selbst Wohnbauten in der Landwirtschaftszone sind zonenfremde Bauten und mit gewissen Restriktionen behaftet. Selbst mein Grundstück (Bauland Zone W2b) ist mit gewissen Restriktionen behaftet, wieso soll das bei sogenannten Rustici anders sein?

  • Cristian sagt:

    Da krieg ich gleich Lust auf Ferien in Irland! Am Fenster sitzen und das Wetter über den Atlantik heranziehen sehen – wunderbar…

    Auf der Seite der Architekten gibt es noch mehr Bilder (Project Connemara), inklusive der Situation vor der Renovation. Einziger Kritikpunkt, sofern ich etwas ändern würde: Die Verbindung zwischen den 2 Häusern hat zu viel Glas, hier fehlt das Stein-Element.

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