Ab ins Töpfchen!

Langsam wird es Zeit, sich um die kleinen Grünzonen zu kümmern. Nach den Primeln, den Tulpen und Narzissen geht es nun an die Kräuter und die Blumen, die den ganzen Sommer unsere Balkone, Fenster und Topfgärten in ein Paradies verwandeln. Auf meinen Spaziergängen mit Miss C. hab ich mich in Zürich und in Guarda umgeschaut und dabei einige wunderschöne Inspirationen erhalten.
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1 — In jeden Topf eine andere Blumensorte 

Je kleiner der Balkon, umso kleiner die Töpfe. Spielen Sie damit und wählen Sie verschiedene Töpfe und Kistchen und bepflanzen Sie alle mit je einer Sorte Blumen oder Kräuter. So entsteht eine kunterbunte Mischung, die aber trotzdem eine gewisse Ordnung ausstrahlt. Rund um das Balkongitter sind hier Rankenpflanzen angepflanzt, das hilft, den ganzen Balkon üppig und verwachsen aussehen zu lassen.

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2 — Kleine Kistchen, dicht bepflanzt 

Bepflanzen Sie auch die kleinsten Kistchen ganz dicht, denn es sieht armselig aus, wenn aus den Kistchen einzelne, verlorene Pflanzen herausgucken. Dankbare Pflanzen, die auch dicht wachsen, sind zum Beispiel Begonien.

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3 — Mit den bescheidensten Blümchen entstehen die allerschönsten Kistchen

Die allerschönsten Kistchen, die ich letzten Sommer gesehen habe, sind diese hier oberhalb  des  stilvollen Souvenirladens von Regula Verdet in Guarda. Die bescheidensten Blümchen, die Gänseblümchen, wurden üppig in Eternitkistchen gepflanzt und diese wiederum stehen in einem handbemalten und geschnitzten Holzkasten. Ich finde die Mischung einfach perfekt. Die sanften Grüntöne, das Weiss und das zarte Rosa der Gänseblümchen, die filigrane Bemalung: Alles zusammen ist ein kleines Kunstwerk.

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4 — Wie wunderschöne Girlanden 

Diese Blumenkistchen an Zürcher Balkonen wachsen ineinander und wirken wie eine Girlande. Es sind Blumen gewählt worden, die viel Grün haben und dicht und buschig wachsen. Im oberen Balkon leuchten zwischendurch Tagetes heraus. Ich liebe Tagetes. Sie haben zu Unrecht einen schlechten Ruf, da sie oft in unschönen öffentlichen Bepflanzungen eingesetzt wurden. Tagetes sind leuchtende, duftende Blumen, die in Indien oft zu Girlanden aufgereiht werden und als festlicher Schmuck, zum Beispiel an Hochzeiten, eingesetzt werden.

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5 — Nelken – unkomplizierte, kleine Kunstwerke 

Eine andere Blume, die oft verkannt wird, ist die Nelke. Dabei ist sie eine Prachtsblume, wächst schnell, braucht nicht viel Pflege und duftet erst noch würzig und wunderbar. Imitieren Sie, was in Bergregionen so selbstverständlich schön wirkt. Einfach schlichte Bergnelken in einen Topf pflanzen und einen Fenstersims damit schmücken.

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6 — Geranien können ganz schön elegant wirken 

Auch Geranien haben den Ruf von Biederkeit. Dabei sind auch sie wunderschöne Blumen, die in vielerlei Sorten und Farben erhältlich sind. Wählen Sie filigrane Geranien, auch mal in Rosa und mischen Sie sie mit anderen Blumen, mit Lavendel zum Beispiel. So bekommen sie einen südlichen Charme.

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7 — Durchflochten mit Efeu

Efeu sieht man oft in englischen Blumenkistchen. Das typische Pubkistchen zum Beispiel ist mit Efeu und Azaleen, Begonien oder Bergveilchen bepflanzt und sieht immer irgendwie chic aus. Das macht der Efeu. Auch dieses Kistchen auf einem Fenstersims in Guarda ist mit Efeu durchflochten. Efeu macht Blumenkistchen definitiv eleganter.

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8 — Lassen Sie es überall wachsen 

Wenn Miss C. bei unseren Spaziergängen am Boden herumschnuppert, schau ich in die Höhe und entdecke immer wieder kleine, urbane Balkonparadiese. Sie wirken wie zauberhafte Vogelnestchen und sind mit üppigen Blumen, die aus Töpfen und Kistchen wuchern, geschmückt. Diese Balkone sind oft miteinander verbunden – dank Schling- und Rankenpflanzen. Es ist hier auf verschiedenen Höhen und auf dem Boden allerlei angepflanzt. Aus den Kistchen gucken kleine Stecklaternen, damit das Sitzen auf dem Balkon auch nach Sonnenuntergang romantisch und attraktiv ist.

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9 — Ein schönes Farbstatement 

Auch wer wenig Platz hat, Raum für einen einzelnen, hübsch bepflanzten Topf findet sich immer. Vor der Haustür zum Beispiel. Dieser Topf, gesehen in Guarda, ist ein starkes Farbstatement. Lavendel und Glockenblumen wachsen hier gemeinsam aus einem blau glasierten Keramiktopf heraus.

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10 — Sie wachsen und wachsen und wachsen … 

Diese Blumen sind dankbar, sie wachsen nämlich mit ein wenig Wasser und Sonne einfach so vor sich hin: Kapuziner und Begonien wurden hier zusammen eingetopft und verstehen sich prächtig. Vom Kistchen selbst ist bei solchen Wucherblumen nichts mehr zu sehen.

Keine Kommentare zu «Ab ins Töpfchen!»

  • daniela zumsteg sagt:

    ganz schöne Bilder, Inspiration für das nächste (ach ja wieder verregnete) Weekend… .nur zu Bild 7…. wo ist da nur der Efeu geblieben…? :)

  • Carmen sagt:

    Ein toller Post zur richtigen Zeit!
    Mir gefällt die Vielfalt der Fenster und den Bepflanzungen unwahrscheinlich gut, dabei haben es mir die spanischen Gänseblümchen am meisten angetan!
    Herzliche Grüsse und an dieser Stelle mal ein grosses Kompliment
    für die tollen Beiträge!
    Carmen

  • Upps! sagt:

    Die Bilder 5, 9 und 10 (ohne Begonien) sind meine absoluten Favoriten! Nur mein Problem ist, auf vielen Balkonen darf man rein garnichts mehr an Pflanzen auf stellen oder aufhängen was über das Balkongeländer herausragt oder gar aussen runterhängt – laut Hausvorschriften. so habe ich nun auf meinen Balkon viele Gräser in Töpfen und dazwischen ein paaar wenige blühende Pflanzen – dafür aber bald kein Patz mehr für meinen Liegestuhl! Ich freue mich darauf das es bald wieder so warm ird wie Anfangs woche und die genussvolle Zeit wieder kommt:

  • Maya sagt:

    /Users/martinschmidt/Desktop/DSC_0375.JPG
    Vergesst die himmelblauen Prunkwinden nicht! Die machen aus jedem Balkon eine verspielte Augenweide.

  • claudia sagt:

    Nicht nur die Blumenkistli mit den Gänseblümchen von Regula Verdet in Guarda sind allerschönst (Bild 3), auch ihr Souvenirladen im selben Haus ist einzigartig schön und inspirierend.

  • Veronica sagt:

    Efeu hatte ich anfänglich auf dem Balkon. Nur gab es jedes Jahr den Ameisenplage.
    Jetzt ähnelt es den obersten Balkon – mit Blumen und Gemüsen, mit Einjährigen und Mehrjährigen.

  • falbala sagt:

    Keine Begonien und auch kein Efeu……….. aber schöne Bilder !

  • Alexandra sagt:

    Wunderschöne Anregungen, möchte nur kurz anmerken, dass auf Bild 2 und Bild 10 Petunien und nicht Begonien abgebildet sind…. :-)

  • Ich habe keinen Balkon, dafür aber einen schönen Garten. Dieses Jahr habe ich sehr viele Sonnenblumen angepflanzt, damit diese sommerliche Stimmung verbreiten und den Garten bereichern. Hätte ich einen Balkon, wäre ich der Kreation auf dem ersten Foto generell nicht abgeneigt :)

  • Martin sagt:

    Begonien…….. wo sie Begonien sehen sehe ich nur Petunien……….

  • Elisabeth Hasler sagt:

    Blumengeschmückte Häuser sind eine Augenweide. Besonders auf allen Grautönen (Mauerwerk) kommen Blumen perfekt zum Ausdruck. Man wünschte sich mehr davon, besonders auf Stadtgebiet.
    Allerdings hat sich in den Beschrieben ein Fehler eingeschlichen. Begonien sind nirgends zu sehen. Es sind Petunien.

  • Paloma Weis sagt:

    Wunderschöne Fotos – Inspirationen – vielen Dank für diesen Artikel Frau Kohler! Ein richtiger Aufsteller an diesem verregneten Tag. :-)
    @ Peter Ringger: Merci für die Kapuzinerkresse-Tipps . Werde auch welche pflanzen.

  • Peter Ringger sagt:

    Schöne Zusammenstellung, danke dafür. Wir haben dieses Jahr Primeln in den Töpfen, die gibt es in fast allen Farben und sie kosten nicht viel. Nach dem Verblühen kommen sie in den Rasen und danken es im nächsten Jahr mit einem wunderschönen Blumenteppich.

    Kapuzinerkresse ist auch eine tolle Rankpflanze. Ich pflanze eine rankende Sorte rund um einen Birnbaum, die klettert dann daran hoch und macht einen „blühenden Stamm“, was toll aussieht. Und das Beste: Kapuzinerkresse ist essbar. Blätter und Blüten kommen in den Sommersalat und schmecken wunderbar frisch, eben wie Kresse. Die Samen sind etwa so gross wie Kapern und können auch eingelegt werden.

    • Simon sagt:

      Darum die Kapuzinerkresse nahe bei der Küche pflanzen, am besten noch zusammen mit Ringelblumen, deren Blüten auch essbar und dekorativ sind.

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