Acht klassische Weihnachtsrezepte

Versuchen Sie es mal mit einer neuen Tradition und kochen eines diese klassischen Rezepte zu Weihnachten.
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Jede Familie hat ihre eigene Tradition an Weihnachten. Es gibt hier nicht wie in England immer einen Truthahn oder wie in Deutschland eine Gans. Was essen Sie denn, liebe Sweet-Home-Leser, an Weihnachten und am Heiligabend? Bei uns gibt es, ganz englisch, immer einen Truthahn am Weihnachtstag und am Heiligabend die Familientradition: Pastetli. In Amerika hatte ich einmal einen honiggerösteten Schinken. Er war fantastisch. Diese Rezepte finden Sie hier plus weihnächtliche Fleischbällchen aus Italien, auf die ich diesen Frühling gestossen bin, dazu noch drei Gemüsebeilagen. Wer also noch nicht weiss, was er kochen möchte, oder in diesen Tagen festliche Einladungen hat, kann eines dieser klassischen Weihnachtsgerichte versuchen.

In Honig gerösteter Schinken 

Hier also der süsse, amerikanische Schinken. Er eignet sich sehr gut als Festmenü in diesen Tagen, denn er schmeckt auch kalt fantastisch und gibt so noch einige Zeit frische Schinkenbrote ab, die man dann geniessen kann – am besten vor dem Cheminée, mit einem Glas Wein, einem alten Film oder einem guten Buch.

Zutaten:
  • 1 gekochter Schinken, ca. 2–3 kg
  • Nelken zum Bestecken
  • 200 g dunkler Zucker
  • 250 g Honig
  • 2 Esslöffel (EL) Sherry Essig
  • 1 dl Marsala
Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad vorheizen. Ziehen Sie die Haut vom Schinken und schneiden Sie das Fett in einem Rautenmuster ein. Stecken Sie in jede Kreuzung eine Nelke. Geben Sie den Zucker, den Essig, den Honig und den Wein in eine Pfanne und erhitzen Sie alles sanft, bis der Zucker geschmolzen ist. Bestreichen Sie den Schinken mit der süssen Masse und geben Sie ihn in den Backofen. Rösten Sie ihn 1,5 – 2 Stunden. Nehmen Sie den Schinken heraus und lassen Sie ihn vor dem Servieren 15 Minuten ruhen.

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Gefüllter Truthahn 

Und so geht der Truthahn, den wir jährlich am 25. Dezember in den Ofen stecken. Hier gibt es natürlich auch ganz verschiedene Arten von Füllungen, doch in diesen Tagen mögen wir Traditionen und die Marroni-Wurst-Füllung ist bei uns gesetzt. Klassisch wird der Truthahn mit ofengerösteten Kartoffeln, Rüebli, Pastinaken und Rosenkohl serviert, und natürlich mit viel Sauce. Für die Sauce giessen Sie den Saft des Truthahns ab und kochen die Flüssigkeit in einer Pfanne mit 3 Esslöffeln Mehl. Geben Sie ca. 5 dl Bouillon bei und köcheln Sie die Bratensauce etwa 10 Minuten, bis sie schön cremig ist. Nach Geschmack würzen. Am besten servieren Sie die Sauce in kleinen Kännchen oder in einem klassischen Saucengeschirr.

Zutaten für 4–6 Personen:
  • 1 Truthahn ca. 5–6 kg
  • ca. 750 g–1 kg Füllung
  • 200 g Butter
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Stopfen Sie den Truthahn mit der Füllung und nähen Sie die Öffnung zu. Streichen Sie den Truthahn grosszügig mit Butter ein und schieben Sie ihn in einer Pfanne auf den Rost des auf 220 Grad vorgeheizten Backofens. Reduzieren Sie die Hitze auf 160 Grad. Nach den ersten 20 Minuten bestreichen Sie den Truthahn regelmässig alle 15 Minuten mit Butter, bedecken Sie ihn mit Alufolie. Braten Sie den Truthahn ca. 15–20 Minuten per 450 g. Die letzten 30 Minuten backen Sie den Vogel ohne Alufolie.

Zutaten für eine Kastanien-Wurst-Füllung (Stuffing):
  • 500 g tiefgefrorene Kastanien
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Zitronensaft
  • 250 g Stangensellerie
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Rüebli
  • 100 g getrocknete Aprikosen
  • 500 g Wurstfleisch von Schweinsbratwürsten oder/und Salsiccia
  • frische Kräuter wie Estragon oder Salbei und Petersilie
  • 200 g Brot, aufgeweicht in Bouillon
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum Würzen
Zubereitung:

Schmelzen Sie die Butter in einer Pfanne und kochen Sie die Marroni mit der Butter und 1 EL Zitronensaft. Abkühlen lassen. Die Zwiebel, den Sellerie und die Karotten rüsten und in der Küchenmaschine grob zerhacken, die Marroni und die Aprikosen beigeben und nochmals ein wenig zerkleinern. Die Kräuter hacken und daruntermischen, das Wurstfleisch beigeben, das Brot ausdrücken und daruntermischen, am Schluss das Ei dazugeben. Würzen. Den Truthahn mit dem Stuffing füllen, übriges Stuffing kann separat in einer Bratform bei 180 Grad ca. 40 Minuten gebacken werden.

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Kalbsfilet im Teig

Ein Filet im Teig sieht immer toll aus, kann persönlich dekoriert werden und schmeckt mit Zutaten wie Kartoffelgratin und Gemüse ausgezeichnet.

Zutaten für 4–6 Personen:
  • 1 Kalbsfilet, 1 kg
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 g Champignons
  • 3 EL gehackte Kräuter wie Thymian, Estragon, Petersilie
  • 1 EL Dijonsenf
  • 2 EL Butter
  • 10 Scheiben gekochten Schinken oder Rohschinken
  • 1 dl trockenen Weisswein
  • 1 Packung Kuchenteig, rechteckig ausgewallt
  • 2 Eigelb
Zubereitung:

Braten Sie das Kalbsfilet im Öl rundum an, nehmen Sie es vom Feuer und würzen Sie es mit Salz und Pfeffer und reiben Sie es mit dem Dijonsenf ein. Kaltstellen. Die Pilze ganz klein schneiden, die Kräuter hacken. Die Pilze und die Kräuter in der Butter braten, mit dem Weisswein ablöschen und den Wein ganz einkochen lassen, zur Seite stellen. Ein grosses Stück Plastikhaushaltsfolie bereitstellen, die Schinkenscheiben drauflegen, die Hälfte der Pilzmasse in die Mitte der Schinkenscheiben legen, das Rindsfilet drauflegen, die zweite Hälfte der Pilzmasse auf das Filet legen. Mithilfe der Folie in die Schinkenscheiben einwickeln, 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen. Danach die Folie sorgfältig entfernen und das Filet auf den ausgewallten Kuchenteig legen, ein Paket machen, evtl. übrigen Teig abschneiden. Den Teig mit dem verquirlten Eigelb einstreichen. Das Filet im heissen Ofen bei 200 Grad ca. 20–30 Minuten backen. Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.

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Pastetli 

Pastetli mit einer Kalbfleisch-Champignon-Füllung gehören bei uns zum Heiligabend wie der Baum. Mein Vater kocht sie alljährlich mit viel Liebe und bestellt die Blätterteigpastetli schon Tage im Voraus bei seinem Lieblingsbäcker. Dazu gibt es Erbsen und Rüebli. Es passt aber auch Kartoffelstock.

Zutaten für 4–6 Personen:
  • 8–12 Pastetli aus Blätterteig, am besten vom Bäcker
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Mehl
  • 800 g Pouletfleisch in Würfel geschnitten oder 400 g Poulet und 400 g Kalbfleisch
  • 400 g Champignons in Scheiben geschnitten
  • 2 Schalotten, gehackt
  • 2 dl Rahm
  • 1 dl Hühnerbouillon
  • 1 dl trockenen Weisswein
  • 3 EL frische Kräuter wie Estragon, Petersilie oder Rosmarin, gehackt
Zubereitung:

In einer Pfanne Butter schmelzen und die Schalotten sanft anbraten, die Champignons und die Kräuter dazugeben, zur Seite stellen. Das Fleisch in Öl und Butter anbraten, bis es goldbraun ist, mit Salz und Pfeffer würzen, Mehl beigeben, nochmals kurz anbraten und mit Weisswein und Bouillon ablöschen. Die Flüssigkeit zur Hälfte einkochen lassen, die Pilze beigeben, den Rahm beigeben, kurz aufkochen. In der Zwischenzeit die Pastetli im Ofen erwärmen. Die Pastetli mit der Fleischmischung füllen und servieren. Dazu passt Gemüse.

LUNCHBOX TRAVELER

Italienische Fleischbällchen 

Auf diese weihnächtlichen Fleischbällchen bin ich gestossen, als ich im Frühling für die Hackfleischbällchen-Geschichte recherchiert habe. Sie verbinden Süsses und Saures in sich und bringen ein Stück Italien in die Weihnachtszeit. (Quelle: Travelers Lunchbox)

Zutaten für 4 Personen:
  • Olivenöl
  • 60 g Salami
  • 350 g gehacktes Pouletfleisch, am besten vom Schenkel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150 g gekochter Spinat, ausgedrückt.
  • 1 Schalotte, gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 1/4 KL Zimt
  • 30 g Paniermehl vom Bäcker
  • 0,5 EL Balsamicoessig
  • 90 g Parmesan, gerieben
  • 70 g geröstete und gehackte Mandeln
  • 60 g kandierte Zitronen, gehackt
  • 1 Ei
Zutaten für die Sauce:
  • 1,25 dl trockenerWeisswein
  • 6 grosse Basilikumblätter, gehackt
  • 2 KL Rohzucker
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 2,5 dl Hühnerbouillon
Zubereitung:

Hacken Sie in einer Küchenmaschine den Salami mit dem Knoblauch in feine Stücke. Geben Sie das gehackte Pouletfleisch bei, den Spinat, die gehackte Schalotte, Salz, Pfeffer und Zimt. Hacken Sie alles fein zusammen und geben Sie die Mischung in eine Schüssel. Nun geben Sie das Paniermehl, den Käse, die Mandeln, die Zitronen, den Essig und das Ei hinein. Mischen Sie alles gut zusammen und formen Sie dann kleine Kugeln. Nun braten Sie die Fleischbällchen in Öl rundum an (ständig Wenden), so dass sie nicht anbrennen, aber rundum braun werden. Dann giessen Sie das Fett ab und den Wein dazu. Lassen Sie diesen einkochen, bis sich eine sirupartige Sauce entwickelt. Nun geben Sie die Basilikumblätter, den Zucker, den Balsamico und die Bouillon bei. Decken Sie die Pfanne zu und lassen Sie alles ca. 15 Minuten köcheln. Drehen Sie die Fleischbällchen während des Kochprozesses einmal um. Dann nehmen Sie die Bällchen heraus, stellen diese warm und kochen die Sauce auf, so dass sich eine sirupartige Sauce ergibt. Giessen Sie diese dann über die Fleischbällchen.

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Rotkraut mit Äpfeln 

Diese Beilage wird in Deutschland zu der Weihnachtsgans serviert. Sie passt aber auch bestens zu all den Rezepten hier. (Bild über: Daily Waffle)

Zutaten:
  • 1 Rotkabis
  • 2 Äpfel
  • 2 EL Butter
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Den Rotkabis raffeln, die Zwiebel hacken und die Äpfel entkernen und würfeln. Die Zwiebel in Butter andünsten, das Rotkraut zugeben und ca. 5 Minuten unter Rühren dünsten. Die Äpfel und die Gewürze beigeben, mit ein wenig Wasser aufgiessen und zugedeckt ca. 20 Minuten garen.

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Rosenkohl mit Pinienkernen 

Rosenkohl schmeckt fantastisch und ist ein verkanntes Wintergemüse. Vergessen Sie die pappig gekochte, bräunliche Version mit der dicken, weissen Mehlsauce und braten Sie den Kohl mit Nüssen oder Speck.

Zutaten für 4–6 Personen:
  • 1 kg Rosenkohl
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 100 g Pinienkerne
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 dl Gemüsebouillon
Zubereitung:

Den Rosenkohl rüsten und die Röschen halbieren. Im Olivenöl die Schalotte anbraten, den Rosenkohl dazugeben, einige Minuten anbraten und dann mit Bouillon ablöschen. Die Pinienkerne in einer Pfanne rösten. Sobald der Rosenkohl knackig gekocht ist, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, in einer hübschen Platte anrichten und die gerösteten Pinienkerne darübergeben.

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In Honig geröstete Pastinaken 

Die Parsnips (Pastinaken) sind bei uns nicht so bekannt, in England aber gehören sie zu Recht zu den beliebtesten winterlichen Beilagen. Sie werden im Backofen geröstet und mit Honig und Butter werden sie besonders festlich.

Zutaten:
  • 1 kg Pastinaken
  • 50 g Butter
  • 50 g Honig
  • 2 EL dunkler Zucker
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Pastinaken schälen und in Stücke schneiden. Die Butter mit dem Honig und dem Zucker in einer Pfanne erhitzen. Eine Backform ausbuttern, die Pastinaken reinlegen, die Honigmischung darüber giessen, gut mischen, salzen und pfeffern und im heissen Backofen ca. 20–30 Minuten goldbraun rösten.