Der Glitzerturm in Stockholm

Es gibt Hochhäuser und Hochhäuser. Wenn sie schon an den Wolken kratzen und über alles hinausschauen, sollten sie auch was hermachen. Das hat sich das Architekturbüro Wingardhs mit dem Victoria Tower in Stockholm zu Herzen genommen und einen Turm gebaut, der glitzert und scheint – und doch mit einer gekonnten Schlichtheit daherkommt.

Architektur: Architekturbüro Wingardhs
Quelle: Dezeen

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Das Hochhaus ist ein Hotel der Scandic-Gruppe und beherbergt etwa 300 Zimmer. Die Fassade wirkt wie ein Puzzlemuster und reflektiert das Licht in Dreiecken verschiedener Metallic-Schattierungen.
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Wie eine grosse, geometrische Skulptur ragt das Hotel über der flachen, schwedischen Landschaft. Die elegante Form, die Proportionen, die Spiegelungen und das Mosaikmuster geben dem Gebäude eine gewisse Leichtigkeit.
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Die Verspiegelung nimmt das Licht und die Farben des Himmels stark auf, was wie eine Tarnung wirkt. So fällt der hohe Bau in der flachen und viel niedriger bebauten Umgebung nicht zu dominant auf.
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Die schlichte Eleganz und das Verspielte der Architektur sind auch im Innenbereich zu spüren. Hier wird das Dreieckmuster mit Lackelementen aufgenommen. Die Einrichtung ist schlicht und modern und strahlt urbane Wohnlichkeit aus.
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Wenn sich die Sonne im Gebäude spiegelt, strahlt es wie ein Stück Gold aus dem Stockholmer Kista Science City Quartier heraus.

Keine Kommentare zu «Der Glitzerturm in Stockholm»

  • mrs green sagt:

    fahre öfters an diesem turm vorbei- je nach licht sieht er immer wieder anders aus. für mich sehr schön, aber über architektur lässt sich bekanntlich auch streiten. steht nicht wirklich in stockhom city, sondern ausserhalb auf dem weg nach arlanda airport. typisch schwedische inneneneinrichtung, hell und funktional- das gefällt, oder eben nicht…vorhänge gibts übrigens auch und bezahlbar ists auch noch.

  • Holderio sagt:

    Die Nester der Spezie Mensch sind einfach unglaublich hässlich im Vergleich zu denjenigen der anderen Tiere. Mir ist jeder Fuchsbau lieber als doofe, unangepasste Menschentürme wie dieser hier in Stockholm. Oder die vielen anderen schrecklichen Menschenbauten überall.

  • barbara seiler sagt:

    schon wieder ein Haus, bei dem man die Fenster nicht öffnen kann? und Vorhänge gibt’s auch nicht?

    nun,es ist zum Glück ja ein Hotel, da kann man schnell abhauen und sich etwas mit frischer Luft und Privatsphäre suchen, für ä gsundä tüüfä Schlof.

  • Hans Martin Monarch sagt:

    Wunderschöner Turm in Stockholm..und ich freue mich schon riesig auf den schneeweissen Roche-Tower in Kleinbasel und das gläserne „Asklepios 8“ Hochhaus in Grossbasel von HdM

  • Martin sagt:

    …und wieder wurde ein neues Wahrzeichen zu Babel erschaffen…

  • Daniel Degen sagt:

    Ein unglaublich hässlicher Klotz. Was daran ästethisch sein soll bleib mir ein Rätsel.

  • Filo Sof sagt:

    Phänomenal! Die Glitzerfassade ist phantastisch. Nur die Form des ganzen Baus gefällt mir nicht. Innen wunderschön.

  • Placido sagt:

    Hach… träum… so ein schönes Konstrukt! Hallo Zühürich !!! biitte aaabschaaueeen!! …Wen muss ich auf den Mond schiessen um dort Wohnen zu dürfen?

    • Markus sagt:

      Persönlich finde ich den Prime Tower noch eine Spur spannender. Zwar eine gewöhnlichere Fassade, dafür eine spannendere Gebäudeform.

      • Alexander Proff sagt:

        Der Prime Tower ist ein durchschnittliches Hochhaus ohne klaren Gestaltungswillen.
        Dieses schwedische spielt in einer anderen Dimension: mit seiner Mosaikstruktur dimensionslos, fast schon übersinnlich, ausserirdisch. Die auskragende Ecke lässt einem den Atem anhalten, während man beim Primetower eher etwas verlegen hustet. Während das schwedische ein richtiges futuristisches Wahrzeichen in der offenen Landschaft ist, verstellt der grüne Klotz eingeklemmt an der Hardbrücke die Landschaft.

      • Marcel sagt:

        Nicht wirklich Herr Proff, aber schön geschrieben haben Sie :-)

      • Markus sagt:

        @Alexander: Ich empfehle parallel zu diesem Blog den aktuellen Steilpass-Blog (wie man über Fussball spricht) – einfach jedes mal „Fussball“ durch „Architektur“ ersetzen ;)

  • Benedict Giger sagt:

    Schlicht, fast schon asketisch.
    Keine Zimmerpreise? Man hat oder eben nicht.
    Evtl mal Artikel zu ästhetisch-gelungenem Sozialwohnungsbau?

  • pat sagt:

    Und wie viele Vögel zertrümmern sich TÄGLICH an dem Hochhaus ihren kleinen Schädel? Werden die allmorgendlich vom Hausmeister eingesammelt?

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