Das essen wir heute Abend!

Nun ist es wieder kühler, und uns wird beim Kochen dieser einfachen, aber superfeinen Rezepte warm ums Herz. Oft kochen wir dasselbe, weil wir immer das Gleiche einkaufen und nie so recht Zeit haben, uns etwas Neues zu überlegen. Diese Ideen können Sie mit ganz «normalen» Zutaten kochen, die man entweder schon zu Hause hat oder schnell und einfach besorgen kann. Versuchen Sie es also, kochen Sie heute mal etwas anderes. Und wenn es Ihnen schmeckt, wird es einfach in die Liste der regelmässigen schnellen Abendessen aufgenommen – bis das nächste neue Lieblingsgericht auftaucht.

 

Clutter and Chaos

1 — Polenta-Gnocchi mit Käse

Polenta und Käse hat man eigentlich immer zu Hause – und mehr braucht es für dieses köstliche Gericht nicht. Bild über: Clutter and Chaos)

Zutaten für 4 Personen:
  • 250 g Polenta
  • 5 dl Milch
  • 5 dl Bouillon (oder Wasser,  je nach Geschmack, plus Salz nach Ermessen)
  • 100 g Butter
  • 2 Eigelb
  • ein bisschen Mehl, am besten feines Griessmehl
  • 150 g geriebener Parmesan
  • 50 g geriebener Gruyère
Zubereitung: 

Erhitzen Sie die Bouillon mit der Milch und 50 g Butter, rühren Sie die Polenta ein, gemäss Packungsangaben. Kochen Sie die Polenta gemäss Packungsangaben. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer, je nach Geschmack, rühren Sie 75 g Parmesan ein. Nehmen Sie die Polenta heraus und rühren die 2 Eigelbe ein. Verstreichen Sie die Polenta ein wenig auf einem Blech, und wenn sie kühl genug ist, formen Sie grosse Gnocchi mithilfe von ein wenig Mehl. Sie können aber auch die Polenta verstreichen, auskühlen lassen und mit einem runden Stecheisen ausstechen. Schmelzen Sie die restliche Butter und streichen damit eine Gratinform aus. Legen Sie die Gnocchi hinein, vermischen Sie den restlichen Parmesan mit dem Gruyère und der restlichen Butter und verteilen die Masse über den Gnocchi. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 15–20 Minuten backen, bis die Gnocchi eine feine goldene Kruste bekommen. Mit Salat oder Gemüse servieren.

 

Eat

 

2 — Hackfleisch im Brötchen 

Feines Hackfleisch kann im Schmortopf ganz alleine vor sich hinkochen, schmeckt im Brötchen fantastisch und kann – wenn Sie genügend davon kochen – am nächsten Tag zum Beispiel zu Nudeln serviert werden (Bild über: Eat)

Zutaten für 4 Personen:
  • 300 g Hackfleisch vom Rind
  • 300 g Hackfleisch vom Schwein
  • 1 Selleriestange, gehackt
  • 2 Rüebli, gehackt
  • 2 Schalotten, gehackt
  • 4 Esslöffel (EL) Tomatenmark
  • 1 dl Rotwein
  • 1 dl Bouillon
  • 1 dl Milch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL gehackte Petersilienstängel
  • 1 EL gehackte Basilikumstängel
  • einige zerrissene Basilikumblätter
  • 1 frisches Lorbeerblatt, zerrissen
  • 1 grosse Knoblauchzehe, gehackt
  • 1/2 roter Peperoncino, gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung: 

Geben Sie Olivenöl in eine Gusseisenpfanne und dünsten die Schalotten, die Rüebli und den Sellerie, die gehackten Petersilie- und Basilikumstängel ca. 10 Minuten, geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei und dünsten Sie diese nochmals einige Minuten mit. Sobald der Knoblauch duftet, die Hitze erhöhen, und dann kommt das Fleisch hinein. Ist das Fleisch angebraten, das Tomatenmark beigeben, einmal kurz durchwärmen, den Wein und die Bouillon dazugiessen, aufkochen. Die Hitze reduzieren, die Milch dazugiessen, die Basilikumblätter und das Lorbeerblatt beigeben und alles ca. 40 Minuten bis 1 Stunde sanft köcheln. Brötchen kurz im Backofen aufbacken, halbieren und grosszügig mit Hackfleisch füllen, servieren.

 

Clutter and Chaos

 

3 — Penne mit Cervelat 

Hier treffen sich Italien und die Schweiz zu einem feinen Freundschaftsmatch. Gewagt, aber perfekt für einen schnellen, nahrhaften Znacht! Die Kräuter dafür haben Sie ja bestimmt auf dem Balkon oder auf dem Fenstersims. (Bild über: Clutter and Chaos)

Zutaten für 4 Personen: 
  • 400 g Penne rigate
  • 2 Cervelats, gehäutet und in dünne Rädchen geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 1 EL Oregano, gehackt
  • 1 EL Rosmarin, gehackt
  • 1/2 Peperoncino, gehackt
  • 1 dl Weisswein
  • Olivenöl
  • 3 EL flache Petersilie,  gehackt
Zubereitung: 

Kochen Sie die Pasta gemäss Packungsangaben. Braten Sie die Cervelatringli beidseitig goldbraun an und stellen Sie sie warm. In derselben Pfanne geben Sie ein wenig Olivenöl bei und braten kurz alle Kräuter, den Knoblauch und den Peperoncino an. Giessen Sie den Weisswein dazu, aufkochen. Geben Sie nun die Penne und die Cervelatringli bei und mischen alles gut durch, servieren.

 

Eat

 

4 — Kartoffelküchlein mit Käse und Kräuter

So etwas Ähnliches wie Rösti, aber doch anders. Schnell, fein und gesund! (Bild über: Eat)

Zubereitung:

Raffeln Sie 500 g Kartoffeln mit der Bircherraffel und legen Sie sie in ein Küchentuch, auspressen. Mischen Sie ein Ei darunter, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und nach Belieben mit ein wenig Muskat. Mischen Sie einen EL Maizena darunter. Mischen Sie die Hälfte einer Packung Ziegenfrischkäse oder anderen Frischkäse darunter. Hacken Sie eine gute Handvoll Kräuter; zum Beispiel Petersilie, Schnittlauch oder Dill: Mischen Sie 3/4 davon unter die Kartoffelmischung. Formen Sie kleine, flache Küchlein und braten Sie sie langsam beidseitig goldbraun. Servieren Sie sie mit dem restlichen Ziegenkäse (darüberbröseln) und streuen die restlichen Kräuter darüber.

 

the blond cook

 

5 — Gemüsegratin  

Schneiden Sie Tomaten, grüne und  gelbe Zucchetti in Scheiben: Mischen Sie diese mit Salz und Pfeffer, einer ganz fein gehackten Knoblauchzehe und einer Handvoll ganz fein gehackter Kräuter wie Rosmarin, Estragon oder Oregano und ein wenig Olivenöl. Reiben Sie eine Gratinpfanne mit Olivenöl ein. Verteilen Sie die marinierten Gemüsescheiben in der Gratinpfanne. Mischen Sie 1 EL Olivenöl und 2 EL trockenen Weisswein und giessen die Mischung über das Gemüse. Raffeln Sie Hartkäse wie Sbrinz, Parmesan oder Pecorino und verteilen diesen grosszügig über das Gemüse. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis das Gemüse weich und der Käse goldbraun ist. Mit Brot servieren. (Bild über: The Blonde Cook)

the novice chefLazy-Girls-Gnocchi-2-sm

 

6 — Gnocchi mit Salbei und Zwiebelbutter

Für einen schnellen Znacht brauchen Sie fertige Gnocchi. Erhitzen Sie 100 g Butter und geben Sie 2 EL gehackten Salbei bei und 1–2 gehackte Schalotten. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss und mischen Sie die Gnocchi darunter. Mit geraffeltem Parmesankäse servieren. (Bild über: The Novice Chef)

sweet home

 

Shoppingtipp – Eiserne Reserve

Die beste Investition in der Küche ist ein guter Schmortopf. Diesen schönen, schlichten, schwarzen Topf von Staub bietet gerade der Schweizer Concept-Webshop Mooris an.

13 Kommentare zu «Das essen wir heute Abend!»

  • Lovsimedve sagt:

    Richtiges Fast Food, man kann es fast essen.

  • Lina More sagt:

    Wirklich gluschtige Rezepte (mal abgesehen von der Cervelat). Aber „einfach, schnell und günstig“? Zumindest bei den Kartoffelpuffern ist die Aussage „schnell“ höchst fragwürdig – bis man die leckeren Dinger alle langsam gebraten hat, steht man eine ganze Weile am Herd, ich sprech aus Erfahrung.

  • Gabriella Laura sagt:

    Gnocchi mit Salbei und Zwiebelbutter muss ich unbedingt probieren. Danke!

  • Josef sagt:

    Sieht alles so lecker aus, dass mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Hmm…Was! noch eine ganze Stunde bis Mittag.

  • Sisifee sagt:

    Leider ist die Aktion auf Mooris abgelaufen!

  • Roxxi sagt:

    Der Gemüsegratin sieht herrlich aus!!! Mmmmh

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ahhh. wieder eine herrliche auswahl an schönen, währschaften gerichten. die penne mit cervelat würd ich jetzt sofort essen!

    • Adam Gretener sagt:

      Währschaft finde ich wirklich gut, auch wenn mein Bäuchlein langsam erwachsen wird. Am besten sowas wie Linsen mit Knödeln, von mir aus auch Speck o.ä.

      Aber Cervelatti, wie mein imaginärer italienischer Grossvater immer zu sagen pflegte. Sind es Kindheitserinnerungen, Rittermann? Ich weiss es wirklich nicht. Wenn ich das nächste Mal bei meinen Grosseltern bin, bringe ich ihnen eine währschafte Pferde-Wurst mit die noch in der eigenen Schür geräuchert wurde. Sie werden Luftsprünge machen.

  • Lotti sagt:

    Düfte die aus einem solchen Schmortopf entweichen, sind einfach unübertrefflich! Schmatz!

  • Adam Gretener sagt:

    Es ist noch sehr früh und ich schon sehr hungrig. Vielen Dank für diesen Beitrag. Nur ich denke, das Hackfleich-Brötchen wäre sehr viel besser, wenn man nicht einen Bun verwenden würde, sondern ein knuspriges Bürli oder ähnliches Brot, von mir aus auch Vollkorn. Die Salbei-Gnocchi sehen sensationell aus, werde ich wieder mal machen. Die Penne mit der Cervelat, na ja.

    • Alain Burky sagt:

      Ich finde alle Menu-Vorschläge sehr gut. Das knusprige Bürli auch. Und Salbei-Gnocchi habe ich mir vorgemerkt.
      Den Wein dazu habe ich schon, einen feinen Moulin-a-Vent zum Beispiel.

    • Alain Burky sagt:

      @Adam Gretener:
      Zu einem Menu à deux ist natürlich auch der „benachbarte“ Saint-Amour passend.

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