Orientexpress

Asiatische Gerichte sind schnell und unkompliziert zubereitet. Es braucht zwar ein paar Saucen und Gewürze dafür, auch der Ingwer darf  im Kühlschrank nicht fehlen, aber dann geht alles ganz einfach. Hier vier Rezeptideen für einen fernöstlichen Znacht.

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RINDFLEISCH MIT FRÜHLINGSZWIEBELN
Komfort-Food vom Besten: Rindfleisch gekocht mit Frühlingszwiebeln und serviert mit Reis. (Quelle: Just a taste)

Zutaten für 4 Personen:

  • Erdnussöl
  • 2 Kaffeelöffel (KL) geriebener Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1,5 dl Sojasauce
  • 1 dl Wasser
  • 150 g dunkler Zucker (Muscovado)
  • 800 g Rindfleisch (Entrecôte)
  • 2 Esslöffel (EL) Maizena
  • 1 grosser Bund Frühlingszwiebeln (die grünen Stellen in Ringli geschnitten)

Zubereitung: 

Erhitzen Sie 2 Esslöffel Öl in einer Pfanne. Geben Sie den Ingwer und den Knoblauch hinzu. Beides kurz dünsten. Giessen Sie die Sojasauce und das Wasser bei, und rühren Sie es um. Geben Sie den Zucker bei. Aufkochen und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Stellen Sie die Sauce zur Seite. Schneiden Sie das Fleisch in Stücke, und wenden Sie diese in Maizena. Lassen Sie das Fleisch 10 Minuten ruhen. Geben Sie 4 Esslöffel Öl in eine tiefe Bratpfanne oder einen Wok, und erhitzen Sie es. Geben Sie das Fleisch bei, und braten Sie die Stücke kurz rundum an. Stellen Sie das Fleisch auf Küchenpapier zur Seite. Giessen Sie das Öl ab, geben Sie die Sauce in die Pfanne, und lassen Sie diese kurz aufkochen. Geben Sie das Fleisch bei, und kochen Sie alles zusammen ca. 2 Minuten. Während des Kochens ständig rühren. Geben Sie die Frühlingszwiebeln bei, vermischen Sie alles, und servieren Sie das Fleisch mit Reis.
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JAPANISCHER LACHS MIT REISWEIN
Ein Stück Fisch gibt ein leichtes, feines Essen ab und eignet sich auch für Gäste. Hier ein feiner Lachs, japanisch zubereitet. (Bild über: Eat)

Zutaten für 4 Personen: 

  • 1 dl Mirin (japanischer Reiswein)
  • 60 g brauner Zucker
  • 1 dl Sojasauce
  • 600 g Lachs, in 4 Tranchen geschnitten
  • 2 EL Reisweinessig
  • Wasabi
  • Limone

Zubereitung: 

Vermischen Sie den Reiswein mit dem Zucker und der Sojasauce, und marinieren Sie die Lachstranchen 5 Minuten darin. Nach der halben Zeit wenden. Braten Sie den Lachs in ein wenig Öl 2 Minuten an, giessen Sie die Marinade darüber, und wenden Sie den Lachs, nochmals 2 Minuten kochen. Den Lachs herausnehmen, anrichten, den Essig dazugiessen, aufkochen und über den Lachs verteilen. Mit ein wenig Wasabi und Limone servieren. Dazu passt japanischer Reis.
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POULET MIT CASHEWNÜSSEN
Zu Hause bleiben statt ausgehen: Mit einem asiatischen Gericht kommt Restaurantgefühl an den eigenen Tisch. (Quelle: Steamy Kitchen)

Zutaten für 2 Personen: 

  • Erdnussöl
  • 500 g Pouletbrust, in Stücke geschnitten
  • 3 EL chinesisches Bier
  • 1 EL Austernsauce
  • Weisser Pfeffer
  • 1 dl Hühnerbouillon
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 KL brauner Zucker
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 kleines Stück Ingwer, geraffelt
  • 400 g Gemüse nach Wahl, in Stücke geschnitten, z. B. Broccoli oder Zucchetti
  • 2 KL Maizena
  • 1 grüner oder roter Peperoncino, in Ringli geschnitten
  • 1 Büschel Thai-Basilikum, zerrissen (die Blätter)
  • 50 g geröstete Cashewnüsse

 

Zubereitung:

Mischen Sie eine Marinade mit dem Bier, der Austernsauce, der Fischsauce, der Sojasauce, dem Zucker, dem Maizena und ein wenig Pfeffer. Legen Sie die Pouletstücke 20 Minuten darin ein. Nun erhitzen Sie das Öl, geben den Knoblauch und den Ingwer bei, und sobald diese duften, die Fleischstücke und das Gemüse dazugeben. Alles gut anbraten, den Peperoncino, die Nüsse und den Basilikum daruntermischen und zu Reis oder asiatischen Nudeln servieren.
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CHINESISCHE NUDELN MIT GEMÜSE
(Quelle: Sea salt with food)

Zutaten für 2 Personen: 

  • 300 g chinesische Nudeln, gekocht und abgetropft
  • 3 EL Erdnussöl
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1/2 Weisskabis, fein geraffelt
  • 1 Paket Sojasprossen
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Austernsauce
  • 1 EL dunkler Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 1 KL Sesamöl
  • Frühlingszwiebeln und Peperoncino als Garnitur
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Eier

Zubereitung: 

Erhitzen Sie das Öl in einem Wok oder in einer tiefen Bratpfanne. Geben Sie den Knoblauch bei, und braten Sie diesen kurz an, die Nudeln und den Kabis beigeben und alles gut vermischen. Die Sojasauce, die Austernsauce, den Zucker, das Wasser und das Sesamöl beigeben, alles gut vermischen. Die Sojasprossen beigeben, und alles gut erhitzen und durchmischen. Servieren Sie die Nudeln mit einem Spiegelei pro Portion und gehackten Frühlingszwiebeln und Peperoncino. Mit Salz und Pfeffer würzen.

24 Kommentare zu «Orientexpress»

  • Beatrice sagt:

    Das sieht alles so köstlich aus. Werde ich ausprobieren. Herzlichen Dank für die Tipps!

  • Hotel Papa sagt:

    Wo bekommt man noch pulverisierten Wasabi? (Den, der mit etwas Wasser angerührt wird.)

    Meine üblichen Quellen haben bloss noch diese unsaglichen angemachten Pasten in der Kunststofftube.

  • Peter Zumsteg sagt:

    Rindfleisch-Rezept: Also 800 Gramm gutes Entrecôte für so ein Gericht mit viel Zucker und Sojasauce zu verbraten ist schon fast Verschwendung. Da reicht Rindsragout völlig. Ich war auf der Originalwebseite: Dort ist die Rede von „flank steak“. Flank steak ist nicht Entrecote, sondern eben von der Flanke vom Rind.

    • Karl Knapp sagt:

      Das ist eben in der Schweiz Rindshuft, das versteht jeder Metzger. Aber wirklich viel günstiger als Entrecôte wird das auch nicht. Und mit Ragout oder Voressen müssten Sie ziemlich früh zu Hause sein, damit das zeitlich fürs Nachtessen reicht ;-)

      • Alex Zatelli sagt:

        Flank ist Bauchlappen. Am Rinderbauch gibt’s eine Menge grobfasriges, aber sehr aromatisches Fleisch (Listenfleisch, Bavette, etc) zum Kurzbraten. Man muss es nur dünn und quer zur Faser schneiden. Hier in der Schweiz ist es meist Premium-Tierfutter (kein Witz), weil die Leute hier wenig Ahnung von Rindfleisch haben. In Frankreich, USA oder Argentinien sind es beliebte Grillstücke.
        Ich kaufe es regelmässig, vom Bio-Angus. Kostet dann zwischen 12 und 20 Franken das Kilo.

  • dres sagt:

    Danke für die Menuvorschläge, die ich ähnlich immer wieder koche. Aber das Wortspiel im Titel ist ein bisschen misslungen. Der Orientexpress fährt nicht ganz bis Südostasien… ;-)

  • Roxxi sagt:

    Danke! Leckere Gerichte, schnell gemacht, besonders für den Abend, werde ich alle ausprobieren!

  • Martin sagt:

    sieht super lecker aus, vor allem das Rindfleisch mit Frühlingszwiebeln! Danke – koche die von Ihnen publizierten Rezepte oft und sie sind meist extrem lecker :-).

  • Karl Knapp sagt:

    Sehr interessante Ideen. Generell wäre ich ein bisschen vorsichtig mit dem Zucker, es braucht auch die zugehörige Schärfe, sonst wird das ganze schnell zu süsslich. Und ob ich wegen 2 EL extra chinesisches Bier organisiere ? Ehrlich gesagt, ich glaube, es ginge auch mit „Schützengarten“, ohne dass jemand was merkt.

  • lieberlecker sagt:

    Wenn bei den chinesischen Nudeln, der Peperoncino bloss Deko sein soll, rate ich dazu, die Kerne zu entfernen, denn darin sitzt ein Grossteil der Schärfe.

  • Philipp Rittermann sagt:

    das kommt vom ausland. das ess‘ ich nicht.

  • Adam Gretener sagt:

    Ich habe letztens eine Suppe direkt vom offenen Feuer gegessen, mit Erbsen, Chilli, Tomaten und ja, Rindfleisch, und allem möglichen aus dem Schrebergarten direkt aus der Erde. Da können Sojasauce und Ingwer einpacken.

    • Heinz Durrer sagt:

      Hatten Sie die Suppe am Spiess oder wie genau geht das „vom offenen Feuer essen“? Ausserdem sehe ich den Punkt Ihres Beitrages nicht. Rindfleisch kommt genau so wenig aus dem eigenen Garten wie Ingwer.

      • lieberlecker sagt:

        @Heinz: Was Adam meint, ist: Weshalb in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah! Und einen schönen alten Suppentopf (vielleicht gar ein Kupferkessel) kann man durchaus über das offene Feuer stellen oder hängen.

        • Christoph Bögli sagt:

          Das eine schliesst das andere doch nicht aus. An einem Abend schweift man halt in die Ferne und am anderen hält mans rustikal, und so weiter. Zu soviel geistiger und kulinarischer Flexibilität sollte man doch hoffentlich noch in der Lage sein? Im übrigen, Chilis sind auch alles andere als ein klassischer Bestandteil der Schweizer Küche, Tomaten haben historisch gesehen auch keine europäischen Wurzeln. Wo genau da der Unterschied zu Ingwer oder Soja liegt ist darum auch nicht ganz klar.

      • Dave sagt:

        Hahaha, klasse Antwort auf einen völlig zusammenhaltslosen Kommentar

      • Adam Gretener sagt:

        Sie hätten wir gebraucht, einen Erbsenzähler. Und weshalb soll der Ingwer aus diesem Garten kommen und wer hat das überhaupt behauptet?

      • Filo Sof sagt:

        Heinz Durrer: Das Rind lief im Garten herum, also kams direkt vom Garten in den Suppenkessel überm Feuer.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ihr Kommentar ist nicht wirklich nachvollziehbar. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nirgends wurde behauptet, die vorgestellten Rezepte wären die einzig guten Mahlzeiten auf dieser Welt. Es gibt natürlich unzählig andere gute Kochstile und Gerichte. Trotzdem sind solch einfach zuzubereitende Mahlzeiten auf asiatischer Basis eine überaus wohlschmeckende und angenehme Option in der täglichen Essenszubereitung. Da darf man ruhig mal über den Tellerrand hinausblicken.
      PS: Ich hoffe, Sie halten nicht wirklich Rinder in Ihrem Schrebergarten, wie Sie hier behaupten..

    • Henriette sagt:

      Ja richtig, die genmanipulierte Sojasosse kommt uns nicht ins Töpfchen. Von wegen Reiswein – japanischen – alles atomar verseucht. Bleib im Land und nähr dich redlich! ;-) .

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