12 Tricks, die das Essen besser machen

Sie möchten, dass Ihre Gerichte ein wenig besser aussehen und raffinierter schmecken? Dafür müssen Sie nicht in einen Kochkurs gehen sondern einfach ein bisschen umdenken und den einen oder anderen Trick anwenden. Es gibt sie nämlich, die kleinen Kniffe, die einem Gericht ein Upgrading geben, es interessanter, würziger oder raffinierter machen. Diese einfachen 12 Tricks helfen Ihnen dabei, kreativer zu kochen.

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1 KNUSPRIGER SPECK
Braten Sie Specktranchen langsam, so dass das Fett herausschmilzt und der Speck knusprig wird wie eine Art Chips. Diese können Sie nun in kleine Stücke brechen und Gerichten damit eine interessante Note und eine neue Textur geben. Knusperspeck eignet sich über dem Salat, über ein einfaches Pastagericht, zu Bratkartoffeln, über einem Kartoffelpüree, aber auch über einem einfachen Risotto. Wer einen amerikanischen Twist am Frühstückstisch liebt, serviert knusprigen Speck auch zu Pancakes oder Frenchtoast – die süss-salzige Mischung, besonders mit Ahronsirup, machen das Frühstück zu einem kleinen Fest. (Bild über: Alexandra Cooks)

Tipp: Nach dem Braten legen Sie die Specktranchen zwischen Küchenapier, damit auch das restliche Fett heraussfliesst. Der Speck wird erst ein, zwei Minuten nach dem Braten knusprig. Im Backofen können Sie ihn bei Bedarf warm halten.

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2 GREMOLATA
Dieses klassische italienische Rezept dient zum Verfeinern von Fisch- und Fleischgerichten. Es geht ganz einfach: Sie mischen die abgeriebene Schale einer Zitrone mit einer feingehackten Knoblauchzehe und einer Handvoll feingehackter Petersilie. Die Gremolata geben Sie am Schluss einfach über ein Gericht, klassisch ist es zu Ossobuco alla milanese. Sie können sie auch separat servieren, zur Selbstbedienung. Versuchen Sie, Gremolata mit Kartoffelstock zu mischen, eine einfache Salatsauce damit würziger zu machen oder sie mit Olivenöl zu vermischen für einen interessanten Dip.

Tipp: Sie können auch individuelle Gremolatamischungen machen: mit Orangenschale etwa oder anderen Kräutern wie Rosmarin, Salbei oder Oregano.
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3 WÜRZIGER OLIVENÖL-DIP
Die Gremolata vom obenstehenden Rezept kann mit gutem Olivenöl gemischt zu einem würzigen Dip werden. So einen Dip servieren Sie zum Apéro oder zu Beginn des Essens mit gutem Weissbrot. Mischen Sie auch Peperoncino, Pfeffer, Salz, Basilikum, Sardellen, Parmesankäse oder feingehackte, trockene Tomaten dazu. Kreieren Sie verschiedene Dips. Benützen Sie solche Dips auch mal als schnelle Sauce zu einer Pasta. Einfach die heisse Pasta mit Olivenöldip mischen, ein wenig Käse darüber streuen – und Sie haben einen superschnellen Lunch oder ein köstliches «Fast-Food-Znacht»! (Bild über: My baking addiction)
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4 FRISCH GERAFFELTER KÄSE
Parmesan oder Pecorino passen nicht nur über Pastagerichte. Sie schmecken auch fantastisch über Gemüse und Fleischgerichte wie gebratenes Poulet. Mischen Sie einige Handvoll geriebenen Käse auch mal unter ein Kartoffel- oder ein Rüeblipüree.

Tipp: Den Käse hobeln statt raffeln, so sieht er auch über der Pasta super aus. Oder über einem Salat – er macht ihn reicher und interessanter.
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5 SELBSTGEMACHTE BROTCROUTONS
Schneiden Sie Brot in kleine Würfel und mischen diese mit Olivenöl. Sie können zum Beispiel geriebenen Parmesan beigeben oder feingehackten oder gepressten Knoblauch. Auch feingehackte Kräuter wie Salbei oder Rosmarin oder feingehackter Peperoncino geben den Croutons das gewisse Etwas. Die Croutons können Sie zu Suppe, über einen Salat oder ein Fleisch- oder Pastagericht servieren. (Bild über: Whats Gaby cooking)

Tipp: Geben Sie würzige Brotcroutons in die Küchenmaschine und machen sie daraus ein feines, hausgemachtes Paniermehl.
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6 GUTE BOUILLON UND FEINES FINGERSALZ
Meine zwei Lieblingszutaten, die in meiner Küche nie fehlen dürfen, sind die Bouillon von Kuster und das englische Maldon Sea Salt. Ich gehöre nicht zu den Köchinnen, die ihre eigene Bouillon oder den eigenen Fond machen – dafür hab ich schlicht keine Zeit und ehrlich auch keine Lust. Einfaches, gutes Essen für den Alltag bedeutet für mich auch, dass es schnell geht, frisch gekocht ist und keine stundenlange Vorbereitung braucht. So hilft eine gute Bouillon für vieles. Ich koche zum Beispiel Kartoffeln darin, das macht meine Mashed Potatoes viel besser. Ich brauche Bouillon auch für Fleischsaucen, für ein gutes Risotto natürlich, und manchmal würze ich damit auch einfach ein wenig nach. Vieles aber schmeckt gut, wenn es nur mit Salz und Pfeffer und Kräutern gewürzt ist. Mein Lieblingssalz ist das Maldon Sea Salt. Es hat schöne Kristallflocken, ist mild, und macht sich gut auf dem Tisch zum Nachwürzen. Beide Produkte sind in guten Metzgereien und kleinen Geschäften zu finden oder in Delikatessabteilungen, zum Beispiel bei Globus. (Bild: Sweet Home)

Tipp: Sie können auch Salz würzen. Mischen Sie Fingersalz zum Beispiel mit Zitronenschale, Peperoncino, Kräutern oder gleich mit frisch gemahlenem Pfeffer. Solche Salze machen sich gut, wenn Sie Gäste haben, so können diese ganz nach eigenem Geschmack nachwürzen.
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7 APFELMUS
Es passt nicht nur zu Hörnli und Hackfleisch, sondern auch zu Schweinefleisch wie Koteletten, Voressen oder Braten. Ein Apfelmus kann auch mit Kartoffelstock gemischt, zu Rösti serviert oder einer Suppe (Rüebli, Sellerie, Kartoffel) beigemischt werden. Selbstverständlich gibt Apfelmus alleine oder als Beilage auch ein gutes Dessert ab. (Bild über: Alexandra Cooks)

Und so macht man Apfelmus selber: Schälen und rüsten Sie Äpfel und schneiden Sie in Stücke. Braten Sie sie in ein wenig Butter an und geben dann ein wenig Wasser oder Süssmost bei. Nach Bedarf Zucker dazugeben und weich kochen. Mit dem Pürierstab pürieren. Für ein würziges Apfelmus können Sie auch mal Schalotten beigeben.
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8 FRISCHE KRÄUTER
Das einfachste Mittel, einem Gericht das gewisse Etwas zu geben, sind frische Kräuter. Hacken Sie sie und streuen Sie sie darüber, mischen Sie beim Kochen ein Bouquet garni unter oder servieren Sie gehackte Kräuter wie Reibkäse zum Selberbedienen. (Bild über: Bohemian Wornest)

Tipp: Vergessen Sie den Schnittlauch nicht, er ist zwar altmodisch, aber peppt definitiv auf. Anstelle von ein klein wenig Schnittlauch über Allem ist es besser, ein Gericht auszuwählen und dieses mit viel Schnittlauch zu mischen. Den Kartoffelstock zum Beispiel, das Risotto, die gedämpften Rüebli oder den Kopfsalat.
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9 SELBSTGEMACHTE KRÄUTERBUTTER
Selbstegemachte Kräuterbutter geht superschnell und ist ein dankbarer Aufpepper. Geben Sie einfach verschiedene Kräuter nach Wahl, viel Butter und ein wenig Salz und Zitronensaft in eine Küchenmaschine und mischen sie alles zusammen. Geben Sie die Kräuterbutter in kleine Schälchen oder rollen sie in Küchenpapier zu einer Rolle. Eine Stunde im Kühlschrank stehen lassen. Mit der Kräuterbutter können Sie nun Fleisch, Pasta, Kartoffeln oder Gemüse würzen. Sie können Sie auch mal auf Crostini streichen oder einfach so auf den Tisch stellen. (Bild über: Luna Café)

Tipp: Kreieren Sie eigene Kräuterbuttermischungen. Wählen Sie nur eine Sorte Kräuter dafür. Im Momentan bietet sich Bärlauch an. Mischen Sie Gremolata (Rezept siehe oben) mit Butter. Würzen Sie eine Petersilienbutter mit Senf. Sie können auch Meerrettich und Schnittlauch mit Butter mischen, das passt gut zu einem Steak.
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10 GETROCKNETE CRANBERRIES
Getrocknete Moosbeeren gehören zum Trendfood und sind mittlerweile in vielen Supermärkten im Angebot. Setzen Sie sie anstelle von Speck ein. Sie schmecken gut über Salat, zu Gemüsegerichten, zu Fleisch. (Bild über: The healthy foodie)
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11 GUTES OLIVENÖL
Es ist das A und O der italienischen Küche und trägt wirklich viel dazu bei, einem Essen den letzten Schliff zu geben. Kaufen Sie sich ein edles Öl, das Sie dann nur zur Verfeinerung der Gerichte brauchen. Wenn Sie Gäste haben, können Sie auch eine kleine Flasche davon auf den Tisch stellen. Versehen Sie die Flasche mit einem Giesser, so ist das Öl einfacher zu dosieren. (Bild über: Scrambling)
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12 GRANATAPFELKERNE
Und zum Schluss noch die Edelsteine der Küche: die Granatapfelkerne. Geben Sie davon über den Salat, über Gemüse, über das Frühstücksmüesli, das Joghurt. Peppen Sie Fleisch oder Fisch damit auf und servieren Sie sie zu Käse. Sie sehen nicht einfach nur superschön aus, sondern schmecken fantastisch – und sind auch supergesund! (Bild über: Casa sin tiempo)

16 Kommentare zu «12 Tricks, die das Essen besser machen»

  • Martin sagt:

    Granatapfelkerne machen fast jedes Essen ungeniessbar für mich. Mag keine harten Kerne zu meist weicheren Dingen. Wie auch z.b. irgendwelche Körner in Salaten. Da kann man mir gleich Kieselsteine servieren :-)

  • O. sagt:

    Das gute Olivenöl aus Italien wird aus spanischen Oliven gemacht. Schade, wirklich schade, dass man in Sachen Olivenöli die Konsumenten nicht endlich aufklärt. Das beste Olivenöl kommt aus Spanien, auch das beste Italienische.

    • D. Signorello sagt:

      @O.: Wenn man noch selber Olivenbäume in Süditalien besitzt und sie pflegt, ist das Öl garantiert italienisch und schlägt um Längen jedes „Konkurrenz“-Produkt aus dem teuren Gourmetgeschäft ;-)

    • Roman Rebitz sagt:

      Dies so pauschal zu behaupten zeugt für mich nicht gerade von grossem Verständnis betr. Kochkunst. Man kann vielleicht sagen das im Durchschnitt das spanische Olivenöl beim üblichen Detailhändler meist gut ist usw.. aber es gibt ja noch mehr Länder als Spanien, Italien und Griechenland welche Olivenöl herstellen, was ist z.B. mit den Balkanländern usw.. Kleine lokale Hersteller produzieren oft erstaunliche Nahrungsmittel, mit viel mehr „Charakter“ die aber nicht immer passen, diese bekommt man vielleicht nicht in jedem CH Detailhändler. Zudem kommt es meist auf die Kombination an welches das beste ist, mal passt dieses besser mal ein anderes usw.. Wie z.B. beim Balsamico die einen haben es halt gerne säuerlich und finden u.a. die sehr günstigen Produkte perfekt andere lieber süsse langelagerte usw..Die Abwechslung machts.

  • Hans Steiner sagt:

    Es muss nicht Parmesan oder Pecorino sein. Heimischer Sprinz ist ebenso gut.

  • Gabriela sagt:

    Ahron-Sirup? Ist das nicht Kannibalisumus :-) ?

  • Martin Müller sagt:

    Nahrin-Bouillon toppt alles. Eine Bouillon hilft aber tatsächlich bei fast allen Gerichten für mehr Pfiff…

    • Abana sagt:

      Nahrin-Bouillon oder Oswald-Bouillon … diese «Köstlichkeiten» beigemischt, da frisst sogar der Hund das Trockenfutter von der Migros.

    • Roman Rebitz sagt:

      Nur leider schmecke ich Buillon meist sehr gut heraus (egal welche Qualität und Quantität) und wenn man sehr empfindlich ist schmeckt leider fast alles nach Einheitsbrei, mir geht es zumindest so. Die einen mögens, ich nicht.

    • Markus sagt:

      Morga-Bouillon. Aus unerfindlichen Gründen schmeckt mir keine Bouillon in Pulverform so gut wie Morga.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Merci für diese tollen Anregungen! Einige kannte ich schon, die neuen werde ich sicher ausprobieren. Einfach und schmackhaft zu kochen ist nicht wirklich schwierig, wenn frau ein bisschen Phantasie hat.

  • bräse sagt:

    Beim Apfelmus wurde wohl einer der lecksten Tricks bewusst verschwiegen: Kren-Apfelmus (dem Apfelmus ein wenig Meerrettichpurée zugeben). Der Hammer!

  • Roger sagt:

    ich gebe gerne etwas cognac in saucen fuer fleisch, aber auch in den selbstgemachten kraeuterbutter

  • Jaka sagt:

    Super Tipps (zwar nichts Neues für mich dabei aber trotzdem gut) und spätestens nach dem letzten Tipp bin ich dann meinen Mann los. Erst gerade vor kurzer Zeit fragte er nach einem Restaurantbesuch, was eigentlich diese globale Unsitte soll, dass auf jedes zweite Gericht Granatapfelkerne gestreut werden.

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