Kleine Wohnung ganz gross

Weil Wohnraum in urbanen Gebieten immer rarer und teurer wird, wohnen viele in kleinen Wohnungen und kämpfen mit Platzproblemen. Aber auch kleine Wohnungen lassen sich hübsch, praktisch und wohnlich einrichten. Wenig Platz bedeutet bessere Organisation, gute Ideen, optimal genutzter Stauraum, aber auch Behaglichkeit, Nestwärme und mehr Übersicht über Hab und Gut. Hier finden Sie acht Ideen und Anregungen, wie man auf kleinem Raum stilvoller wohnen kann.

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1 SPIELEN SIE MIT DEM CHARME VON KLEINEN WOHNUNGEN
Nutzen Sie die Vorteile einer kleinen Wohnung, den Charme des Privaten und Persönlichen, welchen sie ausstrahlt. Hier sieht man, wie schön, individuell und weiblich eine Einzimmerwohnung aussehen kann. Die Tapete bestimmt den Stil und macht die Wohnung zu einem kleinen Schmuckstück. So wird denn auch mit ihr kokettiert: Ihre Grundfarbe, helles Türkisblau, wird in verschiedenen Elementen wieder aufgenommen, und auch bei der Platzierung der Bilder wird die Tapete stark miteinbezogen. Einerseits mit einem transparenten Bilderrahmen und anderseits mit dem Kopfende des Bettes, das ganz raffiniert als eine Art Rahmen für weitere Rahmen eingesetzt wird. Als Kontrast zum kühlen, hellen und dominierenden Blauton wurden Goldgelb, ein wenig Rosa und Schwarz eingesetzt. So harmoniert alles in einer ausgewogenen Farbigkeit und verleiht der kleinen Wohnung Ordnung und eine gewisse Ruhe. Bild über: Interiors Porn.
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2  SCHAFFEN SIE MIT GUTER INNENARCHITEKTUR MEHR PLATZ
Zugegeben, diese Lösung ist mit einer gewissen Investition verbunden. Aber wenn es wenig Platz gibt, ist man gezwungen, aus einem kleinen Raum möglichst viel rauszuholen – eine geniale Lösung. Da wurde ganz einfach ein zweites, kleines Stockwerk eingebaut und ein Bett platziert. Bild über: Freshly Unshaven.
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3 EIN WOHNZIMMER KANN AUCH IM KLEINSTEN ZIMMER FUNKTIONIEREN
Sie müssen nicht immer das grösste Zimmer zum Wohnzimmer ernennen oder verzweifeln, weil kein grosser Raum zur Verfügung steht. Wohnen funktioniert auch in einem kleinen Raum sehr schön. Ein gutes Rezept dafür geht so: helle, frische Farben, viel Weiss, ein gemütliches Sofa, ein kleiner Beistelltisch, ein schöner Stuhl dazu, ein bunter Teppich, Wandregale und viele coole Bilder an der Wand. Hier geht das Sofa über die ganze Breite des Raumes, das funktioniert perfekt, weil mit den Wandregalen eine kleine Abstellfläche für eine Leuchte, ein paar Bücher und hübsche Wohnaccessoires entstanden ist. Sehr wichtig ist ein Stuhl oder ein kleiner Sessel dazu, denn nur so kann eine gemütliche Runde entstehen.
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4 NUTZEN SIE JEDE NISCHE UND ECKE
Hier ist ein Wohnzimmer gar in einer kleinen Ecke entstanden. Machen Sie sich architektonische Besonderheiten einer Wohnung zu eigen, und nützen Sie sie gut. Hier wurde ein Regal massgerecht in eine Nische platziert, und an einer schmalen Wand ist ein Flachbildschirm angebracht worden. Das Sofa, der Teppich und das Bild passen farblich zusammen und geben so eine Einheit ab. Auch sorgt viel Weiss für Ruhe, Ordnung und Harmonie. Bild über: Interiors Porn.
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5 SO KANN MAN AUCH IN EINER KLEINEN KÜCHE STILVOLL ESSEN
Eine Tischplatte (an die Wand montiert) oder ein kleiner Klapptisch und transparente Hocker, wie zum Beispiel diese Ghost-Hocker von Kartell, nehmen wenig Platz ein (auch optisch) und bieten die Möglichkeit, bequem und stilvoll in der kleinsten Küche zu essen. Bild über: Twodottwo.
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6 VERWANDELN SIE EINEN KLEINSTRAUM IN EIN ESSZIMMER
Klitzekleine Zimmerchen, die eher als Abstellkammer gedacht sind, können auch Grandezza bekommen. Hier wurden ein Tisch und eine Bank platziert. Dadurch ist mit wenig Aufwand ein kleines, aber stilvolles Esszimmer entstanden. Eine Bank kann immer noch einen Gast mehr aufnehmen, denn hier kann man, ohne viel Platz in Anspruch zu nehmen, einfach zusammenrücken. Abgesehen davon sieht das doch einfach wunderbar aus. Bild über: Scrambling.
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7 NUTZEN SIE ZWISCHENRÄUME
Eine clevere Lösung ist, Zwischenräume (zum Beispiel zwischen zwei Fenstern) zu nutzen: hier ein Regal, das eine Art Konsole und Stehpult ist, ergänzt mit Wandregalen. Wirkt toll, bietet ganz schön viel Stauraum, aber verleiht dem Raum auch Wohnlichkeit und Stil. Das Regal ist von der schwedischen Möbelfirma Norrgavel.
Japanese Trash
8 HIER GILT AUFTÜRMEN STATT AUFRÄUMEN
Eine ähnliche Lösung wie Beispiel Nummer 2 (aber weniger aufwendig) ist die Platzierung eines Bettes auf einem massangefertigen Schubladenmöbel. So haben Sie Schrank und Bett in einem und erst noch ein halbes Stockwerk gewonnen. Bild über: Japanese Trash.

18 Kommentare zu «Kleine Wohnung ganz gross»

  • Manuela Gack sagt:

    Hallo, wo bekomme ich auf Bild 3 das Bett/ Couch zu kaufen
    VG

  • Matilda sagt:

    Hier werden DIE Lösungen gezeigt. Wie eh schon erwähnt, muss man mindestens über hohe Räume verfügen und über etwas mehr Geld. Bild 2 z.B. Die Lösung ist GENIAL. Formschön! Was auch auffällt, dass hier echt nur hochwertige Accessoires zu sehen sind. Viele Holzmöbel. Da hab ich einen guten Link und auf jeden Fall erschwinglich! :)

  • Angelina sagt:

    Bild Nr. 4 wäre genau meine Ecke zum inepfläze und bei einer heissen Schoggi und emene Cherzli ein gutes Buch lesen… herrlich!

  • Rahel sagt:

    ich würde gerne dasselbe in einem 0815 Block sehen. Vielen Dank im voraus.

    • lisa sagt:

      provozieren Sie da gerade? das ist alles möglich in einem 08h15 block, behaupte ich mal. 2 und 8 mit etwas mehr finanziellem und hadwerklichem aufwand, aber sonst…

      • Cristian sagt:

        Naja Lisa, hohe Räume, Holzboeden und schöne grosse Fenster machen doch mindestens die Hälfte der Bilder aus, und all das finden Sie in einem Block nicht.

        Bild 8 erinnert am meisten an einen Block, in meinen Augen ist es auch mit Abstand das schlechteste Beispiel.

      • maja sagt:

        sich inspiriren lassen bedeutet nicht kopieren.

  • Bild 1 gefällt mir auch sehr gut. Aber ich hätte die Wände weiss gemacht, dann wirkt der Raum grösser.

  • Georg sagt:

    Bei Bild 2 finde ich die Schubladen in den Treppenstufen eine sehr gute Idee!

  • Rima sagt:

    Es hat wieder so tolle Beispiele!Beispiel 1 finde ich ganz toll. Auch 4+4 gefallen mir. Ich habe selber auch eine kleine Wohnung. Man ist gefordert, die m2 gut zu nutzen. Dafür macht es unheimlich Spass. Das mit viel Weiss habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Ich habe sogar einen weissen Teppich, trotz Hauskatze. Was ich mich am Beispiel 8 frage ist, wie lange kann das so „gut“ gehen…… unter der Matratze sollte doch etwas Luft sein, weil wir bekanntlich beim Schlafen viel Flüssigkeit an die Auflage abgeben.(?)

    • Daniela sagt:

      Solange die Hauskatze auch weiss ist, sollte der weisse Teppich doch kein Problem sein?! ;-)

    • Anglistin sagt:

      Ich habe in meinem Jugendzimmer eine solche Lösung gehabt, Schreinerpapi sei dank. Mit Lattenrost und ein paar Leisten als Unterbau darunter klappt das prima und den Lattenrost kann man so auch hinter einem Fries verstecken, der muss nicht topfeben auf dem Schubladen/Schrankteil liegen.

  • Peter sagt:

    Bin ich der einzige der bei den meisten Bildern unweigerlich an Pippi Langstrumpf bzw. einen IKEA Katalog denkt?
    Klein muss doch nicht automatisch billig & günstig sein… und der shabby chic von Bild 1 ist allmählich auch wirklich überholt…

    Marianne, wo bleibt die Eleganz?!? Praktikabilität & Ästhetik schliessen sich nicht aus…

    • lukas sagt:

      und sobald etwas elegant ist, wird das gebrüll der bezahlbarkeit angestimmt?

    • mia sagt:

      Nein, Shabby chick ist das auch nicht wirklich, sondern es sieht viel eher ganz einfach nach einer heruntergekommenen Studentenbude der frühen Achtzigerjahre aus.

  • Daniel sagt:

    Abgesehen von der Tapete, gefällt mir die Ideen auf Bild Nummer 1 sehr gut!

  • Cristian sagt:

    Och, so klein finde ich die meisten Räume jetzt gar nicht… Aber auf jeden Fall schöne Bilder!

    Wohnungen mit mehreren kleinen Zimmern oder Nischen finde ich weniger schwierig einzurichten als mehrere Funktionen in einzelnen (nicht sehr grossen) Räumen zu vereinen. Z.B. als Student in einem einzelnen Zimmer eine gemütliche Schlaf- und Leseecke und daneben einen Studienplatz einzurichten. Mit etwas ausprobieren und Möbeln klug als Raumteiler eingesetzt hat es aber auch auf 15 m2 geklappt.

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