Am Anfang war Le Corbusier

Zwischen all dem gemütlichen Holz biegt sich nun auch wieder das Stahlrohr einen wichtigen Platz im neuen Design. Hier einige der schönsten Möbel und Wohnaccessoires mit Röhren als wichtigstes Gestaltungselement.

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Das Stahlrohr war einst das Lieblingselement der ersten Industrie-Designer. Klassiker wie der Corbusier-Sessel oder die Breuerstühle gehören auch heute noch zu den begehrtesten Designermöbeln.
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Röhren lassen sich biegen und vermitteln eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz. Die Bank T904 von Gastone Rinaldi für Poltrona Frau ist ein schönes Beispiel dafür.

 

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Frech und unkonventionell ist der Schrank Commander von March Gut für Pühringer.
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Zum Stuhl gebogen: Stahlrohrstuhl Parrish  von Konstantin Grcic für Emeco.
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Das Sofa von Noon Studio heisst Iceberg und ist mit feinen, weissen Stahlröhren umrundet.
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Ein Mobile der neuen Art, zwar nicht aus Stahl- sondern aus Holzröhren: das Eccentric-Mobile von Jamie-McLellan für Resident.
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Die Garderobenständer Quarten von Andreas Bechtiger für Atelier Pfister wirken wie edle Skulpturen.
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Rund und freundlich: die Pipe Family von Jasper Morrison für Magis.
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Wie Orgelpfeifen: die eleganten Kerzenleuchter von Chiara Ferrari.
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Eine Art Butler: der Stuhl mit Kleiderhaken Mate  von Annalisa Dominioni und  Benedetto Quaquaro für Living Divani.

 

32 Kommentare zu «Am Anfang war Le Corbusier»

  • Susan sagt:

    Bei dem Sofa Iceberg musste ich erst mehrfach hinsehen und konnte trotzdem nicht erkennen wie man darauf sitzen soll ;) Sieht aber aufjedenfall gut aus, eine Idee wie das klappen soll?

  • martin wagner sagt:

    Ich habe keine USM-Möbel gesehen auf dieser Seite — die wären m.E. auch noch erwäHnenswert zum Them Stahlrohr. Merci

  • pe küchlin sagt:

    @ sascha p.
    Mein LC 2 hat ca. 30 Jahre auf dem Buckel. Wenn sie eine Originalfüllung in ihrem 2er haben,
    dann wäre die ca. 80 Jahre alt. Toll!

  • Regine Vogt sagt:

    Vielen Dank , für all die tollen Kommentare :) dass spart mir glatt den Gang ins Theater !

  • paul summermatter sagt:

    Oberpeinlich lieber Tagi. Le Corbusier war einer der letzten in diesem Gebiet. Richtig ist Marcel Breuer – der hat auch für die Embru Werke einen Hocker 1926 und Paul Roth ein Bett 1927 entworfen welches heute noch als „Design Klassiker“ zu kaufen ist.
    (Hocker Model lucia, Bettmodell 455)

  • pe küchlin sagt:

    @christoph berger – @chris jennings
    http://videos.arte.tv/de/videos/eileen-gray-im-pariser-centre-pompidou-7379226.html
    meiner unmassgeblicher Meinung – sehenswert.

    • christoph berger sagt:

      Jeder Film über Eileen Gray ist sehenswert. Eine begründete Meinung ist nicht unmassgeblich. Die Frage nach „the inventor of the tubular steel furniture“ stellt sich nicht. Wer die Frage aufwirft, wer ‚eigentlich der eigentliche Erfinder des Stahlrohrmöbels‘ sei (beachtenswerte Verdoppelung), trägt bei der Beantwortung eine Verantwortung. Redlicherweise sollten wir uns an der Referenz orientieren, nicht an Breuer-, Gray oder Stam-Filmen. Die Referenz sind die begründeten Aussagen der Architektur- und KunsthistorikerInnen. Die Uni-Bibliothek ist frei zugänglich und kostenlos. Ansonsten…

    • christoph berger sagt:

      …Ansonsten empfiehlt sich http://designmuseum.org mit Artikeln zu allen Namen samt Literaturangaben. Der Artikel über Eileen Gray ist weit mehr als eine Rehabilitation. Wer sich immer noch für die seltsame Frage interessiert:
      „Her circular glass E-1027 table […] and rotund Bibendum armchair were inspired by the recent tubular steel experiments of Marcel Breuer at the Bauhaus.“
      Wenn wir peinlich-kleinlich sein wollen, so datiert der B3 von Breuer kleiner oder gleich 1 Jahr vor den zwei Möbeln von Gray.

      • pe küchlin sagt:

        WOW – sie haben gewonnen – was auch immer – vielen Dank für den link.

        • christoph berger sagt:

          Sie sind eine echte und faire Diskutantin. Das gemeinschaftliche Ringen um die ‚Stahlrohrmöbel-Frage‘ liess uns zuletzt alle klarer sehen. Wenn die Wahrheit sprechen könnte, so sagte sie vielleicht: „Danke, dass Ihr mich gesucht habt! Dank euch habe ich gewonnen.“
          Und ich sage Dank für Ihren Arte-Film über Eileen Gray!

          • pe küchlin sagt:

            Nochmals Dank – ich war bis anhin ein Mann (Diskutantin) – ein Detail! – Was noch unbedingt sehenswert ist:
            Eileen Gray – „Einladung zur Reise“ (Film von Jörg Bundschuh – http://www.kickfilm.com).
            Dabei wird die „Grösse“ von Le Corbusier doch ziemlich in Frage gestellt.

  • Das Holz- Röhren Ensemble ist mein style. Weich und streng, praktisch mit Frei-Raum-Möglichkeiten,,, Big like!

  • Rolando sagt:

    Das meiste „Zeugs“, ausser Bild 1, ist weder bequem, praktisch noch brauchbar. Aber Hauptsache der Karsumpel ist schweine-teuer und man kann damit prahlen.

    • pe küchlin sagt:

      @ronaldo
      Von bequem kann nicht die Rede sein – ich habe einen LC2 (Bild 1) – wenn mann auf der Kante sitzt schiebt sich der Sitzteil nach unten!! – man fällt zu Boden. Nun ja „Le“ Corbusier war auch nicht das gelbe vom Ei. Aber!!- über Design lässt sich bekanntlich nicht streiten.

      • sascha p. sagt:

        ich habe ein lc2 zweiersofa, mit originalfüllung, und selbst meine mutter gesteht freimütig, dass sie noch nie ein bequemeres sofa besitzt hätte… :-)

  • Beat Weissbrot sagt:

    Genau. Die meisten dieser Möbel hier empfinde ich sogar als ausgesprochen hässlich. Und nichts gegen freche unkonventionelle Schränke: aber so ein „Commander“ gehört meines Erachtens zurück auf die Müllkippe, wo seine Einzelteile herzukommen scheinen. Dasselbe mit dem Moblie. Ich würde mich schämen, so ein infantiles, vollkommen nichtssagendes und ödes Ding an die Zimmerdecke zu montieren.

    • Roland Ruchmehl sagt:

      Ganz Ihrer Meinung, Weissbrot! Nur, dass ich das Mobile nicht als infantil bezeichnen würde. Es ist kalt, ohne Gefühl oder sinnlichen Reiz. Wenn ich so etwas in die Wohnung hängen würde, müsste ich allen meinen Freunden und Bekannten erklären, was schön daran sein soll. Nur Snobs können gegenseitig anerkennend nicken – und einen Markennamen fallen lassen, der ‚beweist‘, wie toll das Möbel ist.

    • pe küchlin sagt:

      Genau – Beat. Nicht alle mögen laubgesägte „Schlüsselbrettli“ und rosa Kissen mit Rüschen. Deswegen ist noch lange nicht alles hässlich was DIR nicht gefällt!!!.

      • Beat Weissbrot sagt:

        Was fällt Ihnen ein, mich zu duzen, Herr Küchlin? Natürlich ist nicht alles hässlich, was mir nicht gefällt! Wenn Sie meinen Kommentar aufmerksam durchläsen, würden Sie erkennen, Herr Küchlin, wie ausgesprochen subjektiv ich mein Urteil begründe. Aber da sich über Geschmack ja bekanntlich nicht streiten lässt, lasse ich die rosa Rüschenkissen auf Ihrem Sofa gerne unkommentiert.

  • Peter sagt:

    ENDLICH mal keinen Brocki / Pippi-Langstrumpf-Charme;-))) Grossartig. Schön wäre es noch, diese Möbel jetzt in den Kontext zu stellen, damit viele Leser auch erkennen, dass diese Möbel sehr gut in verschiedene Ambiente passen

  • pe küchlin sagt:

    Aua!! Da haben sie aber Eileen Gray völlig ausser Acht gelassen, Frau Kohler. Eigentlich war sie eigentliche Erfinderin
    der Stahlrohrmöbel (ca.1923)

    • christoph berger sagt:

      Im Prinzip ist ein Gerangel um so etwas wie den „eigentlichen Erfinder der Stahlrohrmöbel“ – gelinde gesagt – kleinmütig. Doch wenn man schon diesen fragwürdigen Ausdruck selbst hinausträgt, sollte man seine Mitmenschen nicht fehlinformieren. Alle Fachbücher für Innenarchitektur und Design, unbesehen des unwesentlichen Merkmals, ob sie von Männern oder Frauen oder von gemischten Autorenschaften verfasst wurden, nennen Marcel Breuer als den Erfinder der Stahlrohrmöbel, und zwar einmütig.

      • tom sagt:

        und was ist mit mart stam?

        • christoph berger sagt:

          Mart Stam und Mies van der Rohe rangelten sich gewaltig und gerichtlich um den sog. „Erfinder des Freischwingers“, und ihre Anhänger rangeln sich noch heute um die Frage, und es ist nicht unsere Frage.
          Nicht jeder Stuhl ohne Hinterbeine ist ein Freischwinger, und nicht jeder Freischwinger ist ein Stahlrohrmöbel . Wenn auch jeder Stahlrohr-Freischwinger ein Stahlrohrmöbel ist, so ist doch nicht jedes Stahlrohrmöbel ein Freischwinger. Marcel Breuer ist der Erfinder des Stahlrohrmöbels, nicht des Freischwingers! Und zeitlich liegt Breuer in der Materialfrage um rund ein Jahr vor Mart Stam.

    • Chris Jennings sagt:

      Ich dachte das wäre Marcel Breuer gewesen…was hat denn Eileen Gray 1923 gemacht?

  • Adam Gretener sagt:

    Den Iceberg finde ich toll. Nur habe ich noch nicht rausgefunden, wo und wie man sich reinsetzt.

  • Tom Meier sagt:

    Was unkonventionell ist, muss nicht unbedingt schön sein.

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