Patchwork-Architektur

So ähnlich wie Kinder mit Klötzchen Häuser bauen, türmen Architekten Häuser übereinander und kreieren damit neue Bauten. Das ist eine Art Architektur-Patchwork und ein Trend in den immer dichter bebauten Städten. Einige dieser Gebäude sehen aus wie kleine Dörfer, die aufeinander gestellt wurden, andere wiederum sind Zukunftsvisionen, die wirken wie aus dem Film «Blade Runner» und eigentlich nur darauf warten, dass das Auto vor dem Balkon parkiert.
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Lebkuchenhäuschen mit einem Dreh 

Am Rande von Amsterdam steht das aussergewöhnliche Inntel Hotel Zaandam der holländischen Architekten WAM. Da scheint ganz Amsterdam Kopf zu stehen oder zumindest aufeinander. Das Gebäude besteht nämlich aus ganz vielen einzelnen Häuschen mit hübschen Dächern und Fensterchen. Und das in idyllischer Form und bunt angestrichen mit weissen Fenstern und Details, fast wie ein übergrosses Lebkuchen- oder Spielzeughaus.

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Das bunte, fröhliche Hotel wirkt wie aus einem Kinderwunderland und belebt das vorstädtische, einst industrielle Quartier. Es ist auf jeden Fall innovativ, ein Haus in die Höhe zu bauen und ihm trotzdem einen gemütlichen, kleinstädtischen Look zu geben.

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Ein ganzes Quartier in einen Haus

Alle Städte kämpfen mit dem gleichen Problem: Immer mehr Menschen ziehen hin und der Wohnraum wird rar und wertvoll. Verdichtetes Bauen geht oft in die Höhe aber nirgends so fantasievoll und interessant wie hier in einem Pariser Vorort. Die Architekten Edouard Francois haben eine Urban Collage geschaffen: Unten stehen klassische Stadthäuser mit Geschäften und Wohnraum, darauf sind Wohnblöcke gesetzt und wie die Kirsche auf dem Kuchen stehen zuoberst einige Einfamilienhäuser im Bungalowstil der Fünfzigerjahre.

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Der Gebäudekomplex der innovativen französischen Architekten Edouard Francois wirkt wie ein Gemälde von De Chirico. Die einzelnen Elemente sind so unterschiedlich wie die Gebäude einer Stadt und ergeben zusammen eine lebendige Stadtlandschaft.

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Zukunftsvision wie aus dem Science-Fiction Film

Wie aus dem «Blade Runner»-Film wirkt der 400 Meter hohe Peruri 88 Turm, den die  niederländischen Architekten MVRDV zusammen mit anderen geplant haben. Er ist ein Vorschlag für eine urbane Überbauung in Jakarta. Alles ist drin: Geschäfte, Läden, Kinos, Wohnraum und viele Grünflächen.

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Luxuriöses Penthousegefühl auf einigen Hundert Metern Höhe bietet die Architekturidee von MVRDV. Auf der digitalenVisualisierung wirkt das Patchworkgebäude wie eine freundliche, menschliche Lösung im Dschungel von dichtbebautem, raren, urbanen Raum. Quelle: Dezeen.

36 Kommentare zu «Patchwork-Architektur»

  • Annemarie Dorenbos sagt:

    Als geborene Zaandamerin landete ich im Herbst 2012 mit dem Flugzeug aus Basel in Amsterdam und entschloss, nach Jahren wieder mal mit dem Zug nach Zaandam zu fahren. Das war ein guter Entscheid. Dort gegen Abend angekommen wahnte ich mich nicht mehr in meinem Geburtsort. Zaandam, teil der Gemeinde Zaanstad (und keineswegs ein vorstädtischer Quartier von Amsterdam, das sind Welten!) hat plötzlich Glamour bekommen. Wunderbar beleuchtet und mit viel Liebe für geschichtliche Details. Für eine Gemeinde, die seit Jahrhunderten industriell geprägt ist (früher gab es in der Region über 900 industrielle Windmühlen, ausserdem ist die Region seit hunderten Jahren u.a. für die Cacaoindustrie bekannt) in den vergangenen 50 Jahren viele der kleinen baulichen Juwelen zugunsten hässlicher Betonkaufhäuser abgebrochen hatte, ist diese architektonische Wende eine enorme Leistung und ein Riesenkompliment wert. Auch die ehemalige nahegelegene Gracht, die zugunsten einer Verkehrsstrasse vor bald 60 Jahren trockengelegt und überbaut wurde, ist wieder ausgegraben und erstrahlt mit den vielen kleinen neuen Brücklein fast wieder im alten Glanz. Nur einen neuen Namen soll die Strasse erhalten, denn bis heute heisst sie „Gedempte Gracht“. Ein kurzer Besuch, sicher auch kombiniert mit einem halben Tag auf dem „Zaansche Schans“, ein Freilichtmuseum im nahgelegenen Dorf Zaandijk, wo man die originellen alten Holzhäusern aus der Zaan-Gegend von innen und aussern bewundern kann.

  • Hier gibt´s nicht viel anders zu sagen als TOLL! Fantasievoll, dynamisch, kreativ. Wann können wir „Hopp Schwiiz“ ausrufen?
    Ich, jedenfalls, würde dies bei solchen Bauarten in der CH ausrufen!

  • Davy sagt:

    Architektur ist halt immer Geschmacksache. Wenn man Architektur studiert hat, möchte man natürlich schon das Vorrecht beanspruchen, um zu sagen, was gute Architektur ist. Es wird leider vielfach vergessen, dass der Otto-Normalbürger vielleicht einen andern Geschmack hat, der trotz Nicht-Studium, ein berechtigter Geschmack ist. Auch gibt es davon so viele verschiedene, wie es Menschen gibt.
    Spezielle Architektur scheitert in der Schweiz jedoch meistens nicht an der fehlenden Innovation der Architekten, sondern viel mehr an unseren Baugesetzen, dem Renditedruck und nicht zuletzt auch an den munter Einsprachen produzierenden Nachbarn. Weicht einmal ein Bauentwurf von der quadratisch-praktisch-gut-Norm ab (was sofort eine Ausnahmebewilligung erfordert, die einfach anzufechten ist), wird von Nachbarn sofort verhindert. Es kann durchaus auch vorkommen, unserem Gesetz sei Dank (!), dass wegen der Abweichung vom Baugesetz eine horrende Entschädigungszahlung, durch den durch das Bauwerk „gestörten“ Nachbarn, erhoben wird. Zahlt der Bauherr das „Schutzgeld“ (ist klar, wird offiziell natürlich anders genannt), darf gebaut werden, wird nicht gezahlt, stirbt das Projekt. Diese Praxis wird durch unsere Gesetzgebung gestützt! Vielen Dank allen selbstgerechten, egoistischen, geldsüchtigen und neidischen Nachbarn da draussen, die Schweiz tritt dank euch architektonisch und idealistisch an Ort und Stelle!

  • Foebe sagt:

    Bauarten die ich auch gerne hier sehen möchte:

    http://ru-roofers.livejournal.com/594831.html
    http://mister-marat.livejournal.com/31326.html

    (jeweils das oberste Foto)

  • Rolando sagt:

    Sehr gute Beispiele! Vor allem Bild 5 und 6 wären für ein paar wenige Städte in der Schweiz sehr zu empfehlen. Das würde ich dann auch verdichtetes Bauen nennen und viele Bewohner würden über der Stadt wohnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Meteor auf die Schweiz knallt ist wohl höher, als dass solche Hochhäuser in der Schweiz zugelassen werden.

  • veronica sagt:

    Was ist schön an die Gebäuden von Edouard Francois? Es bleiben hässliche Bauklotzen, nur extra betönt vom Hochstapeln

    Das Hotel Zaandam ist etwas schauderhaft. Bei Zaandam (an Amsterdam gewachsen) liegt das Freiluftmuseum Zaanse Schans (http://www.zaanseschans.nl) mit historische Windmühlen im betrieb und bewohnte grüne Holzhäuslein etwa wie das Hotel aufzeigt. Dort sah ich, wieviel Mühe es bereitet einigen tropfen Erdnussöl zu bekommen.

  • Upps! sagt:

    einige der „Gebäude“ erinnern mich an den Turmbau von Babel – wenigstens in meiner vorstellung. Und schlimmer als es hier in Zürich schon Gebäude hat, kann das auch nicht werden. So aufeinandergesteckte Lebküchenhäuschen haben was für sich. Vor allem gefällt es mir ds alles so farbigt ist und nicht so trist und eintönig wie oft in Zürich. Da sehe ich mir doch gerne noch so schöne alte Häuser, wie die wo das alte Café OLD INN drin ist oder das Haus wo Grieder ist oder den Lichthof gleich daneben. Das ist Architektur, das andere ist lieblos aufeinander gestellte Betonelemente.

  • avedon sagt:

    wie wäre es mal urbane architektur zu zeigen das wir normal verdienende bürger bezahlen können.

  • Rosanna sagt:

    Perui: Das ist was; Architektur die Bäume und Grünes zulässt! Wow! Wenn das bei uns nur zur Selbstverständlichkeit gehören würde….

  • Christian sagt:

    Also mir gefällt diese bauweise sehr, das Hotel Zaandam in Amsterdam erinnert sehr an das Badehaus aus Chihiros Reise ins Zauberland, solche ein interessante Architektur konnte man bisher nur in Filmen oder Games bestaunen, schön dass sie auch in der realen Welt angekommen ist ;-)

  • Katharina I sagt:

    Das Haus in Holland empfinde ich jetzt doch als ein bisschen überladen – nur ein bisschen… :-) Entweder schneeweisse Fenster oder kleinteilige Struktur, nicht beides. Das Weiss ist irgendwie zu viel. Trotzdem ein schöner – tadah – Kontrapunkt zur Umgebung. 8-) Peruri 88 ist genial! 88-)

  • Giger Christoph sagt:

    „Doch diese fantasievollen Beispiele zeigen, dass es auch freundliche Lösungen für den Grossstadtdschungel gibt.“
    Ist das hier jetzt ein Witz?
    In sämtlichen hier gezeigten Bauten steckt nicht die geringste architektonische Qualität sondern Spott und Hohn gegenüber unserer Baukultur. Das solche Beispiele hier als „gute Architektur“ gezeigt werden stimmt mich äusserst nachdenklich!

  • Andreas sagt:

    Unten ist mir der Perui Turm doch etwas zu chaotisch gestaltet. Würde man das untere Drittel wegschneiden, würde er mir schon viel besser gefallen!

    • Rima sagt:

      Da stimme ich zu! Schön ist so ein Turm ja auch nur, wenn er frei ist von ebenso hohen Nachbarn. Das „Geschimpfe“ über die Schweizer Architekten finde ich jetzt doch auch etwas übertrieben. Ich kann auch nicht gerade ein Hohelied auf diese Schachtelhäuser singen. Ich finde die Idee zwar nicht schlecht aber die Umsetzung.

  • sepp z. sagt:

    naja. bei aller liebe für gestapelte häuser.
    diese blöcke sehen bloss aussen so aus, als wärens so lustige gestapelte gebäude.
    wer die grundrisse etwa des ersten beispiels anschaut, erkennt, dass das ein simples grosses gebäude ist, investorentauglich, an welchem die fassade dekoriert ist. gibts übrigens alles schon anderswo, vor ein paar jahrzehnten gebaut, heute bloss noch langweilend.
    den link zu blade runner verstehe ich jetzt nicht wirklich. ein guter film wohl, aber eher eine gesellschaftliche (und auch architekonische) dystopie denn utopie.

  • Massimo sagt:

    Es reichte schon aus, wenn man die unsäglichen Betonklötze farbig anmalen würde oder einen natürlichen Vorhang davor setzt.
    Aber der Schweizer ist schon mit einer öden Sichtbetonmauer zufrieden und ist sogar noch in der Lage, diesen mit einer Feier einzuweihen-

    • Hugo Reichmuth sagt:

      Das Problem ist nicht, dass „der Schweizer“ wahnsinnig Freude an Sichtbetonmauern hat. Ich führe manchmal Touris durch Basel und ich habe kaum einmal Begeisterung erlebt (eigentlich nie) für den Messeturm und ähnliche Fantasielosigkeiten.
      Das Problem ist, dass die meisten Leute sich kein anständiges, kreativ gestaltetes Haus und die meisten Firmen keinen überzeugenden Firmensitz leisten können. Da siegen dann halt immer die 08/15-Entwürfe aus der Retorte.
      Wenn’s dann noch Betongrau in Betongrau ist, spart man sich sogar den Maler!
      Aber ansonsten: Der Peruri-Turm ist der Hammer. Wenn alle künftigen Hochhäuser in der Schweiz so oder ähnlich aussähen, würde mich die PFZ begeistern.
      Schade, dass die Kreativen alle im Sci-Fi-Genre Häuser entwerfen statt sie in der Realität zu bauen.

    • Richtig, ein neues und typisch schweizerisches Beispiel für schwarz/grau ist der morgen mit einer Feier einzuweihende neue Bahnhofplatz in Münsingen/BE. Fantasielos 0815 wie üblich und dann noch mit der heimatgeschützten Baracke (Güterschuppen) im Zentrum. Auch ich sage: bäääh, trauriger einfallsloser Einheitsbrei.

      • Massimo sagt:

        Die Führungen durch den Novartis Campus sind cool, architektonische Meisterleistungen soweit das Auge reicht. Da sieht man, was moderne Bauten hergeben, man fühlt sich gleich wie in Tokyo oder irgend einer anderen östlichen Metropole. Es gibt ja auch führungen durch den Campus. Leider kommt man nicht einfach so rein. Aber die Führung ist empfehlenswert, nur schon wegen dem Frank O. Gehry Bau an der Fabrikstrasse 15. Nach „Basel headquarters“ suchen und man findet die Gebäude im Campus. Soviel mir ist, werden auch Führungen durchgeführt.

  • Herbert Heger sagt:

    Schöner Artikel. Bei uns wird alles mit hässlichen Quadern zubetoniert. Es ist ein Graus, was mit der Schweiz geschieht. Aber es gibt Hoffnung, wie diese Beispiele zeigen. Jetzt sollte sich mal jemand aus der Schweiz Gedanken machen, was hier schönes gebaut werden könnte. Ich hoffe sehr, dass diese hässlichen Ruinen so schnell wieder abgerissen werden können, wie sie gebaut wurden. Oder wiederspiegeln sie einfach den Bewohner? Einfallslos, Kalt, Fad, Gesichtslos: Einheitsbrei?

  • Christian Krieg sagt:

    Was mich an moderner Architektur stört, ist, dass sie einfach zu oft nicht zeitlos genug ist. Was uns heute als innovativ und cool erscheint, ist morgen alter Hut. In 20 Jahrren sieht es vergilbt aus und in 50 reisst man es zugunsten einer neuen Idee ab. Mein Vater war Architekt, aber immer der Vernunftmensch, wenn auch nicht von gestern. So kann man seine Projekte auch 20 bis 50 Jahre später als praktisch schön, wenn nicht gar zeitlos ansehen. Andere sehen ihre Werke schon zu Lebzeiten verändert bis verschandelt, weil Geschmäcker sich eben schnell ändern. Will sich einer ein Denkmal mit etwas Innovativem setzen, kann das schnell daneben gehen oder eben bald anecken oder langweilen.

    • Phillip Steingruber sagt:

      Sie sollten mal „Falling Water“ googeln.. Dieses Haus wurde schon vor Jahrzehnten gebaut und wirkt immer noch so, als ob es von gestern wäre.. Jedoch haben Sie auch teilweise recht, Viele Bauten werden in paar Jahren „Out“ sein.

  • Küsel sagt:

    Peruri 88 ist so verschachtelt und chaotisch wie ein unaufgeräumtes Kinderzimmer – ein Traum von einem Gebäudekomplex! Das Pariser Beispiel ist nicht gerade neu, in Kairo leben bereits tausende Menschen in – wenn auch nicht so gehobenen – Dachhäusern. Was hierzulande weiter zu verfolgen wäre, sind die Dachgärten und -restaurationsbetriebe, wie es sie in Manhatten gibt. Generell: Die Schweiz, und speziell Zürich, sollte da mal von ihrer „Swissblock“ (quadratisch praktisch gut) Mentalität abrücken und etwas orginineller daherkommen, es muss ja keine Geschmacksverstauchung à la Amsterdam sein, der Prime Tower geht schon mal in die richtige Richtung (Verjüngung gegen unten und Abkehr vom Rechten Winkel gefällt mir immer noch sehr gut).

  • Zugegeben, sehr kreativ und mal was anderes. Aber nicht ganz mein Geschmack. Und bin ganz die Meinung von Cybot, hier in der Schweiz sieht ja mittlerweile alles gleich aus, weiss, geradlinig, viel Beton und eben manchmal sehr langweilig…

  • Daniel sagt:

    Das sind jetzt mal ganz tolle Beispiele und vorallem sehr Kreative dazu!

  • Cybot sagt:

    Endlich mal coole Häuser! So etwas könnten die langweiligen Schweizer Städte auch mal brauchen. Da wird immer von „modernem urbanem Wohnen“ geschwafelt, aber gebaut werden rechtwinklige Betonlandschaften. Wenn man durch Siedlungen wie in Neu-Oerlikon geht, fühlt man sich ja in die Plattenbau-Mondlandschaften der 70er-Jahre zurückversetzt. Aber etwas anderes ist hier wohl nicht umsetzbar, dank all den tollen Vorschriften und Einsprachen von bünzligen Nachbarn (siehe auch die anderen Kommentare hier).

    • Urs Dudli sagt:

      Da geb ich Dir voll Recht. Langweiliger als in der Schweiz und mit immer denselben langweiligen Argumenten wird nirgens in der Welt gebaut. Und dann noch zu horrenden Preisen, vor allem öffentlich. Die Architekten tönen für mich wie eine Glaubensgemeinschaft, um nicht Sekte zu sagen, deren Guru wohl an der ETH lehrt. Gerade die holländischen Architekten fallen aber immer wieder (nicht immer) positiv auf.

      • Richi sagt:

        Das stimmt. In meiner Jugendzeit kannte ich ein paar ETH-Architekturstudenten: Schwarze Kleidung, Rollkragenpullover und Hornbrille war da uniform und sie „mussten“ alle Free-Jazz hören, weil alles andere war ja nicht intelektuell genug. Nicht viel mehr als angepasster Uniformismus.

      • Ueli Hoch sagt:

        @Dudli: So jemanden nennt man Trend-Bünzli

  • Paul Bossi sagt:

    Und wenn mir als Architekt dann gar nichts Gescheites mehr einfallen will, versuche ich es halt mit Klamauk.
    Über den „Peruri 88 Turm“ kann man ja noch geteilter Meinung sein, die anderen Projekte jedoch getrost entsorgen.
    Gute Architektur geht anders!

    • Leo sagt:

      über gute Architektur kann man lange streiten. Auch über unsere Beton(Bunker)-Bauten! Da haben alle Projekte die hier aufgelistet sind mehr Stil. Aber wie gesagt, Geschmacksache!

      • T. Balmer sagt:

        Hr. Bossi die Betonung bei ihnen liegt ja sehr auf „mir als Arch….“ Na, Schön ist doch was gefällt und mal ganz ehrlich. Uns MENSCHEN und nicht Architekten gefallen die Irrtümer von euch Architekten sowieso auch nicht immer! Also, mir gefallen die bunten Häuser sehr den nur Farbe bringt Freude ins Leben. Wohlgemerkt. Aber, sie sind ja der Gescheite.

  • steffu sagt:

    der peruri-88i-turm hat für meinen geschmack unglaublich stil und klasse, wow. die andern beispiele erschüttern mich in meinem ästhetischen empfinden, das sieht aus wie nach einem erdbeben….bäääh

    • Franz Mueller sagt:

      Diese Beispiele zeigen, dass moderne Architektur durchaus mit Schwung, Elan und einer gehörigen Portion Witz daherkommen kann. Wenn ich mir die neu erbauten grässlichen Beton/Glasmonster in der CH so ansehe, bekomme ich beinahe Durchfall! Quadratisch oder rechteckige Beton-Schuhschachteln. Praktisch, jedem Bürger seine genormte Zelle, Balkone aneinder/übereinander „gepflömmt“ wie Brutkästen in einer Hühnerzuchtanlage. Maximale Ausnützung der Bausubstanz nennen Planer diese wüste Bauerei, ganz im Sinne der Eigentümer.Kaum Verluste der maximalen Mietfläche durch Treppenhäuser. Für mich baute der Ösi Hundertwasser Jahren grossartige Neubauten mit Türmli, Erker, schrägen Fassaden, Balkone mal krumm, mal gerade. Mensch Meier, wie schön könnte moderne Architektur doch auch sein! Nicht dieses Betongeknorze wie fast überall, nur damit die Aktionäre noch mehr Stutz kassieren. Der Mieter braucht für seinen Seelenfrieden eine schöne, lockere Umgebung, auch in der Loge. Das geht glatt vergessen.

      • Roland Wey sagt:

        Sie sprechen mir aus der Seele!

      • Markus sagt:

        Schauen Sie sich mal die Beispiele 1+2 genauer an. Sie sehen zwar von aussen bunt oder ungewohnt aus, schlussendlich sind es aber genauso rechteckige „Beton-Schuhschateln“, im Falle des Hotel Zaandam ohne einen einzigen Balkon. Da gibt es bessere Beispiele von verdichtetem Bauen. Hundertwasser gefällt mir persönlich jetzt gar nicht. Entweder richtig in der Natur (Alphütte) oder nicht, aber nicht so tun als ob es organisch gewachsen wäre – Ansichtssache halt.

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