Etwas Gutes zum Znacht

Diese fünf Rezepte geben allesamt einen feinen, etwas anderen Znacht ab. Sie brauchen ein wenig Geduld, aber nicht viel Arbeit, weil man die meisten einfach in den Backofen schieben und «vergessen» kann – also genau das, was man sich nach einem arbeitsreichen Tag wünscht.

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1 OFENKARTOFFELN MIT SPECK
Nehmen Sie grosse, wenn möglich gleich grosse Kartoffeln und schneiden Sie sie scheibenartig ein, aber nicht durch! Reiben Sie eine Gratinform mit einer Knoblauchzehe ein und bestreichen Sie sie mit Olivenöl, bevor Sie die Kartoffeln in die Form legen. Stecken Sie in Stücke geschnittene Specktranchen und ein wenig Rosmarin in die Zwischenräume. Träufeln Sie ein wenig Olivenöl darüber und schieben Sie das Gratin in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Gut 40 Minuten rösten bis die Kartoffeln innen weich und aussen knusprig sind. Servieren Sie sie mit einem feinen Salat. (Bild über: Seasalt with food)
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2 RISOTTO MIT PILZEN UND KNUSPERSPECK 
Risotto geht zwar nicht superschnell, aber er ist gemütlich zum Kochen: Gönnen Sie sich ein halbes Stündchen in der Küche, geniessen Sie ein Glas Champagner dazu und blättern Sie ein wenig in Kochbüchern. Servieren Sie zum Risotto einen Salat mit Chicorée und Rüebli, angemacht mit Himbeeressig, Haselnussöl, Salz und Honig. (Bild über: Berries Citrus Avocado)

Zutaten für 4 Personen:

  • 200 g Risottoreis
  • 30 g Butter
  • 1 kleine Schalotte, gehackt
  • 1 Handvoll getrocknete Steinpilze
  • 1 Zweiglein Rosmarin
  • 1 Glas Champagner
  • 1 l Bouillon
  • 50 g Parmesan
  • Pfeffer,
  • 1 Handvoll Petersilie, gehackt
  • 10 Tranchen Bratspeck

Zubereitung:

Kochen Sie die Bouillon auf. Braten Sie den Speck langsam, bis alles Fett geschmolzen ist und er knusprig wird, auf Haushaltpapier abtropfen lassen. Erhitzen Sie die Butter in einer tiefen Pfanne, geben Sie die Schalotte bei und nach etwa 2 Minuten den Reis, ca. 3 Minuten unter Rühren in der Butter dünsten. Den Champagner dazu giessen, ein wenig einköcheln lassen, die Steinpilze beigeben und den Rosmarinzweig. Nun nach und nach die Bouillon dazu giessen, bis der Reis al dente gekocht ist. Vom Feuer nehmen, den Parmesan unterühren und mit schwarzem Pfeffer würzen. Die Specktranchen ein wenig zerbröckeln und den Risotto mit ein wenig gehackter Petersilie, dem Speck und einigen Parmesanraspeln servieren.
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3 GEBRATENER FISCH MIT KARTOFFELPÜREE
Legen Sie pro Person ein Stück Dorschfilet auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Würzen Sie die den Fisch mit Salz und Pfeffer, ein wenig Honig und Thymian, träufeln Sie Olivenöl darüber. Schieben Sie den Fisch in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen und braten Sie ihn ca. 10 – 15 Minuten. (Sie können den Fisch, wenn er noch die Haut hat, auch in der Bratpfanne beidseitig anbraten – zuerst mit der Hautseite nach unten.) Für das Kartoffelpüree rüsten und schneiden Sie pro Person ca. 4-5 Karotffeln in Würfel und kochen Sie diese in Bouillon weich. Abgiessen und mit einem Stampfeisen zerstampfen. Kochen Sie ein wenig Milch mit Butter auf und mischen Sie diese unter die Kartoffeln. Servieren Sie den Fisch auf dem Kartoffelpüree und träufeln Sie ein wenig edlen Balsamicoessig darüber. (Bild über: Eat)
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4 KLEINE SPINAT-RICOTTA-PÄCKLI
Diese gefüllten Filoteig-Päckli sind einfach und schnell vorbereitet, brauchen aber 40 Minuten im Backofen. (Bild über: Alexandra cooks)

Zutaten für 4 Personen: 

  • 1 Paket Filoteig
  • 150 g Butter, geschmolzen
  • 300 g Spinat
  • 300 g Fetakäse
  • 200 g Ricotta
  • Pfeffer, Muskat

Zubereitung: 

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Spinat in eine Küchenmaschine geben und klein hacken, den Feta beigeben und das Ganze von Hand mit dem Ricotta mischen, würzen mit Pfeffer und Muskat. Die einzelnen Teigblätter mit Butter bestreichen, jeweils 3 Blätter aufeinander legen und mit etwa 3 Esslöffeln Füllung zu einem ein Päckli falten. Nochmals mit Butter bestreichen und auf einem mit Backpapier belegtes Backblech ca. 40 Minuten lang knusprig und golden backen. Mit einem Salat servieren.
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5 TOMATEN-KÄSE-TARTE
Mit Flammkuchenteig kann man schnell und einfach köstliche Sachen kochen. Diese Tarte ist eine Art knusprige und andere Pizza. Schneiden Sie Tomaten in Scheiben, raspeln Sie für 4 Personen etwa 100 g Sbrinz, 200 g Gruyère und 100 g Tilsiter, mischen. Schneiden Sie aus Flammkuchenteig 4 tellergrosse Kreise. Den Rest des Teigs wieder auswallen und zu neuen Kreisen schneiden. Nun bestreichen Sie die Teigkreise mit etwas Olivenöl und verteilen den Käse darauf. Belegen Sie den Käse mit Tomatenscheiben und geben ein wenig Thymian oder Majoran darüber. In den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen schieben und ca. 15 Minuten backen. Mit Salat servieren. (Bild über: Berries Citrus Avocado)

 

 

43 Kommentare zu «Etwas Gutes zum Znacht»

  • Raul Bärlocher sagt:

    Interessante Ideen. Die Ofenkartoffeln wurden schon früher einmal beschrieben und sind fast augenblicklich in unserem Standardrepertoire aufgenommen worden.

    Einzig zum Thema Risotto (Nr 2) habe ich so meine Vorbehalte. Was das Bild zeigt, und was die Beschreibung beschreibt, ist in Bouillon weichgekochter Risottoreis (Hmm, genaugenommen zeigt das Bild weichgekochten Langkornreis). Beim Risottokochen hat man auch keine Zeit, in irgendwelchen Büchern zu blättern. Details bitte nachlesen bei Marcella Hazan und/oder Giorgio Locatelli.

    Der Vorschlag mit dem Speck werden wir innert Kürze nachkochen.

  • Was ist flammkuchen? Pizza kann doch sicher MIT dunen gerolltemp pizza teig hergestellt werde!

  • Armand Luescher sagt:

    Was ist „flamm Kuchien teig?

  • Peter Ringger sagt:

    Nr. 1 ist in Schweden sehr beliebt und heisst darum auch Schwedische Kartoffeln. Tipp: Kartoffeln auf einen Esslöffel legen und dann schneiden, so klappts besser. Statt Speck geht natürlich auch z.B. Schinken, Feta oder Hartkäse.

  • Peter Enis sagt:

    Wow!
    Dieser Mensch hat das Auge für die Essenzen des Schlemmens. Speck, Tomaten und Käse
    Wers nicht glaubt -> Sugo all‘ amatriciana

  • Michael Stocker sagt:

    Für alle diejenigen, die unter der Woche keinen Champagner trinken empfehle ich beim Menü 2 – RISOTTO MIT PILZEN UND KNUSPERSPECK einen trockenen Weisswein, z.B. einen Soave aus dem Veneto. Buon appetitto!

  • Irene feldmann sagt:

    Spinat mit ricotta spricht mich sehr an, nur die vielen Speck-Details machen mich betroffen, gibts doch fast nichts schöneres als den lebendigen säulis beim rumtollen zuzusehen….

    • Marco sagt:

      Die Kälber und „Milchkühe“ mit „nachlassender Produktionsleistung“, die für den „Ricotta“ draufgehen, sind wohl nicht so schön anzusehen?

      • Irene feldmann sagt:

        Werden Kälber und Kühe für den ricotta käse GESCHLACHTET???? Das wäre mir aber neu,,,,werde das sofort abklären…..

    • Urs sagt:

      Äh, wie war das nochmal mit dem Miesmachen und Spassverderben…? ;-)

  • Déjà-vu sagt:

    mmh… gehe gleich fisch einkaufen! vielen dank an sabine für die lehrreichen infos. diese behalte ich im hinterkopf für das anvisierte schlankheitsprogramm… wenn sie abends allerdings eine familie mit einem 16jährigen – notabene schlanken – jüngling am tisch haben, braucht es auch ’sättigungsbeilage‘, sonst fragt dieser nämlich ‚… und wo ist der hauptgang…?‘. da dieser jüngling erst noch ein exzellenter risottokoch ist, der ab und zu auch gerne die familie bekocht (ausser vor notenabgabe…), dann essen sie mit wonne kohlenhydrate zum z’nacht und sind erst noch glücklich dabei… schöns tägli allerseits!

    • Adam Gretener sagt:

      Söhne die gut Risott kochen sind laut Aussage meines Patenkindes begehrt auf dem Markt. Sie können sich also auf was gefasst machen. ;-)

      • Déjà-vu sagt:

        … und hübsch ist der kerl auch noch, aber das meint wohl jedes stolze mutterherz … ;-))

        • Adam Gretener sagt:

          Liebe Frau Déjà-vu, natürlich ist er der Schönste. Aber versprechen Sie mir eins. Sagen Sie ihm das nie in Gegenwart anderer Leute oder gar der Freundin und knuffen ihn anschliessend in die Backe. Bitte.

      • Urs sagt:

        @ Gretener: Auf jeden Fall! Gut kochende Männer sind wahre Frauenmagnete… :-D

  • Geniesser sagt:

    Isst er auch glücklich? Man könnte auch schreiben: Ist er auch glücklich.

  • Buser Fritz sagt:

    Liebe Sabine, falls Sie verheiratet sind…..Ihr Mann ist bestimmt kerngesund – isst er aber auch glücklich? Gönnen Sie sich doch mal was total Unvernünftiges, sie müssen ja nicht jeden Abend Grausames zu sich nehmen!

  • Sabine sagt:

    Die Rezepte sind etwas für den Tag, am Abend ernährungswissenschaftlich grausam: Kohlenhydrate mit Fett! Kohlenhydrate benötigt der Mench zum Verbrennen, also bei Bewegung (Arbeit, Sport). Die nicht verarbeiteten Kohlenhydrate wandeln sich in Fett um und lagern sich im Körper ab, insbesondere an den Organen, was die üblichen Zivilisationskrankheiten auslöst. Eiweiß hilft bei der Fettverbrennung und verhindert den Insulinanstig. Außerdem fehlen den Gerichten Vitamine und Mineralien. Der Fisch wäre ok ohne den Kartoffelbrei, allerdings mit Salat oder Gemüse.

    • Adam Gretener sagt:

      *räusper*

    • Danke Sabine! Das sind wertvolle Informationen!

    • Aileme sagt:

      Also manche brauchen zum Znacht schon Kohlenhydrate und Fett, die werden dann beim Matratzensport verbrannt…

    • marusca sagt:

      Danke Frau Professor, wir haben alles verstanden! Lecker sind die Rezepte aber trotzdem und Essgenuss aus Lebensfreude ist alles amdere als ungesund, egal ob morgen, mittags oder abends. Was uns krank macht, sind die ewigen Miesmacher, Besserwisser und Spassverderber.

    • Daria B. sagt:

      Nach meinem Spiegelei zum Frühstück und meiner Suppe mit Bürli zum Zmittag geniesse ich gerne einen absolut ungesunden, arterienverstopfenden, fettigen, insulinerhöhenden Znacht. Wetten, ich schlafe abends glücklicher ein als Sie?

    • Wolfgang Nötzli sagt:

      Wie gut dass jeder weiss, dass ich nicht Sabine heiss

    • Hanna sagt:

      Und vor lauter Sorgen darüber was man essen darf und was nicht, leidet man dann an einem Magengeschwür ;-) Bei uns zu Hause wird seit jeher am Abend richtig gekocht (notabene mit einem Salat und Gemüse dazu!) und niemand hat Gewichtsprobleme. Ich finde die Rezepte toll…..

    • Jacques sagt:

      Ich habe keine Probleme mit der Line, und das seit Jahrzehnten. Wenn ich nach einem deftigen Znacht jedoch zu früh ins Bett gehe, träume ich vielfach schlecht. Deshalb lasse ich den Abend langsam ausklingen, und genehmige mir noch einen Digestiv zür Verdauung.

    • Doris Bieber sagt:

      Momol, die Sabine hat sich gute Dinge vorgenommen fürs neue Jahr…
      Mal ehrlich, was soll dieser ‚ernährungswissenschaftliche Quatsch‘!
      Wir können auch durchaus mal über die Überalterung der Gesellschaft
      diskutieren, wenn das so weitergeht.

    • Urs sagt:

      Entspann Dich, Sabine… Gesund essen ist schon ok, aber man sollte sich dabei auch nicht allzusehr verkrampfen. Ich glaube, inzwischen wissen alle, dass zuviel Kohlenhydrate am Abend nicht besonders gut für die Linie sind, aber hey, manchmal braucht man auch etwas Comfort-Food; zwar nicht körperlich, aber eben seelisch, vor allem in der kalten Jahreszeit. Du musst zugeben, die Rezepte sehen toll aus und machen einem den Mund wässrig, und wie Du gesagt hast, man kann sie ja auch einfach zum Zmittag geniessen. Der Frühling kommt in Bälde und dann gibt es wieder viel frisches und vor allem leichteres Gemüse auf dem Markt, das der leckeren Zubereitung harrt… ;-)

      Viel Spass beim gesund UND genussvoll kochen! :-)

    • Elias Truttmann sagt:

      Der Titel lautet ja auch „Etwas GUTES zum Znacht“, und NICHT „etwas Gesundes“ ;)

  • Niggi Basler sagt:

    Und ich dachte, Nr. 5 heisst Pizza ;o)

    • Tobler sagt:

      Die Pizza wird NICHT mit Flammkuchenteig gemacht.
      Statt Tomaten-Käse-TARTE sollte Nr. 5, Tomaten-Käse-FLAMMKUCHEN heissen.

  • lieberlecker sagt:

    Da habe ich jetzt aber gerade ein bisschen Mühe, mich zwischen Risotto und Fisch mit Kartoffelstock zu entscheiden. An meinen Kartoffelstock kommt aber niemals Bouillon, trotzdem gibt’s grosses Lob von der Henne :-).
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Adam Gretener sagt:

    Wieder mal absolut wundervoll, so ein Beginn des Tages. Das sind alles Gerichte, die man schön danach variieren kann, was noch alles im Kühlschrank oder Küchenkasten liegt.

    Erbsen oder Trüffelbutter zum Kartoffelstock. Zu den Speck-Kartoffeln ein pochiertes Ei mit zerfliessendem Eigelb. Ein paar Kapernäpfel auf die Tarte.

    Und die Gäste gehen auch mit roten Backen nach Hause. Guten Morgen allerseits.

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