Die rostige Villa

Rost ansetzen kann als Gestaltungselement eingesetzt werden. Das ist bei dieser Villa in Schweden gut gelungen. Der warme Farbton des Rostes und die lebendige Oberfläche nehmen dem Haus die Strenge und Kühle.

Architektur: DAP Stockholm.

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Die Villa besteht aus zwei kubischen Elementen die verschachtelt in- und übereinander angeordnet sind. Sie sind überhängend konzipiert und stehen auf einem Steinfuss. Dieser verbindet optisch und in der Materialität das Gelände mit der Architektur.
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Die rostige Verschalung des Hauses gibt diesem eine interessante Fassade, die warm und lebendig wirkt und sich besser in die Umgebung einfügt als zum Beispiel verputzte Mauern.
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Das natürliche Felsgelände wurde bewusst ins Zentrum gesetzt und mit einem Swimmingpool versehen, welcher genau in der Mitte der zwei verschachtelten Hausteile platziert wurde.
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Nicht nur ein Kindertraum: ein Swimmingpool, der Durchsicht bietet – von innen und aussen. So wird auch der Pool zum interessanten Architekturelement und ein starkes Stilelement der rostigen Villa von den Architekten DAP Stockholm.
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Im Innen- und Aussenbereich wurde mit Holz gearbeitet. Die grossen Fenster bieten einen starken Bezug zur Natur und geben dem Bau viel Licht, Grösse und Offenheit.

16 Kommentare zu «Die rostige Villa»

  • Ina Müller sagt:

    Boah, wie geil ist das denn!!!! Die Skandinavier habens einfach drauf, für einmal ist so ein Architekturmodell auch innen total toll eingerichtet. schöööön!!

  • Cortenkenner sagt:

    Das Blech heisst Corten und rostet nicht im eigentlichen Sinn. Es kommt zu einer Vernarbung an der Oberfläche, wodurch das Blech ähnlich der Patina beim Kupfer und Aluminium selbstgeschützt ist und nicht durchkorrodiert. Wichtig ist aber, dass diese Flächen immer wieder abtrocknen können. Somit ist bezüglich Design darauf zu achten, dass sich Regenwasser nirgends auf dem Blech sammeln kann. Im Moment kostet 1 t von diesem Stahl bloss ca. 50 EUR mehr als üblicher Baustahl und muss keiner Oberflächenbehandlung unterzogen werden. Das heisst, im Endeffekt auch aus kaufmännischer Sicht eine attraktive Materialwahl.

  • rcattini sagt:

    Die Idee ist nicht neu, vor gut 40 Jahren wurde in Winterthur ein Schulhaus so gebaut, umgangssprachlich auch als „Rosthaufen“ bezeichnet. Das Problem war, dass der Prozess des Rostens nicht wie geplant nach einer gewissen Zeit gestoppt hat, inzwischen hat das Gebäude einen eher hässlichen, silbergrauen Schutzanstrich bekommen,
    Hoffentlich habe die Schweden das besser im Griff ;-)

  • Koller sagt:

    Habe etwas Mühe damit, wenn versucht wird mir korrodierendes Blech als hochwertiger Baustoff zu verklickern!

  • irene feldmann sagt:

    klassich-elegant-warm und individuell!!! lang lebe architektur!!!

  • Helene Pfenninger sagt:

    Schönes Haus, die braunen Farbtöne veleihen der Schuhschachtel-Architektur mehr Wärme als das übliche Weiss und Grau. Was soll das Bikinigirl auf den Fotos mit dem Pool? Keine Grotte ohne Lotte?

  • will williamson sagt:

    Die rostige Metallfassade ist auch aus ökologischer Sicht top. Sie braucht keine Wartung und kann am Ende des Lebenszyklus einfach wieder zur Stahlproduktion in den Hochofen geschoben werden. Ökologischer gehts nicht!

  • Daniel sagt:

    Ja das ist jetzt mal ein schöner „Rosthaufen“ und dies natürlich im positiven Sinne gemeint. Besonders der durchsehende Pool ist dabei das absolute Highlight!

  • Claudia sagt:

    wow, gefällt mir super! so ein haus würde ich auch gerne einmal haben… – schade, dass dies nicht in der schweiz möglich ist, oder nur in sehr ländlichen gebieten…

  • Hatziisaak sagt:

    Sehr ansprechende Ausführung, erdig und trotzdem transparent, mit Sicherheit im hochpreisigen Segment angesiedelt. Mein Auge hat keine Freude an stumpfwinklig angepfropften Hausteilen. Es geht nichts über den Rechten Winkel.

  • Chardonnens sagt:

    So rostige Häuser gibts bei uns schon lange in Sirnach (TG). Wurden gebaut für alleinstehende Besserverdienende.

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